Red Dead Redemption 2 - Test

Alles über unsere Previews, Reviews und Specials!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Pommern
Beiträge: 1120
Registriert: 09.08.2017 15:07
Persönliche Nachricht:

Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Pommern » 14.01.2019 18:54

Also an die Steuerung gewöhnt man sich mit der Zeit. Hab da am Anfang ähnlich abgekotzt. Man muss sich nur drauf einlassen. Das dauert eben etwas, aber fällt dann nicht mehr groß negativ auf.

Benutzeravatar
Civarello
Beiträge: 557
Registriert: 07.03.2016 19:56
Persönliche Nachricht:

Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Civarello » 14.01.2019 21:42

An die Charaktersteuerung war ich durch einen weiteren kurzzeitig vorher abgeschlossenen Durchgang von RDR 1 gewohnt. Auch in Teil 1 hatte die Hauptfigur John Marston eine gewisse "Schwere". Sich neu positionieren zu müssen um bestimmte Items aufzuheben war auch dort an der Tagesordnung.
Das Inventarmanagement allerdings wurde eher "verschlimmbessert". Zb. jedesmal aufs neue die bevorzugten Waffen ausrüsten, jedesmal aufs neue die bessere Munitionsart wählen. Oder anstatt sich zu merken welche Waffe ich zuletzt genutzt habe (zb. ein Gewehr) nutzt Arthur beim nächsten Druck auf L2 (um zu zielen) wieder den 6-Shooter (Pistole). Sind einzeln betrachtet nur Kleinigkeiten, in ihrer Summe sind solche Dinge allerdings ungemein nervig (zumindest für mich).

SWey90
Beiträge: 413
Registriert: 21.09.2011 23:33
Persönliche Nachricht:

Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von SWey90 » 24.01.2019 14:04

Gerade mal Kapitel 2 und paar Stunden in der "freien" Open World, aber ich weiß noch, wie bei Bioshock Infinite (glaube hier 90 %) viele meinten, die Mechaniken seien nicht ansatzweise auf hohem Niveau.

Kann man zwar sicher nicht 1 zu 1 vergleichen, aber dies ist viel eher bei RdR 2 der Fall. Einerseits bin ich sehr einverstanden, da die Atmosphäre grandios ist. Ebenfalls die Charaktere, das Lager-Leben, sowie die Zwischensequenzen sind Top. Das alles ist auf einem so ziemlich nie da gewesenen Niveau. Selbst die Grafik ist für die alte Xbox One (ohne X) schick und sorgt für Wow-Effekte. Toll zudem, dass man hier mit Charakteren unterwegs ist, von denen man die Zukunft kennt bzw. die man teilweise selbst schon spielte.

Andererseits das große Aber, das immer wieder für Ernüchterung sorgt. Das Moral-System hat keine Auswirkungen. Wofür Jagen & Erbeuten? Wieso ist das Gun-Play hakelig bis öde? Warum auch 2019 keine - zumindest optionale - deutsche Synchro (Verstehe den Hintergrund, neben Kosten sparen, aber für viele, wie auch mich, vergrault es einem nahezu die Hälfte der Dialoge...)? Weshalb passiert, zumindest anfangs, dauernd irgend etwas in der Spielewelt, wo man einschreiten kann (ist mir ein bisschen too much)?

Ich komme mir eher vor, einen interaktiven Film zu spielen, bei dem mich vor allem die Story bzw. die Charaktere motivieren. Aber das Spiel bzw. die Open World an sich lassen mich erstaunlicherweise ziemlich kalt. So zwiegespalten war ich selten beim Zocken.

Benutzeravatar
adler.Kaos
Beiträge: 1047
Registriert: 10.02.2009 20:24
Persönliche Nachricht:

Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von adler.Kaos » 27.01.2019 16:14

So, ich hab mein langes Wochenende nun dazu genutzt, die Story zu beenden.
War ein langer Weg, aber letztlich bin ich ihn gern gegangen.
RDR2 ist schon ein kleines Meisterwerk.
Der Anfang war grandios, aber bei mir setzte in der Mitte definitiv eine Flaute ein, bei der ich keine Lust mehr auf das Spiel hatte, daher lag es seit Dezember bis auf kleine Sessions auch ungespielt auf der Platte. Jetzt bin ich aber froh, dass ich dem ganzen nochmal ne Chance gegeben habe und es auch beendet hab. Es ist ein wirklich, wirklich gutes Spiel. Und vermutlich das beste Western-Game, das man spielen kann. Leider macht es nicht alles richtig, und gerade bei Spielen, die so viele Details haben, stimmt mich das etwas grummelig.
Da wäre zu einem die Steuerung. Bis zum Schluss haben mir die Gunfights nicht wirklich Spaß gemacht. Und da es zum Ende hin ziemlich viele davon gibt, hab ich auch öfters geflucht. Ich verstehe nicht, wie man bei so einer Produktion da nicht mehr Zeit in die Ballerei investiert hat. Ja, man gewöhnt sich an die Steuerung, und ja, mit Dead Eye kommt man fast immer aus nem Kampf raus. Aber das Schießen hat mir selten Spaß gemacht. Ich muss auch sagen, in den meisten Kämpfen waren es zu viel Gegner. Nicht, dass ich mich überfordert gefühlt habe, sondern von der Inszenierung her einfach zu viele. Ploppen oft irgendwo hinter Bäumen auf und es macht gar keinen Sinn, dass man jetzt 50/60 Leute über den Haufen schießt. Fand ich gerade zum Ende des Spiels hin etwas übertrieben. Erinnere mich an einen Bank-Überfall in Rhodes, wo auf einmal dreimal so viele Gegner auftauchen, als diese Stadt überhaupt beherbergen kann. Das ist schade. Und nimmt mir persönlich etwas Atmosphäre. Da wäre weniger m.M.n. mehr gewesen. Auch bei der ganzen Indianer-Story ist mir die Schießerei einfach zu viel. Die Indianerkriege und damit die großen Aufstände endeten bereits 1890 mit dem Massaker am Wounded Knee Creek. Da wirkt ein solcher Aufstand mit so vielen Toten rund zehn Jahre danach einfach zu aufgesetzt.

Zwar war insgesamt die Story schon spannend und zum Ende hin auch wirklich gut, aber zwischendrin hätte ich die Regie gerne geohrfeigt. Da geht manchmal alles so schnell, wo man sich doch bei anderen Momenten so unendlich viel Zet lässt. Zwischen Kapitel 4 und 5 hatte ich z. B. kaum Lust, weiter zu machen. Zu strunzdumm und aufgesetzt wirkte auf mich die ganze Story mit Banküberfall/Flucht/Insel.
Gerade der Epilog hat mich dann zwar wieder etwas runtergeholt und das Spiel etwas ruhiger Ausklingen lassen (bis auf den finalen Fight, der aber wohl unumgänglich war). Aber ich muss auch sagen: Bei solch einer großen Produktion und Detailverliebtheit an manchen Stellen passiert es zwangsläufig, dass man auch mal etwas nicht ganz so gelungen löst. Das gehört dazu.
Dafür stimmen hier aber Atmosphäre, Soundtrack, und die riesige Welt (in der man leider aber eindeutig zu viel Zeit in und um St. Denis verbringt).
Red Dead Redemption 2 ist mit Sicherheits eines der Top-Einzelspieler Erlebnisse dieses Jahrzehnts. Und wenn man auch nur etwas mit dem Setting anfangen kann, sollte man sich das eigentlich nicht entgehen lassen.
Good old times

Benutzeravatar
speedie²
Beiträge: 4524
Registriert: 01.06.2009 20:13
Persönliche Nachricht:

Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von speedie² » 10.02.2019 23:10

Puhhhh, also ich will noch ein Statement abgeben zum Storymodus, ab jetzt bitte nicht mehr weiterlesen,
weil ich spoiler. Also nur die lesen, die es schon fertig haben.

Bin jetzt mit der Hauptstory fertig und hab nur noch den Epilog mit Marston vor mir. Aber was soll das?
Was für ein schäbiges Ende für dieses Spiel. Es fehlt irgendwie was. Bei GTA V hat man am Ende den großen Raub gehabt,
das letzte große Ding. Da hat man im Anschluss wenigstens seine Gegner noch gekillt, um die Freiheit zu genießen.
Ich bin etwas enttäuscht weil ich glaube, man hat sich irgendwann übernommen mit der Story und den Charaktern.
Dabei hätte diese Welt so viel mehr verdient gehabt. Aber wo war da das große Finale?
Eins meiner Hauptkritikpunkte ist wie damals bei RDR, das Marston umkommt. Und ich dann mit seinem Sohn weitermachen
musste. Das ist ein Charakter, mit dem ich nichts zu tun hatte. Eben wie hier. Morgan wächst einem ans Herz,
und dann, dann ist da quasi einfach Schluss. Was passiert mit Dutch, was passiert mit Micah, was ist mit dem Rest der Bande?
Wieso gibt es kein Happy end mit Marry... hätte man den Indianern doch helfen können? Warum muss Arthur überhaupt sterben, wieso kann er nicht Rache an Micah und Dutch nehmen? So endet doch die Story eigentlich nur, wie sie begann. Eine Bande auf der Flucht. Irgendwo endend in einer grünen Idylle. Das ist doch selbst für Rockstar-Verhältnisse sehr sehr dünn.
Dabei ist die LAndschaft grandios. Und auch die Story-Aufführung wie immer exzellent von Rockstar. Dennoch scheiterts hier
wie ich finde dieses mal. Ärgert mich wirklich, weil das Spiel an sich wirklich der Wahnsinn ist, wie detailversessen doch alles ist.
Ich hoffe, das nächste GTA wird besser.
Bild
Bild




Benutzeravatar
Hokurn
Beiträge: 7115
Registriert: 01.01.1970 01:00
Persönliche Nachricht:

Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Hokurn » 10.02.2019 23:41

speedie² hat geschrieben:
10.02.2019 23:10
Puhhhh, also ich will noch ein Statement abgeben zum Storymodus, ab jetzt bitte nicht mehr weiterlesen,
weil ich spoiler. Also nur die lesen, die es schon fertig haben.

Bin jetzt mit der Hauptstory fertig und hab nur noch den Epilog mit Marston vor mir. Aber was soll das?
Was für ein schäbiges Ende für dieses Spiel. Es fehlt irgendwie was. Bei GTA V hat man am Ende den großen Raub gehabt,
das letzte große Ding. Da hat man im Anschluss wenigstens seine Gegner noch gekillt, um die Freiheit zu genießen.
Ich bin etwas enttäuscht weil ich glaube, man hat sich irgendwann übernommen mit der Story und den Charaktern.
Dabei hätte diese Welt so viel mehr verdient gehabt. Aber wo war da das große Finale?
Eins meiner Hauptkritikpunkte ist wie damals bei RDR, das Marston umkommt. Und ich dann mit seinem Sohn weitermachen
musste. Das ist ein Charakter, mit dem ich nichts zu tun hatte. Eben wie hier. Morgan wächst einem ans Herz,
und dann, dann ist da quasi einfach Schluss. Was passiert mit Dutch, was passiert mit Micah, was ist mit dem Rest der Bande?
Wieso gibt es kein Happy end mit Marry... hätte man den Indianern doch helfen können? Warum muss Arthur überhaupt sterben, wieso kann er nicht Rache an Micah und Dutch nehmen? So endet doch die Story eigentlich nur, wie sie begann. Eine Bande auf der Flucht. Irgendwo endend in einer grünen Idylle. Das ist doch selbst für Rockstar-Verhältnisse sehr sehr dünn.
Dabei ist die LAndschaft grandios. Und auch die Story-Aufführung wie immer exzellent von Rockstar. Dennoch scheiterts hier
wie ich finde dieses mal. Ärgert mich wirklich, weil das Spiel an sich wirklich der Wahnsinn ist, wie detailversessen doch alles ist.
Ich hoffe, das nächste GTA wird besser.
Spiel weiter!

Benutzeravatar
Chibiterasu
Beiträge: 24568
Registriert: 20.08.2009 20:37
Persönliche Nachricht:

Re: Red Dead Redemption 2 - Test

Beitrag von Chibiterasu » 11.02.2019 08:19

Nach einem Durchhänger von doch einigen Wochen spiele ich gerade wieder intensiv weiter und bin momentan doch wieder ziemlich begeistert. Ich glaube grafisch hat mich noch kein Spiel je so beeindruckt. Alles in und um St. Denis ist einfach extrem aufwändig und liebevoll designt, sodass fast jeder Blickwinkel einen Screenshot wert ist. Vor allem in der Nacht. Und in den Parks.
Und ich hatte jetzt schon wieder sehr viele schöne kleine Geschichten erlebt. Das inszeniert das Spiel einfach sehr gut.

Leider reißen so manche Glitches dann doch wieder aus der Sache raus. Hatte so ein Vorbesteller-Pferd, welches mir schon ans Herz gewachsen ist und plötzlich war das irgendwie weg und durch ein Standard-Pferd ersetzt...? Der Bug kommt scheinbar oft vor aber dann ist das Pferd noch genauso benannt wie das alte und hat dieselben Statistiken. Das ist bei mir auch nicht der Fall.
Fand ich gestern schon sehr nervig, weil ich auf das Pferd so viel acht gegeben habe...
Aber ich habe da einige Stunden schon anderes Zeug erledigt gehabt (war großteils ohne Pferd unterwegs und mir ist es zunächst gar nicht aufgefallen...), dass ich keinen alten Save mehr laden möchte. Naja, was solls... R.I.P. Kleiner Onkel. :)

Antworten