Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele weiterhin stark vertreten

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4P|BOT2
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Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele weiterhin stark vertreten

Beitrag von 4P|BOT2 » 04.07.2016 20:05

Im ersten Halbjahr 2016 wurden ca. 8,2 Mio. Dollar für Projekte im Bereich Videospiele bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ausgegeben. Laut einer Auswertung von ICO Partners ist dies ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den beiden Jahreshälfte 2015 (je ca. 20 Mio. Dollar) und 2014. Dafür ist die Anzahl der tatsächlich finanzierten Projekte in etwa gleich geblieben - bei ca. 200 pro Halbj...

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Liesel Weppen
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Re: Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele

Beitrag von Liesel Weppen » 04.07.2016 22:25

Gibt wohl Gott sei Dank doch nicht genug Blöde, die einen zinslosen Kredit ohne jegliche Aussicht auf Beiteiligung mit vollem Risiko vorschießen.

Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Kickstarter und auch nicht dagegen, wenn da entsprechende Projekte, von wirklich entsprechend mittellosen Leuten gestartet werden, aber das wird leider gnadenlos missbraucht. Und da hab ich echt nur maximal eine Dose Bier übrig, die ich als Mitleid gerne mal aufmache.
Bei den wirklich bekannten Titeln ist das Vorbestellung 3.0. Man kann das noch nichtmal "Katze im Sack" kaufen nennen, sondern eher "einen Sack kaufen", denn man weiß noch nichtmal, ob eine Katze drin ist.

Gebt mir die Option auf Gewinnbeteiligung, Rückzahlung, oder irgendsowas, dann "spende" ich gerne. Aber sogar zinsloser Kredit mit nicht garantierten Versprechungen... ähm, nope.

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LePie
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Re: Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele

Beitrag von LePie » 04.07.2016 22:53

Liesel Weppen hat geschrieben:Gebt mir die Option auf Gewinnbeteiligung
Eine andere Crowdfunding-Plattform namens Fig versucht etwas in der Art:

https://www.fig.co/about

Desweiteren sind Einzahlungen bei Kickstarter und co. weniger als Kredit denn eher als Spende zu verstehen.
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Todesglubsch
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Re: Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele

Beitrag von Todesglubsch » 04.07.2016 22:56

Liesel Weppen hat geschrieben: Gebt mir die Option auf Gewinnbeteiligung, Rückzahlung, oder irgendsowas, dann "spende" ich gerne. Aber sogar zinsloser Kredit mit nicht garantierten Versprechungen... ähm, nope.
Dafür gibt's auch eine Plattform. Da musste aber mehr spenden als die 20€ die bei Kickstarter üblich sind.

Ja, das ist eine Risikoinvestition. Du bekommst das Endprodukt am Schluss - in der Regel zu einem vergünstigten Preis. Wem das nicht reicht, der hat den Sinn der Plattform nicht verstanden. Kickstarter ist nicht dafür da, dass man selbst nen Reibach macht. Kickstarter dient als HILFE für Entwickler, damit diese ein Produkt auf den Markt bringen können, welches sie aufgrund mangels interessierter Investoren nicht realisieren können.

Bei Games-Kickstarter muss man halt ein gutes Händchen beweisen. Totalausfälle, bei denen trotz hohem Budget nur Murks rauskommt, wie bei Mighty No. 9, sind ja glücklicherweise eine Seltenheit.

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LePie
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Re: Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele

Beitrag von LePie » 04.07.2016 22:58

Todesglubsch hat geschrieben:Totalausfälle, bei denen trotz hohem Budget nur Murks rauskommt
Als "Totalausfall" würde ich eher Projekte bezeichnen, bei denen schlicht gar nichts rauskommt.
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Todesglubsch
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Re: Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele

Beitrag von Todesglubsch » 04.07.2016 23:01

LePie hat geschrieben:
Todesglubsch hat geschrieben:Totalausfälle, bei denen trotz hohem Budget nur Murks rauskommt
Als "Totalausfall" würde ich eher Projekte bezeichnen, bei denen schlicht gar nichts rauskommt.
Nee, das Budget muss IMO noch einberechnet werden. Ein 5 Mio-Projekt bei dem nur Gülle rauskommt ist IMO schlimmer, als ein 15k-Projekt, welches gerade mal so seinen Betrag zusammenkratzen konnte und dann das Projekt canceln muss, weil man feststelle, dass der Minimalbetrag doch zu knapp kalkuliert war.
Ein Projekt mit hohem Budget, welches am Ende aber nichts liefert, DAS ist in der Tat schlimmer. Aber hatten wir sowas im Games-Bereich überhaupt? Bisher war's ja immer das Murks-Szenario.

Liesel Weppen
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Re: Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele

Beitrag von Liesel Weppen » 04.07.2016 23:19

Todesglubsch hat geschrieben: Dafür gibt's auch eine Plattform. Da musste aber mehr spenden als die 20€ die bei Kickstarter üblich sind.
Nennt sich dann wohl Aktien. Und weil ich da mehr "spenden" muss, nutze ich das auch nicht, weil ich privat soviel Risikokapital nicht übrig habe.
Todesglubsch hat geschrieben:Ja, das ist eine Risikoinvestition. Du bekommst das Endprodukt am Schluss - in der Regel zu einem vergünstigten Preis.
Nein, es ist keine Risikoinvestition, es ist nur ein Riskio. Eine Investition zieht idR einen potentiellen Gewinn nachsich.
Eine sogenannte Investition ist das nur, wenn ich für 30€ Backe und dann 2, 3 ,15 Jahre später das fertige 50€Spiel, sofern das überhaupt rauskommt, für meine anfänglichen 30€ backing kriege, dann habe ich 20€ gespart. Mehr ist das nicht.
Todesglubsch hat geschrieben:Wem das nicht reicht, der hat den Sinn der Plattform nicht verstanden.
Den Sinn der Platform habe ich sehr wohl verstanden. Ich bezweifle eher, dass viele Baker den Sinn nicht verstanden haben. Klar, wenn da der Ein-Mann-Indieentwickler daherkommt und eine gute Idee hat und 100.000€ braucht, dann kann man da durchaus noch drüber reden. Vielleicht. Das ist aber auch dann nur guter Glaube.
Todesglubsch hat geschrieben:Kickstarter ist nicht dafür da, dass man selbst nen Reibach macht. Kickstarter dient als HILFE für Entwickler, damit diese ein Produkt auf den Markt bringen können, welches sie aufgrund mangels interessierter Investoren nicht realisieren können.
Also pure Risikofinanzierung, denn auch auf Kickstarter mit fertig finanziertem Ziel ist nicht garantiert, dass was brauchbares dabei rauskommt. Klar, mit so einer Investition kann man sein Geld auch versenken. Ein Risiko besteht, aber wenn ich schon ein Risiko eingehe, und dann doch was dabei rauskommt, dann will ich auch was davon abhaben.
Da bin ich unseres Banken- und Zinssystems wegen einfach auch egoistisch. Mir gibt auch keiner was, ohne das ich Leistung erbringe, und wenn ich ich Leistung verspreche und die dann nicht halten kann, bin ich auch der Arsch.
Todesglubsch hat geschrieben: Bei Games-Kickstarter muss man halt ein gutes Händchen beweisen. Totalausfälle, bei denen trotz hohem Budget nur Murks rauskommt, wie bei Mighty No. 9, sind ja glücklicherweise eine Seltenheit.
Die Titel bei denen wirkllich was rausgekommen ist, sind eher rar. Oder die finanzieren sich schon seit gefühlten 5 Jahren und man hat noch nichts wirkliches erhalten, z.B. Star Citizen.

Baken auf Kickstarter ist nichts anderes als Vorbestellung 3.0. Wenn das Backing selbst nichts wird, mag man sein Geld ja zurückkriegen, ist es aber einmal gebacked, ist das Geld komplett weg, wenn nichts brauchbares dabei rauskommt.

Es muss ja keine Beteiligung ala 50% sein, aber wenn ich 50€ reinstecke und das Spiel für 2mio finanziert wird und dann tatsächlich ein riesen Knüller wird, dann will ich meinen Teil davon abhaben. Ich will damit nicht reich werden, aber ich will das Spiel dann wenigstens umsonst haben, also meine 50€ zurückkriegen.

Aber das Verständnis des Finanzsystems ist hier wohl nicht gegeben.

Minecraft hat nie gebaked. Ich hab mir damals Minecraft in der Beta für 15€ gekauft. Das war ok, ich habe mir damals den Status Quo für 15€ gekauft, aber auch nur, weil ich den Status Quo schon spielenswert fand. Hätte ich das nicht so gefunden, hätte ich keine feuchten Hasenschiss drauf gegeben. Das ist aber nicht baking, das ist kaufen.
Aber das kaum jemand versteht, was early access eigentlich ist, spricht auch wieder eine ganz andere Sprache. Die gefailten EAs sprechen da ihre eigene Sprache.

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ZackeZells
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Re: Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele

Beitrag von ZackeZells » 04.07.2016 23:36

War der Gedanke von Kickstarten nicht - man hat eine Vision und will sie verwirklichen ohne den release Druck den ein Publisher auf einen ausüben wird?
Gibt doch einige Projekte die gut sind - Das Hauptprojekt wird noch liefern müssen.

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EllieJoel
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Re: Kickstarter: Fehlende Großprojekte und dadurch weniger Beiträge für Videospiele im ersten Halbjahr 2016; Brettspiele

Beitrag von EllieJoel » 05.07.2016 09:57

Für Spiele wie Pillars of Eternity und Banner Saga z.b. bin ich sehr froh das es Kickstarter gibt. Leider wird der Ruf der Plattform von unseriösen Leuten wie Tim Schäfer oder den Typ von den MegaMan Spiel runtergezogen. Millionen einstecken und dann nen Haufen Müll abliefern. 1 schlechtes Projekt bleibt mehr in Erinnerung als 10 gute. Freu mich aber schon auf Yooka-Laylee auch ein Spiel das es ohne Kickstarter wohl nicht geben würde. 100x besser als der Einheitsbrei den man zu 99% von AAA Publishern bekommt wo sich jedes Spiel anfühlt wie schon mal gegessen ausgekotzt und wieder gegessen.

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