Grim Dawn - Test

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Miesesau
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Re: Grim Dawn - Test

Beitrag von Miesesau » 16.06.2018 22:50

Hallo liebe Leute.

Da ich mich vor wenigen Wochen dazu entschieden habe mir Grim Dawn zu Kaufen möchte ich auch mal meine Meinung dazu äussern.

Spiele das Hautspiel + Add-on als Wächter (Soldat / Shamane) auf Stufe 85 und bin richtig zufrieden. Ein Spiel alter Schule das können fordert und dem Spieler nicht alles vorkaut. Man kann alles jederzeit Umskillen was ich wicklich sehr zu schätzen weiss da ich recht gerne experimentiere und keine sinnlosen 300 Portalrollen mehr zu Sammeln ist wunderbar, genau so das Eisen und Heiltränke automatisch aufgenommen werden. Sehr Komfortabel, danke dafür. Wenn ich kommentare Lesen muss das der Loot zu bescheiden ist dann haben sie keine Ahnung von komplexen Spielen und sollten besser Sims spielen, denn das stimmt in keinster Weise. Ich habe ungefair bis Stufe 65 fast bei jedem leeren vom Inventar mein Char dem Spiel angepasst und das hat bisher schon richtig viel Spass gemacht die unterschiedlichen Fähigkeiten die manche Gegenstände mitbringen auszurobieren. Wer denkt auf Stufe 5 finde ich ein Hammer Item mit dem ich mich hinstelle und einfach alles bis Lev. 50 umkloppe was kommt sollte seine Spielweise mal Überdenken.

Ich habe bis vor kurzem POE gespielt und bei Lev. 60 kam ich mir total verarscht vor was meine Ausrüstung angeht, ich kam gut zurecht aber das waren Sachen die für Lev. 20 Gebite gedacht sind. Mit diesen in das Laby zu gehen ist vollkommen unmöglich.
Nie wieder Free-to-Play Schrott, ist doch immer das selbe, kaufe dich hoch oder Spiele 3 Montate um kleinste Erfolge zu erhalten.
Was ein Dreck.

Ich fand es schon bei Titan Quest super das mache Bosse echt schwer zu knacken waren und hier ist das noch besser geworden da man nie sicher sein kann mit was ein Elite-Boss auf dich zu kommt, das ist einfach super spannend.

Eine Sache die mich vieleicht ein bisschen stört ist das man wenn gewisse Eingänge sucht diese erst ersichtlich sind wenn man ihnen schon recht nahe ist.
Irgendwann hat man es sich aber gemerkt wo was zu finden ist. Gedächnistraining & Entdeckerdrang werden so aber auch gefördert, kann man so oder so Sehen.

Falls wir uns im Spiel sehen sollten,

MIt freundlichen Grüßen

Sushinawa

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LePie
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Re: Grim Dawn - Test

Beitrag von LePie » 17.06.2018 19:57

Miesesau hat geschrieben:
16.06.2018 22:50
Ich habe bis vor kurzem POE gespielt und bei Lev. 60 kam ich mir total verarscht vor was meine Ausrüstung angeht, ich kam gut zurecht aber das waren Sachen die für Lev. 20 Gebite gedacht sind. Mit diesen in das Laby zu gehen ist vollkommen unmöglich.
Warum ersetzt du diese nicht? 40 Level Unterschied sind schon ziemlich gravierend, da dürfte selbst Ausrüstung von NPC-Händlern eine bessere Alternative darstellen, zumal unterhalb von ilvl 25 auch nur maximal 3 Sockelplätze möglich sind.
Miesesau hat geschrieben:
16.06.2018 22:50
Nie wieder Free-to-Play Schrott, ist doch immer das selbe, kaufe dich hoch oder Spiele 3 Montate um kleinste Erfolge zu erhalten.
Was ein Dreck.
PoE hat so einige Probleme hinsichtlich Balancing im Endgamebereich, aber Pay-to-Win bzw. Pay-to-Progress ist keines davon. Wirklich Nützliches für Echtgeldeinsatz dürften ausschließlich die zusätzlichen Lagerplätze darstellen.
Ein größeres Problem im Zusammenhang mit ihrem Bezahlmodell stellt da eher die Visual Progression dar, denn GGG scheint normale Ausrüstung absichtlich scheiße aussehen zu lassen, um einen zum Kauf von Skins (schließlich ihre Haupteinnahmequelle) zu bewegen.

Bzgl. Grim Dawn: Hab es mir erst vor kurzem auf GoG geholt und kann von daher auch nicht sagen, ob es im Endgame von ähnlichen Problemen geplagt wird wie PoE mit seinen Elitemobs, die einen trotz hoher Resistenzen in Sekundenbruchteilen zerfetzen. Bislang läuft es für meinen Kabalisten noch ganz gut.
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Re: Grim Dawn - Test

Beitrag von LePie » 26.06.2018 11:40

Hab die Hauptkampagne zumindest auf Veteran durch und danach auch einige Zeit in den neuen Gebieten des Malmouth Add-ons verbracht, bin nun bei Lv 63. Das ein oder andere bezüglich der hier im Thread wiederholt vorgebrachten Kritikpunkte:
- Dass Elite- und Heldenmonster einen oneshotten, kann ich nicht bezeugen. Die Viecher teilen zwar in der Tat deftig aus, aber insgesamt war das alles auch für meinen Stoffrobenträger noch handhabbar. Vielleicht wurde dies mit den vergangenen Patches seit Release etwas generft, aber es erscheint mir auch wahrscheinlich, dass die Betroffenen sich - wie ich selbst übrigens auch in der Anfangsphase - zu sehr rein auf Schaden fixierten, und dafür Leben, Rüstung und Resistenzen vernachlässigt haben. Im Vergleich dazu jedenfalls sind einige der hochstufigen Elitemistviecher bei Path of Exile selbst bei bis auf's Maximum(!) gepumpten Resistenzen um Größenordnungen ätzender.
- Dass die Lootausschüttung zu unterlevelt bzw. unbrauchbar sei, kann ich ebenfalls nicht bezeugen. Den Itemfilter hab ich schon sehr früh auf Rare+ gestellt, und wann immer ich mich mit vollen Taschen zurück in die Stadt porte, entdecke ich in dem Gerümpel das ein oder andere ganz brauchbar aussehende und auch vom Level her angemessene Ausrüstungsteil für meine Klassenkombi. Auch in der Hinsicht ist das RNG bei PoE wesentlich weniger zuvorkommend, da droppt gar recht viel Lv 10er Schrott in Lv 72er Gebieten, wofür man seinen Itemfilter etwas strikter festlegen sollte. Allerdings könnte auch das durch Patches in der Zeit seit Release verbessert worden sein.
- Es gibt zwar mit Physisch, Feuer, Eis, Blitz, Säure/Gift, Durchstoß, Vitalität, Äther, Chaos und Blutung insgesamt 10 verschiedene Resistenztypen, aber dafür stellt einem das Spiel auch ein paar Hilfsmittel zur Verfügung. So etwa kann man in jedes seiner Ausrüstungsteile Komponenten für z.B. zusätzliche Resistenzen sockeln, und zur Not kann man sich auch ein paar Resistenztränke craften. Letztere halten 450 sek und geben einem ca. +15% bis 20% auf den jeweiligen Resistenztyp, zudem kann man mehrere davon gleichzeitig schlürfen (vor einem Bosskampf halt immer ganz praktisch).
- Negativ anzukreiden wäre allerdings das Fehlen einer Suchfunktion für Inventar wie auch Craftingmenu wie es wiederum PoE besitzt. Wenn sich an die zweihundert verschiedene Komponenten im Lager tummeln, und man die Maus über jedes einzelne Teil steuern darf, um deren Tooltips bspw. auf bestimmte Attribute wie Blutungsresistenz zu checken, dann wird das auf Dauer lästig und unnötig zeitraubend.
- Die Deklarierung könnte für Neueinsteiger teilweise irreführend und missverständlich sein. So ist bspw. mit "internal trauma damage" einfach nur physischer Schaden über Zeit gemeint, und Säure & Gift gehören beide derselben Schadensart an und werden vom selben Resistenztyp mitigiert (ersteres bezeichnet den direkten Schaden, letzteres die DoT Variante). Und wenn auf einem Item z.B. ein Attribut wie "+10% Feuerschaden" steht, dann wirkt sich das auschließlich auf den direkten Feuerschaden, nicht jedoch auf den Feuerschaden über Zeit aus - die zugehörige Feuerresistenz wirkt hingegen auf beides.
- Vom Spieltempo im höheren Levelbereich her würde ich sagen, dass Grim Dawn insgesamt etwas behäbiger als Diablo 3 ist, während PoE derzeit den so ziemlich temporeichsten Genrevertreter darstellt. Bei letzterem allerdings verlangen bestimmte Spielelemente wie Incursions, interdimensionale oder abyssale Risse auch zwingend ein möglichst hohes Tempo, sonst kriegt man nix gerissen (niemals ohne Geschwindigkeitstrank rausgehen!).

Am stärksten ankreiden müsste ich Grim Dawn etwas, was hier seltsamerweise bislang überhaupt nicht erwähnt wurde, nämlich die Kollisionsabfrage. Gerade in engeren Innenräumen lässt sich häufig nur schwer abschätzen, ob eine direkte Sichtlinie zum Gegner besteht und das Projektil nicht an Geröllhäufchen oder einer Treppenstufe hängenbleibt. Auch die KI hat damit sichtbar Probleme, so etwa bleiben immer wieder Gegner stehen und ballern auf die Wand.
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