Pen & Paper

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crewmate
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Pen & Paper

Beitrag von crewmate » 16.06.2014 22:30

Vor einem halben Jahr haben Kollegen mich aus dem nichts heraus gefragt, ob ich mal bei einem Rollenspiel mitmachen wolle. Ich wusste gar nicht, das die sowas zocken.

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Das Rollenspiel basiert grob auf Shadowrun Regeln und spielt in einem vom Kollegen erdachten Universum. Eine wilde Mischung aus Fallout, Metro, Stalker, Shadowrun und Mad Max.

Das alles läuft fast vollständig mit Excel ab. Güter von Händlern, unser Inventar, Statistiken etc. Wir würfeln noch bestimmte Aktionen aus, aber ich denke, das macht das ganze etwas einfacher und beschleunigt einige Abläufe.
Was wohl recht ungewöhnlich ist: Wir haben einen Soundtrack, der beim Spielen läuft. Dank gog habe ich zugriff auf die Musik von System Shock, den alten Fallout Spielen, Thief, Quake, Pathologic, Assault on Dark Athena und alles was sonst noch dazu passt. Daneben aber auch Musik von Tony Wakeford, Nine Inch Nails, TOOL, Bohren & der Club of Gore, Dolorian oder Godess.

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Das ganze spielt im Berliner Stadtteil Rosenthal. Zumindest, was davon übrig ist. Wir starteten in einer kleinen Siedlung, die in den Berliner Katakomben und umfunktionierten, ausgebauten UBahnstationen. In der Siedlunng herrscht nur eine oberflächliche Ordnung, wir wurden schon gefühlt 1000x ausgeraubt, ohne das es konsequenzen gab. Aber wehe, wir versuchen uns am Taschendiebstahl.
Dann ist da noch die andere Siedlung "VOX", die wie eine Freihandelszone fungiert, aber mehr Schein als Sein ist.
Bisher lief unser Abenteuer recht zäh ab. Unserem Kerkermeister war es wichtig, das alles so schwer ist "wie früher". Das hat dazu geführt, das wir keine Quest wirklich abschließen konnten. In einer "einfachen" hol und bring Quest sollten wir Rohstoffe an der Oberfläche von Berlin Rosental bergen. Wir kamen nicht mal über die Vorbereitungen hinaus. In der ganzen Siedlung ist kein Seil aufzutreiben und zwischendurch erfuhren wir, das sich die Sache erledigt hatte.

Mein Charakter hat auch bereits Blut an den Händen. Ich spiele den 17 jährigen Dänen Peer, der Luke Skywalker Style bei seinem Nazi Onkel aufwuchs und sich kaum an seinen Vater erinnert. Dabei ist Peer recht gut ausgestattet. Er hat einen Chip, mit dem er elektrische Ströme sichtbar machen kann, was hacken erleichtert.
Peer freundete sich mit dem kleinen Erik an, der aus wohlhabenden Hause kommt und über technomantische Fähigkeiten verfügt. Erik erscheint äußerst naiv und schleicht sich immer wieder aus dem sicheren Haus. Wir brauchten zu dieser Zeit Seile und Erik war bereit uns hochqualitative zu borgen. Ich war zu diesem Zeitpunkt von der Gruppe seperiert und allein mit dem NPC. Erik ließ die Tür offen, da er Angst vor seinem Bruder hatte. Peer betrat das Haus, als er Schreie hörte. Eriks Bruder, der wie ein H.R Giger Objekt aussah, mit Metall im Kopf etc, verdrosch seinen Bruder bis Blut spritzte. Peer Tritt war so stark, das er Eriks Bruder das Genick brach. So stand ich da, in einem der bestbewachtesten Häuser Rosentals, mit dem toten Sprößling eines der mächtigsten Männer des Ortes. Alles auf ultrahochauflösenden Kameras. Fuck. Wir konnten meine Situation gerade noch so entschärfen, indem wir gemeinsam das Sicherheitssystem hackten. Erik scheint den Tod seines Bruders eher zu begrüßen, doch macht er mittlerweile eine ähnliche Metamorphose durch wie sein Bruder. Und sein Vater ermittelt gegen Unbekannt. Derzeit.

In einer anderen Mission sollten wir einen Wissenschaftler ausschalten, der Gase in die unterirdische Siedlung leitete. Scheiterte daran, das draußen auf den UBahn Gleisen ein Monster lungerte. Kein Vorwärts, kein Rückwärts. Es ergab keinen Sinn und vom Kerkermeister kam auch kein weiterer Input. Es ist eine dieser Situationen, in der er etwas bestimmtes von uns erwartet, doch keinen weiteren Hinweis darauf gibt was. Und alternative Handlungen "haben keinen Effekt".

Wir hatten bereits unser eigenes "Cataclysm". Einer unserer Leute entschied sich spontan, jemand anderen zu verpfeifen. Wegen eines Mordes, den er mit begangen hatte. An einem Söldner. Dessen Truppe wollte den Fall klären und setzte ein hohes Kopfgeld aus. Und wo sie schon dabei waren, besetzten die "Wölfe" gleich ganz Rosenthal. Nichts ist mehr wie vorher.

Aber in unserer letzten Runde, ah. Endlich.
Wir waren unvollzählig und nahmen deswegen einen "kleineren Auftrag" an. Mit einem futuristischen Riesenbagger sollten zuerst eine riesige Abrissbirne klauen und damit dann den Drachenkopf förmigen Tempel einer Sekte niederreißen. Weil nur einer Fahren konnte, hängten sich die anderen beiden raus und schossen mit Stationären Geschützen alles ab. Zuerst mussten wir das Metallmonster zum laufen bekommen. Leichenteile aus dem Tank schaffen, nichts spektakuläres. Auf der Fahrt zur Birne hatten wir schon genug Widerstand, immerhin fuhren wir dadurch wie Godzilla. Kampf gegen einen Mech, Fallgruben. Häuserkämpfe, bei denen wir aus dem Bagger in die Gebäude sprangen und dort Scharfschützen und Grenadiere ausschalteten. Ahh, einfach eine wunderbare Zerstörungsorgie. Völlig abseits von dem, was wir sonst machten. Aber es tat gut.
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BananenMuffin
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Re: Pen & Paper

Beitrag von BananenMuffin » 02.07.2015 00:29

P&P ist schon was Feines. Allerdings spielen wir ausschließlich nach den unterschiedlichen Systemen und Regelwerken. Vampire, SR, D&D, Warhammer, Cyber Punk etc. Aktuell wird gerade W40K gespielt. Bin mal gespannt wie lange wir leben, oder wann die ersten Chars sterben :D

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