Es wird nämlich Zeit, dass die Ultras unter den Zockern noch viel öfter vor Freude in die Luft gehen können - denn sie sind der Traditionskern der Branche, sie sind die Magneten für hartes Triple A-Eisen und sie wollen das Spiel nicht als Beruhigungsmittel, sondern als packendes Abenteuer erleben. Es geht nicht um höhere Schwierigkeitsgrade oder weniger Checkpoints als Erfolgsrezept, sondern um den wichtigen Moment der Spannung, der in zu vielen Spielen wegrationalisiert wurde. Wenn die weiche Welle der Komfortkompromisse im Bewusstsein der großen Studios bricht, ist vielleicht auch wieder Platz für frische Impulse.
Ganz ehrlich Jörg....das ist nichts anderes als Nörgeln.
Triple-A? High-Budget Titel? Das ist nichts anderes als Transformers oder aufs Videospiel bezogen COD.
Aber was ist eigentlich dein so genannter Hard-to-the-Corez-Super-Gamer?
Jemand der sich in das Spiel reinwühlt, selbst an Stellen an denen der Otto-Normalgamer bereits kotzend aufgegeben hat?
Meinetwegen, aber ich nenne solche Spiele nicht wirklich gut.
Was ist es denn für eine Leistung, Spiele so schwer zu programmieren, dass sie nur eine Minderheit überhaupt spielen kann?
Hey wir haben uns gerade unser eigenes Grab geschaufelt, hier sind ein paar Hard-to-the-Corez-Super-Duper-Kritiken, ne Tüte Erdnüsse und eure Entlassungspapiere, schönes Leben noch.
Ganz ehrlich, bei guten Videospielen geht es doch nicht nur um Herausforderung, sondern um das Gesamterlebnis.
Fordert ein Galaxy? Meist nicht. Ist es großartig? Auf jeden Fall.
Fordert ein Spiel wie Muramasa? Ja. Ist es großartig? Ja.
Es gibt keine Gesetzesmäßigkeit, Tiefgang ist nicht Schwierigkeit, ist nicht "keine Spielhilfe", ist nicht Herausforderung.
Das witzige ist, das du das selber bereits erkennst.
Beyond Good and Evil war doch nicht schwer. Man konnte es nahezu mit verbundenen Augen durchspielen. Das bedeutete aber nicht, das es in irgendeiner Weise schlecht war. Im Gegenteil, es ist eines der besten Spiele aller Zeiten, soviel dazu.
Sich selbst aber als eine Art "besseren" Gamer zu begreifen, als eine Art goldenen Kern der Spielerschaft ist aus zweierlei Gründen fragwürdig:
Erstens:
Seid "ihr" die kommerzielle Mehrheit? Nein, daher kann von Kern keine Rede sein, "ihr" seid Nerds, eine Randgruppe. Triple A ist gar nichts für euch, genau wie 2012 nichts für den Kulturfilmfestkonsumenten ist. Ihr seid nicht von Bedeutung.
Zweitens ist es einfach arrogant selbstständig das Niveau definieren zu wollen. Ich als Fantasy-Fan sähe es auch gerne, wenn mehr Leute Jeff Vandermeer oder Mervyn Peake lesen würden und nicht ständig so nen 0815-Matsch wie von Markus Heitz oder Bernhard Hennen. Letztendlich sollte ich mich doch aber darüber freuen, dass es überhaupt Leute gibt die mein Hobby teilen, ob ich deren Auffassung davon verachte oder nicht.
Okay das ist viel Text und auch jede Menge Reibungsfläche für jeden der über mich herfallen will.
Es ist angerichtet, bitte sehr :wink: