Red Dead Redemption 2 - Test

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Freya Nakamichi-47
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 02.01.2019 17:11

Man kann das auch üben: Inzwischen tanze ich auf dem Gaul durch Valentine wie eine Ballerina, ohne einen Passanten umzustoßen. Die Pferdesteuerung ist erste Sahne, wenn man ein bißchen Übung hat.

Aber gestern hatte ich wieder die Situation, daß ich in den Saloon wollte, irgendein besoffener Kunde kommt mir entgegen, schon stecke ich in einer Schlägerei. Das beste ist dann abhauen. Bußgeld zahlen muß man trotzdem.

Die Räubermaske bringt schon einiges, also bei kleineren Vergehen kann man sich aus dem Staub machen, zur Not auch mal einen Zeugen erschießen und abdampfen, ohne daß es irgendwelche Konsequenzen zeitigt.

Man muß sich einfach vorsichtig in dem Spiel bewegen. In Saint Denis vielleicht mal vom Gaul steigen, wenn es zu eng wird. Wenn man ein bißchen Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer nimmt, sind Kopfgelder eigentlich kein Problem mehr.

Noch ein Satz zu "RDO": Ist bisher gar nicht so schlimm, wie Jörg es dargestellt hat. Naja, ein paar enthirnte Kunden hat man immer, die einen über den Haufen schießen wollen, aber die große Mehrheit der Spieler reitet im Free roam friedlich aneinander vorbei. Vielleicht hatte ich auch nur Glück bisher, aber allzu viele verhaltensauffällige Jugendliche waren bei mir gar nicht dabei. Ein Passiv-Modus für den Free roam wäre toll, ich hoffe, den bekommen wir noch. Dann könnte "RDO" richtig gut werden.

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Hokurn
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Hokurn » 02.01.2019 17:23

Passanten reite ich ehrlich gesagt nie um... Vllt einmal. In der Stadt reitet man iwie automatisch vorsichtiger. Lediglich auf den Wegen pralle ich gelegentlich mit einer Kutsche zusammen was weder Kopfgeld noch tote Pferde gibt. Zumindest bisher.
Allgemein habe ich auch nicht so die großen Kopfgeldprobleme. Spiele aber auch eher selten den bösen Cowboy.

DEMDEM
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von DEMDEM » 02.01.2019 23:38

https://www.youtube.com/watch?v=MvJPKOLDSos

Und wehe man fragt sich, warum immer mehr Videospieler sich von sogenannten Spielejournalisten abwenden ...

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Freya Nakamichi-47
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Freya Nakamichi-47 » 02.01.2019 23:44

DEMDEM hat geschrieben:
02.01.2019 23:38
https://www.youtube.com/watch?v=MvJPKOLDSos

Und wehe man fragt sich, warum immer mehr Videospieler sich von sogenannten Spielejournalisten abwenden ...
Hab da jetzt auch mal kurz reingeguckt. Der Sprecher wirkt auf mich, als hätte er vergessen, seine tägliche Dosis Medikamente zu nehmen. Ich befürworte Methylphenidat in harten Fällen!

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Sarkasmus
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Sarkasmus » 02.01.2019 23:49

DEMDEM hat geschrieben:
02.01.2019 23:38
https://www.youtube.com/watch?v=MvJPKOLDSos

Und wehe man fragt sich, warum immer mehr Videospieler sich von sogenannten Spielejournalisten abwenden ...
Heutzutag ist man schon Spielejournalist weil man ein Youtube Channel betreibt? :Kratz: und wenn ich so seine Abozahlen sehe, hat er jetzt auch nicht wirklich viele die ihm zugewandt sind.
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DEMDEM
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von DEMDEM » 03.01.2019 00:03

Sarkasmus hat geschrieben:
02.01.2019 23:49
DEMDEM hat geschrieben:
02.01.2019 23:38
https://www.youtube.com/watch?v=MvJPKOLDSos

Und wehe man fragt sich, warum immer mehr Videospieler sich von sogenannten Spielejournalisten abwenden ...
Heutzutag ist man schon Spielejournalist weil man ein Youtube Channel betreibt? :Kratz: und wenn ich so seine Abozahlen sehe, hat er jetzt auch nicht wirklich viele die ihm zugewandt sind.
Nein, Redakteure wie die hier bei 4P nennen sich Spielejournalisten. Und was die Abo-Zahlen betrifft: die sind höher als von 4Players ;).

Es geht darum, dass irgendein random Youtuber sich die Mühe macht und die Mechaniken in RDR2 tatsächlich auch testet und die typische Rockstar-Inkonsistent in OW-Spieledesign aufzeigt, während Spieletester wie Jörg sich zu sehr davon ablenken lässt ein Treffen des Ku-Kux-Klan in der OW gestört zu haben, ohne aufzuzeigen, ob und was die Konsequenzen sind, ob man die Gruppe von KKK irgendwo aufspüren und erledigen kann (weiß schon, tatsächliche Spieltiefe) etc.

Mich stört diese oberflächige Betrachtungsweisen von Spielen mittlerweile sehr. Ich habe mich sehr auf RDR2 gefreut, war sehr angetan vom Setting und dem angeblichen Bemühungen um Immersion und Realismus. Aber um so mehr ich in die Spielwelt eingetaucht bin, desto mehr hat mich die Spielwelt enttäuscht, statt geliefert. Kein Wunder, dass der User-Score auf Metacritic einen Abwärtstrend aufzeigt.

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Sarkasmus
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Sarkasmus » 03.01.2019 00:19

DEMDEM hat geschrieben:
03.01.2019 00:03

Nein, Redakteure wie die hier bei 4P nennen sich Spielejournalisten. Und was die Abo-Zahlen betrifft: die sind höher als von 4Players ;).

Es geht darum, dass irgendein random Youtuber sich die Mühe macht und die Mechaniken in RDR2 tatsächlich auch testet und die typische Rockstar-Inkonsistent in OW-Spieledesign aufzeigt, während Spieletester wie Jörg sich zu sehr davon ablenken lässt ein Treffen des Ku-Kux-Klan in der OW gestört zu haben, ohne aufzuzeigen, ob und was die Konsequenzen sind, ob man die Gruppe von KKK irgendwo aufspüren und erledigen kann (weiß schon, tatsächliche Spieltiefe) etc.

Mich stört diese oberflächige Betrachtungsweisen von Spielen mittlerweile sehr. Ich habe mich sehr auf RDR2 gefreut, war sehr angetan vom Setting und dem angeblichen Bemühungen um Immersion und Realismus. Aber um so mehr ich in die Spielwelt eingetaucht bin, desto mehr hat mich die Spielwelt enttäuscht, statt geliefert. Kein Wunder, dass der User-Score auf Metacritic einen Abwärtstrend aufzeigt.
Ah, dann hab ich dich erst Missverstanden.
Aber ja, der Typ spricht mir auch größtenteil aus der Seele, wieso ich entäusched bin von RDR2 und Rockstar.
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Falagar
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Falagar » 03.01.2019 08:25

Freya Nakamichi-47 hat geschrieben:
02.01.2019 17:11


Noch ein Satz zu "RDO": Ist bisher gar nicht so schlimm, wie Jörg es dargestellt hat. Naja, ein paar enthirnte Kunden hat man immer, die einen über den Haufen schießen wollen, aber die große Mehrheit der Spieler reitet im Free roam friedlich aneinander vorbei. Vielleicht hatte ich auch nur Glück bisher, aber allzu viele verhaltensauffällige Jugendliche waren bei mir gar nicht dabei. Ein Passiv-Modus für den Free roam wäre toll, ich hoffe, den bekommen wir noch. Dann könnte "RDO" richtig gut werden.

Es ist auch lang nicht so schlimm wie dargestellt wurde (vielleicht wars am Anfang tatsächlich noch schlimmer).

Die meisten Leute die einem in der Wildnis begegnen wollen sind nicht auf Krawall aus, da die meist ja selbst irgendwo eine Tätigkeit vorhaben -Jagen z.b.
Wenn man meist irgendwo über den Haufen geschossen wird ist das evtl. von Leuten die gerade auf einer Free Roam Mission sind -hier wird ja auch immer explizit gewarnt das fremde Spieler die Beute etc... stehlen können.

Was man halt beachten sollte - man sieht ja eh alle Spieler per Punkt auf der Karte - vielleicht sollte man nicht genau dann mit seinem vollbeladenem Pferd zum Fleischer reiten wenn sich da genau 20 Leute tummeln.

Ansonsten ich habe GTA Online nie gespielt - hab RDROnline einfach mal aus Langeweile ausprobiert und bin irgendwie total süchtig danach momentan....

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Danilot
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Danilot » 03.01.2019 13:23

DEMDEM hat geschrieben:
02.01.2019 23:38
https://www.youtube.com/watch?v=MvJPKOLDSos

Und wehe man fragt sich, warum immer mehr Videospieler sich von sogenannten Spielejournalisten abwenden ...
Gutes Video. Ich kann verstehen, dass man das Game feiert, weil es den eigenen Geschmack total anspricht, aber solche Informationen wie:

- Die Hauptstory ist total linear und lässt keine Experimente zu,
- diverse Spielmechaniken haben keine Relevanz und täuschen Realismus nur vor (Moralsystem),
- andere Spielmechanicken sind unlogisch (Wanted-System) oder altbacken (Gunplay),

sind Infos. die mir wirklich wichtig sind für eine Kaufentscheidung.

Ich finde es eh schade, dass es kaum noch Demos gibt. So hat man sich schlimmsten Falls ein 100 Stundengame zum Vollpreis geholt, welches einen persönlich nicht anspricht. So einen Reinfall habe ich beim letzten Tomb Raider erlebt...

Sonst habe ich auch kein Problem mit Liniarität im Missionsdesign oder das eine Gamewelt optisch mehr Schein als Sein ist, aber ich finde, dass vorhandene Spielelemte möglichst gut ineinander greifen sollten. Diese Diskrepanz wurde hier im Video gut beschrieben.

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Xris
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Xris » 03.01.2019 13:35

Danilot hat geschrieben:
03.01.2019 13:23
DEMDEM hat geschrieben:
02.01.2019 23:38
https://www.youtube.com/watch?v=MvJPKOLDSos

Und wehe man fragt sich, warum immer mehr Videospieler sich von sogenannten Spielejournalisten abwenden ...
Gutes Video. Ich kann verstehen, dass man das Game feiert, weil es den eigenen Geschmack total anspricht, aber solche Informationen wie:

- Die Hauptstory ist total linear und lässt keine Experimente zu,
- diverse Spielmechaniken haben keine Relevanz und täuschen Realismus nur vor (Moralsystem),
- andere Spielmechanicken sind unlogisch (Wanted-System) oder altbacken (Gunplay),

sind Infos. die mir wirklich wichtig sind für eine Kaufentscheidung.

Ich finde es eh schade, dass es kaum noch Demos gibt. So hat man sich schlimmsten Falls ein 100 Stundengame zum Vollpreis geholt, welches einen persönlich nicht anspricht. So einen Reinfall habe ich beim letzten Tomb Raider erlebt...

Sonst habe ich auch kein Problem mit Liniarität im Missionsdesign oder das eine Gamewelt optisch mehr Schein als Sein ist, aber ich finde, dass vorhandene Spielelemte möglichst gut ineinander greifen sollten. Diese Diskrepanz wurde hier im Video gut beschrieben.
Also Open World Spiele haben auch damals schon eher selten eine Demo erhalten . Der eigentliche Aufwand besteht dann darin das Spiel so zu beschränken das kein versierter Hobby Cracker daraus eine Vollversion basteln kann. Ist in der Vergangenheit leider schon passiert.

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Danilot
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Danilot » 03.01.2019 13:42

Hm stimmt, dann müsste man schon wieder hohen Aufwand betreiben. Schade...

Falagar
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Falagar » 11.01.2019 17:03

Für die wenigen die Red Dead Online spielen - ich komme seit dem Update gestern in keine Showdown Serie mehr rein - ist das normal?

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Vin Dos
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Vin Dos » 12.01.2019 08:15

Ja, das muss so sein.

Falagar
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Falagar » 12.01.2019 08:18

Und weiß man wann das wieder geht?

Der Gun Rush Modus ist nicht grad ein Spassbringer.


Edit: hat sich erledigt

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Skabus
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Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Skabus » 14.01.2019 18:28

Kleine Ergänzung von mir, sofern sie auf den unzähligen Seiten noch nicht genannt worden sind:

Ich habe jetzt etwas intensiver gespielt und schonmal einen kleinen Überblick gewonnen, was Steuerung und dergleichen angeht. Leider muss ich sagen, dass das Spiel immernoch die selbe technischen "Probleme" hat, die mich auch schon bei RDR2 gestört haben. Dennoch beindruckt mich das Spiel durchaus inhaltlich. Hier mal ein paar Punkte die mich (bisher) gestört haben:

-lange Gespräche während man reitet: Ich fand es schon immer furchtbar, dass man gleichzeitig reiten(bzw. fahren bei GTA, da ist das selbe Problem) und dann noch den komplexen Gesprächen währenddessen verfolgen muss. Vor allem wenn man kein absoluter Native ist, was Englisch angeht. Es ist super atmosphärisch, dass die Charaktere im tiefsten amerikanischen Dialekt sprechen. Für einen Nicht-Englisch-Sprecher ist das aber ziemlich schwierig zu verstehen. Untertitel existiert zwar, aber gleichzeitig lesen, zuhören und reiten ist einfach der absolute Overkill. Schade, dass Rockstar das scheinbar zu ihrem "Stil" erhoben haben. Warum sie nicht einfach mal auf Gespräche während der Fahrt/dem Ritt verzichen, versteh ich nicht.

-Tutorial während einer aktiven Mission bzw. während hektischer Aktionen(Schießerrei, etc.): Es ist einfach eine absolut Unart mMn das man Tutorials nicht in einer ruhigen, entspannten Atmosphere anbietet sondern während man von Gegner beschossen wird. Vor allem wenn das Spiel dann auch noch komplexe Tastenabfragen ala "Drücken sie erst X dann R1 und dann nochmal Dreieck". Das ist so dermaßen verwirrend und stresst mich extrem, weil ich unter Druck stehe und dann soll ich auch noch Tutorialanweisungen befolgen soll. Keine Ahnung wer bei Rockstar gedacht hat, das wäre "cool". Mich nervts.

-Die Steuerung allgemein ist weiterhin genauso fummelig und absolut unintuitiv wie im 1. Teil. Irgendwas gedrückt halten, bei gedrückthaltender Taste irgendwas mit dem Stick auswählen, dann manchmal loslassen, manchmal noch eine Taste drücken. Schultertasten drücken um Kategorien zu wechseln, etc. Da schüttele ich nach wie vor jedes Mal mit den Kopf. So komplizierte, unnötig verwirrende Tasteneingaben, dass im Hintergrund das markante Lied von "Mike Krüger" trällert. Gleiches gilt für Pferde-Steuerung und Third-Person-Steuerung. Alles ist irgendwie so massiv träge und fühlt sich seltsam langsam an. Man gewöhnt sich natürlich dran, aber schön finde ich es trotzdem nicht. Es erschwert für mich nur unnötig das "Reinfinden" in das Spiel. Im Kampf kam ich anfangs überhaupt nicht klar. Diese automatische Zielhilfe sorgt für die selbe Trägheit, wie schon bei der Charakterbewegung und irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich gar nicht richtig zielen kann. Fand ich furchtbar. Hab dann ALLE Hilfsfunktionen ausgeschalten, die es irgendwie in den Optionen gab und siehe da: Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Vorher hatte ich Schwierigkeiten geradeaus auf nen Gegner zu schießen, der 2 Meter vor mir stand. Danach lies alles wieder gewohnt flüssig und schnell, wie man es von "guten" Third-Person-Shootern gewöhnt ist. Schade, dass man an der Charaktersteuerung keine ähnlichen EInstellungen vornehmen kann. Zumindest haben die Optionen, die es gab, meine Probleme damit nicht behoben. Schade.

-Die Regie empfinde ich (in Teilen) bisher meistens eher als Hindernis. Ständig gibt es sanfte Übergänge zwischen Film- und Spiel-Abschnitt. Mancher würde das sicher als "Vorteil" verbuchen. Ich finde es nervig. Vor allem weil meine Gruppenmitglieder alle 5 Sekunden rummaulen, wenn ich nicht SOFORT tue was sie wollen. Das gleiche gilt generell auch für "Anweisungen". Die Charaktere(wie z.B. Dutch), gehen davon aus, man wüsste, was zu tun ist, darum hält er sich ständig sehr wage, was genaue Anweisungen angeht. Das ist ein klassischer Anfänger-Fehler mMn: Der Hauptcharakter ist ein erfahrenes Mitglied der Bande, der Spieler ist aber neu. Darum sollte man nicht erwarten, dass der Spieler die Anweisungen eines eingespielten Teams auf Anhieb verstehen würde. Einmal bin ich 3 Mal vom Pferd gestiegen und wieder aufgestiegen, weil mir nicht klar war, ob die Pferde nun mitgenommen werden sollen oder ob man zu Fuß weitergehen soll. Hier hat die Regie bzw. die Skript-Schreiber geschlampt. Einfach mal Dutch sagen lassen "Absitzen!" oder "Hier steigen wir erstmal ab." oder sowas, dann hätte man das auch ohne unimmersive Missionsbeschreibung bzw. Hinweiseinblendung verstanden.

-Und auch eine weitere Rockstar-Tradition ist immernoch in RDR2: Missionen bei denen man verliert, wenn man nur einen Milimeter vom Pfad abweicht oder wenn man jemanden verfolgt und man nur einen Meter zu weit hinten ist. Konkretes und krasses Beispiel war bei einer der frühen Missionen, bei den man einen entflohenen Old Griscoll mit dem Lasso fangen sollte. Mich hat es übrigens sehr angenehm überrascht, dass sie die Lasso-Steuerung in RDR2 verbessert haben! Die war im 1. Teil extrem krampfig, wie ich fand. Auf jeden Fall hatte ich zu Beginn der Verfolgung gerade mal Zeit mein Pferd um 90° zu wenden, da erschien auch schon der "Mission fehlgeschlagen"-Schriftzug. Ernsthaft? In einer Sekunde? Wtf! Beim zweiten Mal hat es dann geklappt, aber es frustriert einfach, wenn man nicht mal 10 Sekunden hat, sich nach einer Sequenz zu orientieren und die Mission sofort gescheitert ist. Oh man...

Für mich also als erstes 10 Stunden-Fazit: Im (Wilden) Westen nichts Neues. Zumindest auf den ersten Blick. Alles wie immer könnte man meinen: Die selben Rockstar-Tugenden(oder -Schwächen je nach Blickwinkel), die auch schon RDR1 und die GTA-Teile hatten. Aber da gibt es dann noch ein ABER(ein ziemlich großes): Während der technische Teil des Spiels mich ähnlich nervt wie im 1. Teil(den ich nach nen paar Missionen genervt aufgegeben hab, weil es sich mehr nach Arbeit als nach Spaß angefühlt hat), schafft RDR2 deutlich mehr mich zu motivieren, mich neugierig zu machen und mich bereits zu Beginn an die Gruppe Outlaws zu binden, mit denen ich umherziehe, bzw. generell mit denen ich dann später zu tun habe. Das kam für mich beim 1. Teil noch dazu, dass ich weder den Hauptcharakter noch die Leute mit denen er zu tun hatte sonderlich interessant, sympatisch oder sowas fand. RDR2 gelingt es sofort ein intensives "Mittendrin"-Gefühl aufzubauen, viel mehr noch als das die GTA-Teile für mich getan haben. Und das ist großartig. Darum bin ich immernoch motiviert und immer noch interessiert wie es weiter geht. Schade, dass sich das Spiel salopp zusammengefasst wie ein Backstein steuert. Darum entsteht bisher für mich ein sehr zwiespältiges Gefühl: Die Steuerung ist schrecklich und irgendwie stolpere ich dauernd über unnötige Kleinigkeiten(undeutliche Anweisungen, kein Erkennen wenn eine Film-Sequenz vorbei ist, Pferd reagiert nicht bzw. sehr träge, Kamera ist oft nicht über dem Hauptcharakter zentriert, wenn es solche Hybrid-Szenen aus Film- und Spielsequenz gibt, etc. etc.) aber dennoch zieht mich das Spiel sofort rein, lässt mich teilhaben, nimmt mich (buchstäblich) mit. Und das intensiver als bei den GTA-Teilen(selbst GTAV hat mich nicht so schnell reingezogen).

Darum bleib ich weiter am Ball und hoffe, dass ich mich noch an die furchtbare Steuerung gewöhne. Das hat beim ersten Teil leider nicht geklappt. Vielleicht gelingt es mir ja beim 2. Teil :)

MfG Ska
"Remember the golden era of computer gaming, where creativitiy was king!" - Brian Fargo

"Wer ein Spiel für alle macht, macht ein Spiel für niemanden!" - Soren Johnson

Ein offener Geist, der meine Meinung nicht teilt, ist mir lieber, als die engstirnige Ansicht eines Konformisten, der mir zustimmt!

"Sehr angenehmer Typ." - Danke an Redshirt :D

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