Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

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Der Chris
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Der Chris » 19.07.2018 14:57

Immersion hat für mich immer auch viel mit einem gewissen Momentum zu tun, das nicht gebrochen werden sollte. Wenn Cutscenes in dem Maße strapaziert werden, dass ich lieber aufs Klo gehen möchte, um die Zeit zu überbrücken, dann ist das ein Anzeichen dafür, dass die Sache nicht wirklich immersiv ist. ;) Selbiges kann auch walk and talk verursachen. Zu sagen, dass eine interessante Geschichte in einem Spiel auch automatisch immersiv ist, ist für mich etwas kurz gegriffen. Auch wenn man wie hier erwähnt in einer Highscore-Jagd vertieft ist, kann Immersion zustande kommen. In einen gewissen 'Flow' zu kommen kann das auf jeden Fall schon bewirken. Eine gewisse Herausforderung, die einen dazu bringt sich zu fokussieren ist auf jeden Fall eine von vielen Möglichkeiten den Effekt herbeizuführen. Hürden in der Steuerung abzubauen bzw. eine Steuerung die sich "natürlich" anfühlt kann auch ein Schlüssel sein.

VR mag vielleicht helfen. Aber das ist halt auch der Vorschlaghammer. Alle möglichen Wahrnehmungen abzuschalten ist natürlich eine Variante diese Fokussierung herbeizuführen. Aber auch das ist keine Garantie...auch in VR lässt sich die Sache versägen.
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Xris
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Re: Amy Hennig (Uncharted; Star Wars Ragtag) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Beitrag von Xris » 19.07.2018 15:17

Der Chris hat geschrieben:
19.07.2018 09:33
Xris hat geschrieben:
18.07.2018 23:46
Pommern hat geschrieben:
18.07.2018 18:08
Ja, das stört definitiv auch beim neuen GOW. Kaum stellt sich mal richtig Spielfluss ein...Unterbrechung, Cutscene oder anderer störender Kram.
Es ist halt sehr immersiv. Gut fuer Spieler die gerne einfach mal inne halten und sich umsehen. Schlecht fuer jene die einfach nur den Flow haben wollen. Cutscenes jedoch gab es praktisch kaum.
Immersion ist aber auch so ein Wort das im Moment und vor allem im Zusammenhang mit Story-Spielen inflationär verwendet wird. Möglicherweise kann man da auch nochmal nach persönlichen Vorlieben abstufen...aber vor allem das lineare Story-Game wie es aktuell in Mode ist hat für mich keine Chance jemals immersiv zu werden. Dafür erwarte ich in der Spielwelt versinken zu können und zu vergessen, dass ich im Wohnzimmer sitze und einen Controller in der Hand halte...und das geschieht (bei mir) nicht, wenn ich andauernd gegängelt und zurück auf den richtigen Pfad geführt werde und erzählt bekomme welches Knöpfchen ich wann drücken muss. Jedes Mal wenn das tatsächliche Spiel unterbrochen wird, leidet auch bei mir wieder die Immersion. Der Flow ist für mich extrem wichtig wenn es um Immersion geht.
Ich finde aber mit GoW geht es in die richtige Richtung. Dadurch das sich wenig wiederholt und wirklich selten der Spielfluss durch richtige Cutscenes unterbrochen wird. Ich fand die Gespräche der beiden Protagonisten schon relativ überzeugend. Normalerweise habe ich auch Probleme mich mit stark geskripteten Spielen anzufreunden. Jedoch ist das neue GoW teilweise freier als sein direkter Vorgänger in dem man sich zu 95% wie auf Schienen zum Endkampf geprügelt hat. Wenn mann hier vergleichen wuerde haben die Vorgänger unter Umständen sogar mehr starre Cutscenes.

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