Kolumne: Der totale eSports-Muffel

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Mindchaos
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Mindchaos » 02.02.2019 23:46

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
02.02.2019 09:53
TSL hat geschrieben:
02.02.2019 09:45
Du bist keine einzigartige Schneeflocke.
Das geht natürlich immer, wenn man keine Argumente mehr hat: einfach persönlich werden. Kann man alles bei Schopenhauer nachlesen.
Schopenhauer hatte ich in diesem Thread nicht erwartet:)

Davon abgesehen: Wie kommt man denn bitte auf eine Kausalität zwischen Facebook-Nutzung und E-Sports-? Ich bin ein Kind der 80er, und seit den 90ern zocke ich so ziemlich alles, was mir in die Finger kommt, Queerbeet. Den Youtube-Hype mit all den Lets-Plays habe ich für mich nicht erfahren können...ich wollte anderen einfach nicht beim Spielen zuschauen. Das hat mich nicht unterhalten. Aber auch da habe ich mittlerweile meine Nische gefunden, denn ich bin ein absoluter Schisser geworden. Horror-Games kann ich mir allein vorm Bildschirm nicht mehr geben, ohne mein Herz ernsthaften Problemen auszusetzen. So habe ich Lets-Plays zu Horror-Games zu schätzen gelernt.

So kam es dann auch mit E-Sports. Klar, ich hab Counter Strike und League of Legends (und andere) selbst zocken können und auch ausgiebig gezockt. Aber irgendwann wurde mir eben bewusst, dass ich im realen Leben einfach mehr zu tun habe, und somit in den Spielen nicht mal ansatzweise in den Top-Ligen rangieren konnte. Mal vom fehlenden Skill abgesehen:)
Ich schau mir seitdem einfach super gern Spiele auf Top-Niveau an. Das unterhält mich, weil ich einschätzen kann, welchen Skill die Spieler solo und als Team aufweisen müssen. Ich fiebere mit, ich schwitze mit, ich freu mich über jeden genialen Spielzug...
Das macht für mich E-Sports aus, wobei ich hier keine klare Abgrenzung zum "realen Sport" als Zuschauer sehen kann. Nimmt man mal Fußball als Beispiel: Klar kann ich mich an den Spielfeldrand stellen oder ins Stadion gehen...letzten Endes schaue ich aber genauso einfach nur zu, abseits der Emotionen durch die anderen Besucher. Davon abgesehen, schätze ich, dass viele Menschen Fußball-Spiele auch einfach zu Hause konsumieren und sich dabei irre freuen. Der Vorteil von E-Sports ist doch, dass bei jeder billigen Amateurliga ne Kamera angebracht ist. So weit sind wir beim Fußball natürlich noch nicht, aber ich denke doch, dass verdammt viele die Amateur-Ligen gern auf dem TV verfolgen würden, sollten die ordentlich gefilmt sein.

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Balla-Balla
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Balla-Balla » 06.02.2019 16:28

Scorplian190 hat geschrieben:
01.02.2019 10:00
@Balla-Balla
Aber das beantwortet nicht wirklich meine Frage ^^'
Balla-Balla hat geschrieben:
01.02.2019 07:49
Nun, ich behaupte mal, ich kann die Lage relativ gut beurteilen, habe privat wie beruflich mit vielen Jugendlichen zu tun und habe ein Hobby, das in meiner Altersklasse eher selten ist, das Zocken. Sobald man sich diesbezüglich noch im Netz informiert und in Foren geht, hat man zwangsläufig mit jüngeren Leuten zu tun.

Natürlich kann man nicht generalisieren, es ist müßig, das unter jeden Beitrag zu schreiben. Ich rede hier von einem allgemeinen Eindruck. Der auch nicht früher-war-alles-besser aussagt oder das Gegenteil: jede gen hat halt ihr Ding, ist doch fein. Nix ist fein.
Durch meine Jahre, die ich auf dem Buckel habe, kann ich glaubich trennen zwischen dem Geschwätz der Alten von Dingen, die sie nicht verstehen und denen die die Lebenserfahrung mit sich bringt.
Von welchen Alterklassen redest du hier?

Ich weiß z.B. jetzt auch deine genaue Alterklasse nicht (sry, falls du es schon vorher irgendwo erwähnt hast).
Ich kenne z.B. recht wenige Leute um die 30 die nicht zocken. Das "Nicht-Zocken" fängt da erst so Ü40 an.

Zählt ein 25 Jähriger für dich jetzt unter die besagten Jugendlichen oder ist das dann schon zu alt?

(falls die Frage ok ist) mit welcher Gruppe von Jugendlichen hast du so zu tun? Da gibt es ja schon verdammt große Unterschiede.


Jetzt kommt das ABER. In my honourable opinion bringt diese Zeit eine völlig andere und stärkere Verantwortung mit sich. Wer sein Leben lang im Netz war ohne etwas davon zu verstehen, ...
Das finde ich z.B. viel zu pauschalisisiert. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Intelligenz und Gleichgültigkeit. Man kann auch vollkommen Ahnung von dem Datengau haben und es kann einem völlig gleichgültig sein.

Außerdem klingt gibt es ja auch extrem viele Leute (von jung bis alt) die auf facebook und co keine realen Daten verwenden (soweit es möglich ist). Tatsächlich war bei mir auf facebook immer so, dass es bei den Jugendlichen bunt gestreut war, ALLE Erwachsenen hingegen den vollen Echtnamen verwendet haben.


Früher sagte man, das Fernsehen verblödet. Das stimmt. Für diejenigen, die eben nur vor der Glotze saßen. Genauso verdummt das Netz wenn man eben ständig online ist.
Diese Aussage empfinde ich grundsätzlich als falsch! Denn es kommt nicht auf das Ausgabe-Medium an, sondern auf den jeweiligen Inhalt.

Hinzu kommt, dass manche Dinge auch Wissen/intelligenz verbessern können, auch wenn es nicht den Anschein hat. Z.B. können manche Spiele das räumliche Denken verbessern.
Ich spreche von keiner spezifischen Altersklasse, habe ja auch ausdrücklich erwähnt, dass ich ganz sicher nicht generalisieren will, sagen wir mal i.A. unter 30 wird´s kritisch. Genaus dort, wo die Technik so selbstverständlich ist, dass viele sie nur benutzen ohne sich weiter damit zu beschäftigen. Vorher war das einfach nicht so einfach, man musste mindestens Grundkenntnisse haben, um sein System zum Laufen zu bekommen.

Und sorry, ich will dir nicht zu Nahe treten. Aber wenn du tatsächlich glaubst, dass man, nur weil man irgendwo keine Klarnamen verwendet, anonym im Netz ist, dann bestätigst du genau das, was ich meine.
Ich will und kann hier keinen Kurs zur Sicherheit im Internet abhalten, empfehle dir aber mal nur den Begriff "fingerprinting" zu gogeln. D.h. am Besten nicht zu googeln, nimm z.B. startpage oder gehe über TOR, denn ALLES was du auf google tust, oder nur auf webseiten bist, die google Dienste verwenden, auch 4P tut das, wird sofort geloggt und ist ganz persönlich auf deine Person identifizierbar.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Balla-Balla » 06.02.2019 16:31

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
01.02.2019 23:01
Scorplian190 hat geschrieben:
01.02.2019 15:50
holy shit... wir sind gleich alt :ugly:
Ich bin 48. Bin ich hier Alterspräsident? Dann darf ich ja eine Rede halten. ;)
Äh, nein. Wenn, dann halte ich die.
Zuletzt geändert von Balla-Balla am 06.02.2019 16:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Balla-Balla » 06.02.2019 16:47

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
01.02.2019 08:03
@Balla-Balla "bin gerade in Indien"

Wenn Du schonmal da bist, dann grüß mal Indien von mir. Das war immer mein Lieblingsurlaubsland. Eine völlig andere Kultur, und ich sehe den Hinduismus auch ziemlich kritisch, aber jenseits der Haube der Religion kann man da wirklich nette Menschen treffen.
Gruß ist ausgerichtet. Krasses Land. Schön und hässlich. Arm und reich. Ungebildet und superschlau. Viel von dem, was wir zocken, wird mittlerweile hier technisch ermöglicht. Mal die Mühe machen den Abspann zu gucken und die Teams aus Bangalore vorbeiziehen lassen.

Ich sehe Religion prinzipiell kritisch. Trotzdem ist die Welt voll davon. Gerade wenn man reist muss man das akzeptieren, versuchen nicht zu werten und hoffen, dass eines Tages die Menschen sich von diesem Zwang befreien.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Scorplian190 » 06.02.2019 17:05

Balla-Balla hat geschrieben:
06.02.2019 16:28
Ich spreche von keiner spezifischen Altersklasse, habe ja auch ausdrücklich erwähnt, dass ich ganz sicher nicht generalisieren will, sagen wir mal i.A. unter 30 wird´s kritisch. Genaus dort, wo die Technik so selbstverständlich ist, dass viele sie nur benutzen ohne sich weiter damit zu beschäftigen. Vorher war das einfach nicht so einfach, man musste mindestens Grundkenntnisse haben, um sein System zum Laufen zu bekommen.

Und sorry, ich will dir nicht zu Nahe treten. Aber wenn du tatsächlich glaubst, dass man, nur weil man irgendwo keine Klarnamen verwendet, anonym im Netz ist, dann bestätigst du genau das, was ich meine.
Ich will und kann hier keinen Kurs zur Sicherheit im Internet abhalten, empfehle dir aber mal nur den Begriff "fingerprinting" zu gogeln. D.h. am Besten nicht zu googeln, nimm z.B. startpage oder gehe über TOR, denn ALLES was du auf google tust, oder nur auf webseiten bist, die google Dienste verwenden, auch 4P tut das, wird sofort geloggt und ist ganz persönlich auf deine Person identifizierbar.
Genau deshalb wollte ich die Zahl wissen. Ich halte dies einfach für (sry für die Wortwahl) extremen Bullshit.
Der einzige Grund warum das so rüber kommt, ist das vielen älteren Leuten PCs schon zu hoch sind und dadurch sie sich garnicht erst mit dem Kram befassen, anstatt einfach nur Fehler zu machen.

Das mit den fingerprints ist mir natürlich klar. Aber hier gibt es nunmal nicht einfach nur schwarz und weiß. Oder willst du mir jetzt sagen, dass es nicht schlimmer ist all seine privaten Daten öffentlich zu stellen, so dass auch technisch unbegabte Menschen alles einsehen können, als wenigsten eine gewisse Grundvorsicht an den Tag zu legen?


Edit:
Sry, ich war gestern etwas in Eile. Der erste Satz bezieht sich rein auf den ersten Abschnitt. Wollte ich nur erwähnen, bevor es ein Missverständnis gibt ^^'
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Balla-Balla » 13.02.2019 09:18

Scorplian190 hat geschrieben:
06.02.2019 17:05
SpoilerShow
Balla-Balla hat geschrieben:
06.02.2019 16:28
Ich spreche von keiner spezifischen Altersklasse, habe ja auch ausdrücklich erwähnt, dass ich ganz sicher nicht generalisieren will, sagen wir mal i.A. unter 30 wird´s kritisch. Genaus dort, wo die Technik so selbstverständlich ist, dass viele sie nur benutzen ohne sich weiter damit zu beschäftigen. Vorher war das einfach nicht so einfach, man musste mindestens Grundkenntnisse haben, um sein System zum Laufen zu bekommen.

Und sorry, ich will dir nicht zu Nahe treten. Aber wenn du tatsächlich glaubst, dass man, nur weil man irgendwo keine Klarnamen verwendet, anonym im Netz ist, dann bestätigst du genau das, was ich meine.
Ich will und kann hier keinen Kurs zur Sicherheit im Internet abhalten, empfehle dir aber mal nur den Begriff "fingerprinting" zu gogeln. D.h. am Besten nicht zu googeln, nimm z.B. startpage oder gehe über TOR, denn ALLES was du auf google tust, oder nur auf webseiten bist, die google Dienste verwenden, auch 4P tut das, wird sofort geloggt und ist ganz persönlich auf deine Person identifizierbar.
Genau deshalb wollte ich die Zahl wissen. Ich halte dies einfach für (sry für die Wortwahl) extremen Bullshit.
Der einzige Grund warum das so rüber kommt, ist das vielen älteren Leuten PCs schon zu hoch sind und dadurch sie sich garnicht erst mit dem Kram befassen, anstatt einfach nur Fehler zu machen.

Das mit den fingerprints ist mir natürlich klar. Aber hier gibt es nunmal nicht einfach nur schwarz und weiß. Oder willst du mir jetzt sagen, dass es nicht schlimmer ist all seine privaten Daten öffentlich zu stellen, so dass auch technisch unbegabte Menschen alles einsehen können, als wenigsten eine gewisse Grundvorsicht an den Tag zu legen?


Edit:
Sry, ich war gestern etwas in Eile. Der erste Satz bezieht sich rein auf den ersten Abschnitt. Wollte ich nur erwähnen, bevor es ein Missverständnis gibt ^^'
Um nochmal kurz darauf einzugehen (etwas zeitverzögert, da noch auf Reisen): So ganz verstehe ich deine Frage nicht, was ist das mit der Zahl?

Zusammenfassung. Immer weniger Menschen schert es, was mit ihren Daten passiert auch weil sie überhaupt nicht wissen, dass sie diese in der täglichen Nutzung des Netzes ständig hinterlassen. Dann kommt mir ein Youngster damit, dass fb quasi nicht mehr genutzt wird, dafür sind alle dann auf wa unterwegs. Das übrigens von fb einverleibt wurde und ich deshalb da raus bin. twitter, insta, yt und das, was in 5 Jahren halt angesagt ist, arbeiten alle nach dem gleichen Prinzip. Die sog. social networks generieren Milliarden ohne dass ein Nutzer aktiv zahlt.
Schon da müsste man sich doch fragen, was da los ist. Das Absaugen deiner Daten ist los.
Dabei geht es hier (noch) nur um den wirtschaftlichen Aspekt. Könnte man mit egal abtun weil man ja ein so bewusster Konsument ist, der Werbung ignoriert. Haha. (Warum kann eine Seite wie 4P hauptsächlich von Werbung leben? Sind die Unternehmen alle so blöde, dass sie denen Geld schenken und nichts dafür bekommen?)

Beim politischen wird´s krasser. Russland, China, die Türkei, der Iran und wer noch alles, zeigen heute schon, wie man Nutzerdaten missbraucht und den echten Menschen dahinter ins Elend treibt. Ausgrenzung, Verhaftung, Ermordung. Kontrolle. Diktatur. Die perfideste in der Geschichte der Menschheit. Spitzel, KGB, Stasi, SS - alles nicht mehr notwendig. Ein paar geübte Techniker lassen Routinen über das gesammelte Material laufen und schon haben sie die "Staatsfeinde". Ein paar Bullen hingeschickt, verhaften, gesäubert.
Der schlimmste Satz dazu ist "Ich habe doch nix zu verbergen, ist mir doch egal, wer meine Daten hat". Sag das mal z.B. einem türkischen Nutzer, der vor 10 Jahren irgendwo im Netz einen damals noch harmlosen Witz über Erdogan oder die Religion gerissen hat und dafür heute in einem Folterknast sitzt.
Kannst du in die Zukunft gucken? Weißt du, wer und wo irgendwann mal deine Daten gegen dich verwendet?
Du hast auf deinem e-sport channel mal eine unbedachte Bemerkung im Chat gemacht und längst vergessen? Nein, nicht vergessen, niemals, für immer gespeichert und selbstverständlich deinem Klarnamen zugeordnet. Mit Scorpilan190 bist du nur hier unter uns anonym, wer es wissen will hat schon längst deine Adresse.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Scorplian190 » 13.02.2019 16:15

Moment moment!

Unsere (meine) Kritik war doch nicht, dass du sagst, dass heute wenig auf Datenkontrolle geachtet wird (ich nenn das mal so als Zusammenfassung).
Sondern nur, dass du behauptest es wäre nur die jüngere Generationen auf diesem "falschen Weg" und das ist einfach schlicht und ergreifend falsch.

Du behauptest Menschen die mit fb aufgewachsen sind, würden sich weniger Gedanken machen, als die Generationen davor.
Sry, aber das ist einfach ein unfaires Vorurteil.


Und mein Bsp mit den Usernamen sollte nicht zeigen, dass das der "sichere Weg" wäre, sondern nur, dass diese immerhin IRGENDWAS machen, damit eben nicht Hauptschüler X um die Ecke, von deiner Adresse Wind kriegt.

Um mal simpel zu verdeutlichen:
Skateboard-Fahren ist gefährlich. Auch für Fahrer die mit Helm fahren. Aber dieser fährt immerhin sicherer als ein Fahrer ohne Helm.
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 20.02.2019 05:02

Scorplian190 hat geschrieben:
06.02.2019 17:05
Der einzige Grund warum das so rüber kommt, ist das vielen älteren Leuten PCs schon zu hoch sind und dadurch sie sich garnicht erst mit dem Kram befassen, anstatt einfach nur Fehler zu machen.
Kein Respekt vor den Älteren? Was mir immer sauer aufstößt, sind so Dinge wie "kommt, ist das vielen". Kommafehler mal außen vor, aber da muß es ganz klar "dass" (ich bevorzuge noch immer "daß") heißen. Das meine ich auch damit, wenn ich sage, die junge Generation wird an den Schulen doof gehalten. Es gibt keine Diktate und keine Noten mehr für Rechtschreibung, es wird alles durchgewunken. Ich nenne das Bildungspopulismus. Ich kann auch eine Kommareform durchführen, nach dem Motto: Kommas sind ein Mittel der Unterdrückung, nur ohne Kommata ist der Mensch erst richtig frei. Die Schüler würden mich wohl auf Händen aus der Schule tragen, Stage diving inklusive, nur hätte ich dann meinen Schülern nichts beigebracht.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Scorplian190 » 20.02.2019 10:06

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
20.02.2019 05:02
Scorplian190 hat geschrieben:
06.02.2019 17:05
Der einzige Grund warum das so rüber kommt, ist das vielen älteren Leuten PCs schon zu hoch sind und dadurch sie sich garnicht erst mit dem Kram befassen, anstatt einfach nur Fehler zu machen.
Kein Respekt vor den Älteren?
Kommt drauf an.
Ich könnte, wie viele das hier tun, alles auf meine persönlichen Erfahrungen wälzen und sagen "Erwachsene sind engstirnig und versuchen selten was neues zu lernen".
Da ich aber Personen lieber einzeln einschätze und auch nicht direkt negativ(!), ist solch ein voruteilhaftes Denken einfach nicht mein Fall.

Der von dir zitierte Kommentar war übrigens mehr ein überspitzter Konter um aufzuzeigen, dass es eben auch solche Leute gibt. Tatsächlich kenne ich einige Erwachsenen die offen zugeben, dass sie sich nicht mit Technik befassen wollen, da es aus ihrer Aussage "zu hoch" für sie ist. Vor diesen hab ich aber durchaus Respekt, da sie eben in anderen Dingen ihr "Know-How" besitzen.

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
20.02.2019 05:02
Was mir immer sauer aufstößt, sind so Dinge wie "kommt, ist das vielen". Kommafehler mal außen vor, aber da muß es ganz klar "dass" (ich bevorzuge noch immer "daß") heißen. Das meine ich auch damit, wenn ich sage, die junge Generation wird an den Schulen doof gehalten. Es gibt keine Diktate und keine Noten mehr für Rechtschreibung, es wird alles durchgewunken. Ich nenne das Bildungspopulismus. Ich kann auch eine Kommareform durchführen, nach dem Motto: Kommas sind ein Mittel der Unterdrückung, nur ohne Kommata ist der Mensch erst richtig frei. Die Schüler würden mich wohl auf Händen aus der Schule tragen, Stage diving inklusive, nur hätte ich dann meinen Schülern nichts beigebracht.
Yay...
sich an kleinen Rechtschreibfehlern aufhängen, jemand daran Verurteilen ohne Ansatzweise zu wissen, was dessen Stärken in der Schule waren und dabei dann noch richtig engstirnig auf dem "ß" beharren...

... und woher die Infos mit den Diktaten stammt weiß ich auch nicht so genau O.o
Zum einen hab ich sogar in der Berufsschule vor ein paar Jahren noch ein Diktat geschrieben und zum anderen hatte auch meine Schwester noch Diktate in der Schule (Jahrgang nach 2000).
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 20.02.2019 10:35

Scorplian190 hat geschrieben:
20.02.2019 10:06
Yay...
sich an kleinen Rechtschreibfehlern aufhängen, jemand daran Verurteilen ohne Ansatzweise zu wissen, was dessen Stärken in der Schule waren und dabei dann noch richtig engstirnig auf dem "ß" beharren...
Immerhin kenne ich noch den Unterschied zwischen "das" und "daß". Du auch. Die Diktate haben offensichtlich gefruchtet!

Warum eigentlich "Ansatzweise" groß? Weil "Ansatz" ein Substantiv ist? Nee, so läuft das nicht.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Scorplian190 » 20.02.2019 10:43

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
20.02.2019 10:35
Warum eigentlich "Ansatzweise" groß? Weil "Ansatz" ein Substantiv ist? Nee, so läuft das nicht.
Ich frage mich gerade, ob der Post überhaupt noch ernst gemeint ist :Blauesauge:

Aber um es mal zu beantworten:
Ich hab mich vertippt und nicht nochmal drüber gelesen, da mir das in einem Forum herzlich egal ist :Häschen:
Wahrscheinlich wollte ich im Schreibfluss irgendwas mit "Ansatz" schreiben, hab mich dann umentschieden und dadurch kam das große A raus.
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Doc Angelo » 20.02.2019 11:20

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
20.02.2019 05:02
Das meine ich auch damit, wenn ich sage, die junge Generation wird an den Schulen doof gehalten. Es gibt keine Diktate und keine Noten mehr für Rechtschreibung, es wird alles durchgewunken. Ich nenne das Bildungspopulismus. Ich kann auch eine Kommareform durchführen, nach dem Motto: Kommas sind ein Mittel der Unterdrückung, nur ohne Kommata ist der Mensch erst richtig frei. Die Schüler würden mich wohl auf Händen aus der Schule tragen, Stage diving inklusive, nur hätte ich dann meinen Schülern nichts beigebracht.
Ich denke nicht, das man als dumm, unintelligent oder "doof" gelten sollte, nur weil man eine andere Schreibweise verwendet als zu der Zeit desjenigen, der andere derart empfindet. Wäre ein Herr aus dem 19. Jahrhundert hier unterwegs, würde er uns alle auslachen - zumindest wenn er über sowas lachen kann. Einfach weil er ganz anders geschrieben und gesprochen hat als wir. Aus seiner Sicht sollten wir alle eine 6 in Deutsch bekommen.

Meiner Meinung nach kann man den Zwang zur Rechtschreibung noch weiter runterdrehen, und sehr gerne noch die Sprache vereinfachen. Den Genus kann man getrost weglassen - er beinhaltet keine wirklich Information die übermittelt werden muss. Es ist bloßes Auswendiglernen ohne Sinn und Nutzen. In anderen Sprachen klappt das wunderbar.

Die Zeit sollte man besser in Mathe und Physik stecken. Oder in Philosophie. Oder in sprachliche Kommunikation. Oder IT. Das wäre alles besser, als das man den Kids sinnlose Regeln einprügelt, die ganz einfach keinen tatsächlichen Mehrwert bringen.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 20.02.2019 11:36

Doc Angelo hat geschrieben:
20.02.2019 11:20
Aus seiner Sicht sollten wir alle eine 6 in Deutsch bekommen.
Aus meiner Sicht übrigens auch. Und ich lebe im Jahr 2019.

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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Scorplian190 » 20.02.2019 11:55

Doc Angelo hat geschrieben:
20.02.2019 11:20
Die Zeit sollte man besser in Mathe und Physik stecken. Oder in Philosophie. Oder in sprachliche Kommunikation. Oder IT. Das wäre alles besser, als das man den Kids sinnlose Regeln einprügelt, die ganz einfach keinen tatsächlichen Mehrwert bringen.
Gut, ich muss sagen, dass die aktuellen Regeln der deutschen Sprache recht angenehm sind. Gerade die Sache mit dem "ß" vs "ss" ist eine, meiner Ansicht nach, verdammt logische Neuerung gewesen. Man kann so vieles im deutschen einfach schreiben, nur anhand der Aussprache (Ausnahmen bestätigen die Regel!).

Ich empfinde Deutsch aber gerade im späteren Bereich, als ziemlich träge. Aufsätze, Gedicht-Analysen, Buchvorstellungen... all das empfand ich als sehr langweilig und nutzlos...

... was aber eigentlich auch nicht verwunderlich ist, denn ich war/bin einer dieser Mathe/Physik/IT-Menschen... mit einer kleinen Priese Kunst.
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Re: Kolumne: Der totale eSports-Muffel

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 20.02.2019 12:28

Scorplian190 hat geschrieben:
20.02.2019 11:55
Ich empfinde Deutsch aber gerade im späteren Bereich, als ziemlich träge. Aufsätze,
Vor allem dieses falsche Komma vor "als" gefällt mir nicht. "Sabine ist größer, als Klaus." Finde den Fehler!

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