Shooter und moralische bedenken

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Hokurn
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Re: Shooter und moralische bedenken

Beitrag von Hokurn » 03.05.2013 12:41

Thefender hat geschrieben:Amis eben....das problem ist leider im grundasatz mit der unterschrift
von george washington verankert, das jeder us bürger eine waffe besitzen darf/soll
Um haus und hof und leben zu schützen
Grundlegend ja auch kein Problem... (wenn auch etwas veraltet)
ABER warum darf ein 5Jähriger ne Flinte haben und ein 20Jähriger keinen Alkohol trinken?
Da stimmt die Verhältnissmäßigkeit doch überhaupt nicht. Beides gehört nicht in die Hände von Kindern/Menschen die nicht verantwortungsvoll damit umgehen können.
Und da ist die Volljährigkeit nun mal ne passende Grenze. (Wenn auch die in manchen Fällen nicht ausreicht)
Ich mein was macht der 5Jährige von Heute?
Der malt in seinem Malbuch, schreit nach Hunger und schaut sich im TV irgendwelche Comics an. Wie soll der sich überhaupt bewusst sein was er anrichtet?
Dann kann man die Volljährigkeit auch abschaffen und 5jährigen Alkohol, Zigaretten, Waffen und Verträge aller Art andrehen!

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Thefender
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Re: Shooter und moralische bedenken

Beitrag von Thefender » 03.05.2013 13:22

Da geb ich dir volkommen recht. Da ist so viel widersinniges und vor allem
verantwortungsloses. Genau so wie mit 16 den schein machen....find ich zu früh.
zuerst mal moped, um zu lernen mit dem verkehr
umzugehn, um sicher zu werden, dann erst was mit mehr ps. Und waffen haben in kinderhänden
garnichts zu suchen. Meine tochter wird nichtmal
ne spielzeugwaffe bekommen, egal wie sehr sie bettelt. Fernsehen is auch nur an bestimmten zeiten bis zu einer gewissen altersgrenze, selbe mit internet etc. Alles mit maß und ziel, aufklärung über probleme, die entstehen können, folgende konsequenzen. In anderer linie auch freiheit, um fehler zu machen und daraus zu lernen. Ganz wichtig: dem kind vielfalt zeigen.
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Hokurn
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Re: Shooter und moralische bedenken

Beitrag von Hokurn » 03.05.2013 17:21

Naja ich muss sagen das sich nicht jeder zwei Führerscheine geschweige denn Fahrzeuge leisten kann aber alles in allem find ich das System mit einem Erwachsenen nebenan ganz ok auch wenn ich das nicht unbedingt gebraucht hätte. ;)
Mit meinen 22 Jahren muss ich mir (zum Glück) noch keine Gedanken über Kindererziehung machen. Erstmal will ich mein doch recht Partyreiches Leben behalten und Beruflich die ein oder andere Aufstiegschance nutzen. Muss ja nicht jeder der die dazu gehörigen Geschlechtsorgane hat gleich Kinder in die Welt setzen, auch wenn die finanziellen Vorraussetzungen nicht gegeben sind.
Sieht man ja leider auch immer häufiger...
Aber ich denke ebenso das ein gutes Maß an Geboten und verboten das beste ist. ;)
Nur irgendwann lässt man sich nicht mehr so viel sagen...

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Guffi McGuffinstein
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Re: Shooter und moralische bedenken

Beitrag von Guffi McGuffinstein » 03.05.2013 23:16

Kann es sein, dass das ursprüngliche Thema etwas in einer Diskussion über Amerikanische Waffengesetze und deren, aus europäischer Sicht, Unzulänglichkeiten untergegangen ist?

Speziell auf Shooter bezogen, ist es glaube nicht allzu schwer, zu erklären, warum sich die moralischen Bedenken bei den meisten in Grenzen halten. Mal abgesehen davon, dass 99,99% aller Spieler wissen, dass es sich nicht um echte Menschen handelt, wird eine emotionale Bindung zum Gegner von den Entwicklern (gewollt?) weitgehend unterbunden.

Mal weg von den militärischen Shootern, denn da ist das aufgrund der simulierten Kriegszustände sehr schwer umzusetzen, hin zu dem Paradebeispiel GTA. Man stelle sich vor, man hat durch die Story den ein oder anderen Zivilisten kennengelernt und mag ihn, weil der Charakter gut erzählt wird. Nun trifft man rein zufällig einen dieser Charaktere wieder, während man wie wild herumballert. Würde man den dann auch einfach gedankenfrei erschießen? Was wäre, wenn dieser völlig entsetzt ist über das, was man tut?

Solange der Spieler nicht in solcher (oder allgemein in irgendeiner) Art und Weise auf die eventuelle moralische Bedenklichkeit des eigenen Handelns aufmerksam gemacht wird kratzt es ihn wahrscheinlich herzlich wenig. Nicht weil er verroht ist, sondern weil er weiß, dass es ein Spiel ist und, mal abgesehen von virtueller Polizei, keine Konsequenzen hat.

Und von diesem Punkt aus taumelt man dann in den Bereich Spielspaß und ob der dann noch gegeben wäre..
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Armin
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Re: Shooter und moralische bedenken

Beitrag von Armin » 08.05.2013 21:19

Wenn das so ein toller Werbeeffekt fuer die Waffenhersteller ist, wieso muessen die Spielemacher dann ueberhaupt dafuer bezahlen? Muesste doch andersherum sein! Normalerweise kassiert man doch als Werbepublisher.

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CryTharsis
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Re: Shooter und moralische bedenken

Beitrag von CryTharsis » 12.05.2013 19:52

Ganz ehrlich: ich hatte moralische Bedenken beim Spielen von Militärshootern. Deswegen zocke ich sie nicht mehr und möchte so etwas auch in keinster Weise fördern oder unterstützen. Dies gilt hauptsächlich für Shooter, die versuchen realistisch zu sein.
Klar kann man ein CoD als unrealistisch betrachten, weil z.B. die Story fiktiv ist, aber man sieht und spürt meiner Meinung nach die Intention, die dahinter steckt. Dazu kommt, dass meiner Ansicht nach in solchen Spielen Krieg propagiert und vll. sogar glorifiziert wird.
Schlüsselmoment war für mich ein Level aus (ich glaube es war) COD MW, wo man Bomben abwerfen muss oder die Befehle dazu gibt...ich weiß nicht mehr genau, wie das war. Nach jedem Treffer wurde in diesem Abschnitt euphorisch gejubelt. Das war einer dieser seltenen Momente in Spielen, in denen mir schlecht wurde.

Ich spiele gerne Shooter, aber bitte möglichst unrealistische. Deswegen mag ich die Gears-Reihe, die Halo games oder Unreal-Spiele. Da kommen mir keine moralischen Bedenken, weil mir die Entwickler nicht vormachen wollen, wie echte Kriege aussehen und keinen Wert auf realistische Waffen, Schauplätze u.a. legen.
Die Max Payne Reihe spiele ich auch gerne, begreife das ganze aber als spielbaren Krimi/Thriller. Der letzte Teil war mir aber vom Gewaltgrad her zu übertrieben.
GTA sehe ich als geniale Farce und mich interessiert daran eher die satirische Seite. Klar kann man das Spiel für eine Gewaltorgie mißbrauchen, aber für mich ist das nichts.

Ich kann es verstehen, wenn Leute bei Shootern keine moralischen Bedenken haben und finde es auch nicht verwerflich. Wir stumpfen im Verlauf unseres Lebens leider so früh so stark ab, dass wir gar nicht merken, dass das da auf dem Bildschirm digitalisierte Unmenschlichkeit ist. Deswegen fände ich es falsch, jemanden als unmenschlich zu bezeichnen oder/und ihm Mordlust vorzuwerfen, nur weil er shooter spielt. Ich versuche jedoch da nicht mitzumachen, jedenfalls nicht bei den Kriegs-und Baller-Spielen, die meinen die Realitätsnähe für sich gepachtet zu haben.

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Re: Shooter und moralische bedenken

Beitrag von Armin » 16.05.2013 21:09

Hey, sieht aus als denk der EA Boss genauso wie ich! Die wollen jetzt weiter echte Kanonen bieten, aber nicht mehr blechen.

"EA's President of Labels Frank Gibeau, who leads product development of EA's biggest franchises, said in an interview. "A book doesn't pay for saying the word 'Colt,' for example."

http://www.reuters.com/article/2013/05/ ... U720130507

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Hokurn
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Re: Shooter und moralische bedenken

Beitrag von Hokurn » 23.05.2013 10:21

Man war ich lange nicht mehr online...
Und ein bisschen hat sich ja auch was getan. ;)
Beim Spielen direkt habe ich überhaupt keine moralischen Bedenken. Gut ich muss auch gestehen, dass ich die besagte Szene nicht kenne. Aber warscheinlich spiele ich auch so selten Shooter das der gang zur Konsole für mich in keinster Weise was mit realität zu tun hat...

Aber das Waffenhersteller damit Geld verdienen sollte man ganz klar unterbinden. ;)

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Newo
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Re: Shooter und moralische bedenken

Beitrag von Newo » 19.10.2013 17:38

Shooter wie CoD und BF sind meilenweit entfernt vom Realismus egal was die PR-Abteilung behauptet. Gut das ein oder andere mag es im richtigen Waffenarsenal einer Streitmacht geben, aber so Sachen wie Perks oder 360° NoScopes sind ja wohl ein Witz.
Vor allem das Spielgefühl hat nichts mit Realismus zu tun. Kaum ein Mensch würde so durchrushen, wie man es in CoD sieht. Das Gefühl eine Nummer unter vielen zu sein hat bisher kein Spiel für mich einfangen können. Red Orchestra hat da aber schonmal einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, da man in der Kampagne, dann auf die restlichen Teammitglieder ausweicht.

Das sind so die Sachen die mir im Moment einfallen, aber ich könnte bestimmt noch zig andere nennen und viel detaillierter diskutieren^^.
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