Scythe - Brettspiel-Test

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4P|BOT2
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Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von 4P|BOT2 » 30.11.2016 18:58

Schon auf der Spielemesse in Essen zog Scythe (dt. "Sense") mit seinem markanten Artdesign viele Blicke auf sich. Die mit 1,8 Millionen über Kickstarter finanzierte Aufbaustrategie entführt in ein fiktives Szenario nach dem Ersten Weltkrieg. Ein bis fünf Spieler kämpfen auf einer malerischen Karte um den Sieg. Warum das Brettspiel nicht nur klasse aussieht, sondern auch spannende Taktiken ermöglic...

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bwort
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von bwort » 30.11.2016 20:35

Wollte es mir eigentlich holen auf der Messe, habe es aber dann nach einer Testpartei gelassen. Ja, tolles Artdesign keine Frage, aber das Spiel selber hat mich nicht überzeugt. (habe wie gesagt auch nur eine Partei gespielt und mehrere lets plays gesehen) Was mir nicht gefällt ist, dass zwar viele Elemente in diesem Spiel vorhanden sind, aber alles irgendwie halbgar und nicht konsequent. Für mich fühlt sich das Spiel teilweise aufgesetzt an, zudem habe ich das Gefühl, als wenn es gar nicht so viele Strategien gibt. Bei bgg ist ist es ja hochgeschossen wie eine Rakete in die Top ten. Kritisch hinterfragt könnte da allerdings auch der Hype der unzähligen backer dahinterstecken, die ja wirklich eine zum Teil pompös ausgestattete Box bekommen haben :wink:

Aber ist nur meine Meinung und unterschiedliche Geschmäcker muss es auch geben. Für das verplante Geld habe ich mir Mechs vs Minions bestellt :D
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LePie
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von LePie » 30.11.2016 21:14

Hm, das Setting erinnert mich doch sehr stark an ein jüngt angekündigtes RTS von KING Art Games:

http://www.4players.de/4players.php/spi ... rvest.html

Edit: Ich seh' grad, dass das Setting in der Tat dasselbe ist, und Jakub Rózalski ebenfalls an letzterem arbeitet - deshalb kamen mir die Artworks wohl auch direkt so vertraut vor.
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kurosawa
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von kurosawa » 30.11.2016 21:45

LePie hat geschrieben:Hm, das Setting erinnert mich doch sehr stark an ein jüngt angekündigtes RTS von KING Art Games:

http://www.4players.de/4players.php/spi ... rvest.html

Edit: Ich seh' grad, dass das Setting in der Tat dasselbe ist, und Jakub Rózalski ebenfalls an letzterem arbeitet - deshalb kamen mir die Artworks wohl auch direkt so vertraut vor.

Dito!

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cM0
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von cM0 » 30.11.2016 22:06

LePie hat geschrieben:Hm, das Setting erinnert mich doch sehr stark an ein jüngt angekündigtes RTS von KING Art Games:

http://www.4players.de/4players.php/spi ... rvest.html

Edit: Ich seh' grad, dass das Setting in der Tat dasselbe ist, und Jakub Rózalski ebenfalls an letzterem arbeitet - deshalb kamen mir die Artworks wohl auch direkt so vertraut vor.
Daran hab ich auch direkt gedacht :D
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Grauer_Prophet
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von Grauer_Prophet » 30.11.2016 22:50

( X ) Bestellt.
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M_Coaster
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von M_Coaster » 01.12.2016 01:01

bwort hat geschrieben:Wollte es mir eigentlich holen auf der Messe, habe es aber dann nach einer Testpartei gelassen. Ja, tolles Artdesign keine Frage, aber das Spiel selber hat mich nicht überzeugt. (habe wie gesagt auch nur eine Partei gespielt und mehrere lets plays gesehen) Was mir nicht gefällt ist, dass zwar viele Elemente in diesem Spiel vorhanden sind, aber alles irgendwie halbgar und nicht konsequent. Für mich fühlt sich das Spiel teilweise aufgesetzt an, zudem habe ich das Gefühl, als wenn es gar nicht so viele Strategien gibt. Bei bgg ist ist es ja hochgeschossen wie eine Rakete in die Top ten. Kritisch hinterfragt könnte da allerdings auch der Hype der unzähligen backer dahinterstecken, die ja wirklich eine zum Teil pompös ausgestattete Box bekommen haben :wink:

Aber ist nur meine Meinung und unterschiedliche Geschmäcker muss es auch geben. Für das verplante Geld habe ich mir Mechs vs Minions bestellt :D
Sehe ich ähnlich! Das Spiel ist wunderschön und bietet spannende Partien, ist aber durch den sehr unmodularen Aufbau, sehr statisch. Ich weiß, auch wenn das Spieltableau wechseln mag, doch recht schnell mit welcher Fraktion was Sinn macht. Es fehlt das Überraschende, das Erforschen um für mich ein wirkliches 4X-Spiel zu sein. Es gibt den einen Weg, der zum Erfolg führt, oder schneller zum Erfolg. Das kann Gift sein für gemischte Spielrunden, denn Einsteiger sehen da kein Land! Ein Problem mit dem fairerweise viele Spiele zu kämpfen haben. Ich hatte nur oft das Gefühl das man, wenn jemand wirklich aufs Gas drückt und man im Flow ist, uneinholbar gewinnt. Das hört sich jetzt negativer an als es soll - weil mit Scythe macht keiner etwas falsch und es ist auch für eines der Highlights dieses Jahr. Für ne Partie Scythe bin ich immer zu haben, aber mir ist es vom Spielgefühl für den mega großen Wurf zu starr und zu viel Wettrennen.

Was ich allerdings wirklich wunderbar finde, ist das die Auseinandersetzungen wohlüberlegt sein müssen und per se eigentlich eher schlecht sind. Ein Eroberungsspiel ist Scythe nicht. Für mich, gerade bei der Aufmachung, die größte Überraschung.
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danibua
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von danibua » 01.12.2016 08:50

Habs vorgestern bekommen, hat bisher immerhin zu zwei solopartien gereicht - mehr zeit hatte ich noch nicht.

Schon die Aufmachung der normalen Edition ist der Wahnsinn wie ich finde.
Also die Ausstattung bekommt von mir 10/10 Punkte, ich habe wirklich wenige spiele in der sammlung von denen ich in diesem punkt noch begeisterter gewesen bin (und ich habe wirklich einige).
Das Spiel selbst halte ich für grandios, ich glaube allerdings auch das es nicht zu oft und wenn dann in der selben Gruppe auf den Tisch kommen wird, wie im vorpost schon geschrieben wurde gibt es halt wirklich eine Strategie die mit grosser Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führt, Anfänger werden es da mit erfahrenen zockern extra schwer haben, in der selben Gruppe werden sich so auf Dauer aber durchaus spannende matches entwickeln.
Den kauf bereue ich also nicht, es gibt aber sicher Spiele die variabler sind und mehr langzeitmotivation bieten, ob scythe also die rund 80€ wert ist muss jeder für sich entscheiden.

Die solovariante macht ebenfalls spass, da die taktik des dummyspielers aber stets gleich bleibt gilt auch hier das selbe, schön ist das man den schwierigkeitsgrad in 4 stufen anpassen kann - hier gilt: schön zum üben aber ob es wirklich so lange spass macht bleibt abzuwarten, irgendwann sollte man die taktik des dummyspielers durchschaut und geeignete gegenmassnahmen entwickelt haben.

Ich finds jedenfalls gut und verstehe dass das spiel einen platz in der 4players top20 ergattern konnte. Mit so manch anderem spiel wird man auf lange sicht aber vielleicht mehr spass haben als mit scythe.

Jedenfalls ein schöner Blickfang im Regal eines jeden sammlers und trotz einiger mankos dies jahr so weit auch bei meinen highlights mit dabei (gemeinsam mit roll for the galaxy, ein fest für odin und den kolonisten) :D

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4P|T@xtchef
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von 4P|T@xtchef » 01.12.2016 12:02

Scythe ist wirklich toll designt, gerade was die Vielfalt im Aufbau betrifft. Dieses Spiel muss man an einem langen Abend genießen. Wegen 4X und der "einen" Strategie: Auch im tollen Eclipse gibt es diesen gefühlten einen Weg, wenn man sich auf den Kampf und Raketen sowie Zentrum konzentriert. Und gerade weil Scythe abseits der Eroberung noch mehr zu bieten hat, sticht es ja so heraus. Es hat viel Substanz.
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nawarI
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von nawarI » 01.12.2016 12:13

danibua hat geschrieben:[...] wie im vorpost schon geschrieben wurde gibt es halt wirklich eine Strategie die mit grosser Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führt [...]
Ist sowas nicht normalerweise ein Problem, das sich von alleine regelt? Wenn ein Spieler jetzt an den anderen vorbeizieht, weil er so eine Strategie anwendet, sollten zwei oder gar drei gegnerische Spieler doch wohl genug sein ihn auszubremsen? Und wenn dies ein bekanntes Problem ist und man frühzeitig bemerkt, dass ein Gegner so eine Strategie anwenden möchte, gibt es dann keine Möglichkeiten, vorzeitig was dagegen zu unternehmen? Dann müssen die hinten liegenden SPieler halt mal einen Zug lang zusammen halten und den Führenden etwas niederknüppeln.

Klar gibt es in jedem Spiele auch mal solche Momente, wenn Chris der Meinung ist ständig auf meinen Skeletten rumhacken zu müssen, obwohl Stefan mit seinen wehrhaften Orks schon zum vierten mal in Folge 15 Siegpunkte (und mehr) abgeräumt hat und niemand auf mich hören möchte jetzt endlich was gegen ihn zu unternehmen.... aber sowas gehört auch mal dazu

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Raskir
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von Raskir » 01.12.2016 12:29

Was für ein Brettspiel Jahr. Egal wie es um Videospiele steht dieses Jahr, bei Brettspielen wurde man ordentlich versorgt. Allein mit Time stories. Terraforming mars und pandemic legacy zuvor. Jetzt auch scythe (das vierte Spiel in den top 20 dieses Jahr, schon Wahnsinn)
Es liest sich echt interessant und ich habe schon einen Blick darauf geworfen in der spielemesse in München. Aufgrund des sehr hohen Preises habe ich mich für ein anderes entschieden. Jetzt bekomme ich aber echt Lust drauf. Mal schauen vllt gemeinsam holen :)

Wie sieht es egtl mit seafall aus? Das habe ich auch auf der Messe gesehen und fand es sehr interessant. Konnte das schon jemand spielen?

Ansonsten danke für den Test. Es ist meine mit abdtand liebste Rubrik hier. Hoffe ihr kommt irgendwann auf den zwei Wochen rythmus zurück :D

sychobob
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von sychobob » 01.12.2016 13:07

nawarI hat geschrieben:
danibua hat geschrieben:[...] wie im vorpost schon geschrieben wurde gibt es halt wirklich eine Strategie die mit grosser Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führt [...]
Ist sowas nicht normalerweise ein Problem, das sich von alleine regelt? Wenn ein Spieler jetzt an den anderen vorbeizieht, weil er so eine Strategie anwendet, sollten zwei oder gar drei gegnerische Spieler doch wohl genug sein ihn auszubremsen? Und wenn dies ein bekanntes Problem ist und man frühzeitig bemerkt, dass ein Gegner so eine Strategie anwenden möchte, gibt es dann keine Möglichkeiten, vorzeitig was dagegen zu unternehmen? Dann müssen die hinten liegenden SPieler halt mal einen Zug lang zusammen halten und den Führenden etwas niederknüppeln.

Klar gibt es in jedem Spiele auch mal solche Momente, wenn Chris der Meinung ist ständig auf meinen Skeletten rumhacken zu müssen, obwohl Stefan mit seinen wehrhaften Orks schon zum vierten mal in Folge 15 Siegpunkte (und mehr) abgeräumt hat und niemand auf mich hören möchte jetzt endlich was gegen ihn zu unternehmen.... aber sowas gehört auch mal dazu
Nein, eben genau das ist in diesem Spiel nicht möglich. Scythe ist eher ein Enginebuilder als ein 4X. Die erste Hälfte optimiert man völlig ohne gegenseitigen Kontakt vor sich hin. Und auch danach wird eher gekämpft um Aufgaben zu erfüllen oder Sterne zu verdienen und kaum um Territorium. Das Niederknüppel funktioniert vor allem nicht, weil Ansehen ja der Modifikator für die Siegpunkte ist und man Ansehen verliert beim Vertreiben von Arbeitern, d.h. eigentlich schadet man vorwiegend sich selbst. Was ich auch nicht ganz unterstreichen kann ist das Statement: "für einen langen Spieleabend". Das Spiel lässt sich so simpel runterspielen, dass bisher keine Partie länger als 100min gedauert hat.

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bwort
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von bwort » 01.12.2016 14:39

Raskir hat geschrieben:Was für ein Brettspiel Jahr. Egal wie es um Videospiele steht dieses Jahr, bei Brettspielen wurde man ordentlich versorgt. Allein mit Time stories. Terraforming mars und pandemic legacy zuvor. Jetzt auch scythe (das vierte Spiel in den top 20 dieses Jahr, schon Wahnsinn)
Es liest sich echt interessant und ich habe schon einen Blick darauf geworfen in der spielemesse in München. Aufgrund des sehr hohen Preises habe ich mich für ein anderes entschieden. Jetzt bekomme ich aber echt Lust drauf. Mal schauen vllt gemeinsam holen :)

Wie sieht es egtl mit seafall aus? Das habe ich auch auf der Messe gesehen und fand es sehr interessant. Konnte das schon jemand spielen?

Ansonsten danke für den Test. Es ist meine mit abdtand liebste Rubrik hier. Hoffe ihr kommt irgendwann auf den zwei Wochen rythmus zurück :D
@seafall schau dir mal youtube das Video dazu von shutupandsitdown oder dice Tower an. Das Spiel dürfte nach dem grandiosen Pandemic Legacy die Enttäuschung des Jahres sein.
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Raskir
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von Raskir » 01.12.2016 15:28

bwort hat geschrieben:
Raskir hat geschrieben:Was für ein Brettspiel Jahr. Egal wie es um Videospiele steht dieses Jahr, bei Brettspielen wurde man ordentlich versorgt. Allein mit Time stories. Terraforming mars und pandemic legacy zuvor. Jetzt auch scythe (das vierte Spiel in den top 20 dieses Jahr, schon Wahnsinn)
Es liest sich echt interessant und ich habe schon einen Blick darauf geworfen in der spielemesse in München. Aufgrund des sehr hohen Preises habe ich mich für ein anderes entschieden. Jetzt bekomme ich aber echt Lust drauf. Mal schauen vllt gemeinsam holen :)

Wie sieht es egtl mit seafall aus? Das habe ich auch auf der Messe gesehen und fand es sehr interessant. Konnte das schon jemand spielen?

Ansonsten danke für den Test. Es ist meine mit abdtand liebste Rubrik hier. Hoffe ihr kommt irgendwann auf den zwei Wochen rythmus zurück :D
@seafall schau dir mal youtube das Video dazu von shutupandsitdown oder dice Tower an. Das Spiel dürfte nach dem grandiosen Pandemic Legacy die Enttäuschung des Jahres sein.
Uff das hört sich ja heftig an. Eigentlich sollte ich es ja schade finden, aber dafür war das Jahr zu gut was Brettspiele angeht :)
Aber dein Satz ist etwas irritierend für mich. Findest du Pandemic Legacy überragend? oder Enttäuschend? Oder trotz dessen dass es überragend ist enttäuschend?

Scythe sieht aber echt mega aus was artwork und design angeht. Aber wenn es wirklich diesen "perfekten" Weg gibt das Spiel zu gewinnen, weiß ich nicht ob es ein ideales Spiel für unsere Gruppe ist. Bin etwas im Zwiespalt.

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danibua
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Re: Scythe - Brettspiel-Test

Beitrag von danibua » 02.12.2016 08:07

nawarI hat geschrieben:
danibua hat geschrieben:[...] wie im vorpost schon geschrieben wurde gibt es halt wirklich eine Strategie die mit grosser Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führt [...]
Ist sowas nicht normalerweise ein Problem, das sich von alleine regelt? Wenn ein Spieler jetzt an den anderen vorbeizieht, weil er so eine Strategie anwendet, sollten zwei oder gar drei gegnerische Spieler doch wohl genug sein ihn auszubremsen? Und wenn dies ein bekanntes Problem ist und man frühzeitig bemerkt, dass ein Gegner so eine Strategie anwenden möchte, gibt es dann keine Möglichkeiten, vorzeitig was dagegen zu unternehmen? Dann müssen die hinten liegenden SPieler halt mal einen Zug lang zusammen halten und den Führenden etwas niederknüppeln.

Klar gibt es in jedem Spiele auch mal solche Momente, wenn Chris der Meinung ist ständig auf meinen Skeletten rumhacken zu müssen, obwohl Stefan mit seinen wehrhaften Orks schon zum vierten mal in Folge 15 Siegpunkte (und mehr) abgeräumt hat und niemand auf mich hören möchte jetzt endlich was gegen ihn zu unternehmen.... aber sowas gehört auch mal dazu
Du verwechselst scythe da mit spielen wie risiko, es geht in diesem spiel nicht darum die gegner militärisch fertig zu machen, man entwickelt viel mehr seine fraktion, kämpfe sind hier nur ein mittel zum zweck und eher supoptimal weil es in regel das hart verdiente ansehen kostet gebiete zu erobern und arbeiter zu vertreiben.

Wer es ein paarmal gespielt hat hat einfach den vorteil das er weiss wie der hase läuft, klar gibts das in vielen anderen brettspielen auch, in scythe kommt dies durch das statische spielbrett und den eigentlich immer gleichen spielaufbau meiner meinung nach besonders zum tragen, weil sich bei erfahrenen spielern halt sehr schnell automatismen bilden die ihrer taktik entsprechen und schnell zum erfolg führen.
Nicht falsch verstehen, weil ich das spiel grossartig finde und sich dadurch in erfahrenen gruppen sicherlich tolle und spannende gefechte ergeben, in gemischten gruppen könnte es aber grob von nachteil sein wenn manche spieler halt dann gar kein land sehen verlieren diese in der regel das interesse am spiel.

Die Partein die ich bisher gespielt habe gingen eigentlich auch immer sehr flott zwischen 1 1/2 und 2 stunden, ich habe keinen vergleich mit titeln wie eclipse oder gar twilight imperium weil ich diese schlicht noch nie gespielt habe aber nach allem was ich an 4x spielen verstehe würde ich scythe hier nicht dazuzählen.

Wie dem auch sei, das spiel ist super und für mich eines der highlights auch wenn ich nach 3 partien durchaus den ein oder anderen kritikpunkt habe.

Zu seafall, ich kann nur sagen das es in meinem lokalen store nicht so gut ankommt, hab aber erst mal ne weile bei der ersten partie zugesehen, kann also kein fazit ziehen.
Generell mag ich legacy spiele - ich habe aber oftmals das problem dann ständig die gleiche gruppe an den tisch zu kriegen weshalb ich mir deren anschaffung meist zweimal überlege, vielleicht gibts ja bereits ein passendes youtube lets play video um sich zu informieren.

Bei mir werden heute die kolonisten eintrudeln, darauf bin ich schon sehr gespannt, das nächste werden dann die villen des wahnsinns (gespannt ob mir mal ein tabletgestütztes brettspiel gefällt - xcom fand ich ganz schlimm) und mechs vs minions sein ( das sah im hunter & cron lets play sehr lustig aus).
Werd wohl mal wieder etwas aussortieren müssen :D

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