old z3r0 hat geschrieben:muecke-the-lietz hat geschrieben:
Jeder hat seine Meinung, und du hast scheinbar ein sehr spezielle. Bitte nicht als allgemeingültig darstellen.
Infinite hat seine Schwächen aber eben auch seine Stärken. Die liegen vielleicht in Bereichen, die für Ego Shooter eher unüblich sind, aber dennoch machen gerade Story, Atmosphäre, Charaktere und Präsentation einige Schwächen im Shooter System wieder wett. Vielleicht ist Infinite ein Blender, der seine Schwächen mit Oberflächlichkeiten kaschiert, das tut es aber derart hervorragend, dass es am Ende für viele eben doch ein moderner Klassiker ist.
Wenn Levine selber zugibt
keinen blassen Schimmer von dem zu haben, was er eigentlich schreibt, und man nur simple Logik anzuwenden braucht, um die massiven Logiklöcher in Infinite zu erkennen...
Und weisst du was das beste an Blendern ist?
Mit genügend Zeit wird selbst der letzte erkennen, das ein Blender nichts weiter als genau das ist. Ein Blender, der vorgibt mehr zu sein, als er eigentlich ist :wink:
Das Spiel arbeitet mit einer unglaublich starken Bildsprache und ist oftmals nicht anderes als spielbare Philosophie. Dass in so einer Geschichte nicht alles logisch ist, liegt in ihrer Natur. Und dass Levine keine Ahnung von Quanten Physik hat, wird im Spiel selber sogar an einigen Stellen kommentiert und macht die Story selber auch nicht weniger gut, da sie die richtigen Fragen über Fehler, die man macht und ihre Konsequenzen, Wirklichkeit, Schicksal und Selbstverantwortung, Religion als Opium und Kontrollmittel, etc. weiterhin stellt.
Ich würde an dem Teil des Spiels auch gar nicht mal die Schwächen suchen, sondern tatsächlich im Bereich des Gameplays, welches wie ein Puzzle aus Versatzstücken wirkt, die aber alle nicht wirklich zusammen passen.
Das Pacing ist nicht so Bombe, weil es eben auch viele Leerläufe gibt.
Dann gibt es ein paar sehr mittelmäßige Korridor Level, zum Teil eine katastrophale K.I. unglaublich langweilige Waffen, die sich dann auch in verschiedenster Form wiederholen.
Des weiteren kommt einfach auch kein wirklicher Flow auf, und das trotz der genialen Schienen Idee. Aber auch diese Idee wirkt nur halbgar umgesetzt.
Die Spezialfähigkeiten sind kein Stück ausbalanciert, Upgrades kosten teilweise zuviel, teilweise zu wenig und zu guter Letzt wirken sie auch nicht sinnvoll ins Spiel eingebunden, sondern nur wie kurzweilige Gimmiks.
Die Welt ist wunderschön, wird aber von lächerlich steif wirkenden NPCs bevölkert, wirklich beeindruckend sind letztlich höchstens die ersten 30 Minuten und die letzte Stunde, viele Level wie das Museum sind reines Streckmaterial und zum Teil katastrophal langweilig umgesetzt.
Und die Idee mit den Rissen ist der totale Oberschwachsinn. Man kann durch einen Riss immer nur das hinstellen, was vom Spiel vorgegeben ist. So ein Blödsinn. Am Ende hat man die Deckung, die da halt ohnehin gestanden hätte, schlicht und ergreifend im Riss versteckt, damit der Spieler das Gefühl hat, was unglaublich Cooles zu tun. Genauso die Greifhaken oder die Selbstschussanlagen. Gerade letztere hätte man auch weiterhin übers hacken auf seine Seite holen können, aber nein, man konnte sie super fancy durch die Risse in die eigene Realität holen. Die Greifhaken hätte man einfach so einbauen können.
Ich könnte Stunden so weiter machen, aber unterm Strich hat mich das Spiel stellenweise auf einer Ebene berührt, was viele Spiele vorher eben nicht geschafft haben. Die spielerischen Schwächen sind aber einfach nicht zu verleugnen.