Switch-Man hat geschrieben: ↑19.01.2018 16:18
Hach, die gute alte Zeit, Anfang/Mitte der 90er.
Hatte damals Decks, die mehre tausend Euro teuer waren. Hab auf diversen Turnieren und WMs mitgespielt, eine tolle Zeit
Hab übrigens noch Berge an alten Karten hier rumliegen. Teilweise Beta, 3rd limited, Arabien Nights und massig Ice Age und co. Die teuersten habe ich allerdings um das Jahr 2000 rum vertickert (Doppelländer, Moxe, Libraries, und der ganze andere Scheiss

).
Hat z.Zt. noch jemand einen Überblick, ob man mit halbwegs "normalen" Karten noch was anfangen kann, also verkaufen? Vielleicht habe ich ja noch einen kleinen Schatz hier liegen, den ich mal heben, bzw. verkaufen sollte.
Derartige Kartenspiele sind komplett an mir vorbeigegangen, ich kenne auch niemanden, der sich damit beschäftigt hat.
Wenn ich jetzt lese, dass hier tausende von Euros investiert wurden, habe ich doch so die eine oder andere Frage. Ich schätze die Spieler und Foristen hier ja nicht als Idioten ein.
Reden wir hier von bedrucktem Papier, dass zB mit einem vernünftigen Drucker superleicht zu kopieren wäre? Wer verbietet das Fälschen, die Ehre?
Wie läuft das System denn so? Der Hersteller verkauft einen nicht einsehbaren Umschlag, enthalten sind Karten nach dem Zufallsprinzip, man kauft buchstäblich die Katze im Sack, bekommt schwache Karten mehrmals und starke quasi nie, lottomäßig steigt natürlich die Chance, je mehr man investiert. Cooles Geschäftsprinzip, müffelt für mich nach schwerer Abzockerei. Warum verkauft man die Karten nicht offen für sagenwirmal 10 Ct? Bei 1200 Karten im Spiel 120 Euro, immer noch ein sauteures Spiel, das nicht mehr ist, als bunte Pappe.
Worum geht es eigentlich bei dem Spiel? Bekommt man beim Gewinn die Karten des Gegners? Bisher hört sich alles nach schachmäßigem Strategiespiel an, in diesem Fall aber gewinnt ja wohl der Reiche vor dem Armen, weil dieser ja weniger Karten hat, also auch weniger starke und somit das Opfer abgibt, das abkassiert wird. So wie derjenige, der durch MTs schon auf Level1 so stark ist, dass er jeden Gegner plättet, der nur das Spiel allein erwarb. Schönes Abbild des weltweit grassierenden hardcore capitalism übrigens, nur, warum macht der "Arme" da überhaupt mit? Im echten Leben bleibt einem ja nix anderes übrig, in der Freizeit möchte man dann doch wenigstens frei davon sein. Bei Mensch-ärgere-dich-nicht über Schach bis zum videogaming herrschen andere Regeln, die MTs mal aussen vor gelassen, da hat selbst der "Arme" ne Chance, vllt spielen gerade deshalb auch Erwachsene das alles so gerne.
Oder geht´s hier nur sekundär um das Spiel an sich und primär um Sammlerfreaks, solche Leute, die das Regal voller Zeug aus Überraschungseiern haben, hunderte von Euros für vom Hersteller künstlich knapp gehaltenen Plastikmüll ausgeben und alles 10 Jahre später bei ebay kartonweise in 1 Euro Auktionen verscheuern? Dann wären wir beim Suchtverhallten, das auch Alk, Drogen und Fressen bedienen können, und weniger bei einem Kartenspiel. Das ist jetzt provokant von mir, so ganz falsch aber glaubich nicht.
Vielleicht hat ja jemand Zeit und Lust, mich aufzuklären. Aus den Videos bin ich nämlich leider nicht schlau geworden und immerhin wird das Thema ja auf einer Seite für videogames behandelt, da gibt´s ja wohl Schnittmengen, was mich persönlich dann doch interessiert, vllt ja auch ein paar andere. Die Artikel und das Forum sind aber alle so dermaßen insidermäßig gehalten, dass ein outsider wie ich hier nur Bahnhof versteht.