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Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:17
von 4P|BOT2
In dieser Woche wollen die Spiele-Publisher die branchenweiten Bemühungen um eine Anhebung des Standardpreises für Videospiele auf 70 Dollar trotz der Wirtschaftskrise durch die Covid-19-Pandemie weiter vorantreiben, dies berichtet das Nachrichtenmagazin Bloomberg. Laut dem Bericht soll in den Chefetagen der großen Publisher schon seit Jahren ein Preisanstieg diskutiert und konzipiert werden. Als ...
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Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:25
von IEP
Ich glaube eher, dass weniger die Entwicklungskosten gestiegen sind und eher die ganzen Triple A-Studios zu viel Kohle in Marketing und CEOs investieren.
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:29
von craxxis
Natürlich ist dies ein unpopulärer Schritt. Die Kosten steigen stetig und irgendwann steht die Marge dem erbrachten Risiko in keinem gesunden Verhältnis mehr, vorallem wenn Verkaufszahlen nicht mehr in dem Umfang steigen, wie man es sich erhofft und Erlöse aus DLCs, Lootboxen und anderen Kram solangsam auch ausgereizt sind.
Andererseits täte einigen Produktionen auch ein gewisses Downsizing ganz gut mit weniger Bombast, Features und Marketing.
Bei der anhaltenden Spieleflut und den wachsenden Pile Of Shame, kann ich aber auch ohne Probleme noch ein paar Monate länger warten, bis ich das Spiel zu einem annehmbaren Preis kaufe.
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:33
von dx1
IEP hat geschrieben: ↑10.11.2020 14:25
… zu viel Kohle in Marketing …
Anders kann man ja die Anzahl der verkauften Kopien nicht erhöhen.
Moment! Vom gestiegenen Absatz ist auch nirgendwo die Rede. Trotzdem gibt es wie auch bei den Seasonpässen genug Spieler, die diese "Notwendigkeit" einsehen und gegenüber anderen Konsumenten verteidigen.
Ich persönlich bin ja – wie schon oft erwähnt – für den Niedergang der Industrie verantwortlich, weil ich grundsätzlich erst spät kaufe, wenn der Preis viel, viel niedriger ist.
craxxis hat geschrieben: ↑10.11.2020 14:29
Andererseits täte einigen Produktionen auch ein gewisses Downsizing ganz gut mit weniger Bombast, Features und Marketing.
Seh ich auch so. Zum Glück gibt es keine Abnahmepflicht für Spiele, die mir nicht zusagen.
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:34
von SethSteiner
Gewinnmaximierung um jeden Preis. In diesem Fall, den Preis der Konkurrenz. Wer sich gestern noch zwei, drei Spiele kaufen konnte, könnte sich morgen nur noch eins leisten. Gestiegene Entwicklungskosten sind natürlich das Standardargument bei der Sache, zur Not noch die Inflation hinterher, es soll ja nicht so aussehen als ob sich die großen Publisher den Sack vollmachen wollen, sondern als ob es eine Notwendigkeit wäre. Dass man kontinuierlich den Umsatz steigert, dass man dabei auch enormen Gewinn erzielt, das lässt man natürlich unerwähnt. Eine ziemlich durchsichtige Strategie, in der die Berichterstattung sicherlich eingeplant ist. Je öfter man etwas wiederholt, desto mehr Leute glauben es, egal ob man Beweise vorlegt oder nicht.
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:37
von Bachstail
Es wäre ganz nett, wenn mir einer der Entwickler oder Publisher erklären könnte, warum gerade wir in Europa so viel mehr bezahlen sollen, als anderswo.
Zum Vergleich :
In Amerika bezahlt man je nach Staat und der somit erfolgenden Steuer bis zu 77 Dollar, wir bezahlen aber 80 Euro, was umgerechnet 95 Dollar entspricht, warum bezahlen wir also mehr Geld ?
Ich denke nicht, dass das irgend etwas mit den Entwicklungskosten zu tun hat, nicht, wenn die Branche Rekordgewinne noch und nöcher einfährt.
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:39
von Ondrius
Sollen sie ruhig machen, ich kauf AAA-Titel sowieso erst Jahre später wenn sie wirklich fertig sind in nem Sale. Die einzigen Titel die ich zum Release kaufe sind Nischentitel.
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:39
von Ryan2k6(Danke für 20 Jahre 4p)
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Entwicklungen teurer werden, vor allem länger, siehe CP2077. Und da man ja trotzdem seinen Schnitt machen will , müsste man entweder noch mehr verkaufen, was teilweise vermutlich gar nicht mehr geht bzw. man dem Grenzwert nahe ist. Oder aber, man erhöht den Grundpreis.
Damit hätte ich persönlich auch gar kein Problem, nur müssten für mich dann alle MTAs und Season Passes verschwinden. Baut ein Spiel wo alles drin ist, lasst mich dafür 80€ zahlen, fertig. Nach 6 Monaten von mir aus ein DLC (früher Addon) der es wert ist und ihr bekommt auch noch mal Geld von mir. MTAs bitte komplett entsorgen.
Aber man kennt seine Dealer ja inzwischen. Es werden 80€ und alles andere bleibt trotzdem so. Dann bleibt es eben auch weiterhin bei Sale Käufen für mich.
(Eine weitere Möglichkeit wäre die Spiele nicht immer so ausufern zu lassen, aber das führt ja in deren Überlegungen dann zu weniger Verkäufen.)
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:47
von ZackeZells
Bachstail hat geschrieben: ↑10.11.2020 14:37
Es wäre ganz nett, wenn mir einer der Entwickler oder Publisher erklären könnte, warum gerade wir in Europa so viel mehr bezahlen sollen, als anderswo.
Zum Vergleich :
In Amerika bezahlt man je nach Staat und der somit erfolgenden Steuer bis zu 77 Dollar, wir bezahlen aber 80 Euro, was umgerechnet 95 Dollar entspricht, warum bezahlen wir also mehr Geld ?
Ich denke nicht, dass das irgend etwas mit den Entwicklungskosten zu tun hat, nicht, wenn die Branche Rekordgewinne noch und nöcher einfährt.
Bin kein Entwickler - mein erster Gedanke zu deiner Frage: Mehrere lokalisationen.
Der Gaming Markt konzentriert und konzertiert sich immer weiter.
Kleinere Studios werden von den großen geschluckt, der Markt wird von immer weniger Akteuren dominiert, welche dann in der Lage sind die Rahmenbedingungen auszubauen/auszuweiten.
Die denken sich, wenn dir der Preis für unsere Spiele zu hoch ist - Dann kauf doch bei der Konkurenz.

Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:47
von craxxis
SethSteiner hat geschrieben: ↑10.11.2020 14:34
Gewinnmaximierung um jeden Preis. In diesem Fall, den Preis der Konkurrenz. Wer sich gestern noch zwei, drei Spiele kaufen konnte, könnte sich morgen nur noch eins leisten.
Spannende Überlegung, kam ich noch garnicht drauf. Dafür muss aber das eigene Spiel in allen Belangen überzeugen, da der Käufer dann auch abwägt... oder Blind das nächste Fifa oder CoD kauft...
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:52
von key0512
In Zeiten in den sich Studios auf immer weniger selbstgeschriebene aber dafür immens potente Engines verlassen, einzelne oder wenige Entwickler mit bestehenden Tools eigene ausgereifte Spiele entwickeln, AAA-Spiele wie Assassins Creed und Fifa jedes Mal dem Vorgängertitel gleichen, der Absatz für gute Spiele gestiegen ist und der Markt an sich größer geworden ist, in Vollpreisspielen mit In-Game Verkäufen und Freemium Spieler mit Erfolg genötigt werden noch mehr Geld auszugeben, reden diese Leute von gestiegenen Entwicklungskosten. Im Leben nicht.
Einzig Sony mit ihren ganzen exklusiven Einzelspielergames oder zB CD Project kann ich das abkaufen. Vllt noch Rockstar mit RDR2. Activision, Ubisoft und die ganzen anderen Witzbolde....nein.
Macht gute Spiele, entfernt den Onlinezwang, Sammelwahn und MTA und den ganzen Unsinn und zahl 10€ mehr. Gar kein Problem.
Es gibt eine Menge Leute die diese Preishürde davon abhält zu spielen. Viele davon in meinem Umkreis. Was die dann zocken ist LoL oder anderes Freemium Zeug. Eigentlich sollten die in die andere Richtung, um neue Kunden zu gewinnen, Preise senken, wie es in allen anderen Märkten es auch der Fall ist. Aber hier scheint es keine Konkurrenz in der Richtung zu geben, alle Marktteilnehmer einigen sich vor unseren Augen auf einen neuen Preis, wie bei einem Kartell.
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 14:56
von Opy92
Für Spiele wie Cyberpunk oder ähnliche Spiele würde ich mehr bezahlen. Aber vor allem jährliche Spiele wie FIFA und NBA verdienen so einen Preis nicht, da die Unterschiede zu den Vorgängern marginal und die Spiele mit Mikrotransaktionen vollgestopft sind.
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 15:02
von Todesglubsch
Und im anderen Thread haben manche noch behauptet, es gäbe garkeine Preissteigerung.
"Wir glauben, dass der Preis von Spielesoftware davon bestimmt werden sollte, wie viel Geld die Verbraucher bereit sind, für die Qualität zu zahlen - und nicht davon, wie viel Geld wir für die Herstellung des Spiels ausgeben.
Angebot und Nachfrage, schon klar, aber bei der Dummheit der Spieler befürchte ich schlimmes.
Bzw. wenn das "günstige" Spiel auch genügend Qualität hat, klar. Aber ich will für ein 6-Stunden-Pixel-Jump'n'Run (als blödes Beispiel) nicht 70€ zahlen. Egal wie viel Liebe drinsteckt.
Ach ja und zur Vollständigkeit: ACHTZIG EURO?!
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 15:04
von Bachstail
Todesglubsch hat geschrieben: ↑10.11.2020 15:02Ach ja und zur Vollständigkeit: ACHTZIG EURO?!
"Damit is dat Spiel jut bezahlt".
Re: Die schleichende und unvermeidliche Anhebung der Spiele-Preise auf 70 Dollar (80 Euro)
Verfasst: 10.11.2020 15:05
von IEP
Damit steige ich auf den Gebrauchtmarkt um, sollte ich mir tatsächlich bei diesen Preisen überhaupt eine neue Konsole zulegen.