Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

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v3to
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von v3to » 09.01.2019 01:43

laduke123 hat geschrieben:
09.01.2019 00:16
Schlimm ist nur, anderen eigentlich zuhöchst private Angelegenheiten direkt ins Gesicht halten zu müssen.
Und den Eindruck habe ich manchmal.
Mich nerven auch frischverliebte Pärchen im Supermarkt, die erst den Einkaufswagen im Gang querstellen, bevor sie knuddeln ;) Deine Argumentation geht klar in die Richtung: "Ihr habt Eure Bonbons bekommen, nun verzieht Euch wieder in Euer Zimmer."

Ich verstehe nicht, wenn hier unter Hunderten von News mal eine zu rosa Themen kommt, man direkt ein Fass aufmachen muss.
Solch eine Veranstaltung wie eine Ausstellung sehe ich eher kulturell als politisch. Recht sicher bietet es in erster Linie Unterhaltung und Infos für Lesben, Schwulen, Bi- und Trans-Männern/Frauen und auch sonst für interessierte Leute.
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Gamer433
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von Gamer433 » 09.01.2019 01:52

laduke123 hat geschrieben:
09.01.2019 00:16
Sei doch mal ein bisschen selbstbewußter. Es gibt doch heutzutage wirklich keinen Grund mehr, aufgrund seiner sexuellen Orientierung herumzugrummeln.
Oh, ich bin selbstbewusst. Doch zerrt das ungemein an die Nerven, immer stark sein zu müssen, anstatt wie jeder andere Mensch auch, sich keine Gedanken darüber machen zu müssen.
Sei mir bitte nicht böse, aber mit "dann mach Dir keine Gedanken und lass andere labern wie sie wollen" ist niemandem geholfen. Du kannst Dich ja nicht einmal in diese Lage versetzen, geschweige vorstellen, wie es ist jeden Tag so zu leben.
laduke123 hat geschrieben:
09.01.2019 00:16
Z.B. wurden und werden Homosexuelle in höchste politische Ämter gewählt[...]
Das klingt fast schon so, als würdest Du sagen, dass diese Leute eben wegen ihrer sexuellen Orientierung da sind, wo sie stehen/standen.
laduke123 hat geschrieben:
09.01.2019 00:16
Klar kann ich sagen, dass ich (für mich) homosexuelle Handlungen ablehne oder sogar abstoßend finde. Aber vielleicht bin ich ja als heterosexueller z.B. Latexfan, Spanking-Liebhaber oder Fußfetischist, was ein anderer wiederum zum Kotzen findet. Na und?
Wieso muss man sich denn immer gleich den Sex vorstellen?! Ich stelle mir doch auch nicht vor, wie es ein altes Ehepaar miteinander treibt, wenn ich die im Park auf der Bank sitzen sehe.
Ich wette, dass Du schon oft unattraktive Heteropärchen gesehen hast, wo Du Dir das ebenfalls garantiert nicht vorstellen willst.
laduke123 hat geschrieben:
09.01.2019 00:16
Schlimm ist nur, anderen eigentlich zuhöchst private Angelegenheiten direkt ins Gesicht halten zu müssen.
Und den Eindruck habe ich manchmal.
Ich als Bisexueller kann beide Seiten hervorragend verstehen.
Währen die eine Seite nach Gleichberechtigung schreit (und darunter zählt weit mehr als nur heiraten zu dürfen), geht der anderen Seite auf die Nerven, wenn man einem mit seinem Randgruppendasein permanent vor die Nase wedelt. Veganer werden da gerne als Beispiel genommen, denn da kann es auch niemand mehr hören "ich bin Veganer".

Zwei Fakten, die Du Dir bitte unbedingt merken musst:

Fakt 1: NIEMAND hat sich seine sexuelle Orientierung ausgesucht. Völlig egal, wer Dir etwas anderes erzählt. Du kannst Deine auch nicht einfach wechseln, oder? Also wäre es völlig unfair, andere nach dem zu beurteilen, was sie sind.

Fakt 2: Eine Gleichberechtigung und volle Akzeptanz (nicht verwechseln mit Toleranz!) ist erst dann erreicht, wenn man gar nicht mehr über Sexualitäten reden muss, sondern es so akzeptiert, wie es ist. Sie hat schwarze Haare, er hat Schuhgröße 45... wenn das zu einem nichtigen Detail wie diese wird.
DAFÜR gehen die Leute auf die Straße. Nicht um jeden aufzuzeigen, dass sie kunterbunt sind.

Ein Zitat aus dem Spiegel (Zeitschrift): "Weltweit gibt es 72 Länder und Territorien mit antihomosexuellen Gesetzen". In Einigen herrscht noch immer die Todesstrafe dafür!
Wir sind noch ganz am Anfang der Akzeptanz...
Zuletzt geändert von Gamer433 am 09.01.2019 01:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Gamer433
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von Gamer433 » 09.01.2019 01:55

v3to hat geschrieben:
09.01.2019 01:43
Solch eine Veranstaltung wie eine Ausstellung sehe ich eher kulturell als politisch. Recht sicher bietet es in erster Linie Unterhaltung und Infos für Lesben, Schwulen, Bi- und Trans-Männern/Frauen und auch sonst für interessierte Leute.
Das Schönste, was ich in dem Bereich erlebt habe war, als vor mir beim CSD (Christopher Street Day) in Köln ein Heteropärchen mit ihren 2 Kindern die Parade zugeschaut und mitgefeiert hatten. Ich war davon sehr gerührt.

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C64Delta
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von C64Delta » 09.01.2019 02:36

Gamer433 hat geschrieben:
09.01.2019 01:52
laduke123 hat geschrieben:
09.01.2019 00:16
Z.B. wurden und werden Homosexuelle in höchste politische Ämter gewählt[...]
Das klingt fast schon so, als würdest Du sagen, dass diese Leute eben wegen ihrer sexuellen Orientierung da sind, wo sie stehen/standen.
Nein, das denke ich nicht. Das belegt nur, dass du heute in Deutschland alles erreichen kannst, ungeachtet deiner sexuellen Orientierung.
Gamer433 hat geschrieben:
09.01.2019 01:52
laduke123 hat geschrieben:
09.01.2019 00:16
Klar kann ich sagen, dass ich (für mich) homosexuelle Handlungen ablehne oder sogar abstoßend finde. Aber vielleicht bin ich ja als heterosexueller z.B. Latexfan, Spanking-Liebhaber oder Fußfetischist, was ein anderer wiederum zum Kotzen findet. Na und?
Wieso muss man sich denn immer gleich den Sex vorstellen?!
Naja, schon im Wort homosexuell kommt ja "sexuell" vor. Man kann seinen Bruder oder Vater lieben, aber es ist eben eine andere Liebe wie zu dem Menschen, an dem man auch sexuell Interesse hat.
Gamer433 hat geschrieben:
09.01.2019 01:52
Fakt 2: Eine Gleichberechtigung und volle Akzeptanz (nicht verwechseln mit Toleranz!) ist erst dann erreicht, wenn man gar nicht mehr über Sexualitäten reden muss, sondern es so akzeptiert, wie es ist. Sie hat schwarze Haare, er hat Schuhgröße 45... wenn das zu einem nichtigen Detail wie diese wird.
DAFÜR gehen die Leute auf die Straße. Nicht um jeden aufzuzeigen, dass sie kunterbunt sind.
Das ist bei mir schon lange erreicht. Ich schau z.B. gerne die Politdiskussionen von Anne Will an. Ich weiß zwar, dass sie lesbisch ist, jedoch interessiert mich das in keinster Weise. Sie ist einfach eine gute Moderatorin.

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$tranger
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von $tranger » 09.01.2019 09:41

Im negativen Sinn ein Fass aufmachen muss man wirklich nicht. Kann doch ne ganz interessante Ausstellung sein. Und hat mit dem Thema Gaming zu tun, wäre also auch ne Newszeile wert.

Immernoch besser als wenn Firmen irgendwo Charaktere einbauen, deren einziges Charaktermerkmal ihre Sexualität ist um damit LGBTQ-Leute an der Nase rumzuführen und für positive Presse zu sorgen.
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von Usul » 09.01.2019 10:02

laduke123 hat geschrieben:
09.01.2019 02:36
Naja, schon im Wort homosexuell kommt ja "sexuell" vor. Man kann seinen Bruder oder Vater lieben, aber es ist eben eine andere Liebe wie zu dem Menschen, an dem man auch sexuell Interesse hat.
D.h. wenn du statt "homosexuell" dann "homophil" hörst, mußt du an Philip Lahm oder die Philharmonie denken?
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von Eisenherz » 09.01.2019 10:40

$tranger hat geschrieben:
09.01.2019 09:41
Immernoch besser als wenn Firmen irgendwo Charaktere einbauen, deren einziges Charaktermerkmal ihre Sexualität ist um damit LGBTQ-Leute an der Nase rumzuführen und für positive Presse zu sorgen.
Der Fall, auf den du hier wohl anspielst, war ja reine Provokation, nichts anderes. Da gings überhaupt nicht um einen interessanten oder differenzierten Charakter, sondern nur darum, der angeblich rassistischen, sexistischen, misogynen Gamerszene mal so richtig in die Fresse zu treten und sich dann am Shitstorm selbst zu bestätigen.

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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von $tranger » 09.01.2019 10:46

Nicht unbedingt.
Aber ab und an wird die Karte einfach gezogen, nur um Presse/werbung zu machen und dann steckt da außer der beworbenen Sexualität nichts dahinter. Da wäre ich persönlich wenn ich Zielgruppe wäre beleidigt, dass man meint mich mit sowas ködern zu können.
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von Usul » 09.01.2019 10:52

$tranger hat geschrieben:
09.01.2019 10:46
Nicht unbedingt.
Aber ab und an wird die Karte einfach gezogen, nur um Presse/werbung zu machen und dann steckt da außer der beworbenen Sexualität nichts dahinter. Da wäre ich persönlich wenn ich Zielgruppe wäre beleidigt, dass man meint mich mit sowas ködern zu können.
Da solcherlei Werbung aber mit vielen Themen aufgezogen wird, ist das ja auch wiederum ein Zeichen von Normalität. Zumindest wäre es das, wenn dann nicht diejenigen, die nicht zur "Zielgruppe" gehören, sich gehörig darüber echauffieren würden.

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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von NomDeGuerre » 09.01.2019 10:57

Bei Skyrim konnte man gleichgeschlechtlich heiraten. Jedenfalls nehme ich an, dass der riesige, bärtige Schmied, den ich geheiratet habe, ein Mann war. Kann mich nicht erinnern, dass das beworben wurde, ich war jedenfalls ziemlich überrascht und musste das natürlich sofort testen.
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von Usul » 09.01.2019 11:06

NomDeGuerre hat geschrieben:
09.01.2019 10:57
Bei Skyrim konnte man gleichgeschlechtlich heiraten. Jedenfalls nehme ich an, dass der riesige, bärtige Schmied, den ich geheiratet habe, ein Mann war. Kann mich nicht erinnern, dass das beworben wurde, ich war jedenfalls ziemlich überrascht und musste das natürlich sofort testen.
Biste schwul oder was?!

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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von $tranger » 09.01.2019 11:06

Usul hat geschrieben:
09.01.2019 10:52
$tranger hat geschrieben:
09.01.2019 10:46
Nicht unbedingt.
Aber ab und an wird die Karte einfach gezogen, nur um Presse/werbung zu machen und dann steckt da außer der beworbenen Sexualität nichts dahinter. Da wäre ich persönlich wenn ich Zielgruppe wäre beleidigt, dass man meint mich mit sowas ködern zu können.
Da solcherlei Werbung aber mit vielen Themen aufgezogen wird, ist das ja auch wiederum ein Zeichen von Normalität. Zumindest wäre es das, wenn dann nicht diejenigen, die nicht zur "Zielgruppe" gehören, sich gehörig darüber echauffieren würden.
Natürlich. Ich würde mich bei jedem anderen Thema genauso aufregen, wenn man mich für dumm verkaufen will ^^
Aber scheinbar ist die Normalität ja nicht bei allen angekommen, wenn sowas extra herausgestellt wird.
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von Usul » 09.01.2019 11:11

$tranger hat geschrieben:
09.01.2019 11:06
Natürlich. Ich würde mich bei jedem anderen Thema genauso aufregen, wenn man mich für dumm verkaufen will ^^
Aber scheinbar ist die Normalität ja nicht bei allen angekommen, wenn sowas extra herausgestellt wird.
Nur der Unterschied ist: Bei anderen Themen regen sich diejenigen auf, die davon betroffen sind. Wenn z.B. irgendeine Firma großspurig ankündigt, keine Mikrotransaktionen in ihrem nächsten Spiel zu haben... oder auf Kopierschutzmaßnahmen verzichten wird... Normalerweise kommt dann niemand daher, der sich nicht für das Spiel interessiert oder der grundsätzlich kein Problem mit MT oder Kopierschutz hat, und redet dann seitenweise darüber, wie schlimm das doch alles ist.

Beim Thema Homo-/Bi-/Trans-/Whatever-Sexualität ist es aber anders. Da regen sich gerne mal diejenigen auf, die das gar nicht betrifft - Heterosexuelle z.B.

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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von NomDeGuerre » 09.01.2019 11:14

Usul hat geschrieben:
09.01.2019 11:06
Biste schwul oder was?!
Erst wollte ich ne Echsenfrau heiraten, aber die war mir zu schuppig.
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Re: Spielkultur: Berliner Museums-Ausstellung "Rainbow Arcade" dreht sich um "queere Geschichte von Videospielen"

Beitrag von Kajetan » 09.01.2019 11:15

NomDeGuerre hat geschrieben:
09.01.2019 11:14
Erst wollte ich ne Echsenfrau heiraten, aber die war mir zu schuppig.
Nicht zu kaltherzig? :)
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