Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

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Leon-x
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von Leon-x » 09.02.2019 09:31

NewRaven hat geschrieben:
09.02.2019 04:43
......
Und mit dem Geld für die Exklusivverträge, die Gratisgames und Co dürfte das alles im Moment für Epic noch ein ordentliches Minusgeschäft sein - das im Moment nur dazu dient, den Store bekannt zu machen - nicht dazu, schwarze Zahlen zu schreiben. Sowas geht zum Glück nicht ewig gut... Aber ich fürchte, bei dieser Kalkulation wird Steam jetzt nicht plötzlich mit einem "okay, wir nehmen nur noch 5%"-Angebot daher kommen (können). Mit Exklusivdeals aber (leider) wohl irgendwann schon...
Steam muss Epic ja nicht unterbieten. Nur soweit attraktiver werden dass man die Publisher hält um nicht rein exklusiv zu gehen. Es bedarf vielleicht keine 12%. Aber ewentuell eine kleine Absicherung.
Steam Problem ist jetzt dass sie mit ihren Funktionen schon zu groß angewachsen sind. Sowas halt dann Kosten verursacht obwohl viele Leute wohl nicht alles nutzen.
Ist ha wie Einzelhändler auch die Miete, Strom, Personal, Service haben und dann mit den Preisen der Onlinehändler konkurrieren. Die Masse kauft halt mittlerweile Online da ist der Vorort-Service und Beratung nicht mehr ganz so wichtig.
Da werden halt zum Teil aggressive Werbung geschaltet um die Leute überhaupt noch in die Läden zu locken.

Sowas kann Steam nicht machen ohne die Absprache der Publisher und die wollen ja möglichst lange einen höheren Preis und Einnahmen.
Die wollen auch nicht in einem sehr gefüllten Shop untergehen.

Aber Steams Taktik fair zu sein wird halt irgendwann nicht mehr aufgehen. Entweder muss man weniger die Funktionen ausbauen und pflegen und selber wieder mit eigenen Spielen herausstechen oder halt Verträge mit den Thirds abschliessen die sie weiterhin bei Valve anbieten lassen.

Wenn Steams Kosten zu hoch sind muss man was wegrationalisieren oder umverteilen um auf den Markt zu reagieren.
Das Konzept Steam bröckelt halt wenn Jeder sein eigenes Ding macht oder hingeht wo er will.
Square Enix kann auch Morgen den eigenen Launcher und Shop vorstellen und den Verkauf von Final Fantasy, Nier, Dragon Quest, Deus EX usw auf Steam einstellen.
Kann alles noch so kommen.
Es gibt keine Verpflichtung Steam zu beliefern. Die haben ja keine bestimmte Summe an digitalen Gütern bestellt die man ihnen beschaffen muss.
Klar, Steam bietet viel für den Kunden aber scheinbar nicht genug für die Partnerschaft mit den "Lieferanten".
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chrische5
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von chrische5 » 09.02.2019 09:50

hallo
Pommern hat geschrieben:
09.02.2019 09:00
chrische5 hat geschrieben:
08.02.2019 22:32
Hallo

Ich verstehe wirklich immer noch nicht, warum es okay ist, wenn ich ein Studio kaufe und deren Spiele exklusiv vertreibe, es aber doof sein soll, wenn ich ein einzelnes spiel eines Studios kaufe und das exklusiv vertreibe. Wo ist da der entscheidende unterschied?

Christoph
Es gibt natürlich keinen Unterschied bzw. ist es für den Kunden egal, warum jetzt ein Spiel exklusiv ist. Viel Lärm, wenig Skandal.
Sehe ich ja auch so, aber mich würde interessieren, wie die argumentation der leute ist, die einen deutlichen unterschied sehen.

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greenelve
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von greenelve » 09.02.2019 10:32

NewRaven hat geschrieben:
08.02.2019 21:37
und das hat für uns Kunden zwei entscheidende Nachteile:

1. die Plattformen müssen nicht mehr mit Qualität ihre Kunden überzeugen - sie haben dann Exklusivtitel. Das Geld, was jetzt in die Entwicklung von Features für Kunden fließt, wird künftig möglicherweise direkt zu Publishern fließen.

2. Plattformen, die dieses Tauziehen um Exklusives nicht stemmen können, werden schlicht verschwinden oder ihr Konzept grundlegend ändern müssen (am naheliegendesten ist da GOG).

Konkurrenz ist eben nur gut für das Geschäft, wenn die Bedingungen die gleichen sind. Sind sie aber dank Epic nicht mehr. Ich verstehe, warum Epic tut, was Epic tut... ich halte es eben nur nicht für unterstützenswert. Nicht wegen "noch einem Launcher", nicht, weil Ich Tim Sweeney für eine unerträgliche Laberbacke halte, nicht, weil ich Publishern die 18% mehr Geld nicht gönne (wobei... nee, tu ich eigentlich in der Tat nicht, aber das ist nur ein nebensächlicher Grund), nicht die fehlenden Features oder das "pro-Publisher"-Geschäftsgebahren von Epic sondern primär, weil die Auswüchse dieses Konzepts nicht zu einer weitgehend offenen Plattform passen wie dem PC und die Folgen für uns Spieler eigentlich kaum positiv sein können. Denn das, was man allgemeinhin darunter versteht, wenn man sagt "Konkurrenz ist gut für das Geschäft" gilt eben nicht bei Exklusivangeboten... da gibt es keinen Preiskampf und um Kundenzufriedenheit, beispielsweise mit Service oder Features, muss man dann erst recht nicht mehr kämpfen.
"Für uns Kunden" ist nicht der Markt. Marktschädigend trifft dabei nicht. Das ist rein der Punkt Kundenfreundlichkeit bis Verbraucherschutz? Wenn wir wirklich nur nach Vorteilen für Firmen und Monopolstellungen gehen.

"Für uns Kunden" und wie hier Exklusiv gedeutet wird ist rein die Betrachtung aus moralischer Seite. Du sagst, Exklusiv ist keine Konkurrenz. Wie gesagt, genau darauf basiert das Konsolengeschäft und Microsoft wird kritisiert, zu wenig Exklusivspiele zu haben. Genauso funktionieren so die Launcher von EA, Blizzard usw. Exklusivität war schon immer ein Mittel am Markt bestand zu haben. Kundenfreundlichkeit und Service, den kein anderer bietet, gehört ebenso zu Exklusivität dazu, um Kunden für sich zu gewinnen.

gog wird bei dem Kampf um Exklusivspiele deswegen nicht untergehen. Sie sind gar nicht dabei, beim Rennen um die großen Titel. Sie bieten Exklusiv alte Spiele lauffähig auf modernen Systemen und DRM-Freiheit an. Und diese DRM-Freiheit hindert sie große Titel aufzunehmen. Deren Publisher stehen auf DRM.

Qualität ist weiterhin wichtig. Diverse Gamer wollen wegen der Qualität des Stores Epic nicht unterstützen und dort einkaufen. Genauso ist die Qualität von PSN, XBox Live und Nintendo Online wichtig. Trotz der Exklusivsspiele, die Konsolen aufweisen können.

Und obwohl Konsolenhersteller eigene Exklusivspiele produzieren und Third Party Verträge für Exklusivität abschließen, ist der Konsolenmarkt ein gesunder Konkurrenzkampf. Für digitale Stores auf PC ist es in dem Umfang neu. Das gab es vor Epic nicht. Aber nur weil in dem Bereich neu ist, wird es nicht plötzlich marktschädigend. Sky kauft Exklusivrechte für Game of Thrones. Und nirgendwo ist das reine Kaufen von Exklusivität schädlich für den Markt per se... Der Markt von Sreamingdiensten und TV Sender bricht nicht zusammen...

Exklusivität ist so universell am Markt, ich frage mich gerade wirklich, wie man das ausblenden kann.... Ein "Wir können, was die nicht können" wird seit immer benutzt. Und darf gesetzlich in vielen Ländern so nicht gesagt werden, dies wird als Rufschädigend betrachtet. Also werden nur die eigenen Vorteile herausgestellt. Und das sind möglichst solche, die man exklusiv hat.

So langsam kommen wir auch in den von Konsolen so beliebten Bereich von Third Party, Second Party, Auftragsarbeit, Publishingrechte gekauft und was es noch alles an unterschieden gibt, um die jeweilige Exklusivität moralisch zu rechtfertigen. Bayonetta 2 ist exklusiv bei Nintendo. Moralische Rechtfertigung: Niemand anderes hat das Spiel bezahlt. Entweder ist es Exklusiv oder existiert gar nicht.

Bedingungen am Markt sind nie gleich! Apple hat Patente auf dem Iphone, die von anderen Firmen nicht genutzt werden dürfen. Damit hat das Iphone Alleinstellungsmerkmale, eine Exklusivität. Aber gerade hier greift der gesunde Markt auch: Konkurrenten müssen sich eigene Lösungen überlegen, bei denen der Kunde entscheidet, welches Komplettpaket ihn zum Kauf überzeugt. gog hat es bei digitalen Stores mit DRM-Freiheit und dem anfänglichen Fokus auf alte Spiele lauffähig machen geschafft. Die Arbeit, die in Emulatoren gesteckt wird, werden durch exklusive Vertriebsrechte abgesichert. Bspw. Albion https://isthereanydeal.com/game/albion/info/ Original kann man das Spiel auch kaufen, aber dann muss man es selbst auf modernen Systemen lauffähig bekommen.


Beim Thema Epic wird einfach unfassbar viel an Fakten reingehauen - Markschädigend, Monopol - um die eigene Moral zu rechtfertigen. Warum kann man nicht einfach sagen "I mog det net, weil ich keine Exklusivität sehen will, weil ich lieber Steam nutzen will, weil Epic ein Metro Exodus Monopol hat"? Warum Fakten und Beispiele bringen, die keinerlei Bewandniss haben? Netflix, Sky, Disney+, Amazon Prime kosten für die Nutzung Geld. Epic, Steam, uplay sind kostenlos. Die Produkte kosten Geld, aber dafür ist der Launcher egal. Von daher können theoretisch unendlich viele Launcher existieren. Während Streamingdienste direkt an das Ausgabeverhalten der Kunden gebunden sind. So kann es auch nicht unendlich viele Konsolenhersteller geben. Die Anschaffungskosten bedeuten am Markt, dass sich nur wenige Firmen durchsetzen können.



ps:
Auf fehlende Features des Epic Stores sollte hingewiesen werden. Keine Nutzerreviews aber bitte nicht als Zensur angeben. Das ist wieder Quark. Es ist schlicht Komfort, da Nutzerreviews in der Regel vertrauenswürdiger als Produktbeschreibungen sind, um sich eine eigene Meinung über Qualität bei Technik, Umfang und Spielspaß zu machen. Die fehlende Möglichkeit der Geldrückgabe halte ich persönlich für einen Fall für den Verbraucherschutz.

Aber das könnte dazu führen, dass Epic die Sachen einführt. Und dann hätte man weniger Angriffsfläche den Shop abzulehnen und einzustampfen. Wie gesagt, da steckt einfach viel Moral drin.
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von Leon-x » 09.02.2019 11:28

Gut zusammengefasst greenelve.

Dem kann ich mich so anschließen.
Aber in der Sache wird man halt nie wirklich auf einen Nenner kommen.
Man kann natürlich verstehen warum man die Situation, die Veränderung bedeutet, nicht mag.
Aber Markt verändert sich laufend. Allein Streaming und Abodienste (GamePass usw) werden manche Dinge verschieben. Jeder versucvt da seinen Vorteil zu suchen. Etweder geht man bis zu einem gewissen Grad mit, weil es ein Hobby und nicht überlebenswichtig, oder verzichtet halt.
Dass neue Firmen und Geschäftsswege entstehen lässt sich verhindern. Wie will man entscheiden dass Andere keine Shops eröffnen sollen? Wie darüber urteilen dass sie möglichst viel Gewinn erwirtschaften und anwachsen?

Von Außen betrachtet spricht es sich halt immer leicht.
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von NewRaven » 09.02.2019 15:26

greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 10:32
"Für uns Kunden" ist nicht der Markt.
Das ist doch kein Argument. Du vergleichst hier völlig geschlossene Systeme mit einem offenem System. Wenn der Kunde sich für eine Konsole, ein iPhone oder ein ähnlich abgeschottetes System entschließt, war doch vor dem Kauf bereits klar, dass alles, was auf diesem System je erscheinen wird, nicht nur vom Betreiber durchgewunken werden muss, sondern der Betreiber bei allem davon auch noch anteilmäßig mitverdient. Du weißt genau, es wird keine alternativen Angebote auf diesen Plattformen - und ergo keine Konkurrenzsituation und keinen Wettbewerb geben und hast das, beim der Entscheidung für den Kauf dieser Lösung so akzeptiert. Du kaufst entweder im Betreiberstore oder im Laden, fertig - MS, Sony, Nintendo oder Apple verdienen letztlich immer daran und du bekommst genau das - und nur das - was denen in den Kram passt. Es ist also recht natürlich, dass du in dem Fall auch forderst, dass die von dir gewählte Plattform dann auch irgendwas bietet, was sie "exklusiv" macht, sie von anderen (geschlossenen) Systemen abhebt - was auch kein Problem ist, weil es eben intern auf dieser Plattform keinen Wettbewerb im Vertrieb gibt. Letztlich war der Kauf eines geschlossenen Systems eine Entscheidung, die du beim Kauf bewusst getroffen hast. Ich will die jetzt erstmal nicht in "gut" oder "schlecht" unterteilen, aber der PC ist faktisch nicht eine solche Plattform. Wir haben diverse Hardware, diverse Betriebssysteme und eben auch diverse Stores - und für nicht wenige Personen dürfte exakt das der Grund sein, auf dem PC zu spielen. Du kannst also nicht wirklich eine (negative) Veränderung einer offenen Plattform damit legitimieren, dass es auf konzeptionell geschlossenen Plattformen "ja auch so ist". Also... kann man natürlich schon machen, hinkt halt nur an allen denkbaren Ecken und Enden. Und du kannst ebenfalls nicht erwarten, dass die Nutzer einer offenen Plattform die mögliche schrittweise Schließung selbiger so hinnehmen, weil es auch geschlossene Plattformen gibt.

Du hast die Entwicklung bei GOG (und den Grund für die Umbenennnung von GoodOldGames) wohl irgendwie verpasst, oder? Auch wenn das die Ursprünge des Stores waren und letztlich natürlich immernoch ein Eckpfeiler, finden sich da durchaus auch vermehrt aktuelle(re) Spiele.

Im übrigen sage ich im Kern genau das: macht, was ihr wollt, ich will mit dem Laden nichts zu tun haben - natürlich ist das eine moralische Entscheidung, die übrigens nichts mit Metro zu tun hat. Aber auch eine moralische Entscheidung basiert ja nicht auf dem aktuellen Tageswetter, sondern auf der Basis von den Informationen, die man selbst hat und deren persönlicher Gewichtung. Ich würde weder das Wort "Monopol" in diesem Kontext nutzen (denn ich weiß, was es bedeutet), noch würde ich von Zensur reden. Das dieses Verhalten marktschädigend ist (wie jeder Exklusivdeal... außer, es gibt überhaupt keinen freien Markt und deine beispielhafte Nennung der Streaming-Anbieter unterstützt diese Meinung ja sogar noch deutlich) daran gibt es für mich allerdings nicht den geringsten Zweifel. Ob man das auch so sehen mag, ist mir persönlich egal... aber ich vermute, 2020 wird sich das dann sehr viel deutlicher herauskristalisiert haben. Und ich hätte nichts gegen "unendlich viele Launcher", würde es aber favorisieren, wenn diese sich durch Qualität, Features, tollen Support oder andere einzigartige Merkmale (wie eben beispielsweise DRM-Freiheit) im Bereich des Digitalvertriebs etablieren würden, welche den Kunden letztlich nützen - nicht durch fragwürdige Exklusivdeals.

Und auch die Reviews... es wird hier nicht kritisiert, dass dies ein "fehlendes Feature" ist. Das ist zwar unschön, aber nicht das Problem. Das Problem ist, dass dies ein bewusst nicht verfügbares Feature ist. Die haben das nicht einfach "vergessen" oder "noch nicht fertig", die wollen das nicht, jedenfalls nicht in einer frei nutzbaren Form. Das kannst du im PR-Material für Publisher nachlesen - da steht nämlich ziemlich wortgenau drin, dass das Ding, sollte es irgendwann einmal kommen, nur auf Wunsch des Publishers aktiv ist. Das ist dann doch konzeptionell ein deutlicher Unterschied. Und von den anderen fehlenden Features reden wir da noch nicht einmal. Die wird Epic nie aufholen, weil sie ihnen vermutlich auch völlig egal sind. Wofür auch? Das sind schließlich letztlich keine Features, die den Publisher nutzen, es sind Features, die "nur" für die Kunden da sind. Da investiert man doch nicht mehr Geld als nötig...
Zuletzt geändert von NewRaven am 09.02.2019 16:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von Leon-x » 09.02.2019 16:35

Ist mir persönlich zu einfach gedacht. Warum wird Exklusivität auf Konsole mit "muss man sich bewusst sein" gerechtfertigt?

Warum muss es mir als Konsolennutzer bewusst sein dass ein Destiny DLC 6 Monate exklusiv nur für die Playstation gibt? Woher soll man es vorher wissen? Dass CoD Karten 3 Monate woanders erscheinen? Dass es Zusatzlevel nur für eine Plattform gibt? Warum Rise of the Tomb Raider Monate vorher exklusiv auf der Xbox?
Warum Lawbreaker nur für PC und PS4?
Warum erscheinen öfters Games für PS4 und Switch aber nicht für die Xbox. Hellblade und Nier Automata wären wohl ohne Geldzuschuss nie für die MS Konsole gekommen.

Es gibt dort unzählige Deals wo ein Spiel der Third nur für eine Plattform kommt oder zeitexklusiver Inhalt herrscht.
Hat aber nichts mit Eigenproduktionen zu tun.
Da hat einfach Entwickler/Publisher entschieden es anders zu vermarkten.

Wie du schon sagst ist der PC keine Plattform einer Firma. Es gibt daher erst recht keine Verpflichtung dass alles bei Steam zu erscheinen hat. Bzw dort erhältlich sein muss.
Im Grunde ist es jetzt bri Metro nur für den Publisher unglücklich weil er es schon als Vorbestellung auf Steam angeboten hat. Die Leute bekommen aber das Game.
Trotzdem kann er sich entscheiden den weiteren Verkauf woanders fortzuführen. Steam hat eben keine Stückzahl vertraglich bindend eingekauft.

Sony könnte auch sagen der eine MM erhält 30 PS5 zur Vorbestellung. Die werden auch geliefert. Wenn sie aber sagen die Restlichen 1000 Stück verkaufen wir im eigenen Sony Center oder anderen Vertragspartner dann ist es ihre Entscheidung.
Jemand der eine App im Apple Store und Android hat kann auch Morgen sagen wir stellen den Vertrieb auf einer der Plattformen ein.
Das Recht haben sie und die Konsequenzen müssen dann getragen werden.

Umentscheidungen hast immer wieder. Es wurden schon Spiele für Plattformen angekündigt die aber dann für eine eingestellt wurden. Siehe ein Last Guardian oder FF Versus XIII was erst für PS3 angekündigt wurde. Da hat sich Mancher sogar deswegen die Hardware gekauft nur um dann zu sehen dass es für PS4 erscheint. Hat er ein Anrecht auf die PS3 Version?

Manche Dinge können und müssen wir nicht verstehen. Klar ist nur dass es um Geld und Verkäufe geht. Selbst wenn für PR eine Einschränkung in Kauf genommen wird.
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von greenelve » 09.02.2019 16:55

NewRaven hat geschrieben:
09.02.2019 15:26
greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 10:32
"Für uns Kunden" ist nicht der Markt.
Das ist doch kein Argument.
Dann mach es zu keinem.... Das "Für uns Kunden" habe ich von dir übernommen. Du hast daraus ein Argument gemacht, was für den Markt schädlich ist. Wenn es danach geht, wäre "Für uns Kunden" super, wenn alle Spiele nur noch einen Euro kosten. Wäre aber für den Markt nicht toll, der würde bei den Entwicklungskosten zusammenbrechen.

Dann bleib eben bei Call of Duty auf PC. Gabs erst auf Steam und jetzt im b.net Store. Offenes System PC. Ist die Entscheidung der Firma hinter Call of Duty. Genauso wie es die Entscheidung der Firma hinter Metro Exodus ist. Weder am PC noch bei Konsolen werden Entwickler gezwungen Exklusivverträge zu unterschreiben.
Du hast die Entwicklung bei GOG (und den Grund für die Umbenennnung von GoodOldGames) wohl irgendwie verpasst, oder? Auch wenn das die Ursprünge des Stores waren und letztlich natürlich immernoch ein Eckpfeiler, finden sich da durchaus auch vermehrt aktuelle(re) Spiele.
Ich habe nur die Anfangszeit von gog genannt. Denn nur das war mein Punkt, um aufzuzeigen, dass sich ihr Geschäft und Philosophie von anderen Stores unterscheidet. Das ist wie gesagt (noch) ein Alleinstellungsmerkmal. Damit gewinnen sie Kunden.
Warum soll ich die gesamte Geschichte der Firma erzählen, wodurch mein Beitrag noch viel, viel, viel länger wird? Gefallen dir meine Texte so sehr, dass du mehr davon willst?
Den Ball mit gog und verpasst haben, kann ich auch zurückwerfen: Wie kommst du darauf, gog könnte in einem Exklusivkampf untergehen, wenn einer der Eckpfeiler die von mir angesprochenen DRM-Freiheit und Retrospiele sind? Wie viel Geld muss Square Enix bezahlt werden, damit sie ihre Spiele PC exklusiv ohne Kopierschutz veröffentlichen?

Damit habe ich wohl alles gesagt, was ich sagen kann. Eines noch: Für den Fakt der Exklusivität ist ein offenes oder geschlossenes System egal. Einzig für die eigene Vorstellung, was moralisch ok ist, spielt es eine Rolle. Und das auch nur, weil man Exklusivität von Konsolen bestens kennt, vom PC weniger.
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von NewRaven » 09.02.2019 17:16

Leon-x hat geschrieben:
09.02.2019 16:35
Ist mir persönlich zu einfach gedacht. Warum wird Exklusivität auf Konsole mit "muss man sich bewusst sein" gerechtfertigt?

Warum muss es mir als Konsolennutzer bewusst sein dass ein Destiny DLC 6 Monate exklusiv nur für die Playstation gibt? Woher soll man es vorher wissen? Dass CoD Karten 3 Monate woanders erscheinen? Dass es Zusatzlevel nur für eine Plattform gibt? Warum Rise of the Tomb Raider Monate vorher exklusiv auf der Xbox?
Warum Lawbreaker nur für PC und PS4?
Warum erscheinen öfters Games für PS4 und Switch aber nicht für die Xbox. Hellblade und Nier Automata wären wohl ohne Geldzuschuss nie für die MS Konsole gekommen.

Es gibt dort unzählige Deals wo ein Spiel der Third nur für eine Plattform kommt oder zeitexklusiver Inhalt herrscht.
Hat aber nichts mit Eigenproduktionen zu tun.
Da hat einfach Entwickler/Publisher entschieden es anders zu vermarkten.

Wie du schon sagst ist der PC keine Plattform einer Firma. Es gibt daher erst recht keine Verpflichtung dass alles bei Steam zu erscheinen hat. Bzw dort erhältlich sein muss.
Im Grunde ist es jetzt bri Metro nur für den Publisher unglücklich weil er es schon als Vorbestellung auf Steam angeboten hat. Die Leute bekommen aber das Game.
Trotzdem kann er sich entscheiden den weiteren Verkauf woanders fortzuführen. Steam hat eben keine Stückzahl vertraglich bindend eingekauft.

Sony könnte auch sagen der eine MM erhält 30 PS5 zur Vorbestellung. Die werden auch geliefert. Wenn sie aber sagen die Restlichen 1000 Stück verkaufen wir im eigenen Sony Center oder anderen Vertragspartner dann ist es ihre Entscheidung.
Jemand der eine App im Apple Store und Android hat kann auch Morgen sagen wir stellen den Vertrieb auf einer der Plattformen ein.
Das Recht haben sie und die Konsequenzen müssen dann getragen werden.

Umentscheidungen hast immer wieder. Es wurden schon Spiele für Plattformen angekündigt die aber dann für eine eingestellt wurden. Siehe ein Last Guardian oder FF Versus XIII was erst für PS3 angekündigt wurde. Da hat sich Mancher sogar deswegen die Hardware gekauft nur um dann zu sehen dass es für PS4 erscheint. Hat er ein Anrecht auf die PS3 Version?

Manche Dinge können und müssen wir nicht verstehen. Klar ist nur dass es um Geld und Verkäufe geht. Selbst wenn für PR eine Einschränkung in Kauf genommen wird.
Weil dein Plattformbetreiber zu wenig dafür gezahlt hat oder nicht zahlen wollte, dass du deine DLCs oder deinen Content am selben Tag bekommst wie die Konkurrenz. Genau DAS ist doch das Problem. Du hast dich in ein alternativloses System begeben, wo eine einzige Firma bestimmt, was wie gemacht wird. Deshalb wartest du auf deine DLCs, deshalb wartest du auf deine Spiele. Diese Firma dirigiert, was passiert und du wusstest das, als du im Laden zum Karton gegriffen hast. Und im Prinzip hast du mit diesem Beispiel wunderschön zusammengefasst, warum man genau das am PC jetzt eher nicht so wirklich haben wollen sollte.

Und natürlich gibt es keine Verpflichtung, alles bei Steam zu veröffentlichen. Hab ich auch nirgends gefordert, würde ich nicht einmal wollen. Ja, ich kenn die ganzen "no steam - no buy" Beiträge, ja, ich kenn die User, denen es primär darum geht, alles in einer Bibliothek haben zu wollen. Hatten wir alles schon - ich bin keiner davon. Mich stört es nicht, dass es ein Spiel nur im Epic-Store geben mag... das an sich wäre mir ziemlich egal, ein Publisher kann das entscheiden, es ist sein Job. Als Kunde wäre mir eine breite Verfügbarkeit in diversen Stores zwar lieber, aber realistisch gesehen gab es die auch bei Steam eher selten. Der störende Faktor für mich ist also nicht, dass ein bestimmter Titel nur bei Epic erhältlich ist an sich, sondern, wie diese "Exklusivität" zustande kam. Die "gekaufte" Exklusivität. Die Trennung des Marktes in die Storebetreiber, die völlig ungeachtet der eigenen Qualität einfach die Möglichkeit haben, diese Titel bzw. ihre Vertriebsrechte direkt "aufzukaufen". Und die Signalwirkung die selbiges eben für andere Stores haben wird.

Und natürlich kann der Publisher solche Entscheidungen treffen. Das ist absolut sein Recht. Wäre es nicht sein Recht, hätte irgendein Ami wohl bereits eine Sammelklage gegen Epic initiiert. Aber so wie es sein Recht ist, seine Produkte aus welchen Gründen auch immer bei welcher Plattform auch immer anzubieten, ist es eben mein Recht, diese Gründe (und die Plattform) als für mich nicht unterstützenswert zu erachten und das Produkt dann schlicht nicht zu kaufen. Und genau das passiert hier ja, nicht nur bei mir. Deshalb nehmt ihr dieses "Geschrei" so wahr, wie ihr es tut - dabei geht es hier im Vergleich zu anderen Stellen im Netz in der Hinsicht sogar noch recht ruhig zu.
greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 16:55
Dann mach es zu keinem.... Das "Für uns Kunden" habe ich von dir übernommen. Du hast daraus ein Argument gemacht, was für den Markt schädlich ist. Wenn es danach geht, wäre "Für uns Kunden" super, wenn alle Spiele nur noch einen Euro kosten. Wäre aber für den Markt nicht toll, der würde bei den Entwicklungskosten zusammenbrechen.
Ja, allerdings hab ich mich im Gegensatz um Erklärungen, nicht um unpassende Vergleiche bemüht, ne? ;)
Und es geht keineswegs allein darum, was allein "für uns Kunden super wäre", wobei das natürlich eine Seite vom Zaun ist, die ich grundsätzlich als eben betroffener Kunde natürlich priorisiere - was auch noch einmal deutlich wird, wenn ich groß explizit drüber schreibe "für uns als Kunden". Ich mein, natürlich kannst du all meine Aussagen munter durch einen Mixer jagen, aber wo liegt da der Sinn? Weil ich erkenne, dass etwas für mich als Kunden schlecht ist, nimmt mir das automatisch die Fähigkeit zu erkennen, dass etwas für den Markt auch nicht gut ist - ist es in etwa das, was du mir damit sagen wolltest?
greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 16:55
Dann bleib eben bei Call of Duty auf PC. Gabs erst auf Steam und jetzt im b.net Store. Offenes System PC. Ist die Entscheidung der Firma hinter Call of Duty. Genauso wie es die Entscheidung der Firma hinter Metro Exodus ist. Weder am PC noch bei Konsolen werden Entwickler gezwungen Exklusivverträge zu unterschreiben.
Und könnte es vielleicht sein, dass die Firma hinter COD und Battle.net die Gleiche ist? Wir drehen uns im Kreis... vor allem, da es dir ja ziemlichen Spaß bereitet, gerade auf den Rest genau jenen Beitrags in dem ich genau darauf eingegangen bin, munter rumzureiten ;)
greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 16:55
Den Ball mit gog und verpasst haben, kann ich auch zurückwerfen: Wie kommst du darauf, gog könnte in einem Exklusivkampf untergehen, wenn einer der Eckpfeiler die von mir angesprochenen DRM-Freiheit und Retrospiele sind? Wie viel Geld muss Square Enix bezahlt werden, damit sie ihre Spiele PC exklusiv ohne Kopierschutz veröffentlichen?
Weil dann nur noch die Retrogames bleiben?! Irgendwann wird da vermutlich die Luft dünn... nicht nur an Content, sondern eben auch folglich an Kundschaft. Die haben ja jetzt nicht ganz grundlos ihren Namen und ihr Grundkonzept geändert um von diesem "nur Retro-Laden"-Image wegzukommen. Natürlich ist es zweifelsfrei möglich, dass auch GOG neben Steam und Epic brav mit um Spiele bietet - ich halte es jetzt aber nicht für sonderlich wahrscheinlich zumal sie ja, wie du selbst schon anmerkst, ja jetzt schon wegen der DRM-Freiheit bei vielen Publishern auf Granit beißen.
greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 16:55
Damit habe ich wohl alles gesagt, was ich sagen kann. Eines noch: Für den Fakt der Exklusivität ist ein offenes oder geschlossenes System egal. Einzig für die eigene Vorstellung, was moralisch ok ist, spielt es eine Rolle. Und das auch nur, weil man Exklusivität von Konsolen bestens kennt, vom PC weniger.
Da künstlich geschaffene Exklusivität innerhalb des gleichen Systems ein offenes System schließt, würde ich da nun so nicht zustimmen, aber gut...
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von greenelve » 09.02.2019 17:37

NewRaven hat geschrieben:
09.02.2019 17:16
Da Exklusivität ein offenes System schließt, würde ich da nun so nicht zustimmen, aber gut...
Und doch ist es möglich, dass Call of Duty exklusiv ist, ohne das offene System zu schließen....

Was mir noch eingefallen ist bei Konsolen: Wir reden nicht über Sony kauft Exklusivrechte von einem Spiel, welches nur bei Playstation verfügbar ist. Das wäre innerhalb eines geschlossenes Systems. Sie kaufen Exklusivrechte für Playstation und es fehlt dann anderen Konsolen. Da wird dem geschlossenem System Xbox etwas weggekauft, um es exklusiv ins geschlossene System Playstation zu bringen.
(btw. Konsole und geschlossenes System...Humble Bundle hat auch schon Konsolenspiele verkauft. Man muss nicht für Playstationtitel ins PSN gehen. Soviel zum geschlossenen System.... https://www.humblebundle.com/games/indi ... undle-2019)

Das offene System PC besagt doch, man kann seine Produkte bei mehreren Händlern anbieten. Es ist kein Muss. Entwickler können sich aus diversen Gründen für nur einen Shop entscheiden, ohne das offene System zu schließen. Denn egal welcher Grund vorliegt, ein Spiel in nur einem Shop anzubieten... macht es exklusiv. Ob ein Entwickler aus Symphatie zu Shop X, aus Kostengründen oder eines Vertrages nur in Shop X anbietet.... es ändert für den Kunden nichts, der keine freie Wahl des Shops hat. Und trotzdem hat Fifa oder Diablo 3 das offene System nicht geschlossen.
(zeigt sich am Beispiel Streamingdienst. Du hast dich ja beschwert, die ersten Staffeln laufen bei einem Abodienst und irgendwann wechseln die auf einen anderen. Das hat eigentlich den Grund, dass der Abodienst die Serie absetzt und ein anderer Abodienst übernimmt sie. Wie gesagt, für den Kunden, in dem Fall dich, ist es egal, warum exklusiv, du brauchst plötzlich einen anderen Abodienst.)

Nochmal: Diese Trennung von eigener Hersteller und gekaufte Verkaufsrechte ist rein die moralische Vorstellung, was Firmen der eigenen Ansicht nach dürfen.

Technologiefirmen kaufen regelmäßig andere Firmen auf und nutzen deren Entwicklungen exklusiv für die eigenen Produkte, anstatt diese auf dem Markt allen angeboten werden können. Sieht man an den ganzen Start Ups, die ständig geschluckt werden. Selbes Prinzip: Offener Markt wird durch Exklusivverträge verhindert. Schadet dem Markt aber nicht.
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von Leon-x » 09.02.2019 18:19

NewRaven hat geschrieben:
09.02.2019 17:16

Weil dein Plattformbetreiber zu wenig dafür gezahlt hat oder nicht zahlen wollte, dass du deine DLCs oder deinen Content am selben Tag bekommst wie die Konkurrenz. Genau DAS ist doch das Problem. Du hast dich in ein alternativloses System begeben, wo eine einzige Firma bestimmt, was wie gemacht wird. Deshalb wartest du auf deine DLCs, deshalb wartest du auf deine Spiele. Diese Firma dirigiert, was passiert und du wusstest das, als du im Laden zum Karton gegriffen hast. Und im Prinzip hast du mit diesem Beispiel wunderschön zusammengefasst, warum man genau das am PC jetzt eher nicht so wirklich haben wollen sollte.

Diese angebliche Freiheit am PC ohne Epic ist für mich eine Illusion. Du hattest schon vorher Programme die an ein Betriebssystem gebunden sind. Mittlerweile mit Win 10 Voraussetzung sogar noch verschärft. Denau wie der Mac Kunde warten muss bis es da eine Version gibt oder ob es eine Linux Version gibt.
Wo ist da die Freiheit zu wählen?
Es werden immer aus wirtschaftliche Gründen Entscheidungen getroffen die andere Sachen ausschliesst.

Woher soll ich beim Kauf einer PS4 oder Xbox One 2013 wissen welche Exklusivdeals geschlossen werden?
Habe ja keine Glaskugel die in die Zukunft blickt.
Man muss sich halt damit arrangieren dass es zu solchen Fällen kommt. Reg mich da eben genauso wenig auf wie eben am PC auch. Gut, mit mehrere Plattformen spricht es sich galt leicht wenn man einfach halt da hingeht wo es angeboten wird.
Aber da ist es durch Hardwaretrennung noch schlimmer.
Deswegen verstehe ich auch Leute die es erbost wenn sie eben nur eine Konsole wollen. Ein unschöne Sache bleibt es so oder so.
Am PC herrscht aber keine Hardwaretrennung da man frei alle Launcher installieren kann. Dass man die Aufteilung nicht will ist halt eine Einstellungssache aber keine Hardware oder Softwaresache die es unmöglich macht.

Zumal Metro Steam auch nicht direkt weggenommen wird sondern nur zeitexklusiv ist. Steam wird halt 12 Monate nicht mehr mit der "Ware" beliefert bis auf die Vorbestellung.
Epic sperrt Metro nicht für immer weg. Sie wollen einen Vorteil ziehen bekannter und größer zu werden.
Serie bleibt also nicht für immer fern wie es Eigenentwicklungen von EA, MS usw sind.

Die Situation wirkt galt so kurzfristig richtig unglücklich. Hätte Epic ihren Store schon vor der möglichen Vorbestellung auf Steam hochgezogen und das Game im Deal für sich gewonnen wäre es wohl nicht ganz so hart ausgefallen. Endergebnis bleibt natürlich gleich und sehr schade für reine Steamkäufer.

Es bejubelt ja Keiner aber hier und da kann man etwas die aggresive Vorgehensweise etwas nachvollziehen. Steam taumelt jetzt etwas da immer mehr große Publisher fern bleiben. Die scheinen was verändern zu wollen weil irgendwas in der Partnerschaft mit Valve nicht 100% zufriedenstellen ist.

Ich kann da nicht wirklich hinter die Fassade blicken.
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von NewRaven » 09.02.2019 18:32

greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 17:37
NewRaven hat geschrieben:
09.02.2019 17:16
Da Exklusivität ein offenes System schließt, würde ich da nun so nicht zustimmen, aber gut...
Und doch ist es möglich, dass Call of Duty exklusiv ist, ohne das offene System zu schließen....
Und weil ich wusste, dass genau sowas passiert, kam der Edit. Und zu COD/Battle.net oder Mass Effect/EA... wie gesagt, dass hatten wir an dieser Stelle ebenfalls schon. Für dich mag es keinen Unterschied machen, ob ein Distributor seine in der eigenen Firmenfamilie produzierten und gepublishten Games auf seiner eigenen Plattform exklusiv anbietet oder ob ein Distributor fremden Publishern Geld anbietet, um dessen (Third-Party-)Produkte exklusiv anbieten zu können - für mich macht es den aber sehr wohl. Denn während es nicht nur völlig nachvollziehbar ist, dass eine Firma ihren eigenen Kram auf ihrer eigenen Plattform vertreibt, so sie denn eine hat, nimmt das ebenfalls keinen Einfluss auf den freien Markt drumherum. Wenn man aber Third-Parties derart "aufkaufen" kann und das irgendwann jeder tut, gibt es möglicherweise schlicht irgendwann keinen "freien Markt drumherum" mehr, jedenfalls nicht in konsumstärksten Segment (also AA und AAA-Titel, wobei letztere eh wegen eigener Plattformen schon merklich abgenommen haben, klar)
greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 17:37
Was mir noch eingefallen ist bei Konsolen: Wir reden nicht über Sony kauft Exklusivrechte von einem Spiel, welches nur bei Playstation verfügbar ist. Das wäre innerhalb eines geschlossenes Systems. Sie kaufen Exklusivrechte für Playstation und es fehlt dann anderen Konsolen. Da wird dem geschlossenem System Xbox etwas weggekauft, um es exklusiv ins geschlossene System Playstation zu bringen.
(btw. Konsole und geschlossenes System...Humble Bundle hat auch schon Konsolenspiele verkauft. Man muss nicht für Playstationtitel ins PSN gehen. Soviel zum geschlossenen System.... https://www.humblebundle.com/games/indi ... undle-2019)
Ja, das passiert und ist blöd. Und warum passiert es? Weil die jeweils andere Seite für eben diese Exklusivität gezahlt hat. Und könnte mir jetzt bitte jemand nochmal mit klaren deutlichen Worten erklären, warum das als etwas Positives dargestellt wird? Isses nicht. Nur ist es bei einem geschlossenen System eben als Alleinstellungsmerkmal zu erwarten und innerhalb dieses Systems richtet es keinen Schaden an. Blöd wird es eben erst, wenn du gern eine Wahl hättest, weil du beide Konsolen besitzt oder dich zumindest über "die Welt der anderen" informierst. Abseits davon musst du eh nehmen, was du bekommst zu den Bedingungen, zu denen dein Plattformbetreiber (in Verbindung mit dem jeweiligen Publisher) sich eben entschieden hat.

Dir ist schon klar, dass auch Humble diese Lizenzen kaufen musste und das bereits da der Anteil für den Plattformbetreiber weg ging bzw. ihre jeweiligen Prozente vom Erlös auch brav abgeführt hat, oder? Glaubst du, wenn du ein Retail-Spiel kaufst, in dem nur ein Steam-Code liegt, verdient Valve daran nichts und stellen ihr System aus reiner Nächstenliebe zur Verfügung? Die haben zu diesem Zeitpunkt ihren Anteil schon. Selbst bei shady Keysellern ist das übrigens genauso...
greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 17:37
Das offene System PC besagt doch, man kann seine Produkte bei mehreren Händlern anbieten. Es ist kein Muss. Entwickler können sich aus diversen Gründen für nur einen Shop entscheiden, ohne das offene System zu schließen. Denn egal welcher Grund vorliegt, ein Spiel in nur einem Shop anzubieten... macht es exklusiv. Ob ein Entwickler aus Symphatie zu Shop X, aus Kostengründen oder eines Vertrages nur in Shop X anbietet.... es ändert für den Kunden nichts, der keine freie Wahl des Shops hat. Und trotzdem hat Fifa oder Diablo 3 das offene System nicht geschlossen.
(zeigt sich am Beispiel Streamingdienst. Du hast dich ja beschwert, die ersten Staffeln laufen bei einem Abodienst und irgendwann wechseln die auf einen anderen. Das hat eigentlich den Grund, dass der Abodienst die Serie absetzt und ein anderer Abodienst übernimmt sie. Wie gesagt, für den Kunden, in dem Fall dich, ist es egal, warum exklusiv, du brauchst plötzlich einen anderen Abodienst.)

Nochmal: Diese Trennung von eigener Hersteller und gekaufte Verkaufsrechte ist rein die moralische Vorstellung, was Firmen der eigenen Ansicht nach dürfen.

Technologiefirmen kaufen regelmäßig andere Firmen auf und nutzen deren Entwicklungen exklusiv für die eigenen Produkte, anstatt diese auf dem Markt allen angeboten werden können. Sieht man an den ganzen Start Ups, die ständig geschluckt werden. Selbes Prinzip: Offener Markt wird durch Exklusivverträge verhindert. Schadet dem Markt aber nicht.
Natürlich können sie das. Und als Kunde kann ich diese Gründe eben unterstützen oder eben auch nicht - und ums noch einmal zu wiederholen: selbstverständlich ist das auch eine moralische Wertung. Deshalb sag ich dir und allen anderen auch nicht "kauft nicht bei Epic", deshalb halte ich nichts von Review-Bombing oder sonstigem ähnlichen Kram. Aber es ist, wie ebenfalls schon gesagt, ja nicht so, dass man diese Wertung vom Wetter abhängig macht. Man hat eine Firma (oder in diesem Fall zwei... Epic und den jeweiligen Publisher), man hat ein paar Infos über Beide, man hat Infos darüber, wie die Situation für Spiel X jetzt vermutlich entstanden ist und man hat daraus folgend ein Angebot: in meiner Überlegung setzt sich das alles - stark vereinfacht - so zusammen...

Publisher X hat von Epic Geld dafür bekommen, sein Spiel exklusiv vertreiben zu dürfen. Das mag ich schon einmal nicht sonderlich (über die Gründe haben wir jetzt seitenlang philosophiert). Epic hat einen Store, der für mich als Kunde jetzt schon allein aufgrund der fehlenden Features eher nachteilig ist (mag ich auch nicht). Hätte Epic Publisher X kein Geld für einen Exklusivdeal gegeben, wäre das Spiel vielleicht auch in Store A aufgetaucht, welchem vielleicht eben nicht sämtliche Features gefehlt hätten. Außerdem wird Store A so natürlich dazu gedrängt, Publisher Y irgendwann auch Geld für sein Spiel anzubieten. Was dann letztlich dazu führt, dass ich, wenn ich Spiele kaufen will, ich wohl zu Epic oder Store A kaufen muss... dabei würde ich aber am liebsten bei Store B kaufen... leider kann Store B sich das Mitbieten um Titel nicht wirklich leisten und ist deshalb pleite gegangen :D

Und ich stimme dir total zu, dass das in anderen Bereichen Gang und Gebe ist, allerdings nicht unbedingt, dass es dem Markt nicht schadet... das kommt, gerade bei IT-Unternehmen, sehr darauf an, wer wen zu welchem Zweck gekauft hat und inwieweit aufgekaufte Technologie und/oder Patente jetzt den eigenen Fortschritt ausbremsen. Würde ich also so pauschal nicht stehen lassen und dazu kommt - Achtung, Seitenwechsel - die Frage, inwiefern ich das als Kunde als Positiv wahrnehmen sollte, insbesondere, wenn die Nachteile, je nach individueller Gewichtung, für mich ja offen auf dem Tisch liegen.
Leon-x hat geschrieben:
09.02.2019 18:19

Diese angebliche Freiheit am PC ohne Epic ist für mich eine Illusion. Du hattest schon vorher Programme die an ein Betriebssystem gebunden sind. Mittlerweile mit Win 10 Voraussetzung sogar noch verschärft. Denau wie der Mac Kunde warten muss bis es da eine Version gibt oder ob es eine Linux Version gibt.
Wo ist da die Freiheit zu wählen?
Es werden immer aus wirtschaftliche Gründen Entscheidungen getroffen die andere Sachen ausschliesst.
Niemand sagt, Epic wäre allein für solche Dinge verantwortlich... natürlich gab es schon immer solche Vorstöße und die wird es auch immer geben. Der Windows-Store ist da ja ein gutes Beispiel für. Die Frage bleibt halt: man hat eine offene Plattform, warum sollte man Versuche, sie langsam zu schließen, jetzt bejubeln? Oder unterstützen? Und ist es nicht toll, dass auf einer offenen Plattform einfach so jemand daher kommen kann, sich mit eigenen und offenen Entwicklungen hin stellt, sein eingenommenes Geld sinnvoll investiert und beispielsweise Dinge wie SteamPlay erschafft, dass letztlich genau das Ziel verfolgt, diese "Bindungen" aufzuweichen?
Leon-x hat geschrieben:
09.02.2019 18:19
Woher soll ich beim Kauf einer PS4 oder Xbox One 2013 wissen welche Exklusivdeals geschlossen werden?
Habe ja keine Glaskugel die in die Zukunft blickt.
Konntest du nicht, musst du aber auch nicht. Weil du eben die Entscheidungsgewalt, was du spielen darfst und wie du es beziehen kannst, bereits mit dem Kauf des Produktes abgegeben hast und dir bereits beim Kauf - und für nicht wenige ist das ja sogar der Kaufanreiz - klar war, dass du einige Games der Konkurrenzplattformen nicht spielen können wirst, andere dafür eben "allein für dich" hast.
Leon-x hat geschrieben:
09.02.2019 18:19
Es bejubelt ja Keiner aber hier und da kann man etwas die aggresive Vorgehensweise etwas nachvollziehen. Steam taumelt jetzt etwas da immer mehr große Publisher fern bleiben. Die scheinen was verändern zu wollen weil irgendwas in der Partnerschaft mit Valve nicht 100% zufriedenstellen ist.

Ich kann da nicht wirklich hinter die Fassade blicken.
Geld. Es geht einfach um Geld. Publisher wollen mehr Geld, Epic gibt ihnen mehr Geld. Das dürfte das ganze Mysterium dahinter sein. Deshalb kamen die eigenen Plattformen und deshalb springt man jetzt zu Epic, wenn man sich keine eigene Plattform leisten kann oder will oder die eigene Plattform allein nicht umsatzstark genug ist.
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chrische5
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von chrische5 » 09.02.2019 18:55

Hallo

Für mich ist Exklusivität nichts positives und ich würde bei epic nicht kaufen. Entweder reicht das oder nicht viele denken so wie ich. Beides okay. Warum es okay ist, ein Studio zu kaufen, aber kein Spiel, wird mir einfach nicht klar. Epic macht ein Angebot und du entscheidest, das ist aus meiner Sicht alles. Kein dammbruch, kein Geheimnis. Ist es komisch, dass epic keine Reviews zulässt, klar, aber wenn ich das doof finde, kaufe ich einfach nichts. Wird man doch sehen, wie viele andere das auch so sehen. Ich verstehe einfach nicht, warum manche da eine glaubenskrieg draus machen.

Christoph

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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von greenelve » 09.02.2019 19:05

NewRaven hat geschrieben:
09.02.2019 18:32
Für dich mag es keinen Unterschied machen, ob ein Distributor seine in der eigenen Firmenfamilie produzierten und gepublishten Games auf seiner eigenen Plattform exklusiv anbietet oder ob ein Distributor fremden Publishern Geld anbietet, um dessen (Thord-Party-)Produkte exklusiv anbieten zu können - für mich macht es den aber sehr wohl. Denn während es nicht nur völlig nachvollziehbar ist, dass eine Firma ihren eigenen Kram auf ihrer eigenen Plattform vertreibt, so sie denn eine hat, nimmt das ebenfalls keinen Einfluss auf den freien Markt drumherum. Wenn man aber Third-Parties derart "aufkaufen" kann und das irgendwann jeder tut, gibt es möglicherweise schlicht irgendwann keinen "freien Markt drumherum" mehr, jedenfalls nicht in konsumstärksten Segment (also AA und AAA-Titel, wobei letztere eh wegen eigener Plattformen schon merklich abgenommen haben, klar)
Für dich macht es einen Unterschied, innerhalb deiner moralischen Vorstellung, was erlaubt ist. Für den Steam-Kunden, der sein Spiel auf Steam haben will, ist der Grund von Exklusivität egal. Ob Freiwillig oder Vertrag, der Steam-Kunde hat sein Spiel nicht mehr auf Steam. Da braucht man keine Fakten bringen um Exklusivität zu trennen, gekauft oder Entwicklung finanziert, offenes oder geschlossenes System krampfhaft auseinanderhalten wollen; für den Steam-Kunden sind alle Exklusivfälle in anderen Stores nicht im Store seiner Wahl.

Der Gedanke, Triple A und AA Spiele könnten massenweise von verschiedenen Stores exklusiv gekauft werden, ist vollkommen absurd. Allein schon, Triple A kommt im Grunde nur von den großen Publishern, die ohehin schon ihre eigenen Stores haben und dort ihre Spiele anbieten. Aber das hast du ja schon selbst festgestellt. Und da verschwimmen dann auch die Grenzen der Gründe für Exklusvität. Beim Gedanken an "freien Markt drumherum" spielt es keine Rolle, warum ein Spiel nur in einem Shop erhältlich ist. Und doch hast du die ganze Zeit versucht dies zu trennen, dass nur eingekaufte Third-Party Exklusivität dem Markt schadet.

Ein Zitat, um die Logik verständlicher zu machen:
Wenn ich die Logik hinter manchen richtig verstehe, bräuchten wir im Versandhandel nur noch Amazon.
Durch den integrierten Marketplace ist Wettbewerb vollends garantiert
Selbst bei Konsolen, bei denen Exklusivität vorkommt und nicht so negativ gesehen wird wie hier - sprich vertretbarer möglich ist (Exklusivdeals mit DLC und Spielen wie Street Fighter) - gibt es nicht diese Exklusiv-Aufteilung von Spielen. Da kann man tatsächlich sagen: Du beschwörst den Untergang des Abendlandes.
Beispiel The Division 2. Wurde von Epic exklusiv von Steam weggekauft, gibt aber trotzdem noch bei uplay. Das Bild, welches du beschreibst, ist viel zu schwarzmalerisch. Allein schon, es bräuchte mehrere Firmen mit massig Geld im Hintergrund, um diese ganze Exklusivität bezahlen zu können. Activision, EA und Co. werden das nicht machen. Die klagen so schon über zu geringen Gewinn.



ps: Steam-Keys gratis an Entwickler rauszugeben, damit diese sie auch in anderen Stores verkaufen können, ist ein sehr cleverer Schachzug von Valve. Muss ich neidlos anerkennen. Fällt mir gerade auf, so wird eine Sympathie für den Laden geschaffen, der gegen aufziehene Unwetter eine Wand an Verteidigern aufbaut. Dieser Kundenservice kostet zwar Geld durch weniger Umsatz, stärkt aber das Image, dass die eigene Vormachtsstellung was gutes für den Spieler sei.


edit:
Um es klarzustellen: Kritik und Ablehnung durch eigene Meinung, hab ich kein Problem mit. Es mit Fakten und Argumenten stützen wollen, die nichts mit der eigenen Meinung am Hut haben.... neee. Warum nicht einfach bei der Meinung bleiben?
Gelangweilt? Unterfordert? Masochistisch veranlagt? -> http://www.4players.de/4players.php/dow ... 47903.html Jetzt auch auf Steam: http://store.steampowered.com/app/752490/
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von NewRaven » 10.02.2019 04:28

greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 19:05
Für dich macht es einen Unterschied, innerhalb deiner moralischen Vorstellung, was erlaubt ist. Für den Steam-Kunden, der sein Spiel auf Steam haben will, ist der Grund von Exklusivität egal. Ob Freiwillig oder Vertrag, der Steam-Kunde hat sein Spiel nicht mehr auf Steam. Da braucht man keine Fakten bringen um Exklusivität zu trennen, gekauft oder Entwicklung finanziert, offenes oder geschlossenes System krampfhaft auseinanderhalten wollen; für den Steam-Kunden sind alle Exklusivfälle in anderen Stores nicht im Store seiner Wahl.
Was den irrsinnigen Glaube vorraussetzt, dass jeder, der gern Steam nutzt auch auf Biegen und Brechen nur Steam nutzen würde... mit dieser Perspektive hätte Epic gar keinen Store gestartet und GOG wäre nicht zu GOG geworden, sondern weg vom Fenster... natürlich gibt es diese User, keine Frage... aber irgendwo muss man ja glauben, dass daneben auch noch Platz ist.
greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 19:05
Der Gedanke, Triple A und AA Spiele könnten massenweise von verschiedenen Stores exklusiv gekauft werden, ist vollkommen absurd. Allein schon, Triple A kommt im Grunde nur von den großen Publishern, die ohehin schon ihre eigenen Stores haben und dort ihre Spiele anbieten. Aber das hast du ja schon selbst festgestellt. Und da verschwimmen dann auch die Grenzen der Gründe für Exklusvität. Beim Gedanken an "freien Markt drumherum" spielt es keine Rolle, warum ein Spiel nur in einem Shop erhältlich ist. Und doch hast du die ganze Zeit versucht dies zu trennen, dass nur eingekaufte Third-Party Exklusivität dem Markt schadet.

Ein Zitat, um die Logik verständlicher zu machen:
Wenn ich die Logik hinter manchen richtig verstehe, bräuchten wir im Versandhandel nur noch Amazon.
Durch den integrierten Marketplace ist Wettbewerb vollends garantiert
Selbst bei Konsolen, bei denen Exklusivität vorkommt und nicht so negativ gesehen wird wie hier - sprich vertretbarer möglich ist (Exklusivdeals mit DLC und Spielen wie Street Fighter) - gibt es nicht diese Exklusiv-Aufteilung von Spielen. Da kann man tatsächlich sagen: Du beschwörst den Untergang des Abendlandes.
Beispiel The Division 2. Wurde von Epic exklusiv von Steam weggekauft, gibt aber trotzdem noch bei uplay. Das Bild, welches du beschreibst, ist viel zu schwarzmalerisch. Allein schon, es bräuchte mehrere Firmen mit massig Geld im Hintergrund, um diese ganze Exklusivität bezahlen zu können. Activision, EA und Co. werden das nicht machen. Die klagen so schon über zu geringen Gewinn.
Du meinst so absurd und schwarzmalerisch, wie es wohl ein Großteil der PC-Gamer wohl vor einem Jahr noch gefunden hätte, wenn man gesagt hätte "hey, passt auf. Da kommt bald ein Store, der ist zwar funktionell richtig mies, sein Betreiber mag euch auch nicht so wirklich, aber wird Spiele einfach deshalb verkaufen, weil er den Herstellern nicht nur mehr Geld anbietet, sondern sogar noch was drauf legt, wenn es die Spiele nur bei ihm gibt"... joah. Und eigentlich verschwimmt hier gar nichts... ich mein, es ist ja auch nicht so, dass gerade WEIL die meisten der teuren AAA-Titel eben wegen Selbstdistribution auf eigenen Plattformen schon raus, es jetzt bei "weniger teuren" Titeln eine total abenteuerliche Geschichte ist, immerhin geht es Valve finanziell blendend und Epic hat sich für den Einstieg in diesen Markt ja sogar noch eine ordentliche Menge Kapital geliehen... aber nein, die würden sowas ja ganz sicher niemals machen, weil... ja, warum eigentlich nicht? Wo ist die Schwarzmalerei, wenn einer eh schon damit angefangen hat noch gleich?
greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 19:05
edit:
Um es klarzustellen: Kritik und Ablehnung durch eigene Meinung, hab ich kein Problem mit. Es mit Fakten und Argumenten stützen wollen, die nichts mit der eigenen Meinung am Hut haben.... neee. Warum nicht einfach bei der Meinung bleiben?
Pardon, aber so viel wie du hier an meiner mutmaßlichen Meinung rumdoktorst - aus dem einzigen Grund, weil sie nicht der deinen entspricht und nicht etwa, weil du sie inhaltlich nicht verstehen würdest - nehm ich mir einfach mal die Freiheit, mir diese Kritik nicht das kleinste bisschen anzunehmen. Während ich nämlich "Fakten" und "Meinungen" durchaus recht struktiert voneinander getrennt habe (und das sogar noch an Beispielen, wie man es unterscheiden kann, erklärt habe... und dir dann die Statements sogar quasi extra noch einmal "vorsortiert" habe...), hast du in deinen Reaktionen daraus einen inhaltlichen völlig wirren Salat gemacht und beliebig viele Nebenschauplätze eröffnet. Und das halt nicht mal wirklich anspruchsvoll, was auch irgendwie ein bisschen enttäuschend ist. Normal geben sich die Leute wenigstens Mühe, wenn sie mir versuchen klarzumachen, dass ich ja etwas ganz anders meine, als ich es sage und deshalb hier und dort ein bisschen biegen, bis es zu ihren Überzeugungen, ihrem Bild von mir oder ihrer Interpretation meiner "versteckten Absichten" passt.
Zuletzt geändert von NewRaven am 10.02.2019 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Epic Games Store: Axiom Verge kostenlos bis zum 21. Februar 2019; "Steam.xnb" sorgte für Schadenfreude

Beitrag von manu! » 10.02.2019 11:13

greenelve hat geschrieben:
09.02.2019 10:32
Keine Nutzerreviews aber bitte nicht als Zensur angeben. Das ist wieder Quark.
Das sehe ICH komplett anders.Ich finde den Tweet nicht mehr aber es war da ganz klar die Rede zwischen den Zeilen,dass sie keinerlei negativen Aspekte oder Probleme in ihrem "Shop" wollen.Wenn es Probleme gäbe sollten man sich an die Entwickler oder Publisher wenden.Ja genau.
Für mich heisst das ganz klar,dass keine Produkbewertung gewünscht ist.Zensur eäre wahrscheinlich übers Ziel hinausgeschossen,aber wie soll man es denn sonst nennen?
Überall gibts Web 2.0,alles wird bewertet und aus verscheidenen Aspekten betrachtet,nur der Epic Launcher möchte das Einkaufserlebnis nicht schmälern,sonder erst hinterher den Ärger haben wenn das Spiel mies ist.
Das in Reviews öfter mal sehr Emotional geschrieben wird...da bitte ich sogar drum.Nen intelligenter Rage im Review liest sich schöner und informativer als jede A-Z Berichterstattung.
Ich werde in diesem Shop nie und nimmer auch nur ein einziges Spiel kaufen.Er will mich bevormunden und das mache ich nicht mit.Ich poche selten auf Freiheit und Blah und Zensur,ich fühle mich tatsächlich in meinen Möglichkeiten zensiert,wenn ich zu einem Produkt nicht schreiben kann das es kompletter Mist ist: WEIL!
Außerdem sind Steam Diskussionen einfach nützlich wenn es irgendwelche Probleme mit dem Spiel gibt.Bugs,übersehene Spielmechaniken und dergleichen.
ich war vorgestern mal im Epic Launcher unterwegs,das Ding ist ja wirklich ein schlechter Witz.Da gibts ja nichtmal Einstellungen.Die Einträge zu den Spielen sind so informativ wie ne Scheibe Toast.
Ich mag mein Steam zwar tatsächlich aber über ordentliche Konkurenz,denke ich würde sich kaum einer beschweren.
Ich hoffe das Epic mit den Bitchmoves richtig aufs Maul fällt.Dazu zählen auch die Mechaniken bei Fortnite den Leuten das Geld aus der tasche zu leiern.
Ich wäre tatsächlich für ein verbot bei unfertigen Spielen Lotterie für Echtgeld zu betreiben.

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