Propaganda gegen Spiele – was tun?

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Meik7611
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:(

Beitrag von Meik7611 » 11.11.2004 11:03

Durch zufall habe auch ich den Bericht im Fernsehen gesehen.

Ich kann die Worte leider nur wiederholen die schon gesagt wurden. Mal wurde von \"ohne Altersfreigabe\" gesprochen wenn es um Doom3 ging, dann wieder von FSK 18 Jahre. Das hat für mich System!

Erst wird der ärger geschürt und dann darauf gehofft, dass die Person überhört, dass es doch ab 18 Jahren ist.

Nachher kann man ja immer noch sagen: Tschuldigung, war ein Fehler im Bericht. Nachher haben wir ja gesagt, dass es ab 18 ist ...

Sorry Frontal, unter dem Niveau der Bildzeitung!

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4P|T@xtchef
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Kritikfähigkeit

Beitrag von 4P|T@xtchef » 11.11.2004 11:08

heuwyy hat geschrieben:Es ist jedesmal das gleiche. Der Schutzreflex gegen die bösen Journalisten und Politiker, die uns unser Hobby nehmen wollen.
Wir sind Journalisten. Wir sind Spieler. Und wir sagen, WARUM die Berichterstattung von SZ und Frontal21 tendenziös, einseitig und falsch ist. Wir verkriechen uns nicht in einem Schutzreflex, wir klären über die Propaganda auf. Wir schützen uns nicht, wir greifen die verzerrte Berichterstattung an.
heuwyy hat geschrieben:Wer nicht in der Lage ist sich einmal kritisch mit seinem eigenen Hobby auseinaderzusetzen, der wird auch nicht ernst genommen.
Dein Vorwurf prallt aus drei Gründen ab: Erstens wird in unserer Redaktion tagtäglich kritisch diskutiert - nicht nur über Wertungen, sondern auch über alle möglichen sozialen Verflechtungen der Spielkultur. Zweitens tun das in unserem Forum aktiv zahlreiche Zocker - da geht es auch um Gewalt. Drittens dürfte spätestens ein Blick ins Kolumnenarchiv zeigen, dass wir uns kritisch mit unserem Hobby beschäftigen. Ich erinnere z.B. an "Full Spectrum Terrorism".
heuwyy hat geschrieben:Wenn sich ein VUD Vertreter hinstellt und auf die Frage nach Gewalt in Computerspielen antwortet "In Winnetou ist auch Gewalt drin" Dann kann man doch einfach nicht ernstgenommen werden.
Was hat das mit der Kritikfähigkeit von 4Players zu tun? Was haben bzw. hatten wir mit dem VUD zu schaffen? Hier sollte man klar zwischen Spielepresse und Spiele-Industrie unterscheiden.
heuwyy hat geschrieben:Über was hier gesprochen wird ist doom3 und ob die Prüfkriterien der USK ausreichend sind. Sind sie nach Meinung des SZ Autors - und das ist sehr nachvollziehbar.
Das mag alles sein. Es geht mir aber gar nicht darum, dass Doom3 eventuell hätte indiziert werden müssen. Mag sein. Oder dass die USK ihre eigenen Kriterien vielleicht nicht hart genug anwendet. Mag sein. Es geht darum, dass der SZ-Artikel einseitig Stimmung gegen eine ganze zockende Generation macht und abstruse Vergleiche herstellt, die unsere Spielkultur in die Brutalo-Ecke rückt. Gleichzeitig wird der Kinofilm Alien vs. Predator auf einem höheren Niveau besprochen, der herrlich inszenierte Actiontanz zwischen Mensch und Monster gepriesen. So hätte man auch Doom 3 besprechen können! Es ist diese unfaire Behandlung der Spiele, diese weltfremde Arroganz des Feuilletons, gegen die wir protestieren.
heuwyy hat geschrieben:Da sollte durch die Medien durchaus die Frage gestellt werden dürfen, ob diese (USK) auch funktioniert.
Natürlich! Gar keine Frage. Ich akzeptiere das neue Jugendschutzgesetz und es sollte konsequent angewandt werden! Da sind wir alle auf einer Linie. Aber warum schreibt die SZ dann nicht einen gut recherchierten Artikel darüber, dass die USk-Richtlinien nicht richtig angewandt werden? Warum spricht sie gleich von der Verdoomung der Republik, redet von fehlender Ethik, Zombies und deren Unschuld und zitiert einseitig drei von Hunderttausend Zockern, die sich tatsächlich in die Hosen gemacht haben?

Es ist diese tendenziöse Propaganda, gegen die wir die gleichen Mittel ins Feld führen wie SZ und Frontal21: unsere journalistische Meinung, unsere Sichtweise.

Bis denne
Jörg Luibl
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johndoe-freename-74390
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Costikyan

Beitrag von johndoe-freename-74390 » 11.11.2004 13:08

Ich möchte auf einen längeren (englischen) Artikel
http://www.salon.com/tech/feature/1999/ ... index.html
von Grek Costikyan aufmerksam machen, in dem die Rolle von Gewaltdarstellungen in Spielen untersucht wird.
In aller Kürze zusammengefasst:
Gewaltdarstellungen haben in Spielen dieselbe Berechtigung wie in anderen Medien, nämlich als Darstellung von Konflikten und als Provokation.
Beides kann als interessantes, also spielspassförderndes Element fungieren. Ersteres durch einen erzählerischen Rahmen, letzteres durch die Sensation. Ersteres funktioniert künstlerisch, letzteres wirkt allzu schnell abgegriffen und ist ein schlechter Trick der Industrie. Je mehr Spielspass, desto bessere Verkaufszahlen, also werden Gewaltdarstellungen um ihrer selbst willen oder als Sensation früher oder später aussterben.

Im übrigen ist es die Provokation, mit der in diesem Fall ja auch die Presse arbeitet. Ein probates Mittel, auf das wir Spieler ja nicht unbedingt voll hereinfallen müssen. Schliesslich ist ein *Herstellungsverbot* oder *Zensur* totaler Quatsch der nicht kommen wird, was die Herren Innenminister ja auch wissen. Die wissen natürlich auch, was sie für welches Publikum sagen müssen.

OUTDOG
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Beitrag von OUTDOG » 11.11.2004 13:11

Hi Leute,

solangsam Kotzt mich das richtig an, was die Deutschen Medien Gegen von denen genannten Gewaltspielen abziehen. Ich frage mich nur warum sie eine so schlechte Recherche haben. Die Presse hat doch richtige Recherche schon in der Ausbildung gelernt. Aber wie dem auch sei. Solangsam mache ich mir schon wirklich ernstliche Gedanken Auszuwandern. Ich hasse es einfach, nur weil ich Counter-Strike, Doom 3, UT 2004 usw. spiele, das ich von denen als Potenzieller Mörder dagestellt werde.


MFG Morpheus

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Was können wir machen ?

Beitrag von johndoe-freename-74392 » 11.11.2004 13:19

So Tag zusammen,
ich möchte nochmal darauf eingehen was wir machen können. Als einzelne Spieler? Nichts! Wir können sicherlich zu unseren Verwandten gehen und Sie davon überzeugen dass diese Berichte so nicht stimmen und einer wirklich schlechten Berichterstattung entsprechen aber viel weiter kann man dass dann wohl auch nicht machen. Die Presse hat ein Macht die man viel zu oft unterschätzt. Die Presse könnte, wenn es Ihr gerade in den Kram passt, auch schneller als man gucken kann unseren allseits geliebten Gerhard Schröder ein neues Image verpassen so dass er um einiges besser - oder noch viel schlechter da steht. Wer sich noch an die Berichterstattungen nach dem Amoklauf erinnert wird mit mit Bedauern festellten dass diese Reportagen noch um einiges schlechter geschrieben wurden und man dadurch nur versucht hat einen Sündenbock zu finden. Dass ganze führt dazu dass man nur dann wirklich etwas ändern kann wenn man zum Beispiel eine Zeitung erstellt die durch seriösität solche schwierigen Themen behandelt und dann zu einem Schluss kommt der nicht nur realistisch sondern auch wahr ist. Man müsste eine einmal versuchen eine Fernsehsendung mit Leuten zu gestalten die eine Pro und Contra Stimme haben und diese Leute dann in einer Sachlichen Diskussion versuchen lassen zu einem Ergebnis zu kommen. Die Berichterstattung war ein vollkommener Witz. Es hat mich erstaunt wie tief dieses Magazin gesunken ist und die Leute die sich damit auseinandersetzten wissen dass sich dieses Magazin damit lächerlich gemacht hat.
Desweiteren stimmt es dass die Eltern ( vor allem auch alleinerziehende ) so gut wie keine Zeit mehr für Ihr/e Kind/er mehr haben. Und woher auch? Die Wirtschaftliche Lage in Deutschland ist bestimmt nicht rosig und die Politiker wissen nicht über was sie da eigentlich abstimmen. Der Druck lässt Ihnen allerdings keine große Wahl und so werden willkürlich und ohne groß darüber nachzudenken Entscheidungen getroffen die einfach nicht entstehen dürfen. Und anstatt sich um die wichtigen Probleme zu kümmern versucht man Probleme zu lösen die es nicht gibt. Oder wie sieht es denn in anderen Ländern aus? Da spielen diese Leute irgendwie die gleichen Spiele haben aber lange nicht solche Probleme wir bei uns.

Folglich ist dass ganze ein Hirngespinst was sich leider wieder auf diejendigen auswirkt, die nun wirklich nichts dafür können - die \"Gamer\". Wir werden also wieder in eine Schublade mit Psychopaten, potenziellen Amokläufern und Mördern gesteckt und alles nur weil es mit der deutschen Berichterstattung immer weiter den Bach hinunter geht.

\" Denken ist schwer - deswegen Urteilen die msiten \" ( Carl Gustav Jung )

Gruß : rx

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Re: Was können wir machen ?

Beitrag von 4P|T@xtchef » 11.11.2004 13:28

networX | rx hat geschrieben:Desweiteren stimmt es dass die Eltern ( vor allem auch alleinerziehende ) so gut wie keine Zeit mehr für Ihr/e Kind/er mehr haben. Und woher auch?
Danke für den Hinweis auf die Eltern! Alle Eltern, die zulassen, dass ihre Kinder Filme oder Spiele konsumieren, die für Erwachsene bestimmt sind, handeln unverantwortlich.

Die Keimzelle sozialer Kompetenz muss in der Familie entstehen. Hier muss ein Fundament geschaffen werden, das klare Grenzen setzt. Anstatt Verkäuferinnen oder Publisher an den Pranger zu
stellen, sollte man verstärkt die Aufklärung von ignoranten (?) Eltern betreiben. Statt juristische Reflexbeißerei zu betreiben, sollte man die Familien entlasten, damit mehr Zeit für Erziehung bleibt.

Wenn ein 12-Jähriger Doom3 in seinem Kinderzimmer spielt, interessiert mich als Journalist weniger, dass da draußen ein Angebot an virtueller Gewalt entwickelt wird, sondern vielmehr, wie die Eltern das zulassen können - das ist doch der Skandal! Und wenn das ein breites soziales Phänomen sein sollte, muss man sich nicht fragen, ob die Jugend, sondern
ob die Elterngeneration so langsam abstumpft.

Bis denne
Jörg Luibl
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Sifo-Dyas
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Beitrag von Sifo-Dyas » 11.11.2004 14:04

Für mich ist diese ´´Ganze Gewalt in den Medien ist Schuld am Niedergang der Gesellschaft´´, eine Phantomdiskussion.

Wer sich noch an das Musterfallbeispiel aus den 80er Jahren erinnern kann (Dreijähriges Kind springt vom Hochhaus, weil es dachte es sei Superman), wird verstehen wovon ich rede.

Damals war der Superman Film für den Tod des Kindes verantwortlich gemacht worden und das Fernsehen als solches wurde diabolisiert.

Wer sich auf eine solch absurde Diskussionen einläßt, hat meiner Meinung nach schon verloren.

In einem Land, wo auf dem Kinderkanal Lifebilder vom 11. September begleitet von einer netten Erklär-Bär-Stimme über den Bildschirm flackern, weigere ich mich einfach über solch unsinnige Thesen überhaupt zu diskutieren.

Klar sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich, aber was hat das denn mit Computerspielen im speziellen zu tun? Genau. Rein garnichts.

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Beitrag von johndoe-freename-74395 » 11.11.2004 14:13

über solche berichte im fernsehn kann man wirklich nur den kopf schütteln. ich bin entsetzt, dass es dermaßen übertrieben wird. ich dachte immer, dass frontal 21 ein zuverlässiges magazin ist, aber da hab ich mich wohl getäuscht. in solchen dokumentationen erkennt man immer ganz genau die leute, die noch nie so ein spiel gespielt haben oder sich damit befasst haben. das sind die leute, die das allerhöchstens mal gesehn haben, aber sich schon von vorne herein klarmachen, dass sie das spiel nicht leiden können. jeder weiss genau, dass schon kleine kinder zu fasching als cowboy oder ähnliches gehen. warum tun sie das ? die antwort ist denkbar einfach: sie schiessen gerne; sie schiessen sich gegenseitig ab und keiner kommt auf die idee ihnen das übel zu nehmen, keiner kommt auf die idee, dass die kleinen deswegen mal zu massenmördern werden. wenn gewaltspiele tatsächlich aggressionen und ähnliches hervorrufen sollen, dann wäre die menschheit wahrscheinlich nicht mehr vorhanden, weil alle amokgelaufen sind. und die leute, die einen auf der strasse auf einmal totschiessen sind nicht die jugendlichen, die doom 3 spielen, sondern die leute, die aggressiv, verwirrt sind oder keine achtung vor menschenleben haben. in filmen wie james bond, der weltberühmt ist, werden permanent irgendwelche leute erschossen und keiner macht sich drüber gedanken, dass da grad einer ermordet wurde, is ja auch irgendwie seltsam. also ich denke ihr wisst worauf ich hinauswill.ich kann da nur sagen:
Setzt euch dafür ein, dass Spiele nicht verboten werden !

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Eltern

Beitrag von 4P|T@xtchef » 11.11.2004 14:13

Sifo-Dyas hat geschrieben:Klar sind die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich, aber was hat das denn mit Computerspielen im speziellen zu tun?
Das hat etwas mit Computerspielen zu tun, wenn Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzen und sich nicht um ihre Kids kümmern. Frontal21 sprach von "Vorfällen im Kinderzimmer". Aber wen haben sie an den Pranger gestellt? Die USK, Publisher und Entwickler! Dabei hätte ich mir gerne mal die Eltern der Kids vorgeknöpft, die nicht wissen, dass da Doom3 gezockt wird. In der Familie fängt Jugendschutz an, nicht bei der USK.

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Jörg Luibl
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Beitrag von Sifo-Dyas » 11.11.2004 14:28

Ja, aber da liegt doch der Hund begraben Jörg! Es geht ja eben NICHT um die Computerspiele/Computer per se (hätte genausogut ein Feuerzeug im Kinderzimmer liegen können, dann wär\'s ´´Feuerinferno im Kinderzimmer´´ gewesen). Das ist doch genau der Punkt, an dem Tatsachen verdreht werden.

Wenn Produkte an Minderjährige verkauft werden, die von vornherein Gesetzlich nicht die Erlaubnis haben, diese zu erwerben. Dann ist das ein Versäumnis des Handels und der zuständigen Aufsichtsbehörden.

Wenn Kinder ´´Dummheiten´´ machen, stehen schon seit Jahren, die Eltern gesetzlich in der Pflicht dafür geradezustehen - oder wenn diese mit Erziehung überfordert sind - das Jugendamt.

Das gesamte argumentative Gerüst der Sendung ist Falsch und beruht auf Unwahrheiten. Es IST ein Phantomproblem. Deswegen ärgert mich das ja so, weil ich in den nächsten Wochen wieder all diejenigen ´terapieren´ darf, die sich auf diesen Bockmist eingelassen haben.

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Und hinzu kommt noch...

Beitrag von Sifo-Dyas » 11.11.2004 14:44

...hätte Frontal21 den Beitrag ´´Wir sind alle Rabeneltern und der Staat und der Einzelhandel besteht aus verantwortungslosen Querulanten´´ genannt, wäre die Sendung wahrscheinlich mit sofortiger Wirkung eingestampft worden, und der verantwortliche Redakteur hätte seinen Hut nehmen können. ; )

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Beitrag von johndoe-freename-66172 » 11.11.2004 14:46

@Textchef Die Schuld blos auf die Eltern zu schieben ist meiner Meinung auch falsch. Die Eltern können nicht ihr Kind/Jugendliche rund um die Uhr \\\"Bewachen\\\". Das ist auch das falsche Signal an das Kind/Jugendlichen, sie sollten sich lieber mal auch mit solchen spielen ausernander setzten und dann mit denn Kind/Jugendlichen darüber reden/ausandersezten. Außerdem sollte das Jugendschutzgesetz auch richtig eingesetzt werden. Ich will jetzt hier nicht die Verkäufer/innen zu denn Sündenbocken machen, aber die Abteilungsleiter bzw. Filalenleiter die ihre Verkäufer gescheit Informieren sollten dass, das Gesetz mit aller Härte Durchzusetzen ist. Außerdem wünsche ich mir mal das die diversen Fachzeitschriften sie mehr kritscher mit dem Thema \\\"Gewalt in Computerspielen\\\" ausander setzten. Auch ein großes Problem sind meiner Meinung Person die Computerspiele mit keiner Jugendfreigabe, für jüngere Freunde etc. kaufen. Auch sollten wir mal für ein Werbe verbot für Computer Spielen mit keiner Jugendfreigabe und Filme im allgemeinen nachdenken.

johndoe-freename-74384
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Beitrag von johndoe-freename-74384 » 11.11.2004 14:57

Vielen Dank für deine konstruktive Kritik. (Besser als die *kopfschüttel* Antwort anderer hier)

Es lag mir nun nicht daran eure Redaktion anzugreifen. Es ist mir nur beim Verfolgen der Diskussionen - und dieses Thema ist ja nun schon wirklich recht alt und kocht immer wieder hoch, des öfteren aufgefallen, dass schnell ein \\\"ich bin doch kein Amokläufer\\\" oder \\\"die Gesellschaft/die Eltern sind schuld\\\" in die Diskussion eingebracht wird und der anderen Seite mangelnde Seriosität vorgeworfen wird.
Nun kann beim Frontal21 Bericht (dessen Inhalt ich leider nur von der ZDF Homepage kenne) schon von schlechtem Journalismus gesprochen werden. Zugegeben.

Allerdings war der SZ Artikel zwar tendenziös aber meines Erachtens nicht so wahnsinnig schlecht recherchiert. Gut es wurden drei Meinungen von Spielern einfach herausgegriffen, aber anders als beim Frontal21 Bericht sind hier auch ein Sprecher von Activision und vom VUD zu Wort gekommen.

Und ernsthaft, wenn sich der Sprecher von Activision über die guten Verkaufszahlen freut und natürlich niemanden kennt, den die Gewalt ärgert und der Sprecher des VUD die gennanten Kommentare abgibt, so braucht es doch nicht zu verwundern das dann da so ein Artikel bei rauskommt. Dass das für den einzelnen Spieler scheiße ist sehe ich ein. Ich hätte auch keinen Bock in diese Ecke gestellt zu werden. Nur ich denke, dass (Und das Problem hast du hier ja auch angesprochen) sich da auch die Spieler als Ansprechpartner zur Verfügung stellen sollten. (Die Esport Verände scheinen ja leider scheinbar eingeschlafen zu sein) Da anscheinend (du schreibst ja auch, was haben wir mit dem VUD zu tun)die Hersteller hier ihrer Verantwortung nicht gerecht werden. Ich finde (und das meine ich auch mit dem Schutzreflex) das sich die Reaktion oft zu sehr gegen Medien und Politik richtet.

Das manche Spielehersteller dem Anliegen (ich erinnere mich immer noch gerne an den gewählten Veröffentlichungstermin vonn C&C Generals zum Irakkrieg) der Spieler oftmals - meiner Meinung nach - einen Bärendienst erweisen juckt (scheinbar) keinen. Für mich haben nicht nur die Eltern, sondern auch die Hersteller samt Branche nunmal eine gewisse Verantwortung. Und da interessieren viele Leute (mich mittlerweile eingeschlossen) nunmal keine Spitzfindigkeiten, ob das Hirn jetzt nach oben rausspritzt und das damit unrealistisch ist.

Damit wir uns nicht falschverstehen, ich spiele hin und wieder auch mal wieder gerne ne Runde UT, ich finde nur, dass evtl. eine schärfere Auslegeung der USK Kriterien auch den Spielern helfen könnte. (denn wärs indiziert gewesen glaube ich nicht, dass die Verdoomung der Republik ausgerufen worden wäre - was du vermutlich anders siehst)

Ach ja noch was zur Berichterstattung. ich erinnere mich beispielsweise, auch, dass z.B. über Hanniball oder die Passion Christi heftig gestritten wurde,

Sifo-Dyas
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@Konfuzius23

Beitrag von Sifo-Dyas » 11.11.2004 14:58

Sicher hast du damit Recht, daß die Verantwortung sich nicht auf ein Element der Gleichung bündelt. Ich finde aber auch, daß die Verantwortung, die man als Elternteil hat, oft auch falsch verstanden wird.

Es gibt viele Eltern, die Aufgrund von Beiträgen wie dem aktuellen von Frontal21 eine grundsätzliche Abscheu demgegenüber entwickeln, was deren Kinder ´cool´ finden (über die ´normale´ Generationskluft hinaus).

Somit tragen solche Falschdarstellungen dazu bei, das Eltern nicht mit dem Kind handeln, sondern oft gegen das Kind. Die Folge: Das Kind sieht zu, daß die Eltern es nicht mehr ´erwischen´ (sind ja auch nicht doof die kleinen).

Ich finde die Medien und die Politik werden ihrer Verantwortung auf dem Gebiet ´neue Medien´ überhaupt nicht gerecht. Verklärung statt Aufklärung ist hier die Devise. Angst vor den Kindern und dem was sie mögen schüren ist auf jeden Fall kontraproduktiv.

Ob ´Erwachsene´ Gewaltdarstellungen als Unterhaltung in Kunst und Medien konsumieren sollten oder nicht, ist eine philosophische aber keine juristische Frage (obwohl das manche Leute offenbar gerne anders hätten).

Shakko
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Beitrag von Shakko » 11.11.2004 15:42

Hmm wenn ich in dem Bericht hoere, dass die These aufgestellt wird es sei dem Einzelhandel und speziell den Verkäufern nicht zuzumuten darauf zu achten, dass Spiele für Erwachsene auch wirklich in die Hände der Erwachsenen kommen dreht sich mir der Magen um...
Natürlich haben die Eltern der Kinder und Jugendlichen die Hauptverantwortung, aber das nimmt doch nicht alle anderen aus der Verantwortung heraus. Wenn schon nicht aus der Verantwortung gegenüber einem Jungen der \"Doom3\" kauft, dann aber dahingehend dass Gesetze eingehalten werden sollten. Ich finde es schlimm dass die USK gegründet wird um vorzubeugen dass brutale Spiele in Kinderhände gelangt, dann aber diffamiert wird wenn sie es trotzdem tun, obwohl sie eindeutig von der Pruefstelle als nicht jugendfrei gekennzeichnet werden.
Aber anstatt auf dieses Problem einzugehen, wird über Produktionsverbote nachgedacht. Ich finde da machen es sich manche Leute sehr einfach. Natürlich sind Computerspiele im Umlauf wo ich mich selber frage, \"muss dass jetzt wirklich sein?\" Denn es kann mir niemand erzaehlen, dass es in einem Computerspiel notwendig ist Körperteiel von Leichen o.ä. abzuschiessen. Doch trotzdem bleibt diese Brutalität nicht ein Problem im Bereich der Computerspiele, sondern ein Problem der ganzen Gesellschaft.
Ich denke da persönlich an ein Beispiel vor einigen Jahren, ich glaube es war an Heiligabend 1999. Da zeigte Pro 7 um 22 Uhr den Film: \"Deadly Revenge - Das Brooklynmassaker\" Ich möchte das mal einfach unkommentiert lassen denn ich denke das spricht für sich...
Die Politiker sollten also viellleicht erstmal an den Wurzeln der Probleme unserer Gesellschaft ansetzen, bevor sie sich ueber die \"Baumkrone\", die gewiss nicht fehlerfrei ist, hermachen

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