Propaganda gegen Spiele – was tun?

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4P|T@xtchef
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USK & Co

Beitrag von 4P|T@xtchef » 11.11.2004 15:49

heuwyy hat geschrieben: Für mich haben nicht nur die Eltern, sondern auch die Hersteller samt Branche nunmal eine gewisse Verantwortung.
Ja, stimmt. Aber es muss mal klar werden, dass die Saat der Gewalt oder Gefährdung in der Familie gelegt wird. Natürlich sind auch Hersteller, Publisher und wir Spielemagazine beteiligt - keine Frage. Ich denke nur, dass diese eher den Rahmen bilden, nicht das Kernproblem.
heuwyy hat geschrieben: ich finde nur, dass evtl. eine schärfere Auslegeung der USK Kriterien auch den Spielern helfen könnte. (denn wärs indiziert gewesen glaube ich nicht, dass die Verdoomung der Republik ausgerufen worden wäre - was du vermutlich anders siehst).
Nein, vielleicht hast du Recht. Aber dann hätte nicht Doom3, sondern vielleicht FarCry oder Half-Life 2 herhalten müssen. Ich habe gar nichts gegen die Anwendung des Jugendschutzgesetzes oder die Praktiken der USK. Und wenn ein Spiel indiziert wird, ist das für Erwachsene ja auch kein Problem.
Nur gegen die einseitige Propaganda und die Diffamierung unserer Spielkultur müssen wir uns einfach wehren.

Bis denne
Jörg Luibl
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Phantomproblem

Beitrag von 4P|T@xtchef » 11.11.2004 15:57

Sifo-Dyas hat geschrieben:Ja, aber da liegt doch der Hund begraben Jörg! Es geht ja eben NICHT um die Computerspiele/Computer per se (hätte genausogut ein Feuerzeug im Kinderzimmer liegen können, dann wär\'s ´´Feuerinferno im Kinderzimmer´´ gewesen). Das ist doch genau der Punkt, an dem Tatsachen verdreht werden.
Okay, jetzt weiß ich, worauf du hinaus wolltest.:)
Sifo-Dyas hat geschrieben:Das gesamte argumentative Gerüst der Sendung ist Falsch und beruht auf Unwahrheiten. Es IST ein Phantomproblem. Deswegen ärgert mich das ja so, weil ich in den nächsten Wochen wieder all diejenigen ´terapieren´ darf, die sich auf diesen Bockmist eingelassen haben.
Ja, schön gesagt: Ein Phantomproblem. Auch deshalb, weil es sich seit Jahrzehtnten wiederholt: Strom, Radio, Fernsehen, Rock`n´Roll, Mofas, Pornos, Horrorfilme, Drogen etc. Die Gesellschaftsgeschichte gleicht einer Spirale, die immer an die gleichen Punkte zurückkehrt. Generation für Generation wird dieses Spiel an anderen Objekten der Gefahr ausgetragen.

Darf ich fragen, wen du therapieren musst?

Bis denne
Jörg Luibl
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Sifo-Dyas
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Therapie

Beitrag von Sifo-Dyas » 11.11.2004 16:11

Heh, in erster Linie ein paar Personen in meinem Verwandtenkreis (die die Sendung leider gesehen haben), und sich nun besorgt über das ´zu einer Risikogruppe gehörende´ Familienmitglied machen (und das obwohl ich das Achzehnte Lebensjahr schon weit hinter mir gelassen habe). >_<

Bis man das dann wieder ´geradegebogen´ hat wird einiges an Kraft und Zeit vergehen... bis die nächste Sendung kommt. *seufz*

johndoe-freename-74392
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Beitrag von johndoe-freename-74392 » 11.11.2004 17:14

Es ist sogesehen wirklich eine Phantomdiskussion. Denn auch vor der Splatter-Ära gab es Leute, die einfach ausgetickt sind und Amok gelaufen sind. Es gibt bloß keinen Beweis das Computerspiele aggresiv machen und so kann man ja nur aus dem Bauch heraus was behaupten, was weder Inhalt noch Hintergrundinformation hat.
In erster Linie dürfen wir uns sowas nicht gefallen lassen aber wir müssen auch schauen, dass wir mit niveau ( wie hier im Forum ) dagegen angehen. Denn wir haben es nicht nötig, wie die netten \" Kollegen \" vom ZDF, ohne Nachzudenken Gerüchte zu verbreiten die mehr als nur rufschädigend sind.

Gruß : rx

johndoe-freename-74390
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Phantome?

Beitrag von johndoe-freename-74390 » 11.11.2004 18:16

Ich halte das nicht für eine Phantomdiskussion, sondern für eine wesentliche Diskussion. Nur müssen wir uns klar werden worüber wir diskutieren.
Dass die Inhalte (\"Computerspiele machen böse\") so dermassen scheisse rübergebracht werden darf uns nicht täuschen! Es ist nämlich tatsächlich eine interessante Frage, warum so viel Gewalt in Spielen herrscht. Oder nicht?

Sifo-Dyas
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@Kritika

Beitrag von Sifo-Dyas » 11.11.2004 19:22

Klar kann man das diskutieren, das hat aber nichts mit der Aufgabe des Staates zu tun, die Gesetze die er Verabschieded auch konsequent anzuwenden und durchzusetzen und auch nicht mit der Tatsache das auch der Einzelhandel sich an die aktuellen Gesetze halten muß. Ferner hat das ganze auch nichts mit dem Erziehungsauftrag von Eltern und Schule zu tun.

Ob Gewalt als Unterhaltung in Medien und Kunst für ´Erwachsene´ ok oder als ´normal´ zu beurteilen ist, ist eine völlig andere Diskussion (die man sicher auch führen sollte, aber letztenendes wird sich diese immer wieder im Kreise drehen, wie bei vielen philosophischen Themen), aber man sollte sie nicht mit dem oben genannten Themenkomplex durcheinanderbringen. Das eine ist ein juristisches/politisches Problem.

Coop3r
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Beitrag von Coop3r » 12.11.2004 05:55

Schon fast lächerlich dieser Beitrag des ZDF ,den ich auch noch finanziell unterstützen muss!!!(GEZ)
Es wird hemmungslos übertrieben und es gibt nur eine Darstellung ,Computerspiele in denen Gewalt vorkommt machen gewalttätig..fertig aus.
Das war die Arbeit von erfahrenen Journalisten,darf man heutzutage keine neutral recherchierten Berichte erwarten? Sollte man alles schwarz weiss malen..das geht doch auch anders denn bei anderen Themen wird doch auch viel sensibler vorgegangen.
Schön das jetzt hier auch gewisse Leute namens Heuwwy auftauchen die uns noch nie mit ihrer ach so weisen Meinung beglückt haben aber nun endlich ihre Moralvorstellungen aufzwingen möchten.
Das Fernsehen ausgerechnet das Fernsehen uns sagt Gewalt Sex Krieg ist schlecht für uns,selbst 18jährige bevormunden möchte, die Computerspieler kriminalisieren . nach deren Meinung selbst Moorhuhn vermutlich Teufels Werk seie..wie bizarr das ist leuchtet doch wohl jedem ein.
Zigaretten und Alkohol gibts auch erst ab 18 da regt sich keiner auf von wegen die Jugendlichen nutzen es ständig.Generell wird sich nur darüber aufgeregt was grad im Trend liegt.Das Fernsehen verkommt und sollte mal in den Spiegel schauen, crime reality soaps die die Realität grotesk darstellen irakkrieg live abzocke mit 0190er Nummern ,niveaulause Sendungen ohne Ende.Selbstkritik bei anderen zu fordern und selber nicht zu beherrschen .
Ja Verbietet Computerspiele schaut mehr fern!!!!
Was wollte uns das ZDF nur damit sagen?Das fast schon greise Männer vielleicht ein wenig den Bezug zur modernen Welt verloren haben..ich weiss es nicht .

Amp`
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Beitrag von Amp` » 12.11.2004 08:13

Immer wieder ein Spass..
Ich dachte bisher, dass Frontal 21 gut is, aber nachdem rotz..
Ham die selbst nicht auch mal was über Pro-Gaming in Korea gebracht?
Naja, Stimmung gegen Computerspiele zu machen is ja modern vllt. brauchten die mal wieder bisschen Quote um nich ausm Programm geschmissen zu werden?
Ich werd den dreck auf jeden Fall nicht mehr schauen.

pOOrbOy
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Beitrag von pOOrbOy » 12.11.2004 11:25

Hi Leute!

Ich erinnere mal daran, daß bald Wahlen anstehen und wir (die Gamer) eine nicht unbeträchtliche Anzahl an wahlberechtigten Wählern haben. Es sind ja nun nicht nur 10.000 Leute die CS, DOOM3 etc.pp spielen. Vielleicht sollten wir mal in diese Richtung argumentieren. Vorallem mit den Leuten \"da oben\". Dann dreht sich der Wind wohl etwas. Vielleicht sollte sich mal der Deutsche ESports-Verband/Verein zur Sache melden und mal, wie früher, als die Indizierung anstand, den Schritt nach vorn wagen und mal mit der Faust auf den Tisch schlagen. ICh könnte mir auch Sammelklagen vorstellen. Es gibt da sicher den einen oder anderen Anwalt, der gern damit sein Geld verdienen würde. Also das nur mal so als Gedanke. Also zumindest eine Richtigstellung wäre doch schon ein großer Erfolg. Wie denkt ihr darüber?

MfG Robert

johndoe-freename-1105
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Beitrag von johndoe-freename-1105 » 12.11.2004 11:52

Super geschrieben :)

Schniggy
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Beitrag von Schniggy » 12.11.2004 12:28

Wie kann ein Polit-Magazin in einer Sendung fundiert über die Auswirkungen der Gesundheitsreform berichten und dann plötzlich so tendenziös sein?
Schon seit langem fällt mir auf, dass frühere seriöse Polit-Magazine schon lange nicht mehr objektiv berichten. Dazu gehört Frontal21, aber auch Monitor, plusminuns, Polylux und so weiter.
Du fragst dich, wieso über die Gesundheitsreform so fundiert berichtet wird.
Ich sag dir nur, den Mist kannst du ebenso wenig glauben. Nur merken wir die Fehler in Berichten natürlich nur in der Materie mit der wir uns am besten auskennen. Auch in fast allen anderen Berichten wird mit Subjektivität geklotzt und mit Emotionen gespielt. Bei der Gesundheitsreform will ja auch jeder hören, dass diese schlecht für jeden ist.
Ich rate nur, diese ganzen Sendungen zwar zu schauen, aber so ziemlich jede Darstellung zu hinterfragen, denn es stimmt meist nur 50% der Ausführungen und es gibt immer eine andere Seite. Hier werden einfach nur Stimmungen gegen etwas gemacht, weil wir es so haben wollen. Oder hat schon mal jemand in diesen Magazinen irgendetwas gehört, was irgendein Gesetz befürwortet hätte?

*Speedy*
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Beitrag von *Speedy* » 12.11.2004 12:55

Ich bin jetzt 27 und spiele seid meinem 17ten Lebensjahr.

Gewaltspiele waren die große Mehrheit.

Auch in meiner Familie machen sich die Mitglieder Sorgen um mein Hobby. Am Anfang habe ich es mit Worten versucht, aber das führte zu sinnlosen Diskussionen. Erst als ich meinen Eltern vorwarf, das sie gerade dabei sind ihrem eigenen und erwachsenen Kind weniger zu glauben als den Medien, gaben sie zu das es eigentlich absurd ist. Gerade die Eltern sollten wissen wie ihre Kinder ticken.

Draufgesetzt habe ich noch einen in dem ich kein Spiel mehr abbreche, wenn sie den Raum betreten. Auch zeige ich ihnen was ich mache. Lasse sie zuhören und schauen. Erkläre ihnen den Sachverhalt.

Es ist nunmal mein Hobby. Klar bin ich auch manchmal gereizt vor dem Computer, aber das sind andere in ihrem Hobby auch. Das darf sein. Deswegen ist es ja gerade ein Hobby. Wenn ein Modelbauer mal was verbockt und er sauer auf sich oder einen seiner Kumpel ist, vermutet man auch nicht das der gleich Amok läuft.

Klar hab ich mir schon überlegt, ob es denn nicht vielleicht schon wirklich so ist, dass ich abgestumpft bin. Doch als ich im Zug von Erfurt nach Weimar in den Lauf einer Pistole schaute, welche mir ein Kind aus ca 2m Entfernung ins Gesicht hielt. Es zeigte sie zwar nur aus Spass und prahlte herum wo es das Ding her hat. Aber mein Adrenalinspiegel stieg so hoch, das ich das Nachdenken über Gewaltabstumpfung in mir gleich wieder verdrängte und durch die Frage ersetzte ob denn die Eltern keine Ahnung haben.

Für mich stellen nur 2 Dinge eine Gefahr dar und das sind Händler die alles an jeden verklingeln. Und das sind Eltern, die wenn sie nach Hause kommen, nicht mal mehr die Worte über die Lippen bringen: \"Na, wie war dein Tag und was hast du heute alles schönes gemacht?\" Eltern die sich einfach nicht in Lage fühlen mit dem Kind sinnig über schwierige Themen zu reden. Eltern die sich nicht für ihr Kind interessieren. Wenn wir schon soweit sind das die Eltern nicht mehr mit ihren Kindern reden, dann ist unsere Gesellschaft schon gescheitert.

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Black_Hand
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Beitrag von Black_Hand » 12.11.2004 13:05

Der Bericht erstklassig wie immer!
[Ich meine damit nicht den Bericht vom ZDF, auser wenn man es Ironisch sieht]

Die Prüfungsmethode der USK ist vollkommen in Ordnung und gerechtfertigt, aber sie ist nicht dafür verantwortlich das auch durchzusetzen.
[Das wird im Bericht der ZDF völlig falsch dargestellt]
Würde sich das ZDF, oder die Politiker dafür einsetzen bestehende Gesetze durchzusetzen, hätten wir dieses Problem nicht das Kinder diese Gewaltspiele spielen und der ein oder andere vieleicht Schaden dadurch nimmt in seiner Entwicklung.
Dann wäre es wircklich nur noch eine Ethnische Frage ob Gewalt in Computerspielen sein muss. Aber das kann dann jeder Erwachsene der einigermaßen klar denken und unterscheiden kann zwischen Realer Welt und Fanatasy/PC usw. für sich selbst bestimmen.

Politiker und das ZDF oder ähnliches sind einfach nur Destruktiv, anstatt sie das sie eine Lösung bringen die hilft.

Wieso fördert das ZDF oder der Staat nicht spiele die ohne Gewalt auskommen, oder vieleicht sogar einen Bildenden anteil haben. Es gibt sicher genug Spieleschmieden die Ideen Konzepte haben, denen einfach das Geld fehlt. Obwohl sich sicher genug Käufer dafür finden würden, aber die Sponsoren und Finanzierer zur Entwicklung fehlen.

Wieso startet sie einfach nicht eine Aktion das darauf geachtet wird das Spiele/Alkohol usw. mit Alterbeschrenkung, auch nur an berechtigte herausgegeben wird.

Das TV hat doch so einen großen einfluss auf uns warum nutzen sie es nicht zum Positiven anstatt nur immer Destruktiv zu sein, und jemanden \\\"Gamer und was dazu gehört z.B.\\\" schlecht zu machen.


PS:
Was wir nur dagenen tun können ist:
Die Öffentlichkeit darüber aufzuklären das es nicht wir sind die daran schuld sind.
Sondern die unfähigkeit der ganzen Gesselschaft die vorhandenen und guten Gesetzes Vorlagen durchzusetzen. Es gäbe keine Probleme damit wenn sie vorallem Geschäfte und Eltern daran halten würden, zu Prüfen was die Kinder kaufen oder spielen.


@4Players
Es bringt nichts wenn wir hier unter uns dieses Thema diskutieren, ich weis nicht ob ihr die möglichkeit habt, aber wir könne nur durch euch oder andere Redaktion etwas ändern. Wenn ihr es schaffen in die breite öffentlichkeit [TV, Zeitung usw.] zu treten und die Miss-Stände in unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Wie ihr es in euren berichten beschreibt.

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Beitrag von johndoe-freename-73739 » 12.11.2004 14:09

Mal wieder ein sehr schöner beweiß dafür das man in deutschland drauf aus is leute zu verblöden.
Ichverstehe das ganze einfach nich, ich kann mir filme in der videothek holen wo menschen aufgefressen werden, dabei spielt es keine rolle ob man 18 is oder nich, denn man kann da genauso gut jemanden hinschicken und es holen lassen, wie bei den spielen auch.

Man sollte vieleicht mal alles überschauen, und nicht nur auf die bösen bösen computer spiele blicken. Nur weil man bei dem Schulmörder counter strike gefunden hat, heißt das nicht das er dadurch gewalttätig wurde. Denke er war alt genug das zu verstehen was er tat, und wenn jemand psychisch krank ist und die erziehung völlig falsch gelaufen ist, was heute auch gang und gebe ist und das auch wieder unter den teppich geschoben wird, wird töten egal ob computer spiel oder nicht. Eltern haben keine zeit und müssen arbeiten bis zum umfallen um überhaupt noch etwas zu essen kaufen zu können.

Man sollte vieleicht lieber zusehen diese ganzen falschen politker auszumerzen, als so völlig unwichtige themen, die auch noch zum größtenteil erstunken und erlogen sind, zu behandeln.

Da bleibt mir nur diese eine Satz übrig:
Das alles ist Deutschland.
Einfach nur traurig.

Dream works
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Beitrag von Dream works » 12.11.2004 15:39

Ich halte die aktuelle Entwicklung für sehr gefährlich. Scheint mit ein akuter Rückfall ins Mittelalter zu sein. Minister, die ihre eigenen Gesetze nicht kennen und die sich der Tragweite ihre Vorschläge zur Eindämmung der \"Killerspiele\" offenbar nicht bewusst sind. Medien, die mit populistischer Hetze Quoten machen wollen. Fehlen nur noch Inquisitionsgerichte, um das \"Herstellungsverbot\" durchzusetzen. Was ist nur los? Man könnte meinen, die Welt hätte nach der Wiederwahl George W. Bushs, dem Tod Arafats und anderer Daueraufreger wie der zestückelten Europöischen Pseudounion und den Auswirkungen von Hartz IV andere Probleme. Stattdessen werden die Geschütze auf die an sich harmlose Gattung der Spieler ausgerichtet. Und das ausgerechnet im Kant-Jahr 2004. Er wird zweifelsohne im Grabe rotieren. Es ist Zeit für eine neue Welle der Aufklärung. Nur welcher Art? Solange Spiele für den Großteil der Gesellschaft ein derart abstraktes Thema ist, wird sich nichts ändern. Es muss wirklich mehr getan werden. Meinungsbildende Medien müssen Spiele endlich den selben Stellenwert einräumen wie Filmen, Büchern usw. Wenn in Filmen wie AvP gemetzelt wird, geht das als Unterhaltung durch. Bei vergleichbaren Spielen meint man die Grundfesten der modernen Gesellschaft erschüttert zu sehen. Wenn es an der Zeit gekommen ist, dass sich die Spielergemeinde in der Gesellschaft Gehör verschafft, dann doch wohl jetzt.

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