Raskir hat geschrieben: ↑02.08.2020 11:00
Finde das Spiel durchaus interessant. Kann mir vielleicht einer ein kurzes (gerne auch ein langes) briefing geben? Ich habe den Anfang schon mal gespielt, bin diese Kette von Anfang los geworden.
Bisher ist das Spiel aber von der Schwierigkeit banal und vom looten ziemlich unbefriedigend. Bin aber halt auch erst wenige Stunden drinnen, gameplay macht schon mal Spaß.
Aber wann geht das eigentliche Spiel los oder geht es nun immer so weiter? Das System mit dem Verbessern der Ausrüstung, Schmiede, Handelsplatz, ich blicke da noch 0 durch. Denke das ist so ein klassisches Spiel, wo man dutzende Stunden investieren muss, bis man einigermaßen drin ist...
Hoffe jemand nimmt sich meiner an
Mal so kurz ein paar Gedanken zu den Sachen die du ansprichst.
Warframe ist ein Lootshooter dessen Motivation und Spaß vornehmlich aus dem Gott Komplex kommt, ähnlich wie bei Spielen wie Diablo oder PoE. Man metzelt also 95% der Zeit nur Gegner nieder die keine Chance gegen den Spieler haben. Es ist ein Effizienz Spiel, umso stärker der eigene Warframe wird, umso schneller/effizienter kann man Loot farmen. Natürlich gibt es auch ein paar klare Breakpoints im Spiel die man nur schafft, wenn man ein gutes Loadout hat. Da hat das Spiel einiges in petto, was das Gameplay teilweise drastisch verändert. Meilensteine im Progress wenn man so will.
Vergleichen wir kurz einmal mit Diablo. Man startet mit seinem Char, der bekommt beim leveln neue Fähigkeiten und die Ausrüstung kann immer höhere Boni rollen je weiter man kommt. Dadurch macht man dann im Endgame eigentlich immer noch genau das gleiche wie am Anfang, nur um ein zigfaches schneller und optimiert, mit Zugriff auf effizientere Methoden (Greater Rifts, uralte Legendaries etc.) um schneller an Loot und XP zu kommen.
Warframe ist quasi das gleiche. Du kannst mit dem Starterframe alles spielen, denn der Warframe ist nur die Basis, was wirklich die Stärke ausmacht sind die Mods. Andere Warframes bieten dann wieder Flexibilität und Effizienz, denn jeder Warframe eignet sich aufgrund seiner Fähigkeiten für verschiedene Aktivitäten mal besser und mal schlechter.
Bei Warframe skalieren die Gegner pro Mission und umso höher deren Level, umso mehr XP geben sie, also kannst du später deutlich schneller deinen Warframe oder die Waffen leveln als am Anfang. Max Level bedeutet bei Warframe nur, dass du mehr Modkapazität hast, was zu 90% bestimmt wie stark du bist. Jede Waffe und jeder Warframe braucht exakt die gleiche Menge an XP.
Als Anfänger farmt man also erstmal die Basis Mods die in 99% aller Builds Verwendung finden. Z.B. +xxx% auf Schaden für die jeweilige Waffenart. Quasi jeder Waffenbuild hat diesen Mod, weil + Schaden einfach die absolute Basis ist. Das ganze wird natürlich noch weitaus komplexer, da es zig Mods gibt, Krit, Elemente, Procs, usw. Nicht umsonst gibt es zig Guides auf YT, denn die Schadensberechnung ist doch reichlich komplex und interagiert auf Arten miteinander die man nur durch testen raus bekommt. Da ist ein YT Guide natürlich bequemer.
Der restliche Loot sind Blaupausen und Ressourcen um alles mögliche zu bauen was das Spiel so hergibt. Nur einige kosmetische Sachen sind Marktplatz only, aber die Premiumwährung kann man handeln, also sind auch diese Sachen F2P zu bekommen. Und da das Spiel so aufgebaut ist das auch ein midlevel Spieler Sachen finden kann die ein Endgame Spieler haben will (vornehmlich Prime Loot), ist das auch für Späteinsteiger eine valide Option.
Was macht da nun Spaß dran? Nunja, imho hat Waframe einfach ein spaßiges Grundgameplay. Das Gunplay macht Spaß, es gibt hunderte Waffen und die massive Mobilität der Frames lässt einen nur so durch die Gegend sausen.
Parcour ist extrem wichtig, wer nur am Boden rumsprintet spielt quasi falsch. Bullet Jump ist das A und O und die Methoden um die Airtime danach zu maximieren.
Wenn man erstmal die grundlegenden Mods hat, dann hat man auch viel mehr Energie zur Verfügung um die Waframe Fähigkeiten durchgehend zu nutzen. Das Spiel wandelt sich durch die Mods massiv, der Anfang ist quasi Warframe in Zeitlupe wenn man so will.
Und optisch sind die Starterframes auch die langweiligsten im Spiel, es wird von dort nur besser, deutlich besser. Einfach mal bei YT nach Fashion Frame schauen um sich ein Bild zu machen.
Natürlich gibt es auch Bosse und richtige Storymissionen, allerdings warten die richtig guten eher so in der Mitte des Spiels, dafür sind die aber imho ein absolutes Highlight. Es ist halt kein Destiny, wo man durch eine klare Stärkeanzeige (Licht) Content hat der exakt darauf ausbalanciert ist für den Spieler eine fordernde Mission oder Raid zu bieten.
Warframe ist Freeflow, die einzige klare Progression ist der Master Rank. Diesen erhöht man durch das erstmalige beenden von Missionen auf dem Star Chart und durch das erstmalige leveln von Warframes, Waffen und Beigleitern. Ein höherer Master Rank schaltet den Zugriff auf einige Sachen frei, z.B. haben diverse Waffen eine bestimmte Master Rank Anforderung bevor man sie benutzen darf. Das ist auch einer der Gründe warum man möglichst alles im Spiel irgendwann mal gebaut und gelevelt haben will.