Warum finden viele Heavy Rain so toll?

Von Monkey Island über Black Mirror bis Heavy Rain!

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Mindflare
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Beitrag von Mindflare » 06.05.2011 14:21

David WG hat geschrieben: Das einzige, das bei so einem monumentalen Meisterwerk einfach gar nicht geht, ist die fehlende Speichermöglichkeit. Ich habe gespielt und gespielt und durfte einfach nicht speichern. Also habe ich die PS3 ohne Spielstand schweren Herzens ausgemacht. Seit dem hatte ich nie wieder die Motivation weiterzuspielen. Sehr schade.
Öhm, du spielst an der Stelle weiter, an der du aufgehört hast.

Das Spiel speichert ständig im Hintergrund. Dadurch wird verhindert, dass man eine Szene so häufig wiederholt, bis einem das Ergebnis passt.

Also wieder ran an's Game!
Only the wittless one seeks wit,
where none ist writ
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Serious Lee
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Beitrag von Serious Lee » 06.05.2011 18:46

Was?!

LOL ... und ich hab' das Spiel nicht mehr angerührt weil ich dachte ich fang irgendwo nach einer alten Cutscene wieder an.

Danke für den Hinweis :)
Stay calm and kick ass

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Newo
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Beitrag von Newo » 06.05.2011 18:55

Du tauchst in die Rolle der Hauptcharaktere mit ein und leidest und freust dihc mit ihnen und VOR ALLEM hat alles Konsequenzen was du tust. Wink mit dem Zaunfahl: 18 mögliche Enden !!!(Scheiß Platin is die schwer gewesen dass alles paar mal zu ertragen)
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positive Flohmarkt-Bewertung: S. 400, 401, 404 (2x), 457, 514.

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Master_Philly
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Beitrag von Master_Philly » 10.05.2011 11:36

es ist einfach wie ein interaktiver film und man fühlt sich beim spielen, als ob man an der story direkt beteiligt ist und man spührt die emotionen der charaktere.
Zuletzt geändert von Master_Philly am 14.07.2011 15:34, insgesamt 1-mal geändert.

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tHUND€r
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Beitrag von tHUND€r » 10.05.2011 12:41

Weil es einfach genial ist, wenn es einen denn anspricht.
Mich ließ es leider komplett kalt. Fühlte mich zu den Charakteren überhaupt nicht emotional verbunden. Das war bei Fahrenheit damals noch anders...
Ahawat Olam

Dragshi
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Beitrag von Dragshi » 24.05.2011 16:02

Das Spiel punktet durch seine "Neuheit"
Die Grafik ist super, die Story episch und das Spielgefühl mal ein ganz anderes.
Ist bei mir immer noch in den Top 10

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tHUND€r
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Beitrag von tHUND€r » 24.05.2011 23:28

Dragshi hat geschrieben:Das Spiel punktet durch seine "Neuheit"
Die Grafik ist super, die Story episch und das Spielgefühl mal ein ganz anderes.
Ist bei mir immer noch in den Top 10
Jemals was von Fahrenheit/Indigo Prophecy gehört? :D
Eher Weiterentwicklung als Neuheit. ^^
Ahawat Olam

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Khobar
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Beitrag von Khobar » 30.05.2011 13:31

ThunderOfLove hat geschrieben:Jemals was von Fahrenheit/Indigo Prophecy gehört? :D
Eher Weiterentwicklung als Neuheit. ^^
Jetzt schau bitte nochmal kurz wer Fahrenheit und Heavy Rain jeweils entwickelt hat. IP war mehr oder weniger ein Testlauf um zu schauen wie dieses Konzept generell ankommt. Heavy Rain war dann das Meisterwerk.

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tHUND€r
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Beitrag von tHUND€r » 02.06.2011 13:57

Khobar hat geschrieben:
ThunderOfLove hat geschrieben:Jemals was von Fahrenheit/Indigo Prophecy gehört? :D
Eher Weiterentwicklung als Neuheit. ^^
Jetzt schau bitte nochmal kurz wer Fahrenheit und Heavy Rain jeweils entwickelt hat. IP war mehr oder weniger ein Testlauf um zu schauen wie dieses Konzept generell ankommt. Heavy Rain war dann das Meisterwerk.
:Kratz:

Ich weiß wer der Entwickler ist. Was soll mir das jetzt bringen?
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Hamers
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Beitrag von Hamers » 02.06.2011 22:45

Also für mich war HR das GOTY 2010 und zwar nicht, weil es besonders anspruchsvoll gewesen wäre oder die beste Story der Welt hatte, sondern, weil es mich mitgerissen, wahnsinnig gut unterhalten und emotional berührt hat.

Es spricht für sich, wenn man in der Schule unruhig sitzt und auf das Ende wartet, nur um nach Hause rennen und das Spiel durchspielen zu können (in 2 Tagen).
Was mich auch fasziniert ist, dass ich nicht in der Lage bin, einen der Charaktere auch nach dem 20ten mal durchspielen absichtlich umzubringen. Ich kann es auf YouTube sehen, aber selber möchte ich nicht einen der Charaktere auf dem Gewissen haben, weil sie mir so sehr am Herzen liegen und ich nicht auf diese Weise mit dem Spiel abschließen will.

Wenn man es sich nur anguckt, kann man es absolut nicht so beurteilen, als wenn man es gespielt hat, weil das Spiel selbst durch die einfache Interaktion ein intensives Mittendrin Gefühl erzeugt, was beim Zuschauen fehlt und somit auch HR von einem gewöhnlichen Film abhebt.

Für mich bedeutet ein Spiel Erlebnis und genau das ist Heavy Rain für mich. Und zwar ein ziemlich geiles, einmaliges Erlebnis, das man so in keinem Film bekommt.


Es ist wahr, dass das Spiel nicht die beste Story der Welt hat und einige echte Logiklücken und Klischees besitzt, jedoch gibt es viele zu Unrecht aufgestellte Plotholes, die aus mangelhafter Recherche oder aus verzweifelten Bashing Versuchen heraus aufkommen.

Da ich das Spiel sehr oft gespielt habe und mir beinahe jeden Gedanken angehört habe, möchte ich im Folgenden versuchen, mit ein paar Dingen aufzuräumen:

1. Die Spiel/Film Diskussion kann man getrost ignorieren, da es alle technischen Merkmale eines Spieles besitzt und auch Interaktion (sprich freie Bewegung und Entscheidung) hat.

Fahrenheit und diverse Point&Click Adventures dürften dann nach den Maßstäben mancher Leute, die HR nur als Film sehen, ebenfalls keine spielgerechte Bewertung erhalten, wo kämen wir da denn hin!?


2. Man sollte auch mal langsam mit dem Gerücht aufräumen, Heavy Rain sei ein einziges QTE Fest.

Es gibt einmal den Teil wo man sich frei bewegen kann und mit Objekten bzw. Personen interagieren kann, welches keine QTEs sind, da man dafür unendlich Zeit hat (in einem Point&Click Adventure klickt man das Objekt an, hier benutzt man eine Bewegung des Analogsticks, beides sind keine QTEs).

Nur sobald Schnelligkeit oder Action gefragt ist, kommen die QTEs ins Spiel (die ja wie bekannt über das simple Drücken einer Taste hinaus gehen). Diese Passagen sind aber im Gegensatz zum oberen Teil deutlich in der Minderheit.

Genau genommen hab ich mal nachgezählt und festgestellt, dass von den 51 Kapiteln 22 keine QTEs in keinem Fall, keiner Form oder Weise enthalten.
Überdies sind in den restlichen 29 Kapiteln die QTEs enthalten auch noch 7 Kapitel dabei, in denen der QTE Abschnitt optional und von der Entscheidung des Spielers abhängig ist.

Wenn man also will, kann man ganze 57% der Kapitel ohne jegliche QTEs erleben.
Darüber hinaus nehmen die QTE Abschnitte eines Kapitels, wenn vorhanden, auch nur im Durchschnitt höchstens 50% ein.

So kommt man mit etwas rechnen darauf, dass das Spiel gerade mal zu ca. 21% - 28% je nach Spielweise aus den erweiterten QTEs besteht.

Der Rest ist freies Adventure :)


---VERMEINTLICHE PLOTHOLES & STORY SPOILER---
Spoiler
Show
1. Ethans Blackouts?
Hat eine leicht übernatürliche Erklärung, die man in den Deleted Scenes finden kann (auf YouTube z.B), die auch stimmig ist. Natürlich hätte man einen Ersatz bauen sollen, fand ich aber jetzt nicht so tragisch.

2. Wie tötet Scott Shelby Manfred, den Uhrenladenbesitzer?
Während Lauren mit der Spieluhr spielt und abgelenkt ist, kann man Shelby NICHT steuern. Es gehen sämtliche Glocken im Laden los und es erfolgt ein typischer Filmschnitt (Glocken sind plötzlich abgehackt). Lauren guckt Shelby wieder an, der unsicher lächelt und sich den Schweiß von der Stirn abwischt. In der Auflösung am Ende hört man ebenfalls die Glocken läuten, während Shelby Manfred tötet, somit ist das mitnichten ein Plothole, eher ein Geniestreich.
Erkennbar ist das auch an den Uhren im Laden, da mehr als eine Minute vergeht, wenn man Shelby zum letzten mal sieht...

3. Warum nähert Shelby sich Lauren an?
Durch seinen Charakter erklärt. Jeder Killer besitzt auch eine menschliche Seite. Er hält ausschließlich die Väter für schuldig, wie man im Finale erfährt. Den Müttern und Kindern gegenüber empfindet er nur Schuld und Mitleid. Daher war es nicht nur sein Ziel, die Beweise einzusammeln, sondern auch sich um das verbliebene Elternteil zu kümmern.
Er kann Lauren nichts tun, wollte aber dennoch ihren Umschlag, da es ein Beweis gegen ihn ist. Also ist er auf ihren Vorschlag eingegangen und nur durch ihre Initiative sind sie ihm selbst auf die Schliche gekommen.
Er selber hat möglichst immer versucht sie nicht mitzunehmen und hat durch seine Gedanken und Dialoge immer gegen ihre Vorschläge gestimmt und versucht abzulenken.
Das er nur ungern Unschuldige tötet, sieht man anhand Jayden im Nachtclub. Paco war eine Bedrohung für ihn. Jayden an diesem Punkt noch nicht, daher bringt er ihn nicht um.
Jayden fragt sich das auch in seinen Gedanken: "Er hätte mich töten können, warum hat er gezögert?"

4. Warum kennt Madison Shelby?
Madison arbeitet an einem Buch über den Origami Killer und schreibt für eine große Zeitung (The American Tribune). Sie wird demnach als wissbegieriger Reporter jedes kleine Mini Detail in Erfahrung gebracht haben, was es so zu finden gab. Da Blake auch denkt, dass Shelby ein Privatdetektiv geworden ist und den Origami Killer jagt, ist diese Info öffentlich. Also wird sie bei ihren Recherchen mit 100% Sicherheit auf seinen Namen gestoßen sein. Schließlich ist es schon bedeutsam für eine Kleinstadt, wenn ein ranghoher Leutnant sich das Jagen des größten Killers zur Lebensaufgabe gemacht hat und aus dem Polizei Dienst dafür ausscheidet.

5. Warum geben die Eltern die Beweise nicht der Polizei?
Lauren hatte durch Zufall den Umschlag gefunden und hielt ihn erst für nichts wichtiges, bis sie mit Shelby darüber gesprochen hat. Hassan hat die Botschaft des Killers nichtmal gelesen, somit wusste er nicht, dass er einen ziemlich brenzligen Beweis hatte. Susan Bowles Sohn ist erst am Abend bevor Shelby sie besucht hat gestorben. Sie war so fertig mit den Nerven, dass sie sich selbst umbringen wollte, da interessiert einen garantiert kein Handy, was man bei seinem plötzlich flüchtenden Ehemann noch nie vorher gesehen hat.

5.1 Hassan: Vielleicht ist ihm seine Kiste einfach so eingefallen. Menschen vergessen leicht Dinge unter Stress und ich bin mir sicher, einem Menschen, der gerade das eigene Leben gerettet hat vertraut man eher als der nutzlosen Polizei.
Vielleicht war es ihm auch nur peinlich, der Polizei sein Versagen zu gestehen.

Wie gesagt, er hätte es vorher aushändigen müssen, hat es aber aus vielen möglichen, menschlich vollkommen nachvollziehbaren Gründen nicht getan. Das bedarf keiner Erklärung, da es realistisch ist.
Außerdem hat Shelby ihm mit Shaun ins Gewissen geredet, ein Anstoß reicht ja oft.

5.2 Lauren: Hat den Umschlag nicht ausgehändigt, weil sie nicht mehr von ihm wusste. Shelby sagt sie: "Ich habe mich an etwas erinnert... Mein Mann hat einen Brief bekommen, am Tag bevor er verschwand. Ich habe nur den Umschlag behalten, weiß aber nicht mehr warum."
Es gibt Menschen, die sich erst Jahre später an soetwas erinnern.

5.3 Susan: Ist das Handy erst eingefallen, als Shelby sie fragt, ob ihr Mann irgendetwas gesagt hat, bevor er verschwunden ist. Offenbar ist ihr das bei dem Verhör der Polizei einfach nicht eingefallen, vielleicht hat sie auch erst vor kurzem das Handy in seinem Kleiderschrank entdeckt.
So wie die Polizei dargestellt wird, arbeitet sie recht ineffizient, daher wurde diese Frage vielleicht einfach ausgelassen, es gibt ja solche Polizisten und Korruption tatsächlich (zu viele leider).

Einem Lebensretter dagegen vertraut man ja gerne etwas an, oder? Würde ich auch eher machen, als wieder zur nutzlosen Polizei zu gehen, die über 3500 (!) Leute befragt hat, aber Null handfeste Hinweise hat.

Das hier ist alles eher keine Hollywood Logik, sondern nur menschliche Gefühle und Antriebe.

6. Warum drohen Norman keine Konsequenzen, wenn er Ethan aus dem Knast befreit?
Wenn man die Kamera nicht abschaltet, wird man von Blake zur Rede gestellt, der bereits die Verhaftung Normans in die Wege geleitet hat. Er sagt außerdem, dass Norman von Anfang an verdächtigt wurde, es fehlte nur der Beweis (in dem Fall die Auswertung der Videobänder).
Schaltet man sie aus, können sie ihm innerhalb der 3 Tage, die es noch gibt, nichts mehr nachweisen.

7. Warum sind alle so scharf darauf, Ethan als Killer darzustellen?
Sind nicht alle, nur zwei: Captain Perry und Carter Blake. Perry sagt selber am Anfang, dass ihm jeder Recht ist, hauptsache sie können endlich nach all den Jahren jemanden der Presse vorzeigen. Man merkt auch durch seine Rede auf der Pressekonferenz, dass er ziemlich eingebildet ist. Korruption ist ihm auch nicht unbekannt, also hat er nach dem erstbesten Strohhalm gegriffen, bevor noch mehr FBI Agenten kommen und ihm in sein Geschäft pfuschen (er lässt Norman deutlich spüren, dass er nicht willkommen ist).

8. Wie findet Norman raus, dass Shelby der Killer ist?
Nicht nur über die Uhr, wie uns mancher Kritiker glauben lassen will, sondern auch über die Waffe des Killers, die sich noch in Polizeibesitz befinden müsste und die nur ein Polizist rausschmuggeln kann. Sein Geoprofiling hat dann ergeben, dass nur ein ehemaliger Polizist dort wohnt (mit deutlichem Abstand). Er sagt ja selber, dass er sich nicht 100% sicher ist. Wenn man ihn mit Madison nochmal anruft und ihm die sichere Adresse gibt, sagt er, dass sich seine Vermutung bestätigt hat.

9. Warum hat das FBI Normans Drogenabhängigkeit noch nicht entdeckt?
Ganz einfach, es ist keine echte Droge. Es soll die Nebeneffekte des noch nicht ausgereiften ARI Systems mildern (wie man in den Enden erfährt). Nimmt er sie nicht und benutzt das ARI, kriegt er Visionen. Er ist also sowohl abhängig von Ari, als auch von der Unterdrückerdroge.

10. Warum erschießt die Polizei Ethan nicht?
Simple Antwort: Sie dürfen nicht, solange er die Polzei nicht bedroht oder eine Waffe offen mit sich rumführt.

11. Wie kriegt Shelby die Schmetterlingsprüfung hin?
Er hatte Jahre Zeit, war besessen und hat nichts anderes gemacht. Andere Väter mussten die selbe Prüfung durchlaufen, da einer schon tot im Schacht liegt. Mit soviel Zeit und dem richtigen Werkzeug kriegt das jeder hin. Shelby ist zwar korpulenter, aber auch deutlich stärker als Ethan, wie man in den Kämpfen sehen kann. Also war es für ihn nicht sonderlich schwierig.

1. Möglichkeit:
Vielleicht hat er ein Brett mit Rollen benutzt, um leichter voran zu kommen. Wenn man ein kranker Mörder ist, ist einem jedes Mittel recht. Bestimmt hat er sich ja auch stark verletzt und sich viele Schnitte eingefangen. Das wäre ihm aber egal, solange er seinem Ziel näher kommt.

2. Möglichkeit:
Er hatte ja auch Hilfsfreunde wie z.B Paco. Es wäre sicher ein leichtes für ihn, ein paar Leute anzuheuern, die das in einem Monat hinkriegen. Die hat er höchstwahrscheinlich dann alle umgebracht, so wie Paco auch.

3. Möglichkeit (halte ich für am Wahrscheinlichsten):
Die 1. Möglichkeit mit dem Zusatz, dass man in seiner Wohnung Bilder von ihm als früheren Polizisten sieht. Da war er noch nicht fett.
Da er seit dem Tod seines Bruders gestört ist, kann er das leicht schon länger geplant haben.

12. Wie kann Shelby soviele Wachen in Kramers Villa töten, ohne das darüber berichtet wird danach?
Das Spiel endet 21 Stunden später, Shelby ist dort dann entweder tot oder auf der Flucht. Frühestens am Freitag morgen wurden die Leichen gemeldet und innerhalb von einem halben Tag kann man keine Analysen durchführen.

13. Shelby Gedanken machen keinen Sinn!
Seine Gedanken lassen sich allesamt zweideutig sehen. Das er es nicht war, sagt er Lauren und je nach Spielweise der Polizei, aber nie zu sich selber. Wenn man es in Ruhe nochmal spielt, kann man sich über seine Gedankengänge amüsieren, da sie allesamt in sein Profil passen, schließlich ist er auch gesplittet in seiner Persönlichkeit (erzählt er Madison in ihrem Solo Ende). Das erklärt die widersprüchlichen Handlungen zusätzlich.
Die Fingerabdrücke in Manfreds Laden könnte er kaum beseitigen, ohne Lauren zu verwundern. Also musste er sich was einfallen lassen. Wenn er erwischt wird, war das die Schuld des Spielers aber absolut nicht sein Plan, im Präsidium verhört zu werden.

14. Die Entwickler waren unfair. Es ist unmöglich, vorher auf den Killer zu kommen!
Es gibt tatsächlich jemanden auf YouTube, der es bei seinem ersten Durchgang durchschauen konnte. Wäre es zu offensichtlich, wäre es langweilig und man würde nicht mehr weiterspielen wollen.
Es gibt darüber hinaus genug Hinweise davor und danach, das es Shelby ist. Von einem Gegenargument wie Manfreds Laden würde ich mich nicht so einfach abringen lassen.

15. Wie kommt ein aktuelles Video von Shaun in das Auto der ersten Prüfung, wo es doch schon seit zwei Jahren dort steht?
Auf dem Speicherchip befinden sich nur die Buchstaben für die Adresse, was Shelby auch schon seit zwei Jahren so geplant hat.
Das Video von Shaun ist ein Livestream. Das sagt Ethan in seinen Gedanken, während man das Video schaut. Das es einen Livestream gibt, beweist außerdem Shelbys geheimer Raum, in dem man ebenfalls Shaun sehen kann.
Huch, ganz schön lang. Egal, als richtiger Fan hab ich jetzt eine schöne Kopiervorlage für die Zukunft :lol: 8)

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tHUND€r
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Beitrag von tHUND€r » 02.06.2011 23:05

@ Hamers

Was du geschrieben hast, ist interessant. Es freut mich für dich, dass das Spiel bei dir genau die Wirkung erzielte, die ich mir eigtl. auch erwartet habe.
:wink:
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gargaros
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Beitrag von gargaros » 09.06.2011 18:34

Ich finde es sehr schade, dass mich Heavy Rain nicht so mitgerissen hat, wie viele andere hier. Die erste hälfte war da noch sehr gut und vorallem die Ethan Mars sequenzen waren aller erste sahne. Leider ging es dann für mcih persöhnlich, immer mehr bergab und die auflösung der story, fand ich ebenfalls nicht gut.

Auch hätte man mehr aus den charakteren rausholen können. Die schlafprobleme kamen genau einmal vor, ansonsten blieb die frau (hab den namen vergessen) ziemlich blass. Auch der FBI-agent hatte gute ansätze, die aber leider ebenfalls nicht näher verfolgt wurden. Selbst Shelby hat mich,
Spoiler
Show
bis auf den punkt, dass er der origamikiller ist, was ich allerdings auch nicht so berauschend fand
nicht sonderlich beeindruckt.

Wirkliche emotionen hatte ich somit nur bei Ethan Mars. Insgesamt sehr schade und vorallem verschenktes potenzial. Nächstes mal sollte man sich einen besseren storywriter holen.

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superboss
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Beitrag von superboss » 09.06.2011 20:12

Hoffen wir dass es bald ein nächstes Mal gibt. 8)

Hamers
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Beitrag von Hamers » 09.06.2011 23:30

Die schlafprobleme kamen genau einmal vor, ansonsten blieb die frau (hab den namen vergessen) ziemlich blass
Erstens sollte sie möglichst mysteriös wirken, daher wurde auch ihr Name erst im zweiten Kapitel verraten und in den Deleted Scenes wird auch angesprochen, dass sie absichtlich mysteriös gehalten wurde.

Und das mit dem Schlafproblem stimmt doch gar nicht. Es ist nachgewiesen, dass es vielen Menschen hilft, an anderen Orten zu schlafen.

Später in der ersten Hotel Szene wird es sowohl in ihren Gedanken, als auch im Gespräch mit Ethan weiter verfolgt.

In der zweiten Hotel Szene wird abermals darauf eingegangen und man hat die Möglichkeit, sich Ethan anzuvertrauen oder abzublocken.

Nach der dritten Prüfung wird erneut in ihren Gedanken darauf eingegangen, da sie sagt, dass sie so müde ist, dass sie sich kaum noch auf den Beinen halten kann.

In zwei ihrer Enden wird ebenfalls darauf angespielt.
Nächstes mal sollte man sich einen besseren storywriter holen.
Ansichtssache. Die Story war mitnichten perfekt, aber gut genug für das, was David Cage erreichen wollte. Nicht mehr und nicht weniger.

Bei einem externen Story Writer sehe ich das Problem, dass er weltberühmt sein kann, aber die Story des Spiels trotzdem leicht scheiße werden wird, weil er nicht Vor Ort ist.
Das heißt, die Entwickler halten nur ein Stück Script in der Hand und müssen versuchen, darum irgendwie Gameplay zu stricken. Dadurch geht oft ein Großteil der Story flöten, weil man die Story nur in Cutscenen erzählt und der Rest "Füller" ist, um zur nächsten Cutscene zu gelangen.

Die eigentliche Intention des Autors wird so oft falsch transportiert bzw. kann gar nicht transportiert werden, da viele Story Autoren nicht unbedingt wissen, wie ein Spiel programmiert wird und was geht und was nicht.

David Cage hatte hier den entscheidenden Vorteil, jeden Tag im Studio sein zu können, die Umsetzung seiner Story zu begleiten und lenken zu können und als Leiter genau zu wissen, was man machen kann und was nicht.
Daher finde ich es oft auch in Filmen besser, wenn der Story Writer = Director ist, siehe einige Filme von Tarantino und Christopher Nolan.

Er mag nicht der talentierteste Story Writer sein und sollte mit höherem Budget demnächst noch ein paar mehr Gegenleser anheuern, aber ich bin überzeugt, dass die Story mit einem weltberühmten externen Schriftsteller deutlich schlimmer und vor allem dünner ausgefallen wäre.

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crewmate
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Beitrag von crewmate » 20.07.2011 01:02

Ich guck mal morgen, ob die geschnittenen Szenen auf der Move Edition sind. Da war einiges an Bonusmaterial, das ich noch nicht gesehen habe. Wann werden Making ofs etc bei Spielen endlich mal Standard, wie sie schon lange bei Filmen der Fall ist?


Die Sache mit den Blackouts war für mich schon das größte Plotloch. So einen Elefanten lässt man nicht unbeantwortet im Wohnzimmer stehen. Da hätte denen ruhig eine alternative Lösung für einfallen lassen können, die sich in 2 Sätzen erklärt werden. Der Psychologe teilt Blake mit, das Ethan eine falsche Medikamentendosis hat und womöglich Wahnvorstellungen hat. *BÄMM*, Plotloch dicht.
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