Bei uns wohl schon. Ist das in USA/Virginia auch so?
Doc Angelo hat geschrieben: ↑24.09.2018 13:43
Das ist ein Projekt zur Erforschung von möglichen Medikamenten. Es handelt sich um verteiltes Rechnen, das heißt das ihr nicht genutzte Rechenkapazität eures Computers bereit stellt, damit die aufwändigen Berechnungen durchgeführt werden können. Anstatt einen großen Supercomputer teuer zu mieten, können sich Freiwillige melden und somit noch viel größere Leistung bereitstellen, die zudem auch dauerhaft verfügbar ist.
Bevor jetzt einige Leute auf die Idee kommen, was Gutes zu tun, das sie "sowieso" nichts kostet: Doch es kostet euch was!
Nicht "genutzte" Rechenleistung spart zunächstmal eines, und das massiv: Strom.
Ob mein PC läuft aber "nichts" tut, oder ob da solche Cloudcomputingsachen darauf laufen, was die CPU idR zu 100% auslastet, macht einen Stromverbrauchsunterschied von ungefähr 60W aus. Bei noch neueren CPUs (meiner ist Ivy Bridge von 2012) dürfte die Differenz ggf. noch deutlich größer ausfallen, weil wohl Leerlaufverbrauch noch niedriger und Volllastverbrauch noch deutlich höher sein können. Ein aktueller i7 dürfte unter Volllast sicher nochmal 30W mehr verbrauchen, als mein i5.
Und das ist nur die CPU, teilweise kann für dieses Cloudcomputing mittlerweile auch die GPU mitgenutzt werden, und deren Stromverbrauch liegt gerne mal bei 200W.
Je nachdem wie lange der PC läuft, kann das bei der jährlichen Stromabrechnung durchaus einen Unterschied von mehreren 100€ ausmachen.
Strom-Rechenleistungsmäßig, sind Rechenzentren übrigens um Welten effizienter.
Das ist keine Wertung, ob man da mitmachen soll, oder nicht, ich habs nur leider auch schon erlebt, dass Leuten das absolut nicht klar war, sie aus Gumtütigkeit ihren PC an solchen Projekten mitwerkeln haben lassen, und dann bei der Stromabrechnung eine (mehr oder weniger böse) Überraschung erlebten.
GhostRecon hat geschrieben: ↑24.09.2018 14:16
Sowas ähnliches gab´s auch mal auf der PS3. "Folding@home" hieß das ganze.
Pit|Nix Treff hat geschrieben: ↑24.09.2018 14:20
Ich nutze ja den BOINC Manager dafür.
Da gibts mehrere. Boinc ist ein Framework, über das man an mehreren unterschiedlichen Cloudcomputingprojekten teilnehmen kann. Afaik ist das alles aus dem SETI-Projekt entstanden, da hab ich Ende der 90er, Anfang der 2000er schon mitgerechnet, aber damals hatte die ganze Hardware keinerlei Stromsparmechanismen, da hat sich der Stromverbrauch kaum geändert, ob das Ding nun was berechnet hat, oder "aktiv nichts" getan hat.