Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anita Sarkeesian nie meine sein wird

Viel Spaß beim Diskutieren unserer Kolumnen und Kommentare!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Temeter 
Beiträge: 15046
Registriert: 06.06.2007 17:19
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Temeter  » 12.09.2014 15:24

Jaggo hat geschrieben:Auch wenn es vielleicht schon erwähnt wurde: Die Kritik von Alice an Anita Sarkeesians Projekt geht größtenteils in Leere. Das Problem ist, dass Anita nie den Anspruch hatte, der ihr von Kritiker/innen unterstellt wird. Es geht ihr nicht darum, die "Unterdrückung von Frauen" in bestimmten Videospielen darzustellen, sondern zu untersuchen, welche weiblichen Geschlechterklischees in Videospielen immer wieder auftauchen und diese zu kategorisieren. Der Kontext des jeweiligen Spiels ist bei dieser Fragestellung tatsächlich egal, sie sagt ja auch ausdrücklich, dass es ihr nicht darum geht, einzelne Spiele zu kritisieren und das man Kritik üben und trotzdem Spaß an einem Spiel haben kann.
Man kann Anita Sarkeesian vielleicht vorwerfen, dass dieser Ansatz zu kurz gegriffen ist, aber Fakt ist, dass sie nie mehr behauptet hat und dies auf ihrer Webseite, beim Kickstarter und in den Videos auch immer deutlich macht. Was der Kommentar hier (wie viele andere Kritiken auch) macht, ist größtenteils ein klassisches Strohmann-Argument, von 4players hätte ich mir da einen etwas fundierteren Kommentar gewünscht.
P.S.:
Positiv ist aber auf jeden Fall, dass die folgende Diskussion (soweit ich sie verfolgt habe) deutlich gesitteter war, als bei den Pro-Anita Artikeln an anderen Stellen :)
Innerhalb der Videos mach Saarkesian eigentlich ziemlich deutlich, dass sie glaubt, Spiele beeinflussen das Weltbild des Spielers. Gleichzeitig kategorisiert sie nicht nur die Rollen, sondern bewertet sie. Was dann soweit geht, dass sie das women/frigde-Ding als bösartig bezeichnet und sich regelrecht empört zeigt.
Generell ist das Ding von einer wissenschaftlichen Perspektive, die sie so gerne andeutet, recht weit entfernt. Dazu hat das Video auf unsere Gesellschaft bezogene aussagen, welche ebenfalls ohne Grundlage daherkommen.

Die Videos sind in Aussage und Analyse nichts halbes und nichts ganzes. Wenn das dem Zielpublikum reicht, ist das auch völlig ok. Nur leider halten eine ganze Menge eigentlich gemäßigter Leute die Videos wie den heiligen Gral hoch, ohne sie überhaupt zu verstehen. Und du hast sogar andere gerade als Heuchler beschimpft.

Jaggo
Beiträge: 5
Registriert: 07.06.2014 10:43
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Jaggo » 12.09.2014 17:27

billy coen 80 hat geschrieben:
Jaggo hat geschrieben:Das Problem ist (da stimme ich dir zu), dass jede Diskussion darüber ziemlich schnell ins äh, Unsachliche abgleitet...
Daran ist sie eben aber auch nicht ganz unschuldig. Ihre Herangehensweise ist ja schon nicht wirklich sachlich, sondern teils zutiefst mit ideologischen Scheuklappen versehen. Gerade beim Thema der Gewalt in Videospielen hat sie sich mit ihrer Fixiertheit auf reine Gewalt gegen Frauen in meinen Augen vollkommen lächerlich gemacht. Man kann gewiss in einigen Bereichen die klischeehaften und teil sexistischen Darstellungen von Spielecharakteren (beiderlei Geschlechts) hinterfragen, aber gerade im Bereich der Gewaltdarstellung in Spielen eine Genderdebatte loszutreten, kann zu nix führen, weil es gerade in dem Bereich keine wirklichen (zumindest nur halbswegs prominenten) Beispiele gibt, wo man von sexistischer Gewalt ausgehen kann. Sie selbst hat ja einst sogar beschrieben, dass so etwas nur vorliegt, wenn nicht vergleichbares auch Figuren anderen Geschlechts passiert und (ganz wichtig) der Grund und auch die Art der Gewalt deutlich im Geschlecht der Figur liegt. Ihr letztes Video zeigt deutlich: Sie wollte schon fast krampfhaft auch zu dem Thema Gewalt sexistische Auswüchse im Medium Videospiel aufdecken, hat aber keine Beispiele gefunden, die ihrer eigenen Definition standhalten, also wurde massivst entkontextualisiert und dann auch noch verfälschend kommentiert.
...
Ohne zu wissen, welche Beispiele du meinst, kann ich dazu nichts sagen. Im letzten Video ging es auch um "Frauen als Hintergrunddekoration", also nicht speziell um Gewalt gegen Frauen, was aber natürlich auch hier ein wesentliches Thema ist. Aber auch wenn einzelne Beispiele konstruiert sind, ändert das m.E. nichts an der Grundaussage, nämlich das es spezifische, auf Frauen bezogene Klischeemuster gibt, die in verschiedenen Formen und in verschiedenen Spielen immer wieder auftauchen. Dass es auch klischeehafte Darstellungen von Männern, auch als Objekt von Gewalt gibt, bestreitet ja niemand, ändert aber nichts an Sarkeesians These.
Wigggenz hat geschrieben:
Jaggo hat geschrieben:Man kann Anita Sarkeesian vielleicht vorwerfen, dass dieser Ansatz zu kurz gegriffen ist, aber Fakt ist, dass sie nie mehr behauptet hat und dies auf ihrer Webseite, beim Kickstarter und in den Videos auch immer deutlich macht.
Hast du nicht mitgekriegt wie sie sich selber immer großartig mit "In-depth-analysis" angekündigt hat? :roll:
Doch, habe ich, aber in dem Zusammenhang, in dem es im Kickstarter-Text gebraucht wird, kann man das auf alles beziehen und buzzwords gehören nun mal zu jedem kickstarter.
A.S. hat geschrieben:Each video in this new series will be between ten and twenty minutes long with well researched, indepth analysis
Ich persönlich interpretiere das bezogen auf die Fragestellung , nicht auf einzelne Spiele. Trotzdem hätte ich es auch besser gefunden, wenn sie thematisch weniger in die Breite und mehr in die Tiefe gegangen wäre, aber daran grundsätzliche Kritik festzumachen funktioniert imho nicht.
Temeter hat geschrieben: Innerhalb der Videos mach Saarkesian eigentlich ziemlich deutlich, dass sie glaubt, Spiele beeinflussen das Weltbild des Spielers. Gleichzeitig kategorisiert sie nicht nur die Rollen, sondern bewertet sie. Was dann soweit geht, dass sie das women/frigde-Ding als bösartig bezeichnet und sich regelrecht empört zeigt.
Generell ist das Ding von einer wissenschaftlichen Perspektive, die sie so gerne andeutet, recht weit entfernt. Dazu hat das Video auf unsere Gesellschaft bezogene aussagen, welche ebenfalls ohne Grundlage daherkommen.

Die Videos sind in Aussage und Analyse nichts halbes und nichts ganzes. Wenn das dem Zielpublikum reicht, ist das auch völlig ok. Nur leider halten eine ganze Menge eigentlich gemäßigter Leute die Videos wie den heiligen Gral hoch, ohne sie überhaupt zu verstehen. Und du hast sogar andere gerade als Heuchler beschimpft.
Wenn ich jemanden beschimpfen will, mache ich das nicht so subtil... 8)

Und ja, Medien beeinflussen die Gesellschaft (und umgekehrt), da haben viele Leute kluge Sachen zu geschrieben, wie das funktioniert. Natürlich nicht so, dass jeder, der einen Shooter spielt, danach anfängt Leute zu erschießen (oder Frauen vergewaltigt). Es ist ja kein Zufall, dass die Klischees, die Anita beschreibt, immer wieder auftauchen, auch in Werbung, Fernsehen, usw. Das sind Rollenbilder, die uns von frühester Kindheit vermittelt werden (u.a. auch durch diese Medien) und die uns durch entsprechende Darstellungen (auch in Videospielen) immer wieder bestätigt werden. Die Kritik von Alice finde ich im Vergleich zu anderen erfreulich sachlich, trotzdem finde ich, dass sie am Thema vorbei geht und dass man Kritik an den "Tropes vs. Women" anders anbringen muss.

Benutzeravatar
Wigggenz
Beiträge: 7222
Registriert: 08.02.2011 19:10
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Wigggenz » 12.09.2014 19:13

Jaggo hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:
Jaggo hat geschrieben:Man kann Anita Sarkeesian vielleicht vorwerfen, dass dieser Ansatz zu kurz gegriffen ist, aber Fakt ist, dass sie nie mehr behauptet hat und dies auf ihrer Webseite, beim Kickstarter und in den Videos auch immer deutlich macht.
Hast du nicht mitgekriegt wie sie sich selber immer großartig mit "In-depth-analysis" angekündigt hat? :roll:
Doch, habe ich, aber in dem Zusammenhang, in dem es im Kickstarter-Text gebraucht wird, kann man das auf alles beziehen und buzzwords gehören nun mal zu jedem kickstarter.
Das legste dir ja schön zurecht.

"In-depth-analysis" meint nunmal genau das wonach es sich anhört, tiefgehende Analyse, und von der ist Sarkeesians Arbeit in jeder Hinsicht denkbar weit entfernt.

Zudem nennt sie ihr Schaffen nicht nur auf KS so, sondern auch z.B. in ihrem ersten Video, wenn sie die Reihe vorstellt und beschreibt.

Benutzeravatar
3nfant 7errible
Beiträge: 5158
Registriert: 19.09.2007 12:45
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von 3nfant 7errible » 12.09.2014 20:11

Wieviele Leute plötzlich ankommen, nur weil eine Frau mal Anita kritisiert....

Also das ist doch echt mal Sexismus in Reinkultur und Vorurteile hoch drei. Als bräuchte man die männl. Kritiker gar nicht erst anhören, weil die können ja sowieso nur misogyn oder zumindest befangen (welch Ironie, haha) sein :Blauesauge:

Aber damit kein falscher Eindruck entsteht: Alice ist ja hier ja nicht mal die grosse Ausnahme. Es haben sich im Netz mittlerweile ne ganze Menge Leute unter not your shield zusammengefunden, Frauen (darunter auch Feministinnen), Schwarze und sogenannte "Minderheiten", die von Anita Sarkeesian und Zoe Quinn genauso genervt sind wie die pöhse, pöhse "Patriarchy". Und die es zum Kotzen finden, dass den Verteidigern nichts besseres einfällt als ständig immer mit diesem typical white male und misogyny Scheiss anzukommen.


Also ich hätte diesen solidarischen Zusammenschluss von wahrheitsliebenden Menschen aller Geschlechter, Herkunft, Religion und sexueller Ausrichtung ja eher #InYourFace genannt, schon allein für die Unverschämtheit dieser Sith-Lords und Diener Saurons, dass sie meinen Leute, die einfach nur gegen Lug, Betrug und Korruption sind so verumglimpfen zu müssen :Häschen:

don't mess with the truth and the light... we have unicorns and rainbows :3

Benutzeravatar
Temeter 
Beiträge: 15046
Registriert: 06.06.2007 17:19
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Temeter  » 12.09.2014 20:24

Jaggo hat geschrieben:Wenn ich jemanden beschimpfen will, mache ich das nicht so subtil... 8)

Und ja, Medien beeinflussen die Gesellschaft (und umgekehrt), da haben viele Leute kluge Sachen zu geschrieben, wie das funktioniert. Natürlich nicht so, dass jeder, der einen Shooter spielt, danach anfängt Leute zu erschießen (oder Frauen vergewaltigt). Es ist ja kein Zufall, dass die Klischees, die Anita beschreibt, immer wieder auftauchen, auch in Werbung, Fernsehen, usw. Das sind Rollenbilder, die uns von frühester Kindheit vermittelt werden (u.a. auch durch diese Medien) und die uns durch entsprechende Darstellungen (auch in Videospielen) immer wieder bestätigt werden. Die Kritik von Alice finde ich im Vergleich zu anderen erfreulich sachlich, trotzdem finde ich, dass sie am Thema vorbei geht und dass man Kritik an den "Tropes vs. Women" anders anbringen muss.
Gratulation, du hast gerade perfekt die typischen, leeren Argumentation dargebracht, die man sich schon bei der Killerspieldiskussion anhören durfte. Sogar auf erschießen und vergewaltigen geschlossen, was natürlich aber 'nicht jeder' Spieler macht.

Und so eine abstoßende Aussage ist begründet, weil Medien Rollenbilder vermitteln können. Wobei jedes halbintelligente Kind eigentlich sehen sollte, dass dieser Satz überhaupt keine spezifische Bedeutung hat.
Aber nope, da klink ich mich aus der Diskussion aus. Hatte schon befürchtet, da kommt endlich mal ein vernünftiger Beitrag aus der Richtung.

Jaggo
Beiträge: 5
Registriert: 07.06.2014 10:43
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Jaggo » 13.09.2014 00:44

Das ging ja doch länger gut als ich dachte... :D
Scipione hat geschrieben:Wieviele Leute plötzlich ankommen, nur weil eine Frau mal Anita kritisiert....

Also das ist doch echt mal Sexismus in Reinkultur und Vorurteile hoch drei. Als bräuchte man die männl. Kritiker gar nicht erst anhören, weil die können ja sowieso nur misogyn oder zumindest befangen (welch Ironie, haha) sein :Blauesauge:

Aber damit kein falscher Eindruck entsteht: Alice ist ja hier ja nicht mal die grosse Ausnahme. Es haben sich im Netz mittlerweile ne ganze Menge Leute unter not your shield zusammengefunden, Frauen (darunter auch Feministinnen), Schwarze und sogenannte "Minderheiten", die von Anita Sarkeesian und Zoe Quinn genauso genervt sind wie die pöhse, pöhse "Patriarchy". Und die es zum Kotzen finden, dass den Verteidigern nichts besseres einfällt als ständig immer mit diesem typical white male und misogyny Scheiss anzukommen.
Also ich hätte diesen solidarischen Zusammenschluss von wahrheitsliebenden Menschen aller Geschlechter, Herkunft, Religion und sexueller Ausrichtung ja eher #InYourFace genannt, schon allein für die Unverschämtheit dieser Sith-Lords und Diener Saurons, dass sie meinen Leute, die einfach nur gegen Lug, Betrug und Korruption sind so verumglimpfen zu müssen :Häschen:

don't mess with the truth and the light... we have unicorns and rainbows :3
come to the dark side, we have cookies 8)

Ich hab mir das hashtag bei Twitter mal angeschaut und ehrlich gesagt keine Ahnung, wofür oder wogegen die Leute sind. Und was mir dein Beitrag sagen soll, weiß ich auch nicht, deswegen verlinke ich einfach mal, was Laurie Penny zu dem Thema gesagt hat:
Laurie Penny hat geschrieben:There’s a culture war happening right now. It’s happening in games, in film, in journalism, in television, in fiction, in fandom. It’s happening online, everywhere. And everywhere, sexists, recreational misogynists and bigots are losing..
http://laurie-penny.com/why-were-winnin ... lture-war/

Temeter hat geschrieben:
Jaggo hat geschrieben:Wenn ich jemanden beschimpfen will, mache ich das nicht so subtil... 8)

Und ja, Medien beeinflussen die Gesellschaft (und umgekehrt), da haben viele Leute kluge Sachen zu geschrieben, wie das funktioniert. Natürlich nicht so, dass jeder, der einen Shooter spielt, danach anfängt Leute zu erschießen (oder Frauen vergewaltigt). Es ist ja kein Zufall, dass die Klischees, die Anita beschreibt, immer wieder auftauchen, auch in Werbung, Fernsehen, usw. Das sind Rollenbilder, die uns von frühester Kindheit vermittelt werden (u.a. auch durch diese Medien) und die uns durch entsprechende Darstellungen (auch in Videospielen) immer wieder bestätigt werden. Die Kritik von Alice finde ich im Vergleich zu anderen erfreulich sachlich, trotzdem finde ich, dass sie am Thema vorbei geht und dass man Kritik an den "Tropes vs. Women" anders anbringen muss.
Gratulation, du hast gerade perfekt die typischen, leeren Argumentation dargebracht, die man sich schon bei der Killerspieldiskussion anhören durfte. Sogar auf erschießen und vergewaltigen geschlossen, was natürlich aber 'nicht jeder' Spieler macht.
verdammt, ich hätte mir die Ironie-Smileys doch nicht sparen sollen :)
Temeter hat geschrieben:Und so eine abstoßende Aussage ist begründet, weil Medien Rollenbilder vermitteln können. Wobei jedes halbintelligente Kind eigentlich sehen sollte, dass dieser Satz überhaupt keine spezifische Bedeutung hat.
...
.
Ich frage mich auch gerade, welche spezifische Bedeutung dieser Satz von dir hat...

Benutzeravatar
Wigggenz
Beiträge: 7222
Registriert: 08.02.2011 19:10
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Wigggenz » 13.09.2014 10:59

Also ich konnte diese self-proclaimed Geeks noch nie ernst nehmen.

Bambi0815
Beiträge: 5615
Registriert: 25.12.2008 15:23
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Bambi0815 » 14.09.2014 04:43

Wenn Feminismus vorher unbeliebt war, wird man dank Sarkeesian so damit übersättigt, dass es nur noch unendlich nervt

ja das kann man echt schon sagen. Sie macht da so eine grosse Sache raus.

Sie sollte sich eher vllt das Fernsehprogramm angucken. Das beeinflusst unsere Kinder und Jugendlichen. Es entscheidet heute noch sehr und lenkt den jungen Menschen in falsche Denkweisen.

Beispiel: Catch the Millionär oder The Bachelor und und und.

Es ist in diesen Shows Tradition, dass eine Porno-Darstellerin mit von der Partie ist. Das Frauenbild und Klischee wird da durch geschicktes Casting aufrecht gehalten.

Aber das muss man garnicht. Unsere Welt hat sich verändert und alle suchen mehr nach Reichtum oder Fame als nach wahrer Liebe. Die Werte haben sich stark verändert.

Die Welt ist kleiner geworden und die Menschen schauen auf andere Menschen und wollen das selbe. Neid ist in unseren Tagen groß geschrieben weil wir auch in alle Leben einblick haben.

Sie müsste woanders anpacken um irgendwas zu verändern am Bild der Frau.

Benutzeravatar
Schnurx
Beiträge: 290
Registriert: 16.07.2008 13:21
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Schnurx » 15.09.2014 12:15

Oh, übrigens schon gewußt? Männer spielen nur deswegen Video -und Computerspiele um ihren "Vergewaltigungstrieb" unter Kontrolle zu halten....kein Witz, es gibt kranke Damen, die das tatsächlich meinen, hier von "judgy bitch", einer US Kritikerin des Feminismus (verstanden als Männerdiskriminierung und Frauenbevorzugung, nicht als Gleichberechtigung) kommentiert:

https://twitter.com/thejudgybitch2/stat ... 9904569345

Warum ich meine 8-jährige Tochter kaum von ihrem Tablet wegbekomme, wenn sie mal was zockt, erklärt die "Theorie" aber irgendwie nicht....
Das Leben als Christ lehrt einen das Sex das absolut scheußlichste und schmutzigste auf der Welt ist. Und Du es Dir für jemand, den Du liebst aufheben solltest.

Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 14245
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Sir Richfield » 15.09.2014 12:17

Wer sich so nennt, disqualifiziert sich doch schon dermaßen von allen sinnvollen Äußerungen, dass es doch nur noch Satire sein kann, oder?
Disclosure: Folgte dem Link nicht. Denn egal, wie ich es drehe oder wende, Ernst oder Satire, da mag ich keinen Click generieren.
Almost expecting this, your Mantis calmly responds to the trap. | Posting around at the speed of diagonal. | 3-2-1, eure Meinung ist nicht meins. | There's a problem on the horizon. ... There is no horizon.

Maledicus
Beiträge: 16
Registriert: 05.08.2002 13:00
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Maledicus » 15.09.2014 12:38

Pyrrhus hat geschrieben: Was mich aber noch ein wenig wundert ist, wie diese 50/50-Zahl bei den Geschlechterverhältnis der zockenden Bevölkerung entsteht.
Also mich verwundert diese Zahl garnicht. Meiner Erfahrung nach spielen sehr sehr viele Frauen MMORPGs, neben den bekannten Browser & Smartphone -Spielen. In den MMORPG-Gilden in denenich gespielt habe war der Frauenanteil in den letzten 10 Jahren immer steigend, mittlerweile würde ich den zumindest ab einem bestimmten Alter auf um 40% schätzen. Meine eigene Liebste spielt seit Rune ( hatte auch einen Multiplayer ), dann Diablo2 und gleich danach Everquest 1 und seitdem bis heute MMORPGs von WoW, Rift, STO, SWTOR bis zu GW2 und weitere. Aber sie hat auch durchaus Shooter gespielt ( NoLF besonders gerne ) auch zuletzt noch Diablo3.
Jedoch glaube ich, dass die weibliche Hälfte nicht die selben Anforderungen an ein Computerspiel hat, wie die meisten männlichen Kollegen.
Das ist natürlich in keinster Weise zu verallgemeinern. Die Frauen die ich bisher in MMORPGs kennengelernt habe spielen, sofern sie sich ebenso wie die Männer mit dem Spiel auseinandersetzen, gleich gut und oft noch besser. Bei der spielerischen Qualität gibt es absolut keine Unterschiede, es kommt lediglich auf das Eigeninteresse an. Von denen hat sich auch nie eine drüber beschwert, das es in den MMORPGs irgendwann halt ums Teamspiel geht und ums Kämpfen/Ballern. Meine eigene Frau, obwohl sie auch ein Planescape Torment mit seinen riesigen Textmengen gerne gespielt hat, mag es trotzdem am liebsten actionreich ohne zuviel Text, bei WoW zB. ( gilt aber auch für alle anderen MMORPGs mehr oder weniger ) gehe ich davon aus das sie nur die Quest-Texte gelesen hat wo es wirklich notwendig war, weil einem sonst ne wichtige Info entgehen könnte .. ansonsten will sie losziehen und actiongameplay und nich Texte lesen. Andere Frauen die ich kennengelernt habe sind erst von Counterstrike oder Singleplayer-RPGs auf MMORPGs gekommen. Ein nicht unerheblicher Teil sind durch ihre männl. Partner, bei denen sie überhaupt erst Viderspiele kennengelernt haben, darauf gekommen mal etwas am PC o. Konsole zu zocken.

Worauf ich damit hinauswill ( echt blöd sich selbst zu erklären :D ) .. ich denke es gibt kein Schema was Frauen gerne spielen. Ich als Mann kann zB. mit Autorenn-Spielen ala Forza oder sonstigen Sportspielen rein garnix anfangen, andere stehen wiederum total drauf, dann gibts auch bei Männern welche denen RPGs zu langatmig sind, andere Spielen nur Rundenstrategie usw. usw. man sollte nicht davon ausgehen, das ein überwiegender Teil der Frauen unbedingt die Sims spielen will.

Was ich den weibl. Spielerinnen wirklich wünschen würde ist, das die Entwickler tatsächlich bei möglichst vielen Spielen auch ermöglichen weibl. Charaktere zu spielen, das würde ganz sicher die Immersion und das Spielerlebnis fördern für die Zocker-Mädelz :) Deswegen spielen mEn. auch soviele Frauen MMORPGs, weil man dort immer die Möglichkeit hat männl. und weibl. Charaktere zu spielen. Dem steht vermutlich bei Singleplayer/Coop-Titeln nur das Entwicklungs-Budget und meiner Meinung nach der Irrglaube im Weg, das manche Spiele sowieso fast nur von Männern gespielt werden. Arkham-City als Batwoman ( jaaaa ich weiss Oracle und so weiter , soll nur ein Bsp. sein ) unsicher machen zu können, oder ein Mittelerde: Schatten von Mordor als pfeileballernde Elbin würde das Ganze für Frauen sicher noch einen Ticken interessanter gestalten. Eine Meisterdiebin namens Garetta ;) wärs doch sicher auch.

Soviel von mir, Gruß.

Benutzeravatar
mr archer
Beiträge: 10201
Registriert: 07.08.2007 10:17
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von mr archer » 15.09.2014 14:21

Und eine weitere weibliche Stimme, die allmählich die Geduld mit bestimmten Mechanismen der Vermarktung von Weiblichkeit zu verlieren scheint:

http://www.kveller.com/mayim-bialik/may ... na-grande/
Kószdy kozow swoju brodu chwali.
[sorbisch] Jeder Ziegenbock lobt seinen Bart.

Meine Texte und Fotos http://brotlos.weebly.com


Chaftain
Beiträge: 163
Registriert: 01.01.1970 01:00
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Chaftain » 15.09.2014 15:44

Ist es eigentlich so schlimm wenn die Heldin dann sexy und tough ist???
Frauen sind als Heldinnen jetzt nicht so schwer zu finden....aber es sind nunmal Helden und die müssen Tough sein.
Warum es nicht möglich ist eine gebrochene b.z.w schmutzige Held"in" so den Aufschwung zu verleihen wie einem Held"en"!!!???
Das verfehlt einfach die breitere Zielgruppe.Und in dem Fall bin ich auch auf der Seite der Entwickler.
Man kann nicht Millionen in ein Spiel pumpen...wie z.b einen Ego-Shooter für die Frau und dem emanzipierten Kerl welches sich vermutlich dann auch noch schlecht verkauft.Spätestens dann hat sich das Genre erledigt.
Man darf niemals vergessen das Spieleentwicklung immernoch ein Geschäft ist.

Mal abgesehen davon, bin ich in meiner Zocker Zeit mehr dummen unterwürfigen Männern als dummen unterwürfigen Frauen begegnet.

billy coen 80
Beiträge: 1915
Registriert: 02.10.2012 03:39
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von billy coen 80 » 16.09.2014 12:17

Maledicus hat geschrieben:Was ich den weibl. Spielerinnen wirklich wünschen würde ist, das die Entwickler tatsächlich bei möglichst vielen Spielen auch ermöglichen weibl. Charaktere zu spielen, das würde ganz sicher die Immersion und das Spielerlebnis fördern für die Zocker-Mädelz :) Deswegen spielen mEn. auch soviele Frauen MMORPGs, weil man dort immer die Möglichkeit hat männl. und weibl. Charaktere zu spielen. Dem steht vermutlich bei Singleplayer/Coop-Titeln nur das Entwicklungs-Budget und meiner Meinung nach der Irrglaube im Weg, das manche Spiele sowieso fast nur von Männern gespielt werden. Arkham-City als Batwoman ( jaaaa ich weiss Oracle und so weiter , soll nur ein Bsp. sein ) unsicher machen zu können, oder ein Mittelerde: Schatten von Mordor als pfeileballernde Elbin würde das Ganze für Frauen sicher noch einen Ticken interessanter gestalten. Eine Meisterdiebin namens Garetta ;) wärs doch sicher auch.
Wo’s geht OK, aber bei etwas storylastig inszenierten Spielen soll doch bitte der Held / die Heldin Platz finden, die der Scriptautor beim Schreiben vor Augen hatte.

Ich versteh dieses vermeintliche Problem sowieso nicht. Es gibt doch nun wirklich nicht wenige Spiele (sogar AAA-Produktionen) mit weiblichen Protagonisten. Schon alleine die RE-Reihe liefert da mal nen halbes Dutzend an spielbaren, weiblichen Charakteren.

Silent Hill 3, Haunting Ground, Beyond Good and Evil, Tomb Raider, Heavenly Sword. Alles Spiele, die mir auf der Stelle, ohne weiteres Nachdenken, einfallen, in denen es sogar nur einen weiblichen Charakter zum Spielen gab, nicht bloß zur Auswahl, sondern „verpflichtend“. Hat das das Spielen dieser Spiele für mich als Mann uninteressanter gemacht? Konnte ich mich deshalb weniger in das Spiel hineinversetzen? Nicht im Geringsten. Hat irgendeiner von uns männlichen Vertretern hier im Forum schon einmal einen Film doof gefunden, nur weil Held der Handlung eine Frau war? Ich hoffe doch nicht.

Ich kann es bei Spielen, in denen es möglich wäre, mehrere Charaktere anzubieten, weil einfach das Storygerüst nicht so massiv ist, dass es quasi geradezu auf einen bestimmten Typus von Charakter zugeschnitten ist, verstehen, wenn die Frage gestellt wird, warum man dann nicht einfach Alternativen anbietet, aber insgesamt finde ich die Debatte, wie sie teils geführt wird, wie so vieles andere in dieser leidigen Genderdiskussion, so was von dermaßen übertrieben. Da geht so vieles an den Lebenswirklichkeiten so weit vorbei, dass ich mich manchmal frage, was für eine Wahrnehmung unserer Welt manche Menschen eigentlich haben.

Man kann ja gerne die Charakterzeichnungen in Spielen hinterfragen, bin ich sofort dabei. Aber das alles mit diesem Feminismusanstrich zu versehen, nervt nur noch. Und nein, es ist keine „Relativierung“ (beliebtes Totschlagargument der vorzugsweise männlichen Verfechter und Verteidiger feministischer Thesen), wenn man auf die nicht minder blödsinnigen und zumeist archaischen Stereotypen von Männern in Spielen oder generell Medien hinweist. Es ist lediglich der Versuch, die Diskussion mal wieder aus ideologisierten Traumwelten zurück in die Realität zu verfrachten.

@ Chaftain

Also ich hätte jetzt kein Problem, mit einem weiblichen Antihelden. Weiß nicht, was die vermeintliche Zielgruppe für ein Problem damit haben sollte, einen gebrochenen, zutiefst traumatisierten Charakter weiblichen Geschlechts zu akzeptieren. Männliche Charaktere dieser Art gab es ja schon in Spielen. Als vielleicht jüngstes Beispiel fällt mir da Joel aus TLOU ein, der auch emotional ziemlich kaputt war. Ich mache irgendwie in Spielen geanau wie in Filmen und Büchern gar keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern der Figuren. Für mich gibt es nur gut geschriebene und weniger gut geschriebene, schlimmstenfalls völlig platte Charaktere.

Benutzeravatar
Jarnus
Beiträge: 627
Registriert: 04.12.2008 15:35
Persönliche Nachricht:

Re: Kommentar: Auf der Suche nach Heldinnen - und warum Anit

Beitrag von Jarnus » 16.09.2014 21:54

ich hab die kolumne jetzt so verstanden: weil männer sich nicht so schnell unter druck setzen lassen und weniger aufs äußere fokussiert sind, dürfen 90% der männlichen charaktere dumme muskelprotze, düstere gothic freaks und coole sportliche typen sein...weil frauen ihr selbstbild vorallem an äußerlichkeiten fest machen, sich schnell beeinflussen lassen und glauben so sein zu müssen, wie spiele frauen darstellen, sollen weibliche chars differenzierter daher kommen?

häßliche, schüchterne spiele-heldinnen damit sich otto normal spielerin besser fühlt :?:

Antworten