Immersion: Weniger ist mehr

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4P|Jan
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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von 4P|Jan » 06.01.2015 13:54

Ich sehe es ganz genau so - mir geht die wachsende Flut an Menü-Elementen auch auf den Wecker. Ich hätte mal gerne wieder ein Spiel wie King Kong von Michel Ancel, das bewusst fast komplett auf HUD-Einblendungen oder ähnlichen Schnickschnack verzichtet. Ich habe es vor ein paar Monaten noch mal auf der 360 gezockt und es war schon erstaunlich, wie sehr mich die Atmosphäre mich wieder ins Spiel gesogen hat.

Obwohl Animationen und andere Details mittlerweile ziemlich hölzern und veraltet wirken; das spielt aber schon kurz danach kaum noch eine Rolle, weil die Inszenierung stimmt. Einfach nur in Ruhe eine abgeschiedene, fremdartige Welt erkunden - das hätte ich mir auch im letzten Tomb Raider gewünscht - statt ständig in irgendwelchen Waffen- und Item-Menüs herumzuwühlen, die mich aus der Illusion reißen.

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sphinx2k
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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von sphinx2k » 06.01.2015 14:14

AlastorD hat geschrieben:Wieso ist ein Skyrim denn soviel besser als die anderen Open Worlds zur Zeit.
Ob besser oder nicht sei mal dahin gestellt. Zumindest gab es unter den ersten Sachen für die es Mods gab solche Dinge wie Kompass Entfernt, Map Markierungen entfernt,...
Ich hab es auch komplett ohne Schnellreise gespielt, das hat einfach nicht in die Welt gepasst sich einfach Porten zu können.

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7yrael
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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von 7yrael » 06.01.2015 14:20

AlastorD hat geschrieben:Die unzähligen Banditenlager und Höhlen sind auch nicht mehr als Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen einer ansonsten leblosen Welt und bieten keinen Mehrwert. Bei einem Fantasy Rollenspiel ist sowas doch noch schlimmer als bei einem Action Adventure oder Shooter.
Sehe ich nicht so. Die meisten Höhlen/Lager usw. in Skyrim haben zumindest eine eigene kleine Geschichte, die sich dann manchmal zu einer großen Quest entwickelt. Schade bei Skyrim ist, dass man zwar per Mods Questmarker usw. abschalten kann, dann aber oft nötige Infos fehlen, um das Ziel erreichen zu können. NPCs z.B. geben oft nicht die Position von Orten preis. Natürlich ist auch das per Mod wieder erreichbar, aber nicht in der besten Qualität (lokalisierte Sprachausgabe der Dialoge usw.)
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4P|Jan
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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von 4P|Jan » 06.01.2015 14:23

andymk hat geschrieben:Der Autor hat vollkommen recht. Man kann sich "heuzutage" kaum mehr in einem Spieleerlebnis verlieren, weil es eben viel zu viel Blingbling nebenher gibt.
Ich frage mich manchmal, ob ein wachsender Teil der Spieler vielleicht gar keine Lust darauf hat, sich in einem Spielerlebnis zu verlieren oder eine abgeschiedene Gegend in einem Spiel zu erkunden. Einfach, weil sie es aus dem Alltag auch nicht gewöhnt sind. Im echten Leben fummelt man zwischendurch ja auch immer öfter im Menü (nämlich dem Smartphone) herum, welches die Realität erweitert.

Das erinnert mich so ein wenig an Fahrten zu Festivals, wo sich mittlerweile auch die Art des Erlebnisses verändert hat: Früher war man praktisch für ein Wochenende abgekapselt an einem ganz eigenen Mikrokosmos mit eigenen Regeln und Erlebnissen. Zwischendurch hat man seine Freunde verloren, andere verrückte Leute getroffen und alle möglichen Sachen erlebt - alles fernab vom normalen Alltag, in den man erst später wieder eingetaucht ist. Heute texten viele halt ständig mit den Zuhausegebliebenen, halten ihre Handykamera vor der Bühne hoch oder posten live, wie langweilig/toll doch gerade Act XY ist etc. Man fühlt sich nie vollständig an einem Ort, sondern ist irgendwie ein Bisschen überall gleichzeitig, wodurch sich aber keiner dieser Orte wirklich intensiv erleben lässt. Es fehlt einfach dieser abgeschiedene "Urlaubs-Effekt". ;)

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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von andymk » 06.01.2015 15:06

4P|Jan hat geschrieben:
andymk hat geschrieben:Der Autor hat vollkommen recht. Man kann sich "heuzutage" kaum mehr in einem Spieleerlebnis verlieren, weil es eben viel zu viel Blingbling nebenher gibt.
Ich frage mich manchmal, ob ein wachsender Teil der Spieler vielleicht gar keine Lust darauf hat, sich in einem Spielerlebnis zu verlieren oder eine abgeschiedene Gegend in einem Spiel zu erkunden. Einfach, weil sie es aus dem Alltag auch nicht gewöhnt sind. Im echten Leben fummelt man zwischendurch ja auch immer öfter im Menü (nämlich dem Smartphone) herum, welches die Realität erweitert.
Interessanter Gedanke ;) das ist bei mir selbst zB ganz zwiespältig. Ich habe im jahre 2015 sicherlich nicht mehr so viel Zock-Zeit wie noch in Nullern (oder gar in den Neunzigern!) - man ist ja kein Schüler/Student mehr, man hat dieses lästige Real Life mit Arbeit, Familie und diesen blödsinnigen Erwachsenen-Hobbys. Und der Garten, und der Hund, und Wann Hast Du Eigentlich Zum Letzten Mal Das Auto Gewaschen? Viele Gamer mit `ner 3 oder gar 4 vor dem Komma werden das kennen.

Daher fällt es mir auf der einen Seite zunehmend schwerer, mal einfach die Zeit für ein Spiele-Schwergewicht aufzubringen. Früher? Nächte und Wochenenden durchzocken, ganze Nachmittage fürs Spielen reservieren, kein Problem. Heute? Vielleicht abends mal `ne Stunde. Wenn sonntags mal nichts ansteht, vielleicht drei Stunden oder vier. Aber auch das alles nicht regelmäßig.

Man sollte also meinen, dass casualisierte Spiele und solche, die mich mit Markern und Tipps an die Hand nehmen, diesem Konsumverhalten besonders entgegenkämen. - Aber kurioserweise: weit gefehlt! GERADE Spiele wie Far Cry, AC, Watchdogs oder eben Dragon Age - die zocke ich zwei-, dreimal an - dann bleiben sie liegen. Eben weil mich dieses überfrachtete HUD-Geblinke gar nicht ins Spiel kommen lässt. Weil ich diese Spiele dann gar nicht als unterhaltsam - geschweige denn begeisternd! - wahrnehme, weil sie mich gar nicht in die Versuchung bringen, meine kostbare Zeit in sie zu investieren - ernsthaft, nach der zweiten, dritten Session geh´ ich lieber und grabe den Garten um.

WENN ich heute noch viel Zeit in ein Spiel stecke, wenn ich gar versuche, den ganzen Erwachsenen-Kram fürs Zocken zurückstecken zu lassen, dann bei immersiven Spielen, nichts anderes kriegt mich mehr. - Es ist natürlich völlig klar, dass "früher" Spiele viel einfacher immersiv sein konnten, weil man selber als jüngerer Mensch noch viel leichter zu haben war. Heute müssen sich die Entwickler schon deutlich mehr anstrengen - mit diesen ganzen auf Retro gemachten Indies, die dann Rogue oder Eye of the Beholder nachäffen, kriegt mich 2015 auch keiner mehr.
Man hat aber auch das Gefühl: Immersion durch Einfachheit,. durch reines Eintauchen in die Spielewelt, steht bei vielen Entwicklern gar nicht auf dem Programm. Im Gegenteil. Rollenspiele und Open-World-Spiele werden immer "benutzerfreundlicher", und damit verlieren sie ihren Zauber um so schneller, denn die Meta-Ebene ist einfach unübersehbar da.

Mag sein, dass viele Spieler heutzutage das wollen. Oder schon nicht mehr anders kennen. Oder weil ihr Alltag ganz ähnlich strukturiert ist. Aber ich persönlich, obwohl einer Zielgruppe zugehörig, die vielleicht einen Grund dafür hätte, auf solche Entwicklungen positiv zu reagieren - nämlich wenig Zeit zum Spielen, daher ein Interesse an Elementen, die Spiele einfacher und schneller machen - bemerke bei mir selbst, dass GERADE solche Elemente mich abschrecken. Ich mag meine kostbare Zeit lieber in Spiele stecken, die packen wollen, als in solche, die buntestmöglich entertainen.

Insofern trifft dein Festival-Vergleich auch auf mich zu: früher waren Festivals immer ein Erlebnis - gerade, weil sie immer nur so und so gut planbar waren - heute sind sie ein sehr gleichförmiges und kommerziell voll erschlossenes Massenereignis. Warum sollte ich dafür noch meine Zeit opfern? -- Andererseits sind die Besucherzahlen heutiger Festivals ja nicht schlechter, der Bekanntheitsgrad ist auch höher, und viele (junge) Leute, die hingehen, sind immer noch total begeistert. Warum sollten die Anbieter es also wieder wie früher machen? Nur, um ein paar alten Säcken zu gefallen? Wo ist da der Profit?

tl;dr: Tempora mutantur, nos et mutamur in illis :wink:

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AlastorD
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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von AlastorD » 06.01.2015 15:11

sphinx2k hat geschrieben:
AlastorD hat geschrieben:Wieso ist ein Skyrim denn soviel besser als die anderen Open Worlds zur Zeit.
Ob besser oder nicht sei mal dahin gestellt. Zumindest gab es unter den ersten Sachen für die es Mods gab solche Dinge wie Kompass Entfernt, Map Markierungen entfernt,...
Ich hab es auch komplett ohne Schnellreise gespielt, das hat einfach nicht in die Welt gepasst sich einfach Porten zu können.
Mir gehts aber eher um das Spiel das der Entwickler abliefert, verbesserungen der Fans zähle ich deswegen nicht dazu.
Und auch ohne Schnellreise klappert man halt alles ab wo die Pfeile hindeuten und landet dann wieder beim x-ten Banditenlager oder einer weiteren Draugenhöhle.
7yrael hat geschrieben:Sehe ich nicht so. Die meisten Höhlen/Lager usw. in Skyrim haben zumindest eine eigene kleine Geschichte, die sich dann manchmal zu einer großen Quest entwickelt.
Vor allem die kleinen Lager und Höhlen und davon gibt es viele, bieten nicht mehr als einen Hinweis dass man den Dungeon geschafft hat auf der Weltkarte wenn man alles gekillt hat was sich darin bewegt.
Auch die Aufgaben der Gilden sind repetitiv, egal welcher Gilde man sich anschliesst es geht andauernd in Draugenhölen, nicht immer aber viel zu oft.

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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von Subtra » 06.01.2015 15:55

KATTAMAKKA hat geschrieben:@Subtra

Guter Mann du hast es leider absolut nicht geschnallt. Diese Bullshit Kiddy Vollautomat beschäftigungstherapie in Ubischrotts Far Cry /AC etc ist Schrott pur . Gamen ist das ganz sicher nicht, aber man könnte es als FAKEGAMING bezeichnen :wink:

UBISCHROTT ist ANTIGAMING :mrgreen:
Guter Mann zurück, Far Cry hatte tatsächlichen einen guten Ableger und das war der erste Teil. Ubisoft hatte auch mal ein Zeit sehr gute Spiele zu entwickeln, Beyond Good and Evil, Prince of Persia, Assassins Creed, Anno ist zwar von ursprünglich anderen Studio aber 2070 begeistert auch heute. Das du die schlechten Spiele raussuchst um Ubisoft schlecht zu machen zeigt nur dein Anti Interesse in die gute alte Zeit.

Klar sie machen auch Fehler, vor allem in letzter Zeit, aber Ubisoft hat nicht immer Schrott produziert und ich habe Far Cry 4 auch damit nicht wirklich nett angesprochen, das Spiel ist Schrott, Watch Dogs war eigentlich ein gutes Spiel Storymäßig gesehen, aber kein GTA, was ich auch nicht brauche.

Überhaupt "Fakegaming" ist das dein Ernst? Das ist ein Wort? Ja ich bin heute eher mal auf etwas diabolischeren Pfad unterwegs. Es gibt kein Fakegaming, du kannst jedes Spiel spielen, ob es dir gefällt oder nicht ist deine Sache, aber letztlich bis zum letzten absoluten 1 % Schrottspiel, alles kannst du spielen, Politiker spielen gerne Krieg, ich spiele gerne den Clown oder das überkritische Arschloch was andere Leute zu gern beleidigt. Das nennt man dann übrigens das Rollenspiel. Technisch gesehen ist jedes Spiel wo du einen Protagonisten der du nicht bist spielst ein Rollenspiel, aber da das Rollenspiel zu Pen and Paper Zeiten mit Str Int und so weiter zurück geht, verbleiben wir einfach mit den klassischen Genres.

Jede Firma macht mal, des öfteren oder fast immer einen Griff ins Klo, Ubisoft manchmal mehr manchmal weniger. Es kommt am Ende auf den Entwickler an wie sehr du in die Spielwelt versinken kannst oder wieviel Spaß das Spiel macht. Aber Entwickler Firmen beleidigen bringt auch nicht viel. Immer wenn eine Firma Mist baut, denke ich immer daran was die Firma gutes entwickelt hat und das sie irgendwann in einem Jahr oder hundert Jahren wieder auf den Pfad des Lichtes kommen...selbst Microsoft.

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4P|Jan
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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von 4P|Jan » 06.01.2015 16:34

andymk hat geschrieben:
4P|Jan hat geschrieben:
andymk hat geschrieben:Der Autor hat vollkommen recht. Man kann sich "heuzutage" kaum mehr in einem Spieleerlebnis verlieren, weil es eben viel zu viel Blingbling nebenher gibt.
Ich frage mich manchmal, ob ein wachsender Teil der Spieler vielleicht gar keine Lust darauf hat, sich in einem Spielerlebnis zu verlieren oder eine abgeschiedene Gegend in einem Spiel zu erkunden. Einfach, weil sie es aus dem Alltag auch nicht gewöhnt sind. Im echten Leben fummelt man zwischendurch ja auch immer öfter im Menü (nämlich dem Smartphone) herum, welches die Realität erweitert.
Interessanter Gedanke ;) das ist bei mir selbst zB ganz zwiespältig. Ich habe im jahre 2015 sicherlich nicht mehr so viel Zock-Zeit wie noch in Nullern (oder gar in den Neunzigern!) - man ist ja kein Schüler/Student mehr, man hat dieses lästige Real Life mit Arbeit, Familie und diesen blödsinnigen Erwachsenen-Hobbys. Und der Garten, und der Hund, und Wann Hast Du Eigentlich Zum Letzten Mal Das Auto Gewaschen? Viele Gamer mit `ner 3 oder gar 4 vor dem Komma werden das kennen.

Daher fällt es mir auf der einen Seite zunehmend schwerer, mal einfach die Zeit für ein Spiele-Schwergewicht aufzubringen. Früher? Nächte und Wochenenden durchzocken, ganze Nachmittage fürs Spielen reservieren, kein Problem. Heute? Vielleicht abends mal `ne Stunde. Wenn sonntags mal nichts ansteht, vielleicht drei Stunden oder vier. Aber auch das alles nicht regelmäßig.

Man sollte also meinen, dass casualisierte Spiele und solche, die mich mit Markern und Tipps an die Hand nehmen, diesem Konsumverhalten besonders entgegenkämen. - Aber kurioserweise: weit gefehlt! GERADE Spiele wie Far Cry, AC, Watchdogs oder eben Dragon Age - die zocke ich zwei-, dreimal an - dann bleiben sie liegen. Eben weil mich dieses überfrachtete HUD-Geblinke gar nicht ins Spiel kommen lässt. Weil ich diese Spiele dann gar nicht als unterhaltsam - geschweige denn begeisternd! - wahrnehme, weil sie mich gar nicht in die Versuchung bringen, meine kostbare Zeit in sie zu investieren - ernsthaft, nach der zweiten, dritten Session geh´ ich lieber und grabe den Garten um.

WENN ich heute noch viel Zeit in ein Spiel stecke, wenn ich gar versuche, den ganzen Erwachsenen-Kram fürs Zocken zurückstecken zu lassen, dann bei immersiven Spielen, nichts anderes kriegt mich mehr. - Es ist natürlich völlig klar, dass "früher" Spiele viel einfacher immersiv sein konnten, weil man selber als jüngerer Mensch noch viel leichter zu haben war. Heute müssen sich die Entwickler schon deutlich mehr anstrengen - mit diesen ganzen auf Retro gemachten Indies, die dann Rogue oder Eye of the Beholder nachäffen, kriegt mich 2015 auch keiner mehr.
Man hat aber auch das Gefühl: Immersion durch Einfachheit,. durch reines Eintauchen in die Spielewelt, steht bei vielen Entwicklern gar nicht auf dem Programm. Im Gegenteil. Rollenspiele und Open-World-Spiele werden immer "benutzerfreundlicher", und damit verlieren sie ihren Zauber um so schneller, denn die Meta-Ebene ist einfach unübersehbar da.

Mag sein, dass viele Spieler heutzutage das wollen. Oder schon nicht mehr anders kennen. Oder weil ihr Alltag ganz ähnlich strukturiert ist. Aber ich persönlich, obwohl einer Zielgruppe zugehörig, die vielleicht einen Grund dafür hätte, auf solche Entwicklungen positiv zu reagieren - nämlich wenig Zeit zum Spielen, daher ein Interesse an Elementen, die Spiele einfacher und schneller machen - bemerke bei mir selbst, dass GERADE solche Elemente mich abschrecken. Ich mag meine kostbare Zeit lieber in Spiele stecken, die packen wollen, als in solche, die buntestmöglich entertainen.
Interessant.

"Puristische" Titel schrecken mich auch höchstens dann ab, wenn ich weiß, dass ich gerade nicht genügend Zeit dafür habe. Dann lasse ich sie nach dem Anzocken aber erst einmal komplett liegen und habe dabei aber ein besseres Gefühl (der Vorfreude auf später) als bei Titeln, wo mich die menülastige Häppchenstruktur von Anfang an nicht motiviert.

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sphinx2k
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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von sphinx2k » 06.01.2015 16:56

Hmm viel zum nachdenken hier im Thread.

Wenn ich überlege wie gerne ich mich früher in Komplexe Spiele rein gearbeitet habe bis ich sie irgendwann gemeistert hab. Heute ist mir meine Zeit dafür zu schade. Oder ist die Zeit es nicht und die Spiele können mich nur nicht fesseln?
Das Erlebniss was hier schon von jemand beschrieben wurde, mit dem ganzen Tag drüber nach grübeln wie man dieses und jenes schaffen kann, hatte ich früher sehr viel öfter als heute. Das einzige Spiel in dem mir das noch so geht ist im heftig gemoddeden Minecraft. Wo ich nur ne vage Idee hab was für eine Maschinerie ich bauen möchte und dann drüber nachdenken und tüfteln muss wie ich es hin bekomme es im Spiel umzusetzen.
Mich in Dwarf Fortress einzuarbeiten bis ich wusste was ich tue hat mir auch richtig Spaß gemacht.
Kerbal Space Programm, ich hab so viel über Aerodynamik und Orbitalmechniken gelernt bis ich es jetzt halbwegs gut behersche -> Diese lernphase, das überkommen der Hindernisse,...ein tolles Gefühl.
Das Gefühl in GTA erst mal verloren in der Stadt zu sein, bis man nach unzähligen Stunden die schnellste Route aus dem FF kennt. Ich möchte kein super GPS das mir diese Route ausrechnet, ich möchte selbst knobeln und meine eigene Karte im Kopf anlegen.

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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von KATTAMAKKA » 06.01.2015 16:59

SpoilerShow
Subtra hat geschrieben:
KATTAMAKKA hat geschrieben:@Subtra

Guter Mann du hast es leider absolut nicht geschnallt. Diese Bullshit Kiddy Vollautomat beschäftigungstherapie in Ubischrotts Far Cry /AC etc ist Schrott pur . Gamen ist das ganz sicher nicht, aber man könnte es als FAKEGAMING bezeichnen :wink:

UBISCHROTT ist ANTIGAMING :mrgreen:
Guter Mann zurück, Far Cry hatte tatsächlichen einen guten Ableger und das war der erste Teil. Ubisoft hatte auch mal ein Zeit sehr gute Spiele zu entwickeln, Beyond Good and Evil, Prince of Persia, Assassins Creed, Anno ist zwar von ursprünglich anderen Studio aber 2070 begeistert auch heute. Das du die schlechten Spiele raussuchst um Ubisoft schlecht zu machen zeigt nur dein Anti Interesse in die gute alte Zeit.

Klar sie machen auch Fehler, vor allem in letzter Zeit, aber Ubisoft hat nicht immer Schrott produziert und ich habe Far Cry 4 auch damit nicht wirklich nett angesprochen, das Spiel ist Schrott, Watch Dogs war eigentlich ein gutes Spiel Storymäßig gesehen, aber kein GTA, was ich auch nicht brauche.

Überhaupt "Fakegaming" ist das dein Ernst? Das ist ein Wort? Ja ich bin heute eher mal auf etwas diabolischeren Pfad unterwegs. Es gibt kein Fakegaming, du kannst jedes Spiel spielen, ob es dir gefällt oder nicht ist deine Sache, aber letztlich bis zum letzten absoluten 1 % Schrottspiel, alles kannst du spielen, Politiker spielen gerne Krieg, ich spiele gerne den Clown oder das überkritische Arschloch was andere Leute zu gern beleidigt. Das nennt man dann übrigens das Rollenspiel. Technisch gesehen ist jedes Spiel wo du einen Protagonisten der du nicht bist spielst ein Rollenspiel, aber da das Rollenspiel zu Pen and Paper Zeiten mit Str Int und so weiter zurück geht, verbleiben wir einfach mit den klassischen Genres.

Jede Firma macht mal, des öfteren oder fast immer einen Griff ins Klo, Ubisoft manchmal mehr manchmal weniger. Es kommt am Ende auf den Entwickler an wie sehr du in die Spielwelt versinken kannst oder wieviel Spaß das Spiel macht. Aber Entwickler Firmen beleidigen bringt auch nicht viel. Immer wenn eine Firma Mist baut, denke ich immer daran was die Firma gutes entwickelt hat und das sie irgendwann in einem Jahr oder hundert Jahren wieder auf den Pfad des Lichtes kommen...selbst Microsoft.
Es interesiert NULL ob Dieser Laden vor 1000 Jahren mal ein gutes Game gemacht hat oder nicht. Wichtig ist was sie heute machen und was sie vorhaben mit ihrer Formel für Scheisse in der Zukunft zu machen . Und dieses FAKEGAMING wo sich jedes Spiel von UBISCHROTT gleich anfühlt und voll mit arschfaden,und arschbraven Kiddykrimskram , ist leider die erbärmliche Zukunft von UBISCHROTT :mrgreen:

http://www.4players.de/4players.php/gam ... 52640.html

Natürlich gilt dieser Test für alle aktuellen Games von diesem Schrottladen :wink:

Und liebe Leute alle die da jetzt gross auf puristisch etc . machen. wenn ich puristisch spielern will , dann spiele ich ein Brettspiel. Mein Gott die NEXT GEN ist da und ich will endlich zockerisch die Sau rauslassen können. Oder verstehen da etwa manche Leute das Wort ``puristisch`` nicht :wink:
Zuletzt geändert von KATTAMAKKA am 06.01.2015 18:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Kajetan
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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von Kajetan » 06.01.2015 17:26

AlastorD hat geschrieben:Wieso ist ein Skyrim denn soviel besser als die anderen Open Worlds zur Zeit.
Skyrim ist populär. Ob es besser als ein GTA ist, das ist Ansichtssache. Ob es besser als andere Openworld-RPGs ist, ebenfalls.
https://seniorgamer.blog/
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Randall Flagg78
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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von Randall Flagg78 » 06.01.2015 17:48

TMC hat geschrieben: Die Welten sollen immer schöner, größer, bunter werden, immer mehr Content, immer mehr Loot usw. Dazu kommt das viele Spieler die nebendran arbeiten gehen müssen einfach nicht die Zeit für ewiges Rumgesuche haben. Seh ich bei mir selber: mach ich in FC4 noch schnell das eine Lager da platt, bevor ich mich aufs Ohr lege ? Soundso lange brauch ich bis dahin, dann nochmal soundso lange zum Plattmachen. Denn morgen früh klingelt der Wecker.
Das ganze ohne einen solchen Plan - ich würde so ein Spiel nicht zocken wollen. Man hat noch 15 Minuten und stolpert in einen Bosskampf oder eine längerwierige Sache, dazu noch feste Speicherpunkte und das Elend wäre perfekt.
Eventuell solltest Du darüber nachdenken, ob Du (noch) das richtige Hobby hast. Denn bei Dir klingt das tatsächlich nach geplantem Ablaufen.
"Man hat noch 15 Minuten und stolpert in einen Bosskampf.." Sorry, aber so etwas kann ich nicht nachvollziehen.
Das macht doch gerade den Reiz aus, wenn während eines Spiels das Unerwartete passiert und ich auf etwas treffe, auf das ich nicht vorbereitet war.
So wie Du es beschreibst, ist es eigentlich genau das was die Kolumne anspricht. Du weißt doch schon was passieren wird, und dann erfüllst Du das wie die tägliche 8 Stunden Schicht, nur in 20 Minuten?
Klingt für mich etwas seelenlos, ehrlich gesagt.

Und immer das Gejaule wegen der Arbeit und das man so wenig Zeit hätte.
Ich gehe auch in 3 Schichten arbeiten und habe 2 Kinder. Trotzdem nehme ich mir die Zeit für ein gutes Spiel und manchmal auch mehr als gut ist. Dann muss ich eben mal mit 2 Stunden Schlaf weniger auskommen.
Und in Zeiten wo ich wirklich viel um die Ohren habe, zocke ich dann halt nicht und warte bis es sich wieder lohnt, sich dran zu setzen.
Solche Checkpoint Ablauf Orgien sind mir zutiefst zuwider und ich finde keinerlei Rechtfertigung dafür. Zu wenig Zeit ist keine.

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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von AlastorD » 06.01.2015 18:15

Kajetan hat geschrieben:
AlastorD hat geschrieben:Wieso ist ein Skyrim denn soviel besser als die anderen Open Worlds zur Zeit.
Skyrim ist populär. Ob es besser als ein GTA ist, das ist Ansichtssache. Ob es besser als andere Openworld-RPGs ist, ebenfalls.
Ja und? Um Popularität geht es ja nicht, AC und FC sind das auch. Nur warum wird ausgerechnet der Titel übergangen der sich das Erforschen der Welt ganz gross auf die Fahne geschrieben hat.
Far Cry nutzte das offene Gelände schon immer vorrangig für den Kampf und hat es mit kleinen Gimmicks gefüllt die man abklappern kann, dass dies nicht optimal gelungenen ist, da will ich gar nicht widersprechen aber Erkundungen sind meines Erachtens nicht das Hauptaugenmerk des Spiels.
AC schon eher und die Kritik ist durchaus verständlich aber dennoch fällt auf dass gerne Ubisoft auf den Deckel kriegt wenns um sowas geht während Bethesdas Rpgs trotz gleicher Macken nichtmal erwähnt werden. Immerhin dürften die dank ihrer Popularität auch nicht ganz unschuldig an dem Trend sein.
Und es geht auch nicht darum was besser oder schlechter ist, hier hab ich mich falsch ausgedrückt, meinte damit warum Skyrim im VVergleich so viel besser da steht. Es geht um Trends,
in diesem Fall der Trend moderner Spiele den Spieler an die Hand zu nehmen. Und da ist the elder scrolls seit Oblivion ebenso betroffen wie AC, FC und Co.
Zuletzt geändert von AlastorD am 06.01.2015 18:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von Temeter  » 06.01.2015 18:31

AlastorD hat geschrieben:Ja und? Um Popularität geht es ja nicht, AC und FC sind das auch. Nur warum wird ausgerechnet der Titel übergangen der sich das Erforschen der Welt ganz gross auf die Fahne geschrieben hat.
Far Cry nutzte das offene Gelände schon immer vorrangig für den Kampf und hat es mit kleinen Gimmicks gefüllt die man abklappern kann, dass dies nicht optimal gelungenen ist, da will ich gar nicht widersprechen aber Erkundungen sind meines Erachtens nicht das Hauptaugenmerk des Spiels.
AC schon eher und die Kritik ist durchaus verständlich aber dennoch fällt auf dass gerne Ubisoft auf den Deckel kriegt wenns um sowas geht während Bethesdas Rpgs trotz gleicher Macken nichtmal erwähnt werden. Immerhin dürften die dank ihrer Popularität auch nicht ganz unschuldig an dem Trend sein.
Und es geht auch nicht darum was besser oder schlechter ist sondern um Trends, in diesem Fall der Trend moderner Spiele den Spieler an die Hand zu nehmen. Und da ist the elder scrolls seit Oblivion ebenso betroffen wie AC, FC und Co.
Wegen der Konzentration auf Kämpfe und dem soliden Gunplay steht ein Far Cry imo auch viel besser als ein AC. Wozu gibts dann aber die Open World, wenn nicht zum erkunden? Sonderlich taktisch wird das Ding durchs offene Gelände auch nicht.

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Re: Immersion: Weniger ist mehr

Beitrag von AlastorD » 06.01.2015 18:54

Es ist kein Taktik Shooter aber das offene Gelände wird seit Teil 1 vor allem für den Kampf verwendet, sowohl was das eigene Handeln als auch die Gegner K.I. war darauf ausgelegt.
Der schritt zum open World Spiel war dann nur eine weiterführung des Konzepts.
Ausserdem passt ein erkunden wie in einem elder Scrolls auch nicht immer zum Szenario.
Ein Auftragskiller wie in Teil 2 würde nicht durch die Pampe spazieren und die Landschaft erkunden.

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