sphinx2k hat geschrieben: ↑16.07.2018 15:35
Ich verstehe die Reaktion von ArenaNet nicht. Da muss doch mehr abgelaufen sein als dieses bisschen getwitter? Kommt mir sehr überzogen vor die Aktion, ein rüffle/Abmahnung hätte ich da ehr für angebracht gehalten.
Ist ja nicht so das sie jemand als "Insert-was-euch-so-an-Schimpfwörtern-einfällt" bezeichnet hat.
Man muss es aber auch aus dem Blickwinkel betrachten, dass sich diese Frau wirklich aufgeführt hat wie die Axt im Walde und der Community (und damit quasi der Kundschaft) gezeigt hat, dass sie null von ihnen hält. Als wäre es nicht nur das gewesen, hat sie auch alle möglichen Social Justice Joker gezogen, die sie nur nehmen konnte, auch wenn diese absolut nichts mit dem Problem zu tun hatten.
- Sie war auf einmal das "Opfer" weil sie sagt was ihr in den Sinn kam ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken wie es ankommt. Dann wunderte sie sich auf einmal über Gegenwind.
- Sie hat den "Ich bin eine arme arme Frau und deshalb automatisch eine Guerillakriegerin gegen Sexismus und das macht mich per Default besser als alle anderen hier"-Joker gezogen einfach weil es in dem Moment praktisch war obwohl ihr Geschlecht bis dahin nicht einmal Ansatzweise von Relevanz in der Diskussion war. Das empfinde ich als absolut respektlos Frauen gegenüber die wirklich Probleme haben.
- Sie kam an und sprach davon, dass das ihr persönlicher Twitter Account ist und sie deshalb schreiben darf was sie will. Jedoch ist dieser Account nicht privat sondern öffentlich. So funktioniert das nicht, Fräulein Price.
- Sie DARF schreiben was sie will, muss aber auch mit dem Hall zurecht kommen, welcher entsteht wenn sie die Kundschaft ihres Arbeitgebers angreift und ihnen Dinge wie Sexismus unterstellt. Kann sie nicht, also wirft sie sich in die Opferrolle.
- Sie UND ihr Kollege wurden nach allem von ArenaNet entlassen. Aber trotzdem kreidet sie es nun als ein toxisches, frauenfeindliches Unternehmen an und sie wäre die einzige, die auf den Deckel bekommen hat. Wichtige Fakten ausblenden nur weil sie nicht so praktisch für die eigene Argumentation sind, ist nur selten hilfreich.
- Meines Wissens nach hat diese Frau nicht EIN einziges mal auch nur minimalst irgendwelche Fehler zugestanden sondern alles auf alle anderen geschoben.
Diese ganze Kontroverse mit ihr ist ein einziges, massives Zugunglück. Man will nicht hinsehen aber irgendwie kann man nicht anders. In jedem anderen - verstärkt kundenorientierten - Berufsfeld fliegt man nach solch einer Aktion mindestens genau so schnell. Ich finde ArenaNet's Entscheidung absolut gerechtfertigt.
Es ist nicht so als hätte sie sich nur einen Augenblick im Ton vergriffen. Man muss einfach auch den Auslöser in Betracht ziehen. Es war kein Flame, kein Hass, keine Provokation, welche sie so zum durchdrehen gebracht hat. Es war ein absolut höflich und respektvoll formulierter Kommentar eines Spielers, welcher mit ihr einen Dialog über etwas starten wollte, was sie zuvor geschrieben hatte. Man muss schon von Natur aus auf Krawall gebürstet sein um SO zu reagieren wie sie es tat.
Man kann also über die Entscheidung von ArenaNet streiten wie man möchte. Ich empfand es als durchaus angebracht. Andere, wie du, empfinden es als überzogen. So ist es nun einfach mal. Verschiedene Menschen, verschiedene Meinungen. Das ist völlig natürlich. Leider etwas, was Frau Price wohl nicht so gesehen hat. Und - meinen aktuellen Wissensstand nach zu urteilen - sogar bis jetzt noch nicht versteht. Derart tickende Zeitbomben sind für Unternehmen einfach nicht gut. Vor allen Dingen wenn sie derart darauf beharren, dass alle anderen außer sie Unrecht haben.