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Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 01:30
von Nanimonai
SethSteiner hat geschrieben:Was haben die Verkaufszahlen mit den Protagonisten zutun?
Er meint glaube ich, dass er die Verkaufszahlen der Spiele sieht, die eben die sexy Amazonen Protagonisten haben und die sind deutlich besser als die der anderen Spiele.

Vielleicht liegt das aber auch daran, dass es die "anderen Spiele" gar nicht gibt und er somit überhaupt keine Vergleichszahlen hat...

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 01:31
von johndoe820476
De_Montferrat hat geschrieben: Dass man bei der Erstellung der Stammbäume als Hindernis die (noch) großen Lücken hat, stimmt. Und auch, dass man teilweise von Vermutungen gestützt durch Indizien ausgeht. Der Mensch stammt aber nach dem aktuellen Stand der Forschung nicht vom Affen ab. Beide haben einen gemeinsamen Vorfahren, bei dem sich die Spezies dann getrennt entwickelt hat. So wie sich auch dieser "Menschenaffe" über zahlreiche Arten zum heutigen Menschen entwickelt hat. Es ist also nicht richtig, dass der Mensch vom "Affen" abstammt...
Verspätete Antwort: Du liegst immer noch falsch. Dieser Satz ("der Mensch stammt nicht vom Affen ab"), den du höchstwahrscheinlich aus der Schule kennst, bezieht sich auf rezente Affenarten wie z.b. Gorilla oder Schimpanse. Darüber hinaus ist dieser Satz ein relativ bescheidener Lehrsatz, da sich "Affe" auf so viele verschiedene Kategorien/Taxa innerhalb der Systematik der Säugetiere bezieht, dass seine Aussagekraft viel zu schwammig und daher falsch ist. Aber das ist nicht deine Schuld, sondern die von lückenhafter Populärwissenschaft und Schulbildung.

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 01:31
von Stormrider One
Du redest immer noch Über Charaktere und ihre tiefe...ich bin aber die Meinung das der größte teil an andere Sachen achten ,wie sexy Frauen viel Gewalt usw.!!


MFG

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 01:33
von SethSteiner
Ich bin jetzt irgendwie irritiert aber es ist auch schon spät, nicht schlimm also.

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 01:36
von Cpt.Crazy
Stormrider One hat geschrieben:Du redest immer noch Über Charaktere und ihre tiefe...ich bin aber die Meinung das der größte teil an andere Sachen achten ,wie sexy Frauen viel Gewalt usw.!!
Ich glaube das kann sogar stimmen, obwohl ich sagen würde dass die gewalt sogar noch mehr vorrang bei der auswahl eines spiels hat.

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 01:37
von Stormrider One
Es wird halt das produziert was auch besser verkauft....auf jeden fall erwarte persönlich nicht viel von den großen puplisher!!



Warum verkauft COD so gut oder GTA? ...nur so zum Beispiel!!!


MFG

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 01:39
von Nanimonai
Cpt.Crazy hat geschrieben:
Stormrider One hat geschrieben:Du redest immer noch Über Charaktere und ihre tiefe...ich bin aber die Meinung das der größte teil an andere Sachen achten ,wie sexy Frauen viel Gewalt usw.!!
Ich glaube das kann sogar stimmen, obwohl ich sagen würde dass die gewalt sogar noch mehr vorrang bei der auswahl eines spiels hat.
Definitiv. Besonders bei den Spielern, die diese Spiele altersbedingt eigentlich gar nicht spielen dürften.
Sexy Frauen findet man in den meisten First Person Shootern nun mal nicht, vor allem nicht spielbar.

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 01:59
von 3nfant 7errible
Es ist Kritik, mit dem Ziel Besserung zu schaffen. Konsumenten und Entwickler und Geldgeber sollen ein bisschen mehr nachdenken. Der Markt größer werden und wenn möglich nicht nur mit noch mehr vom selben angereichert.

Ihr tut immer so als gäbe es da wirklich soviele Möglichkeiten, dabei ist das doch gar nicht wahr. Klar, man kann Puzzlespiele machen, Rennspiele, Strategiespiele, usw... da bleibt der Protagonist in der Regel sowieso anonym.

Aber spätestens bei Action-Spielen und alles was mehr oder weniger darunter fällt... Shooter, Action-Adventure, Hack n Slash, Action-RPG usw, wirst du doch immer das klassische Muster haben: es gibt die Helden-Figur, den Protagonisten, der vom Spieler gesteuert wird und damit der aktive Part ist, und daneben halt die Nebenfiguren, sowohl Verbündete als auch Gegner und die sind eben passiver. Wir wollen doch kein Spiel, dass sich quasi von alleine spielt, weil der/die Verbündete alles schon von allein geregelt bekommt, oder? Ständige KI-Begleiter mag man auch nicht immer, 1. weil die KI in vielerlei Hinsicht noch nicht soweit ist, dass sowas immer zufriedenstellend funktioniert und 2. passt es imo auch nicht in jedes Spiel. Im Survival(-Horror) zb gefallen mir KI-Begleiter absolut nicht. Dieses Gefühl vollkommen alleine zu sein, gehört für mich zum Genre einfach dazu.

Also gut, welche Möglichkeiten gibt es nun? Du kannst entweder einen männl. Helden oder eine weibl. Heldin haben. Der Verbündete kann m oder w sein. Die Gegner können m oder w sein. Der/die zu rettende/rächende kann m oder w sein, sie können dabei total passiv und hilflos erscheinen (klassische DiD) oder trotz allem wehrhaft erscheinen, wobei letzteres je nach Spiel und Setting auch gar nicht immer Sinn machen würde.
Hier einfach die Geschlechter auszutauschen ändert aber nicht wirklich viel. Das wäre kein kreatives Meisterstück und macht aus einem schlechten Spiel auch nicht automatisch ein besseres.

Dann gibt es noch die Sache mit der Subjektivität. Anita und du würden es vielleicht supertoll finden häufiger mit starken Heldinnen unterwegs zu sein und darin die oberkrasse Abwechslung sehen. Andere wollen lieber bei ihren männl. Helden bleiben und wieder andere fragen sich was das ganze Drama überhaupt soll, da solch eine Änderung nichts zwingend besser macht, und können über die aberwitzigen Herleitungen von Frau Sarkeesian auch nur lachen.
Am Ende ist es aus Hersteller-Sicht auch eine wirtschaftliche Frage. Egal ob Big Publisher oder Little Indie, jeder wünscht sich lieber etwas mehr Erfolg zu haben statt weniger Erfolg. Und so wie es aussieht, sind männl. Helden einfach noch ein Stück weit populärer, also auch erfolgsversprechender.

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 02:00
von James Dean
Nanimonai hat geschrieben: Sexy Frauen findet man in den meisten First Person Shootern nun mal nicht, vor allem nicht spielbar.
Liegt daran, dass ca. 95 % der FPS-Zocker in einem Alter sind, in dem man es als ekelig empfindet, ein Mädchen zu küssen.

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 02:03
von brent
Cpt.Crazy hat geschrieben:
Stormrider One hat geschrieben:Du redest immer noch Über Charaktere und ihre tiefe...ich bin aber die Meinung das der größte teil an andere Sachen achten ,wie sexy Frauen viel Gewalt usw.!!
Ich glaube das kann sogar stimmen, obwohl ich sagen würde dass die gewalt sogar noch mehr vorrang bei der auswahl eines spiels hat.
Die Gewalt oder der Grad der Darstellung?

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 02:06
von Stormrider One
James Dean

Hat Duke Nukem Forever, deswegen so schlecht verkauft? :D

MFG

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 02:12
von PanzerGrenadiere
James Dean hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben: Sexy Frauen findet man in den meisten First Person Shootern nun mal nicht, vor allem nicht spielbar.
Liegt daran, dass ca. 95 % der FPS-Zocker in einem Alter sind, in dem man es als ekelig empfindet, ein Mädchen zu küssen.
johanna dark (perfect dark), zumindest im ersten teil.
kommt drauf an, ob man alyx vance (half-life 2) sexy findet.
war man in timesplitters als 2.spieler nich als corp hart unterwegs?

in p.n.03 spielt man auch eine frau (mit der selben typischen untergrundgeschichte).
in lost kingdoms spielt man ja dann quasi 2 chefinnen.
alexandra roivas (eternal darkness) gibt es auch noch.
kann man rayne (bloodrayne) noch als frau zählen?
samus aran (metroid) ist schon wieder zu einfach.

emily wyatt (deadly premonition) müsste ja auch genau in das damsel in distress bild passen, dabei sind story und (hervorgerufene) emotionen so ziemlich unerreicht.
vielleicht kritisiert sie ja noch, dass sich kaede (killer 7) auf knopfdruck "ritzt".
in alpha protocol kann man sich aussuchen, wen man alles um den finger wickelt.
den kommentar zu enslaved will ich mir gar nicht vorstellen.
und wo zur hölle bleibt dao:extreme beach volleyball?

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 03:33
von Easy Lee
:Hüpf: Wenn man im gleichen Takt mithüpft, dann sieht es so aus als würden sie sich gar nicht mehr bewegen.

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 08:51
von Nanimonai
James Dean hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben: Sexy Frauen findet man in den meisten First Person Shootern nun mal nicht, vor allem nicht spielbar.
Liegt daran, dass ca. 95 % der FPS-Zocker in einem Alter sind, in dem man es als ekelig empfindet, ein Mädchen zu küssen.
Was ja an sich schon eine Perversion ist!
Verdammt, diese Spiele sind ab 18 und sollten auch genau für diese Altersgruppe aufwärts gemacht werden.

Wenn ich allerdings bei der offiziellen Xbox Vorstellung in einem Promo Video eine junge Mutter sehe (die so um 30 sein dürfte), die dann davon erzählt, dass sie ihrem Sohn das neue Call of Duty kaufen möchte, kriege ich nur noch das kalte Kotzen, denn diese Kackbratze ist vermutlich nicht älter als 12-13 und gleichzeitig zeigt es auch, dass für die meisten Leute, für die Öffentlichkeit scheinbar vollkommen ok ist, wenn Kinder diese Art Spiele konsumieren.
Was genau läuft eigentlich falsch mit den Menschen? Könnte man Eltern auch mal erziehen, dass sie ein bisschen mehr darüber nachdenken, was ihre Kleinen so alles vor dem Computer oder der Konsole anstellen?

Re: Spielkultur: Jungfrau in Nöten: Sarkeesian veröffentlich

Verfasst: 30.05.2013 08:55
von Nanimonai
Scipione hat geschrieben:
Es ist Kritik, mit dem Ziel Besserung zu schaffen. Konsumenten und Entwickler und Geldgeber sollen ein bisschen mehr nachdenken. Der Markt größer werden und wenn möglich nicht nur mit noch mehr vom selben angereichert.
Spoiler
Show
Ihr tut immer so als gäbe es da wirklich soviele Möglichkeiten, dabei ist das doch gar nicht wahr. Klar, man kann Puzzlespiele machen, Rennspiele, Strategiespiele, usw... da bleibt der Protagonist in der Regel sowieso anonym.

Aber spätestens bei Action-Spielen und alles was mehr oder weniger darunter fällt... Shooter, Action-Adventure, Hack n Slash, Action-RPG usw, wirst du doch immer das klassische Muster haben: es gibt die Helden-Figur, den Protagonisten, der vom Spieler gesteuert wird und damit der aktive Part ist, und daneben halt die Nebenfiguren, sowohl Verbündete als auch Gegner und die sind eben passiver. Wir wollen doch kein Spiel, dass sich quasi von alleine spielt, weil der/die Verbündete alles schon von allein geregelt bekommt, oder? Ständige KI-Begleiter mag man auch nicht immer, 1. weil die KI in vielerlei Hinsicht noch nicht soweit ist, dass sowas immer zufriedenstellend funktioniert und 2. passt es imo auch nicht in jedes Spiel. Im Survival(-Horror) zb gefallen mir KI-Begleiter absolut nicht. Dieses Gefühl vollkommen alleine zu sein, gehört für mich zum Genre einfach dazu.

Also gut, welche Möglichkeiten gibt es nun? Du kannst entweder einen männl. Helden oder eine weibl. Heldin haben. Der Verbündete kann m oder w sein. Die Gegner können m oder w sein. Der/die zu rettende/rächende kann m oder w sein, sie können dabei total passiv und hilflos erscheinen (klassische DiD) oder trotz allem wehrhaft erscheinen, wobei letzteres je nach Spiel und Setting auch gar nicht immer Sinn machen würde.
Hier einfach die Geschlechter auszutauschen ändert aber nicht wirklich viel. Das wäre kein kreatives Meisterstück und macht aus einem schlechten Spiel auch nicht automatisch ein besseres.

Dann gibt es noch die Sache mit der Subjektivität. Anita und du würden es vielleicht supertoll finden häufiger mit starken Heldinnen unterwegs zu sein und darin die oberkrasse Abwechslung sehen. Andere wollen lieber bei ihren männl. Helden bleiben und wieder andere fragen sich was das ganze Drama überhaupt soll, da solch eine Änderung nichts zwingend besser macht, und können über die aberwitzigen Herleitungen von Frau Sarkeesian auch nur lachen.
Am Ende ist es aus Hersteller-Sicht auch eine wirtschaftliche Frage. Egal ob Big Publisher oder Little Indie, jeder wünscht sich lieber etwas mehr Erfolg zu haben statt weniger Erfolg. Und so wie es aussieht, sind männl. Helden einfach noch ein Stück weit populärer, also auch erfolgsversprechender
.
Ich glaube, Du hast den eigentlichen Punkt nicht verstanden. Es geht nicht darum, mehr spielbare weibliche Charaktere zu haben, sondern die generelle Darstellung des weiblichen Geschlechts in nicht ganz so plumpe, sexualisierte, objektivierende und insgesamt sexistische Bilder zu pressen. Und natürlich ist das möglich, überhaupt kein Problem. Wenn man Deiner Argumentation folgt, dann klingt das so, als wäre ein sexistisches Frauenbild das einzige, mit dem man Geld verdienen kann und es gäbe dazu gar keine Alternative. Sollte dies tatsächlich Dein Denken sein, halte ich es für sehr traurig.