EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

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ronny_83
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von ronny_83 » 21.06.2018 19:31

Wigggenz hat geschrieben:
21.06.2018 19:28
Es ist nur Verpflichtung, wenn es in der jeweiligen Verfassung steht.

Im GG findet sich z.B. keine Verpflichtung, die "deutsche Kultur" zu schützen.
https://www.bundesregierung.de/Webs/Bre ... _node.html

Hier ist zwar primär von Gütern die Rede. Aber zumindest ist das ein Zeugnis, dass sich auch die deutsche Bundesregierung in der Aufgabe sieht.

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Wigggenz
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von Wigggenz » 21.06.2018 19:33

ronny_83 hat geschrieben:
21.06.2018 19:31
Wigggenz hat geschrieben:
21.06.2018 19:28
Es ist nur Verpflichtung, wenn es in der jeweiligen Verfassung steht.

Im GG findet sich z.B. keine Verpflichtung, die "deutsche Kultur" zu schützen.
https://www.bundesregierung.de/Webs/Bre ... _node.html
Inwiefern soll das meiner Aussage widersprechen?

Tipp: "Schutz vor Abwanderung von Kulturgut" ist nicht dasselbe wie "Kultur schützen" in dem Sinne, den du dir hier vorstellst. Da geht es um körperliche Gegenstände, keine Gepflogenheiten.

ronny_83
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von ronny_83 » 21.06.2018 19:34

Wigggenz hat geschrieben:
21.06.2018 19:33
Tipp: "Schutz vor Abwanderung von Kulturgut" ist nicht dasselbe wie "Kultur schützen" in dem Sinne, den du dir hier vorstellst.
Ich hab ja nicht näher definiert, wie ich mir das vorstelle.

PS. Die ersten beiden Sätze des ersten Absatzes vermitteln aber, worum es bei diesem Gesetz geht.
Zuletzt geändert von ronny_83 am 21.06.2018 19:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Wigggenz
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von Wigggenz » 21.06.2018 19:35

ronny_83 hat geschrieben:
21.06.2018 19:34
Wigggenz hat geschrieben:
21.06.2018 19:33
Tipp: "Schutz vor Abwanderung von Kulturgut" ist nicht dasselbe wie "Kultur schützen" in dem Sinne, den du dir hier vorstellst.
Ich hab ja nicht näher definiert, wie ich mir das vorstelle.
Du hast es eindeutig durchblicken lassen, als du beispielsweise vom Schutz des Brauchs der Siesta gesprochen hast als Argument.

Fakt bleibt, dass "Kulturgüter" und "Kultur" nicht dasselbe sind und sich für letzteres keine Schutzanordnung im GG findet.

Edit zu deinem Edit:
Ist egal was in diesem Absatz steht, da das kein Verfassungsrecht ist sondern eine bloße abstrakte Erläuterung der BReg zur Bedeutung von Kulturgütern.

Doc Angelo
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von Doc Angelo » 21.06.2018 19:40

ronny_83 hat geschrieben:
21.06.2018 19:26
Natürlich ist das Aufgabe eines Staates. Du willst doch nicht behaupten, dass eine ungarischen Regierung nicht verpflichtet ist, auch ihre Werte, Kultur und Nation zu verteidigen und zu schützen. Oder die der niederländischen, schwedischen oder deutschen. Der Begriff Kultur ist selbstverständlich innerhalb eines Nationalstaates definierbar. Spätestens dann, wenn du ihn mit einem anderen Nationalstaat vergleichst. Spanien und Italien sind genauso wenig gleich wie Schweden und Belgien.
Wie soll das in der Zukunft dann aussehen? Soll jeder Staat verhindern, das die Menschheit auf der Welt eine gemeinsame Kultur entwickelt, weil sie dank moderner Kommunikation zusammen wächst? Warum sollte man dieser Entwicklung entgegenwirken? Was hätte man davon?

Bei Werten ist es im Grunde ähnlich. Auch die ändern sich im Verlaufe der Zeit. Wie soll man da festlegen, welcher Einfluss "national" gewesen ist und welcher nicht? Und warum?

ronny_83 hat geschrieben:
21.06.2018 19:26
Die treten alle als eigene Länder bei der WM an. Ansonsten könnten wir ja eine EU-Mannschaft zur WM schicken. Was sind schon Spanien, Italien und Frankreich. Sind doch alle ein und dasselbe.
Da hast Du recht. Wenn man bedenkt, das die Spieler eines Teams sowieso kunterbunt aus der ganzen Welt kommen...
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ronny_83
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von ronny_83 » 21.06.2018 20:04

Doc Angelo hat geschrieben:
21.06.2018 19:40
Soll jeder Staat verhindern, das die Menschheit auf der Welt eine gemeinsame Kultur entwickelt, weil sie dank moderner Kommunikation zusammen wächst?
Und warum willst du den Verlauf künstlich beschleunigen, obwohl er vielleicht gar nicht künstlich beschleunigt werden will? Kannst du nicht mit Franzosen kommunizieren, auch wenn die ne eigene Sprache haben und eigene Gesetze? Der Punkt einer gemeinsamen menschlichen Kultur ist auch Utopie pur. Viele europäische Kulturen existieren seit tausenden von Jahren und sind auch heute noch nicht eins. Warum sollte man sich auch als Europäer identifizieren? Europa ist weder ein Land noch eine Kultur, sondern ein Zusammenschluss verschiedener Wirtschaftsräume zu einer gemeinsamen Wirtschaftsmacht.
Die EU existiert nicht, weil man es geil fand, eine Kultur zu sein und alle Nationen untereinander zu einem Brei zu vermischen, sondern aus rein wirtschaftlichen Zwecken, um mit anderen Wirtschaftsmächten mitzuhalten.

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dx1
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von dx1 » 21.06.2018 20:05

Kommt hier noch was zu Uploadfiltern und Redefreiheit?
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Doc Angelo
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von Doc Angelo » 21.06.2018 20:38

ronny_83 hat geschrieben:
21.06.2018 20:04
Und warum willst du den Verlauf künstlich beschleunigen, obwohl er vielleicht gar nicht künstlich beschleunigt werden will?
Ich kann mich da deiner Frage nur anschließen: Warum sollte das jemand wollen? Also ich mit Sicherheit nicht. Ich will weder behindern noch beschleunigen. Alles sollte seinen Gang gehen, und gut Ding braucht Weile. Und ich finde die Entwicklung in Richtung einer gemeinschaftlichen Menschheit ein gutes Ding.
ronny_83 hat geschrieben:
21.06.2018 20:04
Kannst du nicht mit Franzosen kommunizieren, auch wenn die ne eigene Sprache haben und eigene Gesetze?
Ich versteh den Hintergrund deiner Frage nicht so ganz, aber rein technisch gesehen: Solange ein Mensch weder Deutsch noch Englisch kann, kann ich mich mit ihm nicht unterhalten. Die Gesetze sind für die Kommunikation ja erstmal wumpe.
ronny_83 hat geschrieben:
21.06.2018 20:04
Der Punkt einer gemeinsamen menschlichen Kultur ist auch Utopie pur. Viele europäische Kulturen existieren seit tausenden von Jahren und sind auch heute noch nicht eins.
Nur weils bisher nicht geklappt hat, heißt das ja nicht, das es eine schlechte Idee wäre. Das klingt so ein bisschen nach "Alles sollte für immer so sein, wie es zu meinen Lebzeiten gewesen ist". Man sollte das schon begründen, und nicht einfach den Zustand bei der eigenen Geburt ohne Erklärung für den "Optimal-Zustand" deklarieren.

Ganz ehrlich: Ich fänds OK, wenns die deutsche Sprache irgendwann nicht mehr gäbe, dafür aber alle sehr gut English könnten und damit eine gute Kommunikation weltweit besteht. Klar wärs schade um die Sprache. In dieser alten Sprache wurde ne ganze Menge Kultur verfasst. Aber es gibt ja auch Vorteile, wenn die primäre Muttersprache der Menschheit Englisch wäre (oder eine beliebige andere wie z.B. Esperanto). Und die Vorteile überwiegen für mich die Nachteile, und zwar deutlich. Kultur wirds immer geben, egal in welcher Sprache.

Ich war vor langer Zeit sogar mal gegen die "verdenglischung" der deutschen Sprache. Ich war erfreut, das es schon vor langer Zeit einen Verein zum Erhalt der deutschen Sprache gegeben hat. Gegründet wurde er um 1890 oder so. Als ich mir dann durchlas, wofür sie eintreten, stellte ich fest, das die Sprache, die sie schützen wollten, doch stark von dem abwich, was ich als Deutsch in der Schule gelernt habe. Sprache ändert sich durchgehen. Das war schon immer so, und sollte auch immer so bleiben. Nicht nur zuletzt deswegen, weil eine Sprache auch die sich ständig verändernde Realität abbilden können muss, also geht es wortwörtlich nicht anders. Genau so ist das auch mit Kultur und Werten. Auch die ändern sich ständig. Kulter schneller, Werte vielleicht weniger schnell. Aber ohne Änderung wären sie meiner Meinung nicht das, was sie für mich sind.

(Ja, das ist ziemlich off-topic, aber ich denke das urspüngliche Thema ist schon durch, und wir stören hier denke ich niemanden mehr.)
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von dx1 » 21.06.2018 20:41

Doc Angelo hat geschrieben:
21.06.2018 20:38
(Ja, das ist ziemlich off-topic, aber ich denke das urspüngliche Thema ist schon durch, und wir stören hier denke ich niemanden mehr.)
Das bedeutet, der Thread kann geschlossen werden?
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von James Dean » 21.06.2018 21:38

Komm mach dicht

Doc Angelo
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von Doc Angelo » 21.06.2018 21:41

dx1 hat geschrieben:
21.06.2018 20:41
Das bedeutet, der Thread kann geschlossen werden?
Wenn Du mich fragst, nö. Wenn es allerdings stört, dann mach dicht.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von Ultimatix » 21.06.2018 22:55

dx1 hat geschrieben:
21.06.2018 20:41
Doc Angelo hat geschrieben:
21.06.2018 20:38
(Ja, das ist ziemlich off-topic, aber ich denke das urspüngliche Thema ist schon durch, und wir stören hier denke ich niemanden mehr.)
Das bedeutet, der Thread kann geschlossen werden?
Nein, dafür ist das Thema hier einfach zu wichtig.

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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von dx1 » 21.06.2018 23:07

Ultimatix hat geschrieben:
21.06.2018 22:55
Nein, dafür ist das Thema hier einfach zu wichtig.
Na dann los.

Das Thema lautet
EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit.

Dies ist nicht der geschlossene "Allgemeine Politikthread".
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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von Wigggenz » 21.06.2018 23:40

dx1 hat geschrieben:
21.06.2018 23:07
Ultimatix hat geschrieben:
21.06.2018 22:55
Nein, dafür ist das Thema hier einfach zu wichtig.
Na dann los.

Das Thema lautet
EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit.

Dies ist nicht der geschlossene "Allgemeine Politikthread".
Dann macht die News-Threads mit Politikbezug halt von Anfang an zu.

Ganz ehrlich, das Thema auch des "OT" hier war immer die EU (zufällig wesentlicher Akteur der News) und damit noch relativ nah dran. Da gibt unzählige Beispiele aus allen möglichen Threads wo viel, sogar sehr viel weiter vom eigentlichen Thema abgekommen wird, wie es nunmal der natürliche Lauf von Diskussionen ist. Bloß bei Politikbezug fährt man eine derartig restriktive Schiene, erklärt von Jörg im Schlusspost des erwähnten Threads. Ihr wollt keine politischen Diskussionen, dann seid ehrlich und macht erst keine Diskussionen auf, bevor hier die Posts auf Mindest-Bezug zum Newstext kontrolliert werden müssen damit ein Thread nicht mittendrin geschlossen wird.

In diesem Sinne:
"Sorry fürs OT" bzw. für den Metapost.

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Re: EU-Urheberrechtsreform: Netzaktivisten warnen vor Upload-Filtern und Einschnitten der Redefreiheit

Beitrag von dx1 » 22.06.2018 00:09

Och komm. Wir sind nicht "wie heißen die noch gleich mit den von Anfang an geschlossenen Foren" und wie Du richtig bemerkt hast lassen wir das auch sehr lange und sehr breit zu. Solche Themen sind aber keine Selbstläufer.

Die Forenregeln verbieten auch keine politischen Diskussionen, sondern "hetzen und missionieren" ist nicht erwünscht. Wenn eine Diskussion wie diese über mehrere Seiten (mit 15 Beiträgen pro Seite) leicht und stark neben dem Kernthema läuft (hier: EU ist von Grund auf Mist/EU ist Mist, weil falsch umgesetzt) und sich dann im Kreis zu drehen beginnt, sag ich was dazu.
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