Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

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Usul
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Usul » 12.08.2018 11:06

Doc Angelo hat geschrieben:
12.08.2018 09:52
Ich bin mir sicher, das Du das Gleiche auch für die (angeblich) sexistischen und rassistischen Mitarbeiter von Riot tun würdest, oder? Von einem Urteil über Moral und Anstand abzusehen. Ist das richtig?
Nein, das ist nicht richtig. Und mir reicht es nun wirklich, dass du das weiterhin auf die persönliche Ebene ziehst! Geh und such dir ein anderes Spielzeug.

Doc Angelo
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Doc Angelo » 12.08.2018 11:31

Usul hat geschrieben:
12.08.2018 11:06
Nein, das ist nicht richtig. Und mir reicht es nun wirklich, dass du das weiterhin auf die persönliche Ebene ziehst! Geh und such dir ein anderes Spielzeug.
Und noch mehr Doppelmoral. Du hast ganz recht: Jetzt ist gut. Mir reichts auch.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

DEMDEM
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von DEMDEM » 12.08.2018 12:20

Usul hat geschrieben:
11.08.2018 21:02
DEMDEM hat geschrieben:
11.08.2018 20:52
Hmm, Artikel 5, Absatz 1 des GG sagt was anderes. Ich habe sehr wohl das Recht Cosplayer als Attention Whores zu bezeichnen. Sollte die Bezeichnung falsch sein, hast du widerum das Recht mich zu widerlegen. Auch darf ich fette Ärsche kommentieren, oder große Titten. Es mag nicht angebracht sein, aber das Recht habe ich sehr wohl dazu.
Oh Mann... ja, sorry, daß ich mich nicht ABSOLUT IDIOTENSICHER ausgedrückt habe, damit es auch jeder kapiert... und danke, daß du mir das deutlich gemacht hast.
Ach, komm. Versuch erst gar nicht hier die beleidigte Leberwurst zu spielen, deine billige Rhetorik kannst du dir sparen. Den Versuch geltende Rechte nach eigenem Gutdünken auszulegen ist vorhersehbar und eine Standardfloskel. Das du darauf angesprochen so reagierst ist nun auch nicht überraschend. Und dein Wink mich als Idioten bezeichnen zu wollen, kannst du dir auch sparen.
Doc Angelo hat geschrieben:
11.08.2018 23:55
Usul hat geschrieben:
11.08.2018 22:58
Doc Angelo hat geschrieben:
11.08.2018 22:52
Deswegen hab ich zu dir gesagt, das Du hier mit einer ziemlich deutlichen Doppelmoral zu Werke gehst. Dir scheint das wirklich kein bisschen aufzufallen.
Ne, da fällt mir keine Doppelmoral auf. Auch nicht, wenn du mir das dann zum wiederholten Mal attestierst.
Eine Doppelmoral wäre es dann nicht, wenn Du damit kein Problem hättest, das dein Ex-Partner Briefe und Nachrichten von Dir im Internet veröffentlicht. Das willst Du mir doch jetzt nicht allen ernstes erzählen.
Du verwechselst hier ein paar Sachen. Es ist ein Unterschied, ob Fotos in der Sicherheit der Einvernehmlichkeit und des Vertrauens aufgenommen wurden für ausschließlich private Zwecke, oder ob jemand unaufgefordert und unerwünscht eine Konversation initiiert, die nie willkommen war. Im Letzeren Fall ist es nämlich kein privates Gespräch, das kann es nur in beidseitiger Einvernehmlichkeit sein.

Ich kann doch nicht irgendwelchen Leuten irgendwas schicken und von denen den selben Anspruch auf Privatsphäre fordern, wenn ich derjenige bin, der versucht deren Privatsphäre zu stören. Das ergibt doch vorne und hinten keinen Sinn...

Doc Angelo
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Doc Angelo » 12.08.2018 12:34

DEMDEM hat geschrieben:
12.08.2018 12:20
Du verwechselst hier ein paar Sachen. Es ist ein Unterschied, ob Fotos in der Sicherheit der Einvernehmlichkeit und des Vertrauens aufgenommen wurden für ausschließlich private Zwecke, oder ob jemand unaufgefordert und unerwünscht eine Konversation initiiert, die nie willkommen war. Im Letzeren Fall ist es nämlich kein privates Gespräch, das kann es nur in beidseitiger Einvernehmlichkeit sein.
Eine Nachricht ist genau dann privat, wenn sie nur eine bestimmte Anzahl an genannten Empfängern hat und nicht öffentlich gemacht wird. Ich hab keine Ahnung warum hier von so vielen Seiten versucht wird diese Definition umzustricken. Was habt ihr davon?

Es ist schon mehrfach vorgekommen, das ich eine private Nachricht erhalten habe zum Beispiel als Ergänzung einer Thematik in einem Forum. Darin enthalten waren teilweise sehr persönliche Informationen, die derjenige mir zukommen lassen wollte, ohne sie in der Öffentlichkeit (in einem öffentlichen Thread) breit zu treten. Nach deiner Definition hätte ich nun den Text kopieren und im gleichen Thema veröffentlichen können, weil die Nachricht geschrieben wurde....... ohne "vorher Bescheid zu sagen".

Da hab ich kein Verständnis für diese Ansicht. Das geht echt gar nicht.
DEMDEM hat geschrieben:
12.08.2018 12:20
Ich kann doch nicht irgendwelchen Leuten irgendwas schicken und von denen den selben Anspruch auf Privatsphäre fordern, wenn ich derjenige bin, der versucht deren Privatsphäre zu stören. Das ergibt doch vorne und hinten keinen Sinn...
Doch, das kannst Du. Oder ist für Dich etwa ein Werbeprospekt im Briefkasten ein Angriff auf die Privatsphäre?
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DEMDEM
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von DEMDEM » 12.08.2018 13:07

Privastsphäre ist der persönliche Raum. Wenn Leute, die unerwünscht sind, in diesen Raum eindringen, dann ist das eine Verletzung der Privatsphäre. Wenn ich jemanden Nachrichten schicke, die a) unerwünscht sind und b) ich selbst unerwünscht bin, dann bin ich derjenige, der die Privatsphäre von jemand anderen stört und nicht der jemand andere, der dann meine unerwünschte Nachrichten veröffentlicht.

Der Zweck eines Briefkastens ist es Post zu erhalten. Wenn ich keine WerbePOST erhalten möchte, so kann ich das ausdrücklich mit einem "Keine Werbung"-Aufkleber kenntlich machen und wenn dann trotzdem Werbepost eingeworfen wird, kann ich Beschwerde einlegen.

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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Doc Angelo » 12.08.2018 13:18

DEMDEM hat geschrieben:
12.08.2018 13:07
Wenn ich keine WerbePOST erhalten möchte, so kann ich das ausdrücklich mit einem "Keine Werbung"-Aufkleber kenntlich machen und wenn dann trotzdem Werbepost eingeworfen wird, kann ich Beschwerde einlegen.
Klar kannst Du eine Beschwerde einlegen. Aber wohl kaum wegen "Verletzung der Privatsphäre". Find doch mal das Gesetz und schau ob dem so ist. Du wirst es nicht finden. Das ist echt absurd. Ich werde dazu nicht mehr antworten.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von DEMDEM » 12.08.2018 13:23

Doc Angelo hat geschrieben:
12.08.2018 13:18
DEMDEM hat geschrieben:
12.08.2018 13:07
Wenn ich keine WerbePOST erhalten möchte, so kann ich das ausdrücklich mit einem "Keine Werbung"-Aufkleber kenntlich machen und wenn dann trotzdem Werbepost eingeworfen wird, kann ich Beschwerde einlegen.
Klar kannst Du eine Beschwerde einlegen. Aber wohl kaum wegen "Verletzung der Privatsphäre". Find doch mal das Gesetz und schau ob dem so ist. Du wirst es nicht finden. Das ist echt absurd. Ich werde dazu nicht mehr antworten.
Habe ich das behauptet? Du versuchst hier eine Brücke zwischen Werbepost und Privatsphäre aufzubauen, nicht ich.

Doc Angelo
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Doc Angelo » 12.08.2018 13:34

DEMDEM hat geschrieben:
12.08.2018 13:23
Habe ich das behauptet? Du versuchst hier eine Brücke zwischen Werbepost und Privatsphäre aufzubauen, nicht ich.
Oh man. Echt jetzt? Ganz genau das Gegenteil war mein Punkt - anders machts auch wenig Sinn. Das hat hier echt keinen Sinn noch weiter drüber zu reden, wenn die Kommunikation dermaßen daneben trifft.
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ChrisJumper
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von ChrisJumper » 12.08.2018 15:59

Doc Angelo hat geschrieben:Verschwiegenheit bedeutet, das Du niemand etwas über jemand oder etwas erzählen darfst - auch nicht in deinen eigenen Worten. Wahrung der Privatsphäre einer Nachricht bedeutet, das Du sie nicht 1:1 veröffentlichen darfst. Niemand hält dich davon ab deinem besten Kumpel von der Nachricht und dem Inhalt zu erzählen. Aber den Original-Text herumreichen geht gar nicht und ist zu Recht nicht erlaubt.
Erlaubt ist es nicht und das Briefgeheimnis sollte dies auch abdecken. Vor einer Veröffentlichung sollte die beteiligten Parteien wenigstens fragen ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden sind. Praktisch findet das aber immer seltener Anwendung. Auch weil dritten im Rahmen der Übermittlung oft schon diverse Rechte eingeräumt werden.
Das Ganze hat mit Whatsapp und Co. einfach nichts zu tun.
Doch hat es, es ist ausschlaggebend wie die Nachricht übermittelt wurde und welche Parteien dabei beteiligt sind. Bei Bilder behält sich FB zum Beispiel auch vor diese zu Werbezwecke zu nutzen, letztlich wird eingeräumt das die Informationen an dritte Abfließen. Ich habe es aber nur erwähnt weil es der Standard ist wie die Jugend kommuniziert. Die Verschlüsselung spielt dabei gar keine Rolle, da sie für den Empfänger und die ausgenommenen Dritten (Smartphonehersteller, Facebook), transparent sind.

Aktuell Schützt eine PIN am Smartphone bei der Eingabe noch diese Privatsphäre vor den Eltern, Mitschülern oder Lehrern. Erstere können aber einfach verlangen das es Entsperrt wird oder indem die Eltern eine Kindersicherung nutzen (so wie Sabienchen sich hier auch oft über das Thema aufregt).

Bei dem Briefgeheimnis hast du natürlich recht, aber das gilt halt nicht für Sendungen ins Ausland, die dann unter Safe_Harbor oder EU-US Privacy Shield fallen.

Macht jemand ein Foto von dir ohne deine Einwilligung und veröffentlicht es, kannst du das natürlich beklagen. Aber oft hat man hier das Nachsehen und der Schaden schon angerichtet.

Daher kann man nur wenn man sicher sein will die Privatsphäre nur schützen, durch Maßnahmen wie:

"Wenn man nicht möchte das diese Bilder mehr als vier Augen sehen dann fertigt man davon keine digitale Kopie an sondern nutzt lediglich Anwesenheit oder direkte Kommunikation ohne Aufzeichnungsgeräte im Raum."
Äh... das wär ne ziemlich asoziale Welt, die Du da skizzierst. Ich hoffe soweit wird es nie kommen.
Das ist der aktuelle Alltag. Wenn du nicht möchtest das du Nachteile hast, musst du und deine Freunde mit diesen Informationen viel sensibler umgehen. Aus dem Grund, achten Jugendliche ja schon das sie beim Feiern zum Beispiel nach 22 Uhr keine Smartphones zulassen werden damit keine Alkoholfotos in den Netzwerken landen etc.. das ist schon purer Selbstschutz.
Ex anzuschwärzen? Nope. Never ever.
Das ist auch nicht meine Art. Aber gerade wenn Beziehungen zerbrechen schreiben sie sich häufiger in kürzerer Zeit und Teilen auch mehr Nachrichten mit ihren Freunden. Diese Schlammschlacht macht doch da jeder mit. Menschen mit solchen Gefühlswallungen sind wahrscheinlich nicht mehr nüchtern, geschweige denn rationell handelnde Wesen.

Meistens ist es nun mal so das nach dem Ableben, Briefe des Verstorbenen gefunden und ihren Weg in die Öffentlichkeit finden oder das zum Beispiel der Facebook-Account von den Eltern geöffnet werden darf/muss. Wie ja vor kurzem ein Gerichtsurteil entschieden hat.

Wer nicht möchte das seine Nachrichten und Fotos, Dritten zugänglich wird MUSS, frühzeitig starke Kryptographie verwenden oder ein Löschen der Nachrichten, vereinbaren.

Bei den Eltern mit dem FB-Account, werden ja auch Nachrichten von Dritten an die verstorbene Tochter, veröffentlicht.

@USUL
Usul hat geschrieben:..welche Rechte und Pflichten sich gegenüberstehen und was davon das andere überwiegt. Von daher ist auch hier kein einfaches "Privatnachricht veröffentlichen ist verboten" zielführend.
Doc hat mich jetzt ja angehalten da noch mal drüber nach zu denken. Was du schreibst stimmt schon, wenn sie sich gegenüberstehen überwiegt nun mal das eine Recht dem Anderen.
Trotzdem, einfach wie du es dir mit der Veröffentlichung machst, darfst du das nicht. Es gibt schon einen gewissen Schutz der Privatsphäre, Datenschutz, Urheberrecht etc. Bei einer Straftat darf natürlich die Polizei Ermittlungen anstellen oder gar der Geheimdienst direkt die Informationen abrufen.
Oder sagen wir es so: Ich würde mich nicht beschweren können.
Doch du kannst dich beschweren. Das ist ja eben der Punkt des Briefgeheimnisses. Was du machen kannst ist davon zitieren und die Namen nicht nennen oder andere Punkte die eine Identifikation ermöglichen.

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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von DEMDEM » 12.08.2018 16:29

Man darf nicht einfach Nachrichten/Bilder anderer an einen selbst gerichtet veröffentlichen, da greift das Urheberechts- und der Persönlichkeitsschutz (je nach Fall). Aber in diesem Fall geht es doch darum, dass jemand einen anderen unerwünschte Nachrichten schickt, inklusive einen Bild von dem anderen und dazu noch spezielle Anspielungen hinterlässt. Es gibt keine allumfassende Rechtsauslegung, sondern muss im Einzelfall entschieden werden.

Die Frage lautet also, war die Frau berechtigt die an sie gesendete Nachrichten zu veröffentlichen?

https://www.juraforum.de/ratgeber/straf ... m-internet

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Usul
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Usul » 12.08.2018 23:35

DEMDEM hat geschrieben:
12.08.2018 12:20
Ach, komm. Versuch erst gar nicht hier die beleidigte Leberwurst zu spielen, deine billige Rhetorik kannst du dir sparen. Den Versuch geltende Rechte nach eigenem Gutdünken auszulegen ist vorhersehbar und eine Standardfloskel. Das du darauf angesprochen so reagierst ist nun auch nicht überraschend. Und dein Wink mich als Idioten bezeichnen zu wollen, kannst du dir auch sparen.
Ich meinte das Ganze natürlich nicht auf Gesetzesebene... und dachte, das wäre klar. Dann zitierst du die Meinungsfreiheit. Da ist es doch klar, daß ich darauf nicht mit Blümchentexten reagiere.

ChrisJumper hat geschrieben:
12.08.2018 15:59
@USUL
Usul hat geschrieben:..welche Rechte und Pflichten sich gegenüberstehen und was davon das andere überwiegt. Von daher ist auch hier kein einfaches "Privatnachricht veröffentlichen ist verboten" zielführend.
Doc hat mich jetzt ja angehalten da noch mal drüber nach zu denken. Was du schreibst stimmt schon, wenn sie sich gegenüberstehen überwiegt nun mal das eine Recht dem Anderen.
Trotzdem, einfach wie du es dir mit der Veröffentlichung machst, darfst du das nicht. Es gibt schon einen gewissen Schutz der Privatsphäre, Datenschutz, Urheberrecht etc. Bei einer Straftat darf natürlich die Polizei Ermittlungen anstellen oder gar der Geheimdienst direkt die Informationen abrufen.
Oder sagen wir es so: Ich würde mich nicht beschweren können.
Doch du kannst dich beschweren. Das ist ja eben der Punkt des Briefgeheimnisses. Was du machen kannst ist davon zitieren und die Namen nicht nennen oder andere Punkte die eine Identifikation ermöglichen.
Auch hier rede ich nicht von der Gesetzeslage - denn es wurde explizit nach meiner persönlichen Meinung gefragt. In dem zitierten Beitrag gehe ich zuerst auf diese persönliche Perspektive ein, und danach erst gesondert auf die rechtliche Schiene. "Ich würde mich nicht beschweren können" - das ist also nicht rechtlich gemeint, sondern von meiner persönlichen Einstellung her.

Wigggenz hat geschrieben:
12.08.2018 10:17
Die Nachrichten kann man zunächst an die Behörden weiterleiten. Wenn diese darin einen hinreichenden Tatverdacht auf strafbares Verhalten sehen, wird das Ganze ohnehin Gegenstand eines öffentlichen Verfahrens. Allerdings in geregelten Bahnen.
Und auch hier: Im zitierten Beitrag gehe ich auf die persönliche Perspektive ein, und danach erst gesondert auf die rechtliche Schiene.

Und rechtlich gesehen ist es nicht so strikt, wie hier teilweise getan wird. Selbstverständlich gelten Post-, Brief- und Fernmeldegeheimnis - aber diese betreffen nicht den Empfänger der Nachrichten. Die Post darf z.B. nicht Briefe einfach veröffentlichen. Der Mobilfunkanbieter darf SMS nicht abfangen und mitlesen. Der Internetprovider darf E-Mails nicht mitlesen oder veröffentlichen. Usw. usf.
Sobald die Nachricht beim Empfänger eingegangen ist, ist der Vorgang in dieser Hinsicht abgeschlossen. Ab dann greifen eben die allgemeinen Persönlichkeitsrechte des Senders. Wenn der Empfänger die erkennbar privat übermittelte Nachricht veröffentlicht bzw. Dritten zugänglich macht, verletzt er die allgemeinen Persönlichkeitsrechte des Senders. Dieser kann dagegen dann juristisch vorgehen und hat unter Umständen Unterlassungs- und Schadenersatzansprüche. "Unter Umständen", weil eben eine Einzelfallabwägung gemacht werden muß - es ist also nicht automatisch eine Verurteilung zu erwarten, sondern es wird abgewägt, wer was wie warum wann gemacht hat.

Und jetzt kommen wir wieder zum Beispiel zurück, bei dem mir ja Doppelmoral vorgeworfen wird:
Die Nachricht kam nach der Trennung - das impliziert für mich, daß es sich um eine unaufgeforderte Nachricht gehandelt hat. Und das finde ich hier nicht unerheblich.
Desweiteren ist ihr Inhalt mindestens fragwürdig - durch das angehängte Bild der schlafenden Empfängerin hat das Ganze einen bedrohlichen Charakter, allerdings nicht so explizit, daß es sich um eine Drohnachricht handelt. Wieder: Meiner Einschätzung nach.

Das alles führte mich eben zu der Feststellung, daß ich kein Problem darin sehe, SOLCH eine Nachricht zu veröffentlichen. Und zwar weder aus meiner persönlichen Moralvorstellung betrachtet noch rechtlich. Ich persönlich würde es darauf ankommen lassen, daß der Sender mich darüber verklagt und eine Unterlassung fordert. Denn ich glaube, die Chancen stünden nicht schlecht, daß der Sender damit nicht durchkommt.

Soooo... das kann man gerne anders sehen. Aber was Doc Angelo hier deswegen abzieht, ist nicht im Rahmen des Erträglichen. Ich habe versucht, auf seine Frage sachlich zu antworten - damit eben keine Mißverständnisse entstehen. Ich habe z.B. explizit nicht von allen privaten Nachrichten aller Art gesprochen... und ich habe deutlich zu machen versucht, daß es hier unter Umständen sogar zu einem gewissen Konflikt zwischen dem positiven Recht und meinen persönlichen Vorstellungen kommen mag, was nichts Außergewöhnliches ist und bei den meisten Menschen auf die eine oder andere vorkommen dürfte.
Und dafür mußte ich mir Doppelmoral-Vorwürfe und Entrüstung anhören. Auf die Bitte, das doch einfach sein zu lassen, wurde das wiederholt - und dann sogar noch der Kreis zu den "(angeblich) sexistischen und rassistischen Mitarbeiter[n] von Riot" geschlossen.


Wie soll ich auf so etwas reagieren? Das würde mich wirklich mal interessieren. Es ist ja offenbar falsch, egal wie ich es angehe...

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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von ChrisJumper » 13.08.2018 02:44

Usul hat geschrieben:Wie soll ich auf so etwas reagieren? Das würde mich wirklich mal interessieren. Es ist ja offenbar falsch, egal wie ich es angehe...
Danke für die Ausführliche Antwort!

Nicht ganz ernst gemeint zum Zitat: Gründe eine Spielefirma die tolle Spiele macht und die Mitarbeiter respektvoll behandelt und Erfolgreicher ist als Riot! Dann ist schon viel gewonnen. Für die Gamer und die Arbeitnehmer, mit etwas Glück wirst du auch noch reich. ;D

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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Serious Lee » 13.08.2018 11:24

Hohle Proleten gingen mir schon immer auf den Sack. Übersensibelchen erst seit ein paar Jahren. Ich bin mir sicher die meisten Leute, die dort arbeiten, sind in Ordnung. Nur hört man von denen halt nichts.
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Sindri » 13.08.2018 12:06

Doc Angelo hat geschrieben:
11.08.2018 17:36
Ganz ehrlich: Cosplay ist interessant und manchmal auch nett anzuschauen. Unangebracht angequatscht zu werden ist natürlich scheiße - wie in jeder anderen Situation auch. Sich allerdings aufzuregen, weil jemand vollkommen korrekt sagt, das es beim Cosplay zu einem nicht zu verachtenden Anteil (aber natürlich nicht ausschließlich) darum geht Möpse zu zeigen, ist allerdings einfach nur Realitätsverweigerung. Vollkommen unnötig.
Das kann man dann auch über Klamotten im Allgemeinen sprechen. Es gibt genug freizügige weibliche Bekleidung, ganz besonders jetzt im Sommer, wo jeder weiß, daß eine Frau sich sexy fühlen möchte.
Bedeutet aber nicht, daß sie sexuell belästigt werden möchte oder daß man über sie abwertend spricht.

Doc Angelo
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Re: Riot Games: Berichte über Sexismus, Homophobie, unangemessenes Verhalten gegenüber Frauen und Fans usw.

Beitrag von Doc Angelo » 13.08.2018 12:32

Sindri hat geschrieben:
13.08.2018 12:06
Bedeutet aber nicht, daß sie sexuell belästigt werden möchte oder daß man über sie abwertend spricht.
Ich stimme dir absolut zu und möchte die Aussage noch "ultimativ" erweitern. Niemand darf sexuell belästigt werden. Niemand mag es, das andere Menschen abwertend über einen sprechen. Das hat im Grunde mit überhaupt nichts anderem zu tun außer dem puren und nackten Mensch-Sein. Es kommt kein bisschen darauf an, welche Hautfarbe du hast, oder welcher Religion du angehörst, oder wie alt du bist, oder welche Kleidung du gerade trägst. Es ist vollkommen egal im Kontext dieser beiden Dinge.

Warum also diese spezielle Nennung? Wenn eine Frau will, das andere sie "sexy" finden, dann erwartet sie auch Reaktionen - egal welcher Art. Das schließt ganz selbstverständlich nicht die beiden oben genannten Dinge ein. Weil es das niemals tut. Das ist so als würde man sagen, das Cabrio-Fahrer nicht wollen, das Vögel auf die Sitze scheißen. Ja natürlich nicht. Niemand will das.

Ich versteh ja was Du meinst. Mein Punkt ist: Es ist sowieso so wie Du sagst. Immer.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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