Kingdom Come: Deliverance - Test

Alles über unsere Previews, Reviews und Specials!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
zappaisticated
Beiträge: 2516
Registriert: 21.09.2014 13:04
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von zappaisticated » 11.04.2018 16:33

Apropos:
Wollte JLuibl nicht auch Stellung zur "AusländerDiskussion" beziehen? ...bzw. Aufklären ob an den Vorwürfen was dran sein könnte.
Wurde zumindest in der Preview so angekündigt, ehe dann das BugFest zum Blitzgewitter wurde 8)

Nja... juckt aber wahrscheinlich doch eh keinen... any news are good news...eh?!
Zuletzt geändert von zappaisticated am 12.04.2018 16:02, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Weeg
Beiträge: 438
Registriert: 08.02.2016 20:41
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von Weeg » 12.04.2018 03:46

Was diese Diskussion angeht, ach, da waren wiedermal die üblichen Trolle und SJW's am Werk. Kingdome Come ist völlig in Ordnung im Bezug auf die Darstellung der Verhältnisse im Spätmittelalter, kleinere Mängel beim Realismus hat man sowieso immer (auch in Filmen usw.).

"Mangel Diversität" und so ein Mist, wenn ich das schon höre, als ob es notwendig wäre, das in jedem Computerspiel auch ja alle Minderheiten vertreten wären. "Ohne Drachen, ohne Zauberer - aber auch ohne »People of Color« und (fast) ohne starke Frauen." Oh Mann, es war halt nunmal so, das die Frauen nicht wirklich etwas zu sagen hatten und das in Böhmen im Jahr 1402 nunmal keine Schwarzen rumlaufen.

Aber ganz konkret zu der Situation im Spiel, genauer gesagt in Rattay wo die Flüchtlinge aus Skalitz Zuflucht finden:
Die Bewohner beschweren sich in Dialogen über die Flüchtlinge, aber nichts was jetzt irgendwie asozial oder gar noch schlimmer wäre. Nichtmal wirklich beleidigend, geschweige denn mit irgendwelchen Fäkal-Ausdrücken oder gar mit Rassistischen Sachen. Sie mögen die Leute nicht und es wäre ihnen am liebsten, wenn sie heute statt morgen wieder weg aus der Stadt Rattay wären, aber sonst sagen sie nichts verwerfliches.

Diese Politisierung von/in Computerspielen nervt. Ich mag Kingdome Come und werde es weiterspielen, irgendwelche Diskriminierungen sind mir nicht aufgefallen. Also, das was ich darunter verstehen würde, klar, ist vielleicht nicht dasselbe wie wenn politisch korrekte SJW's durch das virtuelle Böhmen streifen und sich ärgern, warum Frauen nicht längst emanzipiert sind... im Spätmittelalter.. wohlgemerkt.

Zum Schluss: Anstatt auf Computerspielen rumzuhacken sollte man besser hier und jetzt schauen, wie man für die Menschen tun kann. Und wer mal in den Nahen Osten, weite Teile Asiens und auch Südamerika bereist hat, weiss, das dort die Frauen heute noch bei weitem nicht so emanzipiert sind wie bei uns in Europa. Vielleicht sollte man besser denen helfen als sich über ein Spiel zu ereifern.
Wer A sagt, muss auch dolf sagen.

Benutzeravatar
zappaisticated
Beiträge: 2516
Registriert: 21.09.2014 13:04
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von zappaisticated » 12.04.2018 15:58

Weeg hat geschrieben:
12.04.2018 03:46
...
Kann ja verstehen, daß dich das annervt... aber wenn sich der Vàvra ständig zu derartigen Themen äußert, wird man doch wohl fragen dürfen, ob sich diese Gesinnungen auch im Spiel wiederfinden.
Und ich glaube dir auch, daß dir da nichts aufgefallen ist...aber ich kenn dich nicht, weiß nichts von deinem Bildungsstand zu diesem Thema, also fällts mir auch schwer das anhand deiner Meinung nun abzunicken.

Ich seh das ja ehrlich gesagt auch nicht sooo eng... oder sagen wir mal: Mir ist es lieber, daß z.B. ein Vàvra sagt/schreibt was er denkt (so kann man dann wenigstens auch diskutieren), als daß er sich aus kommerziellen Gründen der "Mainstream-Diversity" unterwirft.
Ändert aber nichts daran, daß ich seine Aussagen unsympathisch finde.

Nur mal als Beispiel:
Gibts Schwule in dem Spiel? Wie werden die dargestellt? Ist hierbei eine politische Gesinnung ersichtlich?
Wenn ich da an seine Twitters denk, wird mir schon Angst und Bange. :lol: Und in der Zusammenfassung von der Gamestar hört sich das auch nicht so dolle an.
Persönlich interessant fände ich, wie das Leben im Kloster dargestellt wird.
"Der Name der Rose" war da glaub ich nicht soo schlecht.
Wird das thematisiert, oder ist das nur ein Haufen asexueller guter Christen?

Und um auch den Spaß wieder reinzubringen:
Kann ich das Spiel meinem Pegida-Onkel zum Geburtstag schenken? Hat nämlich ein schwaches Herz :wink:
Die wollen ja auch unterhalten werden. Und wenn schon Diversity, dann richtig. :mrgreen:

btw:
"Poltisch" ist an Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Sexismus im Allgemeinen mMn goar nix.
Für mich ist das RealSatire. Zumindest in unserer 1.Welt. Wenn das dann zum Politikum wird kann ich ja auch nix für :Blauesauge:
vA da sich viele dieser "Marotten" durch unser "AffenHirn" erklären lassen. Mit ein bissi Selbstreflektion kommt man dann als fremdenfeindlicher Sexist auch auf einer islamischen LGBT-Demo mit den Leuten klar... selbst wenn man seine Meinung äußert. 8)

Disclaimer:
Damit will ich nicht ausdrücken, daß das kein Problem wäre, gar kein politisches.
Ich will nur sagen: Der Mensch ist lächerlich.

Benutzeravatar
Weeg
Beiträge: 438
Registriert: 08.02.2016 20:41
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von Weeg » 12.04.2018 21:00

Ich habe mich da rein aufs Game bezogen , d.h. ich habe nie irgendwie Tweets (oh mein Gott, was für ein Mist) oder sonstwas über die Entwickler gelesen. Aber: Tschechien ist da Tschechien und nicht die USA oder sowas. Da muss man schon sehen, das der ehemalige Ostblock nicht dasselbe ist wie das Linke Milieu der USA mit ihren Mikroagressionen und Safe-Spaces für People of Coulor (hiess das nicht einmal "Farbige" ?)

Ich sehe da alleine genug Unterschiede wenn ich mein Land, CH, vergleiche mit dem grossen Kanton im Norden aka Deutschland. Wir stehen uns sehr nahe, aber trotzdem sind wir als Kulturen verdammt weit voneinander entfernt. Und die Tschechen sind da nochmal ein ganz anderes Kaliber.

Hier etwa darf man sogar noch Rechts sein. Ohne das einem die Leute mit "Faschist!!!111omfg!" beschimpfen und die Antifa auf die Pelle rückt. Man darf sogar homophob sein, ohne das dies Nachteile mit sich bringt, schliesslich besteht die Freie Meinungsäusserung. Auch wenns keiner trägt, nichtmal das Hakenkreuz ist hier verboten und den Holocaust-Schuh muss man sich auch nicht anziehen. Insofern geht man hier auch wesentlich härter und unliebsamer mit Leuten um, die meinen Ärger machen zu müssen und man schiebt sie schneller zurück ab nach Afrika als ihnen liep ist (wegen der Refugees-Diskussion jetzt bei Kingdome Come) usw.

Über Tschechien kann ich dir weniger sagen, aber: Die Tschechen sind garantiert anders als die Deutschen und als die linken Amerikaner. Darum kein Wunder, denken und reden sowie agieren die anders.
Wer A sagt, muss auch dolf sagen.

Benutzeravatar
zappaisticated
Beiträge: 2516
Registriert: 21.09.2014 13:04
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von zappaisticated » 12.04.2018 22:18

Diesen Gesinnungsunterschied wirst du aber auch schon bei 30 km Abstand vorfinden, bzw. bäuerliche Gegend mit wenig geisteswissenschaftlichem Angebot <-> kleines Städtchen mit funktionierender Verkehrsanbindung.
Das langt schon aus. :Blauesauge:

Benutzeravatar
Weeg
Beiträge: 438
Registriert: 08.02.2016 20:41
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von Weeg » 12.04.2018 22:57

Da hast du schon recht, aber eben, je grösser der Abstand, umso mehr Unterschiede.

Aber nehmen wir einfach einmal an, dieser Mann, Vargas, wäre ein Rechter oder: gar ein Rechtsradikaler. Darf er das dann nicht sein? Darf er dann keine Computerspiele erstellen und verkaufen (und damit sein Geld verdienen, wie halt in einem regulären Beruf) ? Muss man ihn dann quasi rausmobben und finden, der da, der darf das nicht tun und sein Werk darf nicht angeboten werden usw. ?

Nur Werke, die wie Mass Effect Andromeda die "Diversität" beachten und sich politisch korrekt geben, dürften dann noch in den Regalen stehen?

Früher war das nie ein Thema. Erst recht nicht, wenn man etwa Bücher verfilmt hat mit einem Historischen Hintergrund und da halt auch keine Schwarzen vorkamen, weil die zu der Zeit halt nicht da gelebt haben. Und wir alle haben als Gesellschaft auch damals ganz gut funktioniert. Erst seit der gamergate Sache und dem ganzen "Das muss Links und politisch korrekt sein!" haben wir überhaupt diese dämliche Diskussion.

Zum Glück ist das neogaf Forum untergegangen, als Hort des "Why are there sooo many white men in games???!!!!1114!"
Wer A sagt, muss auch dolf sagen.

Benutzeravatar
zappaisticated
Beiträge: 2516
Registriert: 21.09.2014 13:04
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von zappaisticated » 13.04.2018 00:31

Nja..Das Spiel behauptet von sich einen "historischen Anspruch" zu haben. Natürlich ist alles nur interpretierbar und sehr von Recherche abhängig, sprich es ist wichtig mit wem man spricht. Dann kommt hinzu welche Geschichte man erzählen will und was lässt man weg. Dennoch hat man sich das Ei selber ins Nest gelegt nun auch eine Verantwortung gegenüber der Darstellung des Lebens von Damals zu haben. Sozusagen einen Bildungsauftrag. Selber schuld.

Daß da keine Farbigen im Spiel sind, macht ja Sinn. Hab ich auch im anderen Fred schon geschrieben.
Nicht weil es keine gegeben hätte, sondern, daß das derart ungewöhnlich wäre für die Menschen dort, daß man dann fast schon die Geschichte darauf hätte auslegen müssen. Darum fand ich auch den einen Tweet einglich Bombe vom Vàvra, als er den "Ritter Jamal" oder wie der Film hieß als Antwort getweetet hatte (US-Farbiger reist in die britische MittelalterVergangenheit).
FunFact: es gibt Aufzeichnungen (glaub auf einem Wandteppich), daß die Leute damals gedacht haben, wenn man sich mit einem Mohren paart, kommen gepunktete und karierte Kinder auf die Welt. War wahrscheinlich auch nur Propaganda, oder die Meinung der Teppichknüpfer :lol: .

Und warum der MC kein Farbiger sein kann wurde durch die Story ja mittlerweile aufgeklärt.

Mein AusschlussKriterium für das Spiel wäre wie bereits erwähnt, die Darstellung der römischkatholischen Institution. :twisted:
Meine Ansprüche sind da wohl etwas europäischer, als die der US-POCs :Blauesauge:
Dennoch...siehe oben... den Anspruch DARF ich haben. Wenn der nicht gegeben ist, würd ich dennoch nicht verlangen das Werk nun zu verbrennen.

Also Nein...Ich hab nix gegen Vàvra...schon gar nicht wenn jmd. seine Meinung äußert. Soviel muss unsere Gesellschaft schon aushalten ohne Mistgabeln und Hexenjagden. Wie gesagt...offene Diskussion vs. Zensur
Wobei das mit dem PizzaGate schon hart war :Blauesauge: aber auch das...meinen PegidaOnkel gibts wirklich :wink: Bin also schwere Diskussionen diesbezüglich und alles zw. "Verschwuchtelung in Kindergärten" und "Bald der erste Enthauptete in D" schon gewohnt.
.....

Alter... NeoGaf war noch harmlos :lol:
ResetEra ist der neue Brutofen der Diversity und das wird auch professioneller moderiert. Nur darfst du nicht mal mehr deine Meinung sagen.
Und mit Meinung mein ich nicht irgendwelche Hetze. Wenn da nur ein bissi was mitschwimmt, das nicht in deren Agenda reinpasst, kriegste Urlaub oder Tschüß.
Einerseits verständlich, da das Ding eh nur eine PR-Platform ist und die Publisher da kein Bock drauf haben... andererseits schippern wir da haarscharf Richtung Zensur.

Und das halte ich für Gefährlich. Also prinzipiell...nicht wg. ResetEra. Wir müssen Stimmen aus allen Richtungen zulassen und aufeinander zu gehen..sonst wird das nix mit der StarTrek-Zukunft :(

Habs ja schon erwähnt: Der Mensch ist lächerlich. Wer da zu verbissen ist, übersieht den ganzen Humor in unserer Existenz. :Blauesauge:

Benutzeravatar
Weeg
Beiträge: 438
Registriert: 08.02.2016 20:41
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von Weeg » 13.04.2018 02:41

Zu Kingdome Come erstmal: Die Farbigen sind das eine, die Frauen das andere. Was ich bislang sah (bin genau beim Quest mit Hans Capon und der Jagd, das wird wohl übel werden mit meinen geringen Skills und ohne Fadenkreuz?), waren Frauen nicht irgendwie "negativ" dargestellt. Also, man sieht etwa die Rang-Unterschiede zwischen der Frau des Burggrafen von Talmberg und einer gewöhnlichen Frau; sie ist Adlige und die Leute, darunter auch unser oller Held, verneigen sich vor ihr und behandeln sie auch so, das man merkt das weiter oben steht in der Hackordnung.

Insofern sehe ich da keine Probleme, eben, das Frauen damals nicht Waffen trugen und auf dem Schlachtfeld kämpften, ist nunmal historisch korrekt und zieht sich übrigens durch eigentlich fast (!) alle Kulturen der Welt.

Was den Realismus des Spieles sowie die genaue historische Authentizität, öhm, ich bin da kein Fanatiker der auf jedes noch so geringe Detail und es noch nachschlagen geht, um danach die Autoren zu kritisieren. Aber es gibt solche Leute, die zerreissen einem in der Luft wenn man ihnen mit Geschichte und sowas kommt. Ich sage nur, es dürfen nicht gerade brutal gravierende Fehler passieren die selbst für den Laien gleich offensichtlich sind (etwa wenn plötzlich Cäsar mit einer noch dazu spätantiken Legion in Böhmen einfallen würde, also ein extrem krasser Anachronismus jetzt)

Oder so schöne Fehler wie damals in Ben Hur, als einer der Galeerensklaven weisse Turnschuhe trägt (einer der bekanntesten Filmfehler überhaupt), aber ganz ehrlich, solche Fehler schleichen sich bei grösseren Projekten halt auch hier und da ein.

Was neogaf angeht:
Ich nehme an, ich werde das ResetEra Forum per Google finden? Es ist manchmal köstlich, sich diese Filterblase der Leute durchzulesen, wirklich spassig was manche Leute für schräge, völlig abgefahrene Ansichten haben. Bei der Eskalation im neogaf dingsda habe ich das mitgelesen, das war wirklich amüsant wie ein wütender virtueller Mob ihren Herrscher mehr oder weniger lynchen ging wegen unbestätigten Vorwürfen einer ehem. Freundin, er wäre mal ihr zu nahe gekommen beim Duschen oder so etwas.

Diese Leute waren wirklich krass drauf und der Kerl kann froh sein, war das nur ein virtueller Shitstorm, im Gegensatz zum Mob in der Realität mit Fackeln und Mistgabeln.
Wer A sagt, muss auch dolf sagen.

Benutzeravatar
zappaisticated
Beiträge: 2516
Registriert: 21.09.2014 13:04
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von zappaisticated » 13.04.2018 03:37

Muss ja auch nicht mal überkorrekt sein...gibt halt so ein paar Aspekte, die mich am Mittelalter faszinieren.
Aber DeepSilver-Spiele meide ich einglich eh... insofern spricht das dann doch eh mehr für die Idee hinter dem Spiel, daß es mich interessiert. Wenn das nicht gegeben ist, muß ich DS auch kein Geld in den Hintern pusten.

...
Ja, das Ding mit dem NeoGaf-Typen ist wirklich krass gewesen. vA da die beteiligte Dame hat durchklingen lassen, daß er ihr LiquidE (im VolksMund KO-Tropfen) verabreicht hatte. Nicht direkt, nicht ausgesprochen..aber jeder mit Ahnung von der Materie wusste Bescheid.
Das alles fand ich ziemlich übel und führte (nachdem er ein Jahr zuvor die Site nicht verkaufen wollte) dazu, daß die mit RiesenTamTam und medienwirksam (zumindest in dieser Blase) über Nacht eine neue Seite aus dem Boden gestampft haben.

Sry aber das hatte 3 Tage gedauert und das Ding stand: Name, Design, Infrastruktur,... 3 !! Tage
Wenn man sich mit "Branding" und so Zeuch auskennt, dann weiß man, daß das nicht so mal eben geht.

*überspitzte Formulierung nachträglich entfernt*

edit: *...* Das ging wohl etwas zu weit, was da meinem übernächtigtem Hirn entsprungen ist. Es steht mir nicht zu derartiges zu behaupten...

Benutzeravatar
Weeg
Beiträge: 438
Registriert: 08.02.2016 20:41
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von Weeg » 13.04.2018 22:42

Nur schnell als Abriss zu der Sache mit den sog. K.O. Tropfen...
Show
Es gibt keine K.O. Tropfen. Nur nebenbei, sagt zumindest mein Anästhesist. Wenn es die gäbe und man Leute zuverlässig und ohne weitere Probleme (Atmung usw.) sowie mit Amnesie betäuben könnte, hätte er seinen Beruf nicht, es ist seine Arbeit, zu schauen das die Patienten während einer Narkose im richtigen Zustand sind. Zudem reden wir bei "K.O. Tropfen" noch von weiteren Faktoren, z.B. das man die Dinger verabreichen muss, ohne das das Opfer es bemerkt.

Die Substanzen dazu kriegt man aber ohnehin nicht und wenn, dann bloss präpariert. z.B. die Flunitrazepam Tabletten (Rohypnol) sind mit einem türkis-blauen Schutzmantel umgeben, der sich beim Eintauchen in Wasser auflöst und das Getränk blau verfärbt sowie grosse Brocken hinterlässt. Das merkt man als Opfer garantiert, wenn der Drink plötzlich blau ist und einen sehr, sehr starken chemischen Geschmack aufweist. Es gibt zwar Wege, den Mantel abzulösen, aber selbst dann bleibt der penetrante chemische Geschmack zurück.

Auch GHB/GBL hab ich früher oft konsumiert und es wird gerne als K.O. Tropfen bezeichnet, aber dort ist die Chemie noch extremer, die kann man nicht wem unterjubeln ohne das er merkt, das da was drinn ist. Ich meine, wir reden da von einem Reinigungsmittel mit einem starken chemischen Geschmack, das merkt man definitiv.

Ich habe lange Jahre meine Sucht an Benziodiazepinen (z.B. Diazepam - Valium) und Barbituraten (alte Schlafmittel, wie Phentobarbital) gehabt, zeitweise war ich von 4 verschiedenen Substanzen polytoxisch abhängig und musste dann harte Entzüge durchmachen , gegen die ein Opioid-Entzug wie etwa von Heroin ein Spaziergang ist. Insofern kann ich sagen, eben gemeinsam mit meinem Doc, es gibt keine Mittel die sich zuverlässig unbemerkt dosieren lassen und dann auch noch eine Amnesie usw. bewirken.
...aber ganz ehrlich: Ich kann mich nicht erinnern, das das bei der neogaf-Sache dabei war. Ich habe das anders in Erinnerung, das er ihr eben mal in der Dusche zu nahe kam. Bizarrerweise war sie dann noch mehrere Jahre mit dem Kerl zusammen, kann also jetzt nicht wirklich als "traumatisierende Vergewaltigung" rübergekommen sein, wenn sie die Beziehung danach fortgesetzt hat.

Aber, um es abschliessend zu sagen: Mich persönlich hat es stark gefreut, das derjenige, der sonst immer gegen andere gehetzt hat mit seinem Gutmenschentum und Feminismus, dem eigenen Mob zum Opfer gefallen ist, haha. Das fand ich echt göttlich.

Aber zurück zu Kingdome-Come:
Sollte ich vor dem Quest mit der Jagd mit Hans Capon besser meine Bogenschiessen-Skills aufwerten? Kann mir nicht vorstellen, das ich da etwas treffe. Und ja, du hast Recht bei deiner Kritik, das man dort ein Fadenkreuz hätte zumindest optional anbieten können.

Übrigens, per Zufall hab ich beim Bogenschiessen gegen Capone dieselbe Punktzahl erreicht wie er; aber er meinte, er hätte gewonnen. Aber okay, vielleicht war das ja damals so, das der Adlige mit dem höheren Rang gewinnt, wenn man gleichauf ist mit Punkten, lol.
Wer A sagt, muss auch dolf sagen.

Benutzeravatar
zappaisticated
Beiträge: 2516
Registriert: 21.09.2014 13:04
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von zappaisticated » 14.04.2018 00:02

Ich werde da jetzt nicht näher drauf eingehen...sry

Nur soviel... der Vorwurf der Vergewaltigung kam nicht auf...aber es drehte sich um diese DuschSzene.
Und das Wort "KO-Tropfen" ist irreführend... mehr will ich auch hierzu nicht sagen.
z.B. die Administration dürfte mich gerne per PN fragen, ob ich zur Aufklärung beitragen möchte.

Aber Random... im Internet... da halt ich lieber die Klappe.
Die Verantwortung ist mir zu groß, das öffentlich zu kommentieren.

Benutzeravatar
Weeg
Beiträge: 438
Registriert: 08.02.2016 20:41
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von Weeg » 14.04.2018 00:38

Nun denn, schick mir halt eine PM zu dem Thema.
Aber eben, "K.O. Tropfen" sind eine allseits beliebte Ausrede von Leuten, die im Suff etwas getan haben, das sie hinterher negativ bewerten. Auch bei Frauen die mit einem ins Bett steigen und hinterher ihre Meinung ändern, da hatten wir hier im Land zumindest schon zahlreiche Fälle, wo sich dieser Vorwurf hinterher nicht erhärten liess mit Analyse von Blut usw. und den Aussagen der Ärzte.

Aber gut, wir sind ohnehin auch im Gaming-Bereich, wo ein paar dämliche Entwickler meinen etwa mit Hellblade Sanuas Sacrifice, sie könnten Schizophrenie darstellen in dem sie auf ein paar wispernde Stimmen und Verzerrungen am Bildschirm sowie Art-Design setzen. Geh mal in eine Klinik und rede mit Menschen, die Schizophren sind, das hat mit dem Gaming-Titel nicht wirklich was zu tun. Genauso wie die Leute heute noch meinen, ein Horrortrip auf Halluzinogenen wie LSD würde dich Monster sehen lassen. In Wirklichkeit besteht der Horrortrip aus Angst- und Panikattacken, In-Frage-Stellen deines Lebens (hab ich das Richtige getan? Hab ich nicht alles in den Sand gesetzt? Und sowas..)

Aber eben, wegen Kingdome Come:
Soll ich da jetzt erstmal das Bogenschiessen leveln bevor ich die Mission mit der Jagd angehe? Ich mein, öhm, scheitere ich da nicht sofort weil der Typ so verzieht mit dem Bogen bei niedrigen Stufen (naja, Stufe 2 oder sowas) ? Hab nämlich kein Bock, wenn ich da Hundert Mal neu starten muss wegen zu geringer Skills. Und eigentlich bin ich auch kein Freund vom Grinden.
Wer A sagt, muss auch dolf sagen.

Benutzeravatar
zappaisticated
Beiträge: 2516
Registriert: 21.09.2014 13:04
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von zappaisticated » 14.04.2018 01:59

Weeg hat geschrieben:
14.04.2018 00:38
Nun denn, schick mir halt eine PM zu dem Thema.
Nope...auch die Verantwortung ist mir zu groß. Nimms bitte nicht persönlich.
Aber eben, "K.O. Tropfen" sind eine allseits beliebte Ausrede von Leuten, die im Suff etwas getan haben, das sie hinterher negativ bewerten. Auch bei Frauen die mit einem ins Bett steigen und hinterher ihre Meinung ändern...
Sowas hör ich zum ersten Mal. Ich kann dir aber von ner Freundin erzählen, die im Krankenhaus aufgewacht ist, weil die Dosierung wahrscheinlich nicht gepasst hat. Oder eben doch...miese Geschichte.

Zudem haben die betroffene Person, der Arzt und auch die Polizei das Problem...
1.diesen Sachverhalt zu erkennen, da es genauso auch Unterzuckerung sein könnte da eh auch Alkohol im Spiel war
2.wie bei jedem Screening, daß man wissen muss wonach man sucht.
3.den Täter auszumachen

Das größere Problem ist ohnehin die Dunkelziffer, da aus Scham nicht darüber gesprochen wird.
idR sind das auch Typen, die ziemlich genau checken, ob die es mit dem Mädel machen können.

Meine öffentliche Aufklärungsarbeit beinhaltet zumindest mal das Folgende:
-keine offenen Getränke unbeobachtet stehen lassen
-keine Cocktails/MixGetränke, wenn man den Barkeeper nicht kennt
-nicht alleine in die Clubs gehen
-jmd. Bescheid geben, wohin man mitgeht
Zuletzt geändert von zappaisticated am 16.04.2018 21:38, insgesamt 4-mal geändert.

Zuriko
Beiträge: 188
Registriert: 20.09.2016 12:49
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von Zuriko » 14.04.2018 01:59

@Weeg

Bin auch Schweizer, aber Du sprichst hier Dinge an die so nicht passiert sind (K.O Tropfen Story). Spiess Hegling Gegner oder ganz klar SVP Wähler? Dazu die latenten Andeutungen von wegen rechtsradikal ist doch ok, Blase der Gutmenschen etc. Diese Rethorik kenne ich gut, heute kommt Rechts als Wolf im Schafspelz.

Möchte Dir nichts unterstellen, aber der Subtext ist doch eher Zuneigung zum Goldküsten Opa oder täusche ich mich da?

Zum Spiel: Eine Frage ob und wie viele Geschlechter oder Ethnien darin vorkommen, ist bei einem Spiel grundsätzlich lächerlich. Mir auch egal ob da ein Typ involviert war, der verzerrte Ansichten reiner DNA hat. Gibt ja auch genügend Schauspieler die einen an der Klatsche oder Dreck am Stecken haben, deren Filme ich mir dennoch anschaue.

Benutzeravatar
Weeg
Beiträge: 438
Registriert: 08.02.2016 20:41
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Kingdom Come: Deliverance - Test

Beitrag von Weeg » 14.04.2018 03:03

Zuriko hat geschrieben:
14.04.2018 01:59
@Weeg

Bin auch Schweizer, aber Du sprichst hier Dinge an die so nicht passiert sind (K.O Tropfen Story). Spiess Hegling Gegner oder ganz klar SVP Wähler? Dazu die latenten Andeutungen von wegen rechtsradikal ist doch ok, Blase der Gutmenschen etc. Diese Rethorik kenne ich gut, heute kommt Rechts als Wolf im Schafspelz.

Möchte Dir nichts unterstellen, aber der Subtext ist doch eher Zuneigung zum Goldküsten Opa oder täusche ich mich da?

Zum Spiel: Eine Frage ob und wie viele Geschlechter oder Ethnien darin vorkommen, ist bei einem Spiel grundsätzlich lächerlich. Mir auch egal ob da ein Typ involviert war, der verzerrte Ansichten reiner DNA hat. Gibt ja auch genügend Schauspieler die einen an der Klatsche oder Dreck am Stecken haben, deren Filme ich mir dennoch anschaue.
Das mit Spiess-Henggli war durchaus so, das die Frau zuerst behauptet hat, er hätte sie mit K.O. Tropfen gefügig gemacht. Später hat sie dann noch viele andere wirre Sachen gesagt, z.B. das sie eine Gebärmutter-Absenkung bei der Geburt erlitten hätte und garkeinen Sex haben könne und sowas, das u.a. vom Frauenarzt widerlegt wurde. Die Dame wurde ja nachträglich dann verurteilt, weil sie bewust falsche Anschuldigungen in die Welt gesetzt hat. Sie wollte einfach nicht zugeben, das sie Mist gebaut hat im Suff, dafür macht sie lieber einem Unschuldigen das Leben kaputt als dazu stehen, das sie sich hat verleiten lassen im Suff.

Was die Sache um Kingdome Come noch angeht, wegen Vargas:
Ich gebe euch da in den Punkten aber Recht, das Vargas nicht so Zeugs auf Twitter absondern sollte. Denn: Er arbeitet an einem internationalen Produkt, das eben auch weit ausserhalb von Tschechien Verbreitung findet und deshalb sollte er vorsichtig sein, das ihm keiner eben einen Strick daraus dreht. Das ist aber allgemein so, wir erinnern uns was los war, als ein gewisser Streamer ein falsches Wort im Livestream gesagt hat...

Allerdings: Ich selbst wehre mich dagegen, das wir zu einer Gesellschaft werden, wo jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird und man seine Existenz von heute auf morgen los sein kann weil man einmal einen Fehler macht.

Was Politik angeht: Ich bin kein reiner SVP-Wähler, da du das System ja kennst, weisst du, das Abstimmungen ein wesentlich grösseres Gewicht haben als Wahlen. Ich entscheide als Stimmbürger von Sache zu Sache, ich entscheide abhängig vom Thema und nicht abhängig von irgendeiner dämlichen Parole einer Partei. Heh, ich hab sogar mal meine Unterschrift für die JUSO gegeben, als die Unterschriften sammelten für das Geheimdienst-Gesetz Referendum. (Für die Deutschen: Die JUSO sind die Jungsozialisten, der Jugend-Ableger der SP, der Linken. Die sind ziemlich schräg, naiv und durch meistens. Aber eben: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn)

Übrigens, Rechts ist eben nicht Rechtsradikal. Keine Ahnung warum da soviele Leute das nicht peilen oder nicht verstehen wollen. Links ist ja auch nichts Linksradikal, man würde ja keinem Linken normalerweise unterstellen, er würde Stalin lieben und den grossen Terror gut finden und so ein Mist.

Um dir abschliessend eine Antwort zu geben: Ich sehe mich selbst als Konservativ, natürlich Rechtskonservativ. Aber das heisst nicht, wie in Deutschland oft und schnell behauptet, man wäre radikal. Rechts ist eine legitime Position, zumindest hier in CH. Deutschland ist da ein anderer Fall, aber auch dort war die CDUCSU jahrelang konservativ.
Wer A sagt, muss auch dolf sagen.

Antworten