Kolumne: Der totale eSports-Muffel

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Mindchaos
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Mindchaos » 02.02.2019 23:46

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
02.02.2019 09:53
TSL hat geschrieben:
02.02.2019 09:45
Du bist keine einzigartige Schneeflocke.
Das geht natürlich immer, wenn man keine Argumente mehr hat: einfach persönlich werden. Kann man alles bei Schopenhauer nachlesen.
Schopenhauer hatte ich in diesem Thread nicht erwartet:)

Davon abgesehen: Wie kommt man denn bitte auf eine Kausalität zwischen Facebook-Nutzung und E-Sports-? Ich bin ein Kind der 80er, und seit den 90ern zocke ich so ziemlich alles, was mir in die Finger kommt, Queerbeet. Den Youtube-Hype mit all den Lets-Plays habe ich für mich nicht erfahren können...ich wollte anderen einfach nicht beim Spielen zuschauen. Das hat mich nicht unterhalten. Aber auch da habe ich mittlerweile meine Nische gefunden, denn ich bin ein absoluter Schisser geworden. Horror-Games kann ich mir allein vorm Bildschirm nicht mehr geben, ohne mein Herz ernsthaften Problemen auszusetzen. So habe ich Lets-Plays zu Horror-Games zu schätzen gelernt.

So kam es dann auch mit E-Sports. Klar, ich hab Counter Strike und League of Legends (und andere) selbst zocken können und auch ausgiebig gezockt. Aber irgendwann wurde mir eben bewusst, dass ich im realen Leben einfach mehr zu tun habe, und somit in den Spielen nicht mal ansatzweise in den Top-Ligen rangieren konnte. Mal vom fehlenden Skill abgesehen:)
Ich schau mir seitdem einfach super gern Spiele auf Top-Niveau an. Das unterhält mich, weil ich einschätzen kann, welchen Skill die Spieler solo und als Team aufweisen müssen. Ich fiebere mit, ich schwitze mit, ich freu mich über jeden genialen Spielzug...
Das macht für mich E-Sports aus, wobei ich hier keine klare Abgrenzung zum "realen Sport" als Zuschauer sehen kann. Nimmt man mal Fußball als Beispiel: Klar kann ich mich an den Spielfeldrand stellen oder ins Stadion gehen...letzten Endes schaue ich aber genauso einfach nur zu, abseits der Emotionen durch die anderen Besucher. Davon abgesehen, schätze ich, dass viele Menschen Fußball-Spiele auch einfach zu Hause konsumieren und sich dabei irre freuen. Der Vorteil von E-Sports ist doch, dass bei jeder billigen Amateurliga ne Kamera angebracht ist. So weit sind wir beim Fußball natürlich noch nicht, aber ich denke doch, dass verdammt viele die Amateur-Ligen gern auf dem TV verfolgen würden, sollten die ordentlich gefilmt sein.

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Balla-Balla
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Balla-Balla » 06.02.2019 16:28

Scorplian190 hat geschrieben:
01.02.2019 10:00
@Balla-Balla
Aber das beantwortet nicht wirklich meine Frage ^^'
Balla-Balla hat geschrieben:
01.02.2019 07:49
Nun, ich behaupte mal, ich kann die Lage relativ gut beurteilen, habe privat wie beruflich mit vielen Jugendlichen zu tun und habe ein Hobby, das in meiner Altersklasse eher selten ist, das Zocken. Sobald man sich diesbezüglich noch im Netz informiert und in Foren geht, hat man zwangsläufig mit jüngeren Leuten zu tun.

Natürlich kann man nicht generalisieren, es ist müßig, das unter jeden Beitrag zu schreiben. Ich rede hier von einem allgemeinen Eindruck. Der auch nicht früher-war-alles-besser aussagt oder das Gegenteil: jede gen hat halt ihr Ding, ist doch fein. Nix ist fein.
Durch meine Jahre, die ich auf dem Buckel habe, kann ich glaubich trennen zwischen dem Geschwätz der Alten von Dingen, die sie nicht verstehen und denen die die Lebenserfahrung mit sich bringt.
Von welchen Alterklassen redest du hier?

Ich weiß z.B. jetzt auch deine genaue Alterklasse nicht (sry, falls du es schon vorher irgendwo erwähnt hast).
Ich kenne z.B. recht wenige Leute um die 30 die nicht zocken. Das "Nicht-Zocken" fängt da erst so Ü40 an.

Zählt ein 25 Jähriger für dich jetzt unter die besagten Jugendlichen oder ist das dann schon zu alt?

(falls die Frage ok ist) mit welcher Gruppe von Jugendlichen hast du so zu tun? Da gibt es ja schon verdammt große Unterschiede.


Jetzt kommt das ABER. In my honourable opinion bringt diese Zeit eine völlig andere und stärkere Verantwortung mit sich. Wer sein Leben lang im Netz war ohne etwas davon zu verstehen, ...
Das finde ich z.B. viel zu pauschalisisiert. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Intelligenz und Gleichgültigkeit. Man kann auch vollkommen Ahnung von dem Datengau haben und es kann einem völlig gleichgültig sein.

Außerdem klingt gibt es ja auch extrem viele Leute (von jung bis alt) die auf facebook und co keine realen Daten verwenden (soweit es möglich ist). Tatsächlich war bei mir auf facebook immer so, dass es bei den Jugendlichen bunt gestreut war, ALLE Erwachsenen hingegen den vollen Echtnamen verwendet haben.


Früher sagte man, das Fernsehen verblödet. Das stimmt. Für diejenigen, die eben nur vor der Glotze saßen. Genauso verdummt das Netz wenn man eben ständig online ist.
Diese Aussage empfinde ich grundsätzlich als falsch! Denn es kommt nicht auf das Ausgabe-Medium an, sondern auf den jeweiligen Inhalt.

Hinzu kommt, dass manche Dinge auch Wissen/intelligenz verbessern können, auch wenn es nicht den Anschein hat. Z.B. können manche Spiele das räumliche Denken verbessern.
Ich spreche von keiner spezifischen Altersklasse, habe ja auch ausdrücklich erwähnt, dass ich ganz sicher nicht generalisieren will, sagen wir mal i.A. unter 30 wird´s kritisch. Genaus dort, wo die Technik so selbstverständlich ist, dass viele sie nur benutzen ohne sich weiter damit zu beschäftigen. Vorher war das einfach nicht so einfach, man musste mindestens Grundkenntnisse haben, um sein System zum Laufen zu bekommen.

Und sorry, ich will dir nicht zu Nahe treten. Aber wenn du tatsächlich glaubst, dass man, nur weil man irgendwo keine Klarnamen verwendet, anonym im Netz ist, dann bestätigst du genau das, was ich meine.
Ich will und kann hier keinen Kurs zur Sicherheit im Internet abhalten, empfehle dir aber mal nur den Begriff "fingerprinting" zu gogeln. D.h. am Besten nicht zu googeln, nimm z.B. startpage oder gehe über TOR, denn ALLES was du auf google tust, oder nur auf webseiten bist, die google Dienste verwenden, auch 4P tut das, wird sofort geloggt und ist ganz persönlich auf deine Person identifizierbar.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Balla-Balla » 06.02.2019 16:31

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
01.02.2019 23:01
Scorplian190 hat geschrieben:
01.02.2019 15:50
holy shit... wir sind gleich alt :ugly:
Ich bin 48. Bin ich hier Alterspräsident? Dann darf ich ja eine Rede halten. ;)
Äh, nein. Wenn, dann halte ich die.
Zuletzt geändert von Balla-Balla am 06.02.2019 16:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Balla-Balla » 06.02.2019 16:47

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
01.02.2019 08:03
@Balla-Balla "bin gerade in Indien"

Wenn Du schonmal da bist, dann grüß mal Indien von mir. Das war immer mein Lieblingsurlaubsland. Eine völlig andere Kultur, und ich sehe den Hinduismus auch ziemlich kritisch, aber jenseits der Haube der Religion kann man da wirklich nette Menschen treffen.
Gruß ist ausgerichtet. Krasses Land. Schön und hässlich. Arm und reich. Ungebildet und superschlau. Viel von dem, was wir zocken, wird mittlerweile hier technisch ermöglicht. Mal die Mühe machen den Abspann zu gucken und die Teams aus Bangalore vorbeiziehen lassen.

Ich sehe Religion prinzipiell kritisch. Trotzdem ist die Welt voll davon. Gerade wenn man reist muss man das akzeptieren, versuchen nicht zu werten und hoffen, dass eines Tages die Menschen sich von diesem Zwang befreien.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Scorplian190 » 06.02.2019 17:05

Balla-Balla hat geschrieben:
06.02.2019 16:28
Ich spreche von keiner spezifischen Altersklasse, habe ja auch ausdrücklich erwähnt, dass ich ganz sicher nicht generalisieren will, sagen wir mal i.A. unter 30 wird´s kritisch. Genaus dort, wo die Technik so selbstverständlich ist, dass viele sie nur benutzen ohne sich weiter damit zu beschäftigen. Vorher war das einfach nicht so einfach, man musste mindestens Grundkenntnisse haben, um sein System zum Laufen zu bekommen.

Und sorry, ich will dir nicht zu Nahe treten. Aber wenn du tatsächlich glaubst, dass man, nur weil man irgendwo keine Klarnamen verwendet, anonym im Netz ist, dann bestätigst du genau das, was ich meine.
Ich will und kann hier keinen Kurs zur Sicherheit im Internet abhalten, empfehle dir aber mal nur den Begriff "fingerprinting" zu gogeln. D.h. am Besten nicht zu googeln, nimm z.B. startpage oder gehe über TOR, denn ALLES was du auf google tust, oder nur auf webseiten bist, die google Dienste verwenden, auch 4P tut das, wird sofort geloggt und ist ganz persönlich auf deine Person identifizierbar.
Genau deshalb wollte ich die Zahl wissen. Ich halte dies einfach für (sry für die Wortwahl) extremen Bullshit.
Der einzige Grund warum das so rüber kommt, ist das vielen älteren Leuten PCs schon zu hoch sind und dadurch sie sich garnicht erst mit dem Kram befassen, anstatt einfach nur Fehler zu machen.

Das mit den fingerprints ist mir natürlich klar. Aber hier gibt es nunmal nicht einfach nur schwarz und weiß. Oder willst du mir jetzt sagen, dass es nicht schlimmer ist all seine privaten Daten öffentlich zu stellen, so dass auch technisch unbegabte Menschen alles einsehen können, als wenigsten eine gewisse Grundvorsicht an den Tag zu legen?


Edit:
Sry, ich war gestern etwas in Eile. Der erste Satz bezieht sich rein auf den ersten Abschnitt. Wollte ich nur erwähnen, bevor es ein Missverständnis gibt ^^'

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Balla-Balla » 13.02.2019 09:18

Scorplian190 hat geschrieben:
06.02.2019 17:05
SpoilerShow
Balla-Balla hat geschrieben:
06.02.2019 16:28
Ich spreche von keiner spezifischen Altersklasse, habe ja auch ausdrücklich erwähnt, dass ich ganz sicher nicht generalisieren will, sagen wir mal i.A. unter 30 wird´s kritisch. Genaus dort, wo die Technik so selbstverständlich ist, dass viele sie nur benutzen ohne sich weiter damit zu beschäftigen. Vorher war das einfach nicht so einfach, man musste mindestens Grundkenntnisse haben, um sein System zum Laufen zu bekommen.

Und sorry, ich will dir nicht zu Nahe treten. Aber wenn du tatsächlich glaubst, dass man, nur weil man irgendwo keine Klarnamen verwendet, anonym im Netz ist, dann bestätigst du genau das, was ich meine.
Ich will und kann hier keinen Kurs zur Sicherheit im Internet abhalten, empfehle dir aber mal nur den Begriff "fingerprinting" zu gogeln. D.h. am Besten nicht zu googeln, nimm z.B. startpage oder gehe über TOR, denn ALLES was du auf google tust, oder nur auf webseiten bist, die google Dienste verwenden, auch 4P tut das, wird sofort geloggt und ist ganz persönlich auf deine Person identifizierbar.
Genau deshalb wollte ich die Zahl wissen. Ich halte dies einfach für (sry für die Wortwahl) extremen Bullshit.
Der einzige Grund warum das so rüber kommt, ist das vielen älteren Leuten PCs schon zu hoch sind und dadurch sie sich garnicht erst mit dem Kram befassen, anstatt einfach nur Fehler zu machen.

Das mit den fingerprints ist mir natürlich klar. Aber hier gibt es nunmal nicht einfach nur schwarz und weiß. Oder willst du mir jetzt sagen, dass es nicht schlimmer ist all seine privaten Daten öffentlich zu stellen, so dass auch technisch unbegabte Menschen alles einsehen können, als wenigsten eine gewisse Grundvorsicht an den Tag zu legen?


Edit:
Sry, ich war gestern etwas in Eile. Der erste Satz bezieht sich rein auf den ersten Abschnitt. Wollte ich nur erwähnen, bevor es ein Missverständnis gibt ^^'
Um nochmal kurz darauf einzugehen (etwas zeitverzögert, da noch auf Reisen): So ganz verstehe ich deine Frage nicht, was ist das mit der Zahl?

Zusammenfassung. Immer weniger Menschen schert es, was mit ihren Daten passiert auch weil sie überhaupt nicht wissen, dass sie diese in der täglichen Nutzung des Netzes ständig hinterlassen. Dann kommt mir ein Youngster damit, dass fb quasi nicht mehr genutzt wird, dafür sind alle dann auf wa unterwegs. Das übrigens von fb einverleibt wurde und ich deshalb da raus bin. twitter, insta, yt und das, was in 5 Jahren halt angesagt ist, arbeiten alle nach dem gleichen Prinzip. Die sog. social networks generieren Milliarden ohne dass ein Nutzer aktiv zahlt.
Schon da müsste man sich doch fragen, was da los ist. Das Absaugen deiner Daten ist los.
Dabei geht es hier (noch) nur um den wirtschaftlichen Aspekt. Könnte man mit egal abtun weil man ja ein so bewusster Konsument ist, der Werbung ignoriert. Haha. (Warum kann eine Seite wie 4P hauptsächlich von Werbung leben? Sind die Unternehmen alle so blöde, dass sie denen Geld schenken und nichts dafür bekommen?)

Beim politischen wird´s krasser. Russland, China, die Türkei, der Iran und wer noch alles, zeigen heute schon, wie man Nutzerdaten missbraucht und den echten Menschen dahinter ins Elend treibt. Ausgrenzung, Verhaftung, Ermordung. Kontrolle. Diktatur. Die perfideste in der Geschichte der Menschheit. Spitzel, KGB, Stasi, SS - alles nicht mehr notwendig. Ein paar geübte Techniker lassen Routinen über das gesammelte Material laufen und schon haben sie die "Staatsfeinde". Ein paar Bullen hingeschickt, verhaften, gesäubert.
Der schlimmste Satz dazu ist "Ich habe doch nix zu verbergen, ist mir doch egal, wer meine Daten hat". Sag das mal z.B. einem türkischen Nutzer, der vor 10 Jahren irgendwo im Netz einen damals noch harmlosen Witz über Erdogan oder die Religion gerissen hat und dafür heute in einem Folterknast sitzt.
Kannst du in die Zukunft gucken? Weißt du, wer und wo irgendwann mal deine Daten gegen dich verwendet?
Du hast auf deinem e-sport channel mal eine unbedachte Bemerkung im Chat gemacht und längst vergessen? Nein, nicht vergessen, niemals, für immer gespeichert und selbstverständlich deinem Klarnamen zugeordnet. Mit Scorpilan190 bist du nur hier unter uns anonym, wer es wissen will hat schon längst deine Adresse.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Scorplian190 » 13.02.2019 16:15

Moment moment!

Unsere (meine) Kritik war doch nicht, dass du sagst, dass heute wenig auf Datenkontrolle geachtet wird (ich nenn das mal so als Zusammenfassung).
Sondern nur, dass du behauptest es wäre nur die jüngere Generationen auf diesem "falschen Weg" und das ist einfach schlicht und ergreifend falsch.

Du behauptest Menschen die mit fb aufgewachsen sind, würden sich weniger Gedanken machen, als die Generationen davor.
Sry, aber das ist einfach ein unfaires Vorurteil.


Und mein Bsp mit den Usernamen sollte nicht zeigen, dass das der "sichere Weg" wäre, sondern nur, dass diese immerhin IRGENDWAS machen, damit eben nicht Hauptschüler X um die Ecke, von deiner Adresse Wind kriegt.

Um mal simpel zu verdeutlichen:
Skateboard-Fahren ist gefährlich. Auch für Fahrer die mit Helm fahren. Aber dieser fährt immerhin sicherer als ein Fahrer ohne Helm.

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