Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
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Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Die Briten haben entschieden und für den Ausstieg aus der EU abgestimmt. Aber wie wirkt sich das auf die Spieleindustrie auf der Insel aus? Polygon hat nachgehorcht und Meinungen eingefangen, obwohl sich die Auswirkungen des Ergebnisses jetzt noch nicht genau abschätzen lassen, weil noch viele Fragen offen sind. "Das sind komplizierte Neuigkeiten und ich glaube, das hängt davon ab, wo du dich in d...
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Genau, weil wegen dem Brexit die Welt untergehen wird, und generell wird ab jetzt täglich um 5.45Uhr zurückgeschossen!
Manche Menschen sind ja sogar der unvorstellbaren Annahme, dass es 1945-1993 ohne die erweiterten Befugnisse der Brüsseler Spechte auch nicht ganz so übel lief. Die Briten werden sich schon ihre Verträge sichern, denn auch die EU wird nicht auf diesen Absatzmarkt verzichten. Da können der gescheiterte Buchhändler aus Würselen und Steuerschlupfloch-Claude in Brüssel noch so sehr über ihren politischen Bedeutungsverlust heulen.
Manche Menschen sind ja sogar der unvorstellbaren Annahme, dass es 1945-1993 ohne die erweiterten Befugnisse der Brüsseler Spechte auch nicht ganz so übel lief. Die Briten werden sich schon ihre Verträge sichern, denn auch die EU wird nicht auf diesen Absatzmarkt verzichten. Da können der gescheiterte Buchhändler aus Würselen und Steuerschlupfloch-Claude in Brüssel noch so sehr über ihren politischen Bedeutungsverlust heulen.
- SethSteiner
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Auch in der Zeit gab es schon Organisationen und Verbindungen, das ganze gibts nicht erst seit 1993. Die Briten werden es ziemlich schwer haben, auch die Industrie. Wer will schon ohne Verbindung zum Festland sein und genau das war bisher UKs Vorteil, der nun weg ist. Gut vorstellbar das alles was nach Europa will, je nach dem wie es sich entwickelt, nach Irland, Deutschland, Skandinavien auswandert. Oder Schottland, wenn das Königreich auseinanderbricht.
Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Exakt genau andersrum. Die Briten brauchen einen möglichst uneingeschränkten Zugang zum EU-Raum, nicht die EU Großbritannien. Was meinte mein Kollege, der England intensiv noch aus den 1980ern kennt: "Man hatte das Gefühl, dass da nach dem Krieg immer noch niemand aufgeräumt hat. Ohne den Beitritt zur EU und dem gemeinsamen Wirtschafts- und Arbeitsmarkt würde es da immer noch so aussehen und bald wird es wieder so aussehen."Eisenherz hat geschrieben:Die Briten werden sich schon ihre Verträge sichern, denn auch die EU wird nicht auf diesen Absatzmarkt verzichten.
Was jetzt nicht heisst, dass die EU keinen Reformbedarf hat ...
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Es sah ja jetzt noch nichtmal sonderlich gut in der UK aus, außerhalb von deren Finanzindustrie gabs nicht so viel auf der Insel, und die sozialen Spannungen, die letzlich auch für den Brexit gesorgt haben dürften, werden zumindest teilweise auch den wirtschaftlichen Problemen zugeschrieben.Kajetan hat geschrieben:Exakt genau andersrum. Die Briten brauchen einen möglichst uneingeschränkten Zugang zum EU-Raum, nicht die EU Großbritannien. Was meinte mein Kollege, der England intensiv noch aus den 1980ern kennt: "Man hatte das Gefühl, dass da nach dem Krieg immer noch niemand aufgeräumt hat. Ohne den Beitritt zur EU und dem gemeinsamen Wirtschafts- und Arbeitsmarkt würde es da immer noch so aussehen und bald wird es wieder so aussehen."Eisenherz hat geschrieben:Die Briten werden sich schon ihre Verträge sichern, denn auch die EU wird nicht auf diesen Absatzmarkt verzichten.
Was jetzt nicht heisst, dass die EU keinen Reformbedarf hat ...
Und jetzt soll die UK plötzlich ohne Unterstützung, sondern Konkurrenz durch den EU Handelsraum durchkommen?
Wird sicher ein faszinierendes, wirtschaftliches and soziales Experiment, die UK in den nächsten Jahren zu beobachten. Schön wirds wohl kaum.
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CritsJumper
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Am Referendum Tag, schaute ich auf die Guardien Webseite die hatten so eine Umfrage Map. Natuerlich hatte ich mich vertan, erst ein Bezirk hatte seine Werte abgegeben. 96% fuer die EU und nur 4 % fuer den austritt.
Ich dachte fuer einen Moment alle haben schon ihre Stimmen abgegeben bis auf einer und war fuer einen Moment unheimlich zu Traenen geruehrt von dem Ergebnis. Leider kam es dann ja doch anders herum.
Es ist immer traurig anzusehen wenn sich jemand selber Schaden zufuegt und in sein Unglueck laeuft statt in der Gemeinschaft Positionen zum besseren zu veraendern. Die EU braucht mehr Politik und mehr naehe zu den Bewohnern dieser Regionen und vor allem mehr Demokratie. Warum also nicht sich mehr angagieren und vor allem ein 100% Beitritt statt diese schmarotzer Ausnahme-Regelungen.
Ich wuensche mir einfach das die Briten und auch alle anderen Europaer einen aehnlichen Nationalstolz haben koenen. Aber mit der eogoistischen Ellbogen-Politik der einzelnen EU-Laender, wird das schwer.
Der Brexit ist aktuell eine Tragoedie. Spiele und dessen Unternehmen sind aber noch der kleinste Teil. Eklig wird das fuer die Menschen und Familien welche sich auf die Arbeits und Reisefreiheit verlassen haben.
Ich dachte fuer einen Moment alle haben schon ihre Stimmen abgegeben bis auf einer und war fuer einen Moment unheimlich zu Traenen geruehrt von dem Ergebnis. Leider kam es dann ja doch anders herum.
Es ist immer traurig anzusehen wenn sich jemand selber Schaden zufuegt und in sein Unglueck laeuft statt in der Gemeinschaft Positionen zum besseren zu veraendern. Die EU braucht mehr Politik und mehr naehe zu den Bewohnern dieser Regionen und vor allem mehr Demokratie. Warum also nicht sich mehr angagieren und vor allem ein 100% Beitritt statt diese schmarotzer Ausnahme-Regelungen.
Ich wuensche mir einfach das die Briten und auch alle anderen Europaer einen aehnlichen Nationalstolz haben koenen. Aber mit der eogoistischen Ellbogen-Politik der einzelnen EU-Laender, wird das schwer.
Der Brexit ist aktuell eine Tragoedie. Spiele und dessen Unternehmen sind aber noch der kleinste Teil. Eklig wird das fuer die Menschen und Familien welche sich auf die Arbeits und Reisefreiheit verlassen haben.
"Ich gewinne aber lieber den Informationskrieg als einen Moralwettstreit." Tara Mcgowan
Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Jep. Leider hat die Cameron Regierung den üblichen Abstand gewahrt, und eher Sonderrechte rauszuholen versucht; der Brexit war ironischerweise ursprünglich nur als Druckmittel gedacht. Beschweren kann - und tut - sich jeder, aber tastächlich eine Vision, wie man es besser macht? Daran fehlt es.ChrisJumper hat geschrieben:Es ist immer traurig anzusehen wenn sich jemand selber Schaden zufuegt und in sein Unglueck laeuft statt in der Gemeinschaft Positionen zum besseren zu veraendern. Die EU braucht mehr Politik und mehr naehe zu den Bewohnern dieser Regionen und vor allem mehr Demokratie. Warum also nicht sich mehr angagieren und vor allem ein 100% Beitritt statt diese schmarotzer Ausnahme-Regelungen.
Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Und genau deswegen herrscht jetzt auch Katerstimmung bei den britischen Konservativen. Genau deswegen verkriecht sich ein Boris Johnson auf seinem Landhaus und verweigert Interviews, obwohl er als Referendumssieger und Populist eigentlich Dauerparty schmeissen müsste. Währendessen Farange in Interviews zugeben muss, dass DAS Hauptargument der Brexit-Kampagne erstunken und erlogen war.Temeter hat geschrieben:Jep. Leider hat die Cameron Regierung den üblichen Abstand gewahrt, und eher Sonderrechte rauszuholen versucht; der Brexit war ironischerweise ursprünglich nur als Druckmittel gedacht.
NATÜRLICH wollte man nicht aus der EU raus, man wollte nur mehr Sonderrechte.
Diese Pappnasen ...
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- Alter Sack
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Jo.Kajetan hat geschrieben:Und genau deswegen herrscht jetzt auch Katerstimmung bei den britischen Konservativen. Genau deswegen verkriecht sich ein Boris Johnson auf seinem Landhaus und verweigert Interviews, obwohl er als Referendumssieger und Populist eigentlich Dauerparty schmeissen müsste. Währendessen Farange in Interviews zugeben muss, dass DAS Hauptargument der Brexit-Kampagne erstunken und erlogen war.Temeter hat geschrieben:Jep. Leider hat die Cameron Regierung den üblichen Abstand gewahrt, und eher Sonderrechte rauszuholen versucht; der Brexit war ironischerweise ursprünglich nur als Druckmittel gedacht.
NATÜRLICH wollte man nicht aus der EU raus, man wollte nur mehr Sonderrechte.
Diese Pappnasen ...
Und außerdem ist es ein gutes Beispiel dafür das Proteststimmen auch nach hinten losgehen können. Da sollte sich in D jetzt mancheiner mal Gedanken drüber machen.
Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Schau dir nur Polen an, dort haben sie auch einen Haufen ziemlich widerlicher Rechtspopulisten. Von Ungarns Orban ganz zu schweigen. Österreichs neue Führungspartei ist ebenfalls nach der ersten Pöbelei recht kleinlaut geworden.Alter Sack hat geschrieben:Jo.
Und außerdem ist es ein gutes Beispiel dafür das Proteststimmen auch nach hinten losgehen können. Da sollte sich in D jetzt mancheiner mal Gedanken drüber machen.
Ich verstehe ja die Frustration über Politik und wie schwer die Einflussnahme da leider sein kann. Andererseits frage ich mich immer, ob es wirklich so schwer ist, mal für 5 Minuten sein Hirn zu benutzen und darüber nachzudenken, wen man da eigentlich wählt und was das bedeuten könnte, wenn diese Pfeifen tatsächlich an die Macht kommen?
Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Das lustige an Orban ist ja, dass er wild und wüst gegen die EU wettert und den ungarischen Nationalismus hochleben lässt (was er ja gerne tun darf, wenn ihm danach ist), seine Propagandabauten aber größtenteils über EU-Zuschüsse finanziert werden.Temeter hat geschrieben:Von Ungarns Orban ganz zu schweigen.
Und die Polen in der Firma sagen auch nur, dass das halt die Folge ist, wenn geistig aktive und rege Leute seit über 20 Jahren das Land verlassen und der Anteil der Schwachmaten zwangsläufig immer größer wird.
Auf diese Frage haben weise Leute folgende Erkenntnis gehabt: "Die Mutter der Idioten ist immer schwanger!".Ich verstehe ja die Frustration über Politik und wie schwer die Einflussnahme da leider sein kann. Andererseits frage ich mich immer, ob es wirklich so schwer ist, mal für 5 Minuten sein Hirn zu benutzen und darüber nachzudenken, wen man da eigentlich wählt und was das bedeuten könnte, wenn diese Pfeifen tatsächlich an die Macht kommen?
Bzw. frei nach Bad Religion: "A thousand more fools are being born every fuckin day!"
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Jep, Auswanderung scheint recht populär in Polen zu sein. Gerade jüngere Leute scheint das Ausland anzuziehen, und wenn ich mich recht entsinne kommen Auswanderer, im Gegensatz zu Flüchtlingen, in den letzten Jahren in der EU tendenziell aus der gebildeteren Schicht. Keine gute Basis für Demokratie.Kajetan hat geschrieben:Das lustige an Orban ist ja, dass er wild und wüst gegen die EU wettert und den ungarischen Nationalismus hochleben lässt (was er ja gerne tun darf, wenn ihm danach ist), seine Propagandabauten aber größtenteils über EU-Zuschüsse finanziert werden.
Und die Polen in der Firma sagen auch nur, dass das halt die Folge ist, wenn geistig aktive und rege Leute seit über 20 Jahren das Land verlassen und der Anteil der Schwachmaten zwangsläufig immer größer wird.
Idk, für mich klang das im Gegenzug auch immer ein bischen nach einer dieser angenehmen, einfachen Erklärungen.Auf diese Frage haben weise Leute folgende Erkenntnis gehabt: "Die Mutter der Idioten ist immer schwanger!".Ich verstehe ja die Frustration über Politik und wie schwer die Einflussnahme da leider sein kann. Andererseits frage ich mich immer, ob es wirklich so schwer ist, mal für 5 Minuten sein Hirn zu benutzen und darüber nachzudenken, wen man da eigentlich wählt und was das bedeuten könnte, wenn diese Pfeifen tatsächlich an die Macht kommen?
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Zumindest Denkfaulheit schent aber so ziemlich der Standard zu sein. Vielleicht kann der Brexit ja wenigstens der nötige Tritt in die Einer sein, um die Leute mal wieder aufzuwecken. Für ein par Jahre wenigstens.
Fühlt sich zumindest teils auch nach einem Problem unser momentanen Demokratien an, wenn Protestwählen anscheinend die einzige fühlbare und verständliche 'Lösung' für so viele Leute zu sein scheint. :/
Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Es ist aber so. Wenn selbst eine hohe, ausführliche Bildung (die führenden Politiker der britischen Konservativen kommen alle aus Elite-Hochschulen) nicht vor idiotischem Verhalten GERADE bei solchen Themen schützt, kann nur das die einzige Erklärung sein. Dummheit und selbstzerstörerische Ignoranz sind genetische Informationen, die bei manchen Menschen jegliche Ratio ausschalten können.Temeter hat geschrieben:Idk, für mich klang das im Gegenzug auch immer ein bischen nach einer dieser angenehemen, einfach Erklärungen.
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Wird zu einem gewissen Grad wohl war sein.Kajetan hat geschrieben:Es ist aber so. Wenn selbst eine hohe, ausführliche Bildung (die führenden Politiker der britischen Konservativen kommen alle aus Elite-Hochschulen) nicht vor idiotischem Verhalten GERADE bei solchen Themen schützt, kann nur das die einzige Erklärung sein. Dummheit und selbstzerstörerische Ignoranz sind genetische Informationen, die bei manchen Menschen jegliche Ratio ausschalten können.
Wobei ich bei diesen Eliteschulen anhand der Ergebnisse generell das Gefühl habe, dass es Leute mit einem völlig von der Realität entfernten Weltverständnis produziert. Ganz zu schweigen von dieser absurden Opportunismus-kultur, die sich in der britischen Politik oft beobachten lässt.
-
johndoe1824162
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit
Yup, das Geheule und Gekeife ist schon überaus interessant. Auch hier im Thread. Alles Idioten, Pfeifen und natürlich Rechtsradikale, was mir nicht in den Kram passt.Eisenherz hat geschrieben:Genau, weil wegen dem Brexit die Welt untergehen wird, und generell wird ab jetzt täglich um 5.45Uhr zurückgeschossen!
Manche Menschen sind ja sogar der unvorstellbaren Annahme, dass es 1945-1993 ohne die erweiterten Befugnisse der Brüsseler Spechte auch nicht ganz so übel lief. Die Briten werden sich schon ihre Verträge sichern, denn auch die EU wird nicht auf diesen Absatzmarkt verzichten. Da können der gescheiterte Buchhändler aus Würselen und Steuerschlupfloch-Claude in Brüssel noch so sehr über ihren politischen Bedeutungsverlust heulen.
