Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichungen wurden bislang fertiggestellt
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Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichungen wurden bislang fertiggestellt
25 Prozent aller Spiele, die schon während ihrer Entwicklung im Rahmen von Early Access auf Steam veröffentlicht wurden, sind bisher als fertige Spiele erschienen. EEDAR-Analyst Patrick Walker (Head of Insights and Analytics) hat diese Entwicklung für GamesIndustry untersucht.Walker erwähnt, dass auch bei anderen Finanzierungsmodellen das Risiko einer nicht stattfindenden Veröffentlichung besteht....
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Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Ich seh das genauso, weder Kickstarter noch Steam Early Access sind ein Garant für die Fertigstellung, sondern lediglich eine Plattform zur Vorstellung und Geldeintreibung...
Und aufgrund der Gefahr, dass ein Spiel u.a. durch Geldmangel nie den versprochenen fertigen Zustand mit allen angekündigten Featuren erreicht, hab ich bislang auch noch nicht in ein Projekt investiert. Produkte a la Battlefield oder Assassin's Creed sind zwar auch nicht wirklich fertig bei Veröffentlichung (gewesen), aber "wenigstens" mit allen SP Inhalten versehen
Und aufgrund der Gefahr, dass ein Spiel u.a. durch Geldmangel nie den versprochenen fertigen Zustand mit allen angekündigten Featuren erreicht, hab ich bislang auch noch nicht in ein Projekt investiert. Produkte a la Battlefield oder Assassin's Creed sind zwar auch nicht wirklich fertig bei Veröffentlichung (gewesen), aber "wenigstens" mit allen SP Inhalten versehen
Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Dass es kostenpflichtigen Mini-DLC gibt, mit dem man sein SP-Spiel "erweitern" kann, das hast Du mittlerweile mitbekommen?futuretrunks222 hat geschrieben:Produkte a la Battlefield oder Assassin's Creed sind zwar auch nicht wirklich fertig bei Veröffentlichung (gewesen), aber "wenigstens" mit allen SP Inhalten versehen
Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, dann warte. Warte, bis ein Spiel offiziell veröffentlicht wurde, bzw. bis es das Hauptspiel und alle Addons zu einem günstigen Preis gibt. So kannst Du sicher sein, tatsächlich ein komplettes (!) und fertiges Spiel zu bekommen.
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Re: Steam Early Access
Angesichts des großen Potenzials, das in den meisten Early Access-Titeln schlummert, finde ich das richtig schade.
Mein bisher einziges EA-Spiel (Wortspiel nicht beabsichtigt) ist Planet Explorers, welches mir bereits im derzeitigen Zustand ordentlich Spaß bereitet. Zwar komme ich mit dem komplexen Editor nicht zurecht, das macht aber nix, denn dann zieht man sich einfach die bereitgestellten Kreationen anderer Spieler.
Jedenfalls kann ich es kaum erwarten, bis es eines Tages fertig wird - wenn überhaupt, und genau das bereitet mir große Sorgen.
Immer wieder ärgerlich, wenn ein vielversprechendes Spiel von ein auf dem anderen Tag stagniert und im schlimmsten Fall sogar die Entwicklung eingestellt wird.
Mein bisher einziges EA-Spiel (Wortspiel nicht beabsichtigt) ist Planet Explorers, welches mir bereits im derzeitigen Zustand ordentlich Spaß bereitet. Zwar komme ich mit dem komplexen Editor nicht zurecht, das macht aber nix, denn dann zieht man sich einfach die bereitgestellten Kreationen anderer Spieler.
Jedenfalls kann ich es kaum erwarten, bis es eines Tages fertig wird - wenn überhaupt, und genau das bereitet mir große Sorgen.
Immer wieder ärgerlich, wenn ein vielversprechendes Spiel von ein auf dem anderen Tag stagniert und im schlimmsten Fall sogar die Entwicklung eingestellt wird.
Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Ich hab bisher nur bei zwei Spielen Early Access "ausprobiert", Space Engineers und Kerbal Space Program - ich wurde bei keins der beiden enttäuscht.
Wichtig ist allerdings ( noch mehr wie bei "fertigen" Titeln ), sich vorher zu informieren, sonst kanns wirklich leicht passieren das man nicht das Erwartete bekommt.
Bei Space Engineers in Form von Letsplays, bei KSP in Form der Demo. Bei letzterem war's nach einem Tag Demo um mich geschehen, obwohl Squad (die KSP Entwickler) es noch als "Alpha" bezeichneten. Shut up and take my money und so...
Wichtig ist allerdings ( noch mehr wie bei "fertigen" Titeln ), sich vorher zu informieren, sonst kanns wirklich leicht passieren das man nicht das Erwartete bekommt.
Bei Space Engineers in Form von Letsplays, bei KSP in Form der Demo. Bei letzterem war's nach einem Tag Demo um mich geschehen, obwohl Squad (die KSP Entwickler) es noch als "Alpha" bezeichneten. Shut up and take my money und so...
Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Man kann aber auch nicht alle Early Access Titel über einen Kamm scheren.
Beispiele für gute Early Access Titel, die andere Publisher schon längst releast hätten und die neuen Features als DLC verkaufen würden:
- Prison Architect
- Kerbal Space Program
- Space Engineers
Und dann gibt es sowas wie Spacebase DF-9, das zwar ganz sicher nicht fertig ist, aber kürzlich aus dem Early Access gelassen wurde.
Beispiele für gute Early Access Titel, die andere Publisher schon längst releast hätten und die neuen Features als DLC verkaufen würden:
- Prison Architect
- Kerbal Space Program
- Space Engineers
Und dann gibt es sowas wie Spacebase DF-9, das zwar ganz sicher nicht fertig ist, aber kürzlich aus dem Early Access gelassen wurde.

Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Das ist - zusammen mit den sehr niedrigen Qualitätsschranken für EA - durchaus ein Problem.Walker erwähnt, dass auch bei anderen Finanzierungsmodellen das Risiko einer nicht stattfindenden Veröffentlichung besteht. Auf Kickstarter z.B. müssten Entwickler aber zumindest den Zeitraum des geplanten Erscheinens angeben. Auf Steam könnten Spiele hingegen theoretisch eine unbegrenzte Zeit lang im unfertigen Zustand verkauft werden.
For Videogame Love, Culture & Glory: Locomalito
Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Das Problem was ich sehe ist, dass Leute bei EA Spielen deutlich kürzere Entwicklungszeiten erwarten als bei Spielen, von denen man erstmal jahrelang während ihrer Entwicklung nichts hört. Bestes Beispiel ist Star Citizen, wo manche schon seit Monaten Vaporware schreien, obwohl SC erst seit Oktober 2013 mit voller Mannstärke entwickelt wird. Ein Jahr Entwicklungszeit ist selbst bei einem Indiespiel relativ wenig, geschweige denn bei einem AAA-Spiel. Trotzdem sind viele der Meinung, dass Chris Roberts sich mit seinen >9000 Millionen auf irgendeiner Karibikinsel gemütlich gemacht hat. Die News hier schlägt in die selbe Kerbe, Fakt ist, 18 Monate sind keine so lange Entwicklungszeit für ein Spiel. Die meisten Spiele brauchen 2+ Jahre bis zur Fertigstellung, manche auch deutlich länger.
Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Absolut!Srogg hat geschrieben:Ich hab bisher nur bei zwei Spielen Early Access "ausprobiert", Space Engineers und Kerbal Space Program - ich wurde bei keins der beiden enttäuscht.
Wichtig ist allerdings ( noch mehr wie bei "fertigen" Titeln ), sich vorher zu informieren, sonst kanns wirklich leicht passieren das man nicht das Erwartete bekommt.
Bei Space Engineers in Form von Letsplays, bei KSP in Form der Demo. Bei letzterem war's nach einem Tag Demo um mich geschehen, obwohl Squad (die KSP Entwickler) es noch als "Alpha" bezeichneten. Shut up and take my money und so...
KSP ist ein Spiel bei dem man im momentanen Zustand schon fast von "fertig" reden könnte.
Man hat seinen Baumodus, man kann sämtliche Planeten und Monde erreichen und man hat unter anderem mit den Flugzeugen Sachen im Spiel die vom Entwickler (so hörte ich) nie vorgesehen waren.
Im Grunde ist alles was jetzt noch kommt (unter anderem ->scheinbar<- ein ausbaufähiges Space Center) nur noch Bugfixing und Bonuscontent.
Was man von der Bezeichnung "fertiggestellt" halten kann sieht man bei AAA-Titeln. Da wird monatelang noch rumverbessert damit das Ding läuft.
Minecraft wurde auch irgendwann mit Version 1.0 veröffentlicht...und man werkelt heute noch dran rum. Das würde wahrscheinlich nichtmehr unter EarlyAccess stehen und damit als fertig zählen.
Was ist daran besser als an EarlyAccess? Die müssen sich bei Kickstarter doch auch nicht wirklich an den Termin halten oder?LePie hat geschrieben:Das ist - zusammen mit den sehr niedrigen Qualitätsschranken für EA - durchaus ein Problem.Walker erwähnt, dass auch bei anderen Finanzierungsmodellen das Risiko einer nicht stattfindenden Veröffentlichung besteht. Auf Kickstarter z.B. müssten Entwickler aber zumindest den Zeitraum des geplanten Erscheinens angeben. Auf Steam könnten Spiele hingegen theoretisch eine unbegrenzte Zeit lang im unfertigen Zustand verkauft werden.
Außerdem kann ich Kickstarter Projekte starten ohne auch nur eine Zeile Programm geschrieben zu haben. Das geht bei EarlyAccess nicht wirklich.
Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Ich bringe mal das prominenteste Beispiel: DayZ
Was wurde ich von Freunden gehypt. Hol es dir es wird so geil, es ist schon soooo geil.
Hatte auch Spaß damit, doch hatte es sich nie besonders rund, geschweige denn fertig angefühlt.
Ein Jahr später, die Mod ist immer noch meilenweit voraus und Dean Hall ist auch noch abgesprungen... das kann ja nichts werden
Was wurde ich von Freunden gehypt. Hol es dir es wird so geil, es ist schon soooo geil.
Hatte auch Spaß damit, doch hatte es sich nie besonders rund, geschweige denn fertig angefühlt.
Ein Jahr später, die Mod ist immer noch meilenweit voraus und Dean Hall ist auch noch abgesprungen... das kann ja nichts werden
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Liesel Weppen
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Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Early Access finde ich eigentlich ganz einfach. Ich bin keine Bank, ich gebe keine Kredite, auch keine zinlosen Kredite, das heisst, ich will für mein Geld eine Gegenleistung haben, und zwar definitiv und sofort, nicht vielleicht in 1-2 Jahren. Deswegen zahle ich auch nichts an Kickstarterprojekte.
Bei Early Access kriege ich aber einen Gegenwert, nämlich das (unfertige) Spiel. Wenn ich für einen EA-Titel bezahle, kaufe ich damit seinen derzeitigen Zustand. Gegen den wäge ich auch ab, ob der Preis angemessen ist. Ich bezahle also das Geld für den Ist-Zustand und sehe das eben nicht als eine Vorfinanzierung mit meiner eigenen Hoffnung, dass irgendwann vielleicht mal etwas daraus wird, so wie ich das gerne hätte.
Zudem ist der Artikel auch lustig. EA ist teurer als Final, besonders bei Rollenspielen, bei denen EA ganze 3,20€ teurer ist. Im Schnitt ist EA 3€ teurer, also eigentlich ist EA immer günstiger, ausser bei Rollenspielen.
Wasteland 2 war so ein Fall. Da war die EA imho bei 49,99€? Vollpreis für EA??? Gehts noch? Und dann Final für 10€ weniger. Ich käme mir irgendwie verarscht vor.
Bei Early Access kriege ich aber einen Gegenwert, nämlich das (unfertige) Spiel. Wenn ich für einen EA-Titel bezahle, kaufe ich damit seinen derzeitigen Zustand. Gegen den wäge ich auch ab, ob der Preis angemessen ist. Ich bezahle also das Geld für den Ist-Zustand und sehe das eben nicht als eine Vorfinanzierung mit meiner eigenen Hoffnung, dass irgendwann vielleicht mal etwas daraus wird, so wie ich das gerne hätte.
Zudem ist der Artikel auch lustig. EA ist teurer als Final, besonders bei Rollenspielen, bei denen EA ganze 3,20€ teurer ist. Im Schnitt ist EA 3€ teurer, also eigentlich ist EA immer günstiger, ausser bei Rollenspielen.
Wasteland 2 war so ein Fall. Da war die EA imho bei 49,99€? Vollpreis für EA??? Gehts noch? Und dann Final für 10€ weniger. Ich käme mir irgendwie verarscht vor.
Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Einer der größten Probleme bei EA oder Kickstarter ist auch, dass die Entwickler keinen Entwicklungsplan vorlegen wollen oder müssen. Oft ist es extrem intransparent ab wann der Entwickler das Spiel als "fertig" ansieht.
Wie leicht man aus "unfertig" plötzlich "1.0 Release-Version" macht, hat man ja bei DoubleFine gesehen. Ich bin der Meinung hier sollte einfach zum Schutz der Käufer irgendwo auch die Pflicht zur offenen Auskunft des Entwicklers sein. Was hat er ab Eintritt in Early Access bis zum Release geplant? Wie sieht in etwa der zeitliche Rahmen aus? Welche Features sind Release-features welche "Bonus"?
Viele Entwickler hauen ihr Spiel auf Early Access raus, machen damit relativ viel Geld und haben dann irgendwo keine Motivation mehr, das Spiel fertigzustellen. Beim klassischen Fall, kommt das Geld eben erst rein, wenn das Spiel durch den Publisher freigegeben wird und das sollte in der Regel sein, wenn es ein fertiges Produkt ist. Das heißt zwar nicht, dass der Publisher generell nur fertige Spiele rauswirft, dennoch ist der Publisher oft eine Art Kontrollinstanz. Wenn das Spiel nicht ausreichend qualitativ ist oder nicht fertig wird, dann ist das Geld eben weg und das Spiel wird nicht veröffentlicht. Bei Earley Access kann jeder irgendwo selbst entscheiden was er unter "fertig" versteht.
Early Access macht es aus meiner Sicht zu einfach Luftschlösser zu bauen und Spiele "mit ganz viel Potenzial" zu veröffentlichen, denen dann ein vernünftiges Zeitmanagment fehlt, die nicht transparent geplant werden und dann zu scheitern drohen. Wenn man Glück hat, dann hat der Entwickler so ein groben Plan, was er machen will und wie die Release-Version in etwa aussehen würde.
Tatsächlich wäre es wichtig, dass der Entwickler einen etwas detailierteren Zeitplan vorlegen kann der auch irgendwo für jeden öffentlich zugänglich ist und nicht erst wenn man X Euro bezahlt hat. Gerade wenn es um Vertrauen geht, sollte es selbstverständlich sein, dass der Entwickler, der Geld einnehmen will auch zeigt, dass er organisatorisch ein wenig etwas vom Entwicklen versteht. Klar, gerade Indie-Entwickler sollten nicht so strickte Pläne abarbeiten müssen, wie bei großen Firmen, da die Qualität darunter oft leidet. Aber es ist halt die große Verlockung da, das Spiel ewig zu entwickeln und nie wirklich fertig zu sein.
Prominentes Beispiel ist Minecraft. Ist schon ewig über die Early Access-Phase hinaus, jenseits der 1.0 aber es fühlt sich nicht wie ein vollständiges Spiel an. Es ist eben ein Indie-Projekt, das nie so wirklich wusste was "Release-Version" bedeutet, sondern einfach auf irgendeinen Beta-Release dann 1.0 draufgepappt hat und gesagt hat: "So, fertig!" Das ist bei Minecraft zum Glück nicht so schlimm, weil der Umfang einfach stimmt. Bei DF-9 hingegen hieß 1.0 ein unfertiger Rotz, der auch noch über 20 Euro gekostet hat.
Mehr Transparenz und ein glaubwürdigere Planung würde bei Early Access deutlich sinnvoller machen und würde auch solche Gurken-Studios wie DoubleFine ob ihres schlechten Management entlarven.
Was ich auch irgendwo eine Unart finde ist die Art und Weise wie Kickstarter-finanzierte Spiele fast schon obligatorisch auf Early Access landen. Klar verkaufen die Entwickler das dann immer gerne als "Wir wollen Feedback" und "Für ungeduldige Kunden". Es stinkt aber irgendwo extrem nach Abzocke und Geldmacherei. Bestes Beispiel ist hier Tim Schaefer und sein schier unheimlicher Entwicklungsbedarf: Erst plant er mit 400.000, kriegt 3 Millionen, schafft damit kein vollständiges Produkt, will dann auf Early Access für die 2. Hälfte nochmal Geld und koppelt dessen Release auch noch an den Erfolg der Early Access Verkäufe. Was mit Broken Age konkret passiert wäre, wenn das nicht geklappt hätte, hat DoubleFine ja mit DF-9 gezeigt. Man hätte den Stecker gezogen. Dann wären 3 Mio. Buget für ein billiges, kaum nenneneswertes Adventure auf den Kopf gehauen worden das dann am Ende nicht mal vollständig ist.
Trotz aller Kritik gibts auch super Beispiel: Space Engineers haut z.B. schneller Updates raus, als ich hinterkomme mit Spiele und Ausprobieren. Da kann man wirklich nicht meckern. Das zeigt auch das Fazit von Early Access, Kickstarter und Co.: Nicht die Plattform oder die FInanzierungsart ist entscheidend sondern die Personen die dahinterstehen. Genauso wie ein großer Name absolut enttäuschen kann, können kleine Namen zeigen, wie es richtig gemacht wird!
MfG Ska
Wie leicht man aus "unfertig" plötzlich "1.0 Release-Version" macht, hat man ja bei DoubleFine gesehen. Ich bin der Meinung hier sollte einfach zum Schutz der Käufer irgendwo auch die Pflicht zur offenen Auskunft des Entwicklers sein. Was hat er ab Eintritt in Early Access bis zum Release geplant? Wie sieht in etwa der zeitliche Rahmen aus? Welche Features sind Release-features welche "Bonus"?
Viele Entwickler hauen ihr Spiel auf Early Access raus, machen damit relativ viel Geld und haben dann irgendwo keine Motivation mehr, das Spiel fertigzustellen. Beim klassischen Fall, kommt das Geld eben erst rein, wenn das Spiel durch den Publisher freigegeben wird und das sollte in der Regel sein, wenn es ein fertiges Produkt ist. Das heißt zwar nicht, dass der Publisher generell nur fertige Spiele rauswirft, dennoch ist der Publisher oft eine Art Kontrollinstanz. Wenn das Spiel nicht ausreichend qualitativ ist oder nicht fertig wird, dann ist das Geld eben weg und das Spiel wird nicht veröffentlicht. Bei Earley Access kann jeder irgendwo selbst entscheiden was er unter "fertig" versteht.
Early Access macht es aus meiner Sicht zu einfach Luftschlösser zu bauen und Spiele "mit ganz viel Potenzial" zu veröffentlichen, denen dann ein vernünftiges Zeitmanagment fehlt, die nicht transparent geplant werden und dann zu scheitern drohen. Wenn man Glück hat, dann hat der Entwickler so ein groben Plan, was er machen will und wie die Release-Version in etwa aussehen würde.
Tatsächlich wäre es wichtig, dass der Entwickler einen etwas detailierteren Zeitplan vorlegen kann der auch irgendwo für jeden öffentlich zugänglich ist und nicht erst wenn man X Euro bezahlt hat. Gerade wenn es um Vertrauen geht, sollte es selbstverständlich sein, dass der Entwickler, der Geld einnehmen will auch zeigt, dass er organisatorisch ein wenig etwas vom Entwicklen versteht. Klar, gerade Indie-Entwickler sollten nicht so strickte Pläne abarbeiten müssen, wie bei großen Firmen, da die Qualität darunter oft leidet. Aber es ist halt die große Verlockung da, das Spiel ewig zu entwickeln und nie wirklich fertig zu sein.
Prominentes Beispiel ist Minecraft. Ist schon ewig über die Early Access-Phase hinaus, jenseits der 1.0 aber es fühlt sich nicht wie ein vollständiges Spiel an. Es ist eben ein Indie-Projekt, das nie so wirklich wusste was "Release-Version" bedeutet, sondern einfach auf irgendeinen Beta-Release dann 1.0 draufgepappt hat und gesagt hat: "So, fertig!" Das ist bei Minecraft zum Glück nicht so schlimm, weil der Umfang einfach stimmt. Bei DF-9 hingegen hieß 1.0 ein unfertiger Rotz, der auch noch über 20 Euro gekostet hat.
Mehr Transparenz und ein glaubwürdigere Planung würde bei Early Access deutlich sinnvoller machen und würde auch solche Gurken-Studios wie DoubleFine ob ihres schlechten Management entlarven.
Was ich auch irgendwo eine Unart finde ist die Art und Weise wie Kickstarter-finanzierte Spiele fast schon obligatorisch auf Early Access landen. Klar verkaufen die Entwickler das dann immer gerne als "Wir wollen Feedback" und "Für ungeduldige Kunden". Es stinkt aber irgendwo extrem nach Abzocke und Geldmacherei. Bestes Beispiel ist hier Tim Schaefer und sein schier unheimlicher Entwicklungsbedarf: Erst plant er mit 400.000, kriegt 3 Millionen, schafft damit kein vollständiges Produkt, will dann auf Early Access für die 2. Hälfte nochmal Geld und koppelt dessen Release auch noch an den Erfolg der Early Access Verkäufe. Was mit Broken Age konkret passiert wäre, wenn das nicht geklappt hätte, hat DoubleFine ja mit DF-9 gezeigt. Man hätte den Stecker gezogen. Dann wären 3 Mio. Buget für ein billiges, kaum nenneneswertes Adventure auf den Kopf gehauen worden das dann am Ende nicht mal vollständig ist.
Trotz aller Kritik gibts auch super Beispiel: Space Engineers haut z.B. schneller Updates raus, als ich hinterkomme mit Spiele und Ausprobieren. Da kann man wirklich nicht meckern. Das zeigt auch das Fazit von Early Access, Kickstarter und Co.: Nicht die Plattform oder die FInanzierungsart ist entscheidend sondern die Personen die dahinterstehen. Genauso wie ein großer Name absolut enttäuschen kann, können kleine Namen zeigen, wie es richtig gemacht wird!
MfG Ska
Bye Bye 4Players. War ne schöne Zeit! 
- Sephiroth1982
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- Registriert: 05.05.2009 15:24
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Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Ich hab für den ganzen Early-Access Kram wirklich nichts übrig. Der Schmarrn wir von mir auf Steam absolut vollständig ignoriert. Wer DAFÜR Geld ausgeben will....naja, jedem das seine. Ich will mir hier nicht die Finger schmerzhaft schreiben, vor allem weil es sich nicht lohnt das zu tun.
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Yossarian22
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Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Hab bei Kickstarter bisher in Wasteland 2 investiert und Early Access in Prison Architect, State of Decay und Tabletop Simulator. In SoD hab ich knapp 100 Std. und Prison Architect auch über 50 Std. Das ist weit mehr als für viele Final-Spiele. Ich denke mal man muss halt immer gucken was für ein Studio dahinter steht und wie regelmäßig Updates reinkommen. Dann ist EA ne gute Sache. Enttäuschungen kann es hier genauso geben wie bei Spielen mit Publisher.


Re: Steam Early Access: Nur ein Viertel aller Veröffentlichu
Die ganzen Steam Statistiken sehen allesamt nicht sonderlich gut aus.
Nur 25% der Early Access Titel werden fertiggestellt, die Neuerscheinungen sind eher irgendwelche aufgewärmten, schlechten Portierungen von alten Titeln oder irgendwelche low Budget Indiespiele, die aussehen wie vor 20 Jahren und sich auch so spielen und 50+% der gekauften Titel werden nicht mal wenigstens 1 mal gespielt. Und dann sind mittlerweile die meisten Spiele nur noch Early Access Titel bei Steam. Da findet man kaum noch welche die es nicht sind. Lange kann das wirklich nicht mehr gut gehen.
Nur 25% der Early Access Titel werden fertiggestellt, die Neuerscheinungen sind eher irgendwelche aufgewärmten, schlechten Portierungen von alten Titeln oder irgendwelche low Budget Indiespiele, die aussehen wie vor 20 Jahren und sich auch so spielen und 50+% der gekauften Titel werden nicht mal wenigstens 1 mal gespielt. Und dann sind mittlerweile die meisten Spiele nur noch Early Access Titel bei Steam. Da findet man kaum noch welche die es nicht sind. Lange kann das wirklich nicht mehr gut gehen.
