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Re: Schema F - Keine Lust - zu Anspruchsvoll? Grafik Graphik interessiert mich nicht die Bohne?? Gameplay ist alles...

Verfasst: 22.03.2019 09:38
von OpenMike
Hier mal ein wenig verspäteter Senf von mir:

Ich bin auch 35 und muss sagen, dass mich die Entwicklung der Industrie auch in vielerlei Hinsicht nicht gefällt. Ich könnte jetzt zig Dinge aufzählen, die mich stören. Allerdings: Was wäre der Sinn des Ganzen, außer schlechte Laune zu bekommen?
Da empfehle ich doch lieber, dass du dich wieder mehr darauf besinnst, was dir gefällt. Und die Spiele, die dir nicht zusagen, sind jetzt nun mal so, wie sie eben sind. Da kann man sich auf den Kopf stellen, das ändert herzlich wenig.

Dass du zum Beispiel The Witcher als "Porno" bezeichnest, zeigt, dass du scheinbar oft nur auf die Oberfläche schaust und gezielt nach Aspekten suchst, die dir nicht gefallen. Erfreu dich doch an den vielen positiven Entwicklungen, die es gibt. Ja, die gibt es. Allein die Vielfalt der Spiele, die heute existieren, ist in meinen Augen überwältigend.

Der Zeitgeist ändert sich nunmal, und ihn nicht zu akzeptieren, sorgt eigentlich nur für Unmut.

Und vielleicht sagt dir auch einfach eine innere Stimme, dass es Zeit ist, sich allmählich von diesem Hobby zu entfernen, um vielleicht etwas zu finden, was dir mehr zusagt. Denn wenn ich auch so viel daran auszusetzen hätte, hätte ich auch herzlich wenig Spaß.

Re: Schema F - Keine Lust - zu Anspruchsvoll? Grafik Graphik interessiert mich nicht die Bohne?? Gameplay ist alles...

Verfasst: 28.03.2019 12:47
von Grimwood
Ich bin 35 und würde nie mehr freiwillig irgendnen altes Spiel spielen, da heutige so tausendmal besser sind. Und nein, natürlich nicht die Standard Mainstreamkost. Mainstream war und ist immer schlecht.

Re: Schema F - Keine Lust - zu Anspruchsvoll? Grafik Graphik interessiert mich nicht die Bohne?? Gameplay ist alles...

Verfasst: 01.04.2019 07:24
von tailssnake
Schon etwas älter, aber ich antworte mal trotzdem.
FordPrefect hat geschrieben:
25.01.2019 02:12
begeistern und da dass der nächste Schritt wäre: Ich sehe auch in der Zukunft kein Spiel mehr, dass mich ansatzweise begeistern könnte. Ihr wisst schon: Sowas bie Bioshock, wo man sich 2-3 Wochenende reinhängen könnte, und am Ende sagen kann: Ja es war die Zeit wert, es hat Spass gemacht. Und nicht so wie es im Moment der Fall ist: "Ich beisse mich noch durch, damit ich es durchgespielt habe" oder "das Game ist so dämlich, ich habe keinen Bock es bis zum Ende durchzuspielen".
Biohsock und Bioshock Infinite (Bioshock 2 konnte ich nicht beenden, weil es immer an der gleichen Stelle abstürzt) sind für mich keine guten Spiele und erst recht keine guten Shooter. Dafür ist das Gunplay viel zu mies und in Infinite ging mir Elizabeth ziemlich auf die nerven. Sind für mich zwei Spiele bei denen "Ich beisse mich noch durch, damit ich die Story zuende hab" zutrifft.
- Portal: Es ist kein Spiel. Es ist nur ein Innovatives Szenario mit einer Idee, die nie wirklich umgesetzt wurde. Ja ok Gameplay 70%, Idee 90%, dafür Story 0.1% (null geht ja mathematisch nicht, was ich gemein finde) und Wiederspielwert 0.1%, also 20%; auf jeden Fall nicht 90%.
Story in einem Videospiel ist mir relativ egal, besonders wenn sie übertrieben cineastischen präsentiert wird, wie zuletzt in RDR2.
Absolut grausiges und langweiliges Spiel, indem man den großteil der Zeit tatenlos zusieht.
1800 geht zwar vom Weltraum weg (logisch 1800..) aber erinnert sich gar nicht daran, was Anno eigentlich in den letzten 10-20 Jahren ausgemacht hat: Den Aufbau einer Insel und die Expansion und die Sicherung durch Militäreinheiten.
Ich hab Anno nie mit Militär gespielt, aber meistens auch ohne KI im Endlosspiel. Hatte keine Lust auf Krieg.
Selbst bei Civ 5 Spielen gegen die KI, hab ich die Armee nur aus Angst vor der KI benutzt.

- Anno 1800 - das endgültige aus für die ehemaligen Entwickler. Was auch gut so ist. Weil vielleicht kann ich dann in 5-10 Jahren ein Spiel spielen, dass dem Namen Anno 1404 wieder gerecht wird.
Deine Sichtweise klingt extrem konservativ und danach das sich eine Spielserie im Laufe über Jahrzehnte nicht ändern kann.
Nur fällt mir außer Tetris keine "Serie" ein, die sich über Jahrzehnte nicht verändert hat.

- Elex/Witcher/Elder Scrolls: Ich hoffe es gibt irgendwann mal wieder ein Team, dass Qualität der Quantität vorzieht. Und ja ich weiss auch, dass die Entwickler nicht die Bohne etwas miteinander zu tun haben. Ändert aber nichts daran, dass die Spiele viele Gemeinsamkeiten haben. Und dass Gothic (1-2 in Extremo) > Risen > Witcher > Elder Scrolls > Elex > Gothic 3 > Gothic 4 ist.
Hab von den PB Spielen nur Risen 2 gespielt und da war das Gameplay am Anfang so graußig das ich mir mit Cheats geholfen hab.
Erst nach meheren Stunden ohne Spaß, hat es dann angefangen Spaß zu machen.








Bei den Point & Click ist die Saat leider soooo spärlich gesät, dass es gar kein Spiel gibt, dass ich nicht kenne, oder nicht weiss dass ich es bald kennen werde, sobald es ein Release gibt.
Mir sind die klassichen Point and Clicks zu doof mit ihrer sehr eignen (Un)logik.
Ziehe da sowas wie Blackwell oder Unavowed vor.
Bei Point & Click habe ich auch keine Beschwerden. Ganz einfach wieso: Point & Click ist immer das gleiche. Ob Hotspots und Ansichten bezüglich Entscheidungen. Es ist was es ist und bleibt sich treu. Point & Click hat nun mal den Vorteil, dass der Name im Genre steht und darum auch nicht verhandelbar ist.
Nur klickt man in einem Point and Click nur fast gar nicht.^^

Jeder Zahlt sein Abo und fertig. Warum diese einfache Regel niemand begreifen will? Keine Ahnung, aber vermutlich deshalb, weil viele denken, das Spiel finanziert sich von selbst und wenn man ein ftp MMO spielt muss man nichts zahlen.
Ich würde grundsätzlich kein Abo-MMO spielen, da mit das einerseits zu teuer wird und anderseits mich durch die monatlichen Gebühren mental dazu zwingt (zu viel) zu spielen.
Spiel an MMOs aber auch auch GW2 bzw gerade nicht, weil ich keine Lust mehr hab.

Sind wir doch ehrlich: Es ist bedeutend einfacher ein "Resident Evil" zu vermarkten, mit einem Namen von Capcom, egal wie scheisse das Game auch ist (es gibt ja sowieso genug Idioten, die es kaufen, weil es ja "Resident Evil" heisst), als über Kickstarter den Versuch zu starten, ein besseres Spiel (oder gar eine Spielreihe) zu veröffentlichen.
Ich hab es mir nicht gekauft weil RE drauf stand, sondern weil mir die One-Shot Demo Spaß gemacht hat.
Und es gehört zu den wenigen guten AAA Spielen der letzte Jahre, aber ist bei einem japanischen Entwickler auch kein Wunder.
Die können sowas irgendwie besser, wenn wir mal von RPG absehen.

Und eine Kamera wie in Onimusha Warlords möchte ich mir in einem Spiel mit Schußwaffen nicht antun, die war schon mit einer Nahkampfwaffe nervig genug. (Gegner und teilweise Wege nicht sehen)

Re: Schema F - Keine Lust - zu Anspruchsvoll? Grafik Graphik interessiert mich nicht die Bohne?? Gameplay ist alles...

Verfasst: 11.04.2019 17:57
von WH173W0LF
FordPrefect hat geschrieben:
25.01.2019 02:12
Wall of Frust
Hey. :) Ich befand mich bis vor kurzem im selben Dilema wie du. Ich habe den alten Zeiten hinterher geträumt und mich immer und überall bei meinen Gamer Kollegen beklagt wie traurig alles geworden ist, was für eine Hochglanzpolierte Scheiße die heutigen Games sind etc. etc. Im Grunde alles was du erwähnt hast nur mit größtenteils anderen Spielen.

Was ich dir sagen will und andere dir eigentlich auch schon in anderer Form gesagt haben:

Ersteinmal hast du Recht. Die Industrie hat sich verändert, die Spiele haben sich verändert. Der Stellenwert der Games innerhalb der Gesellschaft hat sich verändert. Plötzlich ist Gaming "In" und all diese eigentlich fremden kommen an deinen kleinen geheimen Urlaubsstrand, nehmen dir den Platz und die Ruhe weg. So mancher deiner Gaming Kollegen verlässt den Strand, andere freunden sich mit den Neuen an und alle spielen vor deiner Nase im Sand und haben einen ganzen Haufen Spaß mit neuen Spielen. Nur du sitzt alleine auf deinem Badetuch, mit deinem alten, tausend Mal gespielten Kartenspiel und keiner spielt mit dir.

Ich will nicht unterstellen, dass diese Geschichte so auf dich so zutrifft. Bei mir war es so. Weil dies für mich ein sehr wichtiger Moment war der mir die Freude am Gaming wieder zurückgegeben hat und Ich tatsächlich Jahre gebraucht habe zu kapieren warum mit Gaming immer weniger Freude bereitet hat, möchte ich dir mit Dieser Geschichte einen Denkansatz anbieten. Daher mein gewagtes Gleichnis.

Ich habe dich in die Hauptrolle gesetzt statt mich, damit es dich ein wenig ankratzt. Wenn es dich getroffen hat, könnte es stimmen was Ich vermute. Wenn es dich kalt lässt, dann liege Ich vielleicht falsch und das hier ist keine Hilfe für dich. Positiv gestimmt, dass es eine Hilfe für dich sein könnte fahre Ich fort.

Den Denkprozess an sich kann Ich dir nicht ersparen, aber vielleicht kann ich dich in die richtige Richtung schieben, dass du wieder Spaß am Gaming findest.

Was du tun musst ist letzten Endes so einfach wie es schwer ist: Schließe mit deinem Frust ab.

Dein kleiner Strand ist jetzt Mallorca und ohne eine Umweltkatastrophe, unter der auch du zu leiden hättest oder einen für die anderen attraktiveres Urlaubsziel wird sich der Strand nie wieder in "deinen" verwandeln. Daran kannst du nichts ändern.

Du hast jetzt folgende Optionen:
1. Du kannst auf deinem Badetuch sitzen bleiben und mitten in der Menge an Spielern und Spielen vereinsamen, was dir letztlich auch die schöne Gaming Zeit kaputt machen wird weil du nur noch verbittert an diese schöne Erinnerung zurückdenken kannst.

2. Du schließt deinen kleinen Strand als schöne Erinnerung an die "alte Zeit" in dein Herz ein, worauf du dich immer wieder daran erfreuen kannst, stehst auf und gehst in dein Hotelzimmer, ergo hörst mit dem Gaming auf und suchst dir ein neues "Urlaubsziel"

3. Du schließt deinen kleinen Strand als schöne Erinnerung an die "alte Zeit" in dein Herz ein, worauf du dich immer wieder daran erfreuen kannst, stehst auf und gehst mit offener Erwartungshaltung auf die anderen Strandgäste und ggf. alte Freunde und Ihre "neuen" Spiele zu.

Natürlich werden dadurch die Spiele die Oberflächlicher Müll sind dadurch nicht automatisch gut, aber wenn man nicht jedes Spiel mit dem Blick von "früher" oder "was könnte alles sein wenn..." ansieht, dann entdeckt man wesentlich leichter die Perlen der Moderne und kann mit mehr Leichtigkeit an die heutigen Ideen herangehen.

Was habe Ich EA, Ubisoft und Activision verflucht und Ihnen abgeschworen weil Battlefield kein Battlefield, Cod kein Taktikshooter, Rainbow Six ein Cod und ein Assassins Creed zum Sinnbild für platten AAA-Müll geworden ist. Gleichzeitig habe Ich geflucht weil meine Gaming Kameraden (und Reallife Freunde) sich auf so viele Spiele aufgeteilt haben die Ich alle nicht leiden kann.

Tja, Ich stand mir so lange selbst im Weg. Bei mir ist das Ganze durch meine Pedanterie ein wenig symbolischer. Dennoch: Ich habe Buchstäblich all die Perlen von Anno dazumals die Ich in guter Erinnerung habe, aber nie wieder richtig angefasst habe weil Sie sich wie trockenes Brot spielen und nicht mehr den Aha-Effekt von damals haben (Gothic 1 und 2, Risen) aussortiert. Sie sind nicht mehr da. Sie können jetzt Ruhen und vollends zu einer schönen Erinnerung werden. Und weil nun über 140 Spiele zu einer Erinnerung werden können und Ich Sie nicht mehr täglich sehen und mich schmerzhaft daran erinnern muss, kann Ich das was es heute zu zocken gibt mit offenem Blick ansehen. Ich spiele Rainbow Six Siege und sogar Division 2. Für sich genommen sind beides gute wenn auch nicht perfekte Spiele. Sie machen Spaß weil Ich Sie einfach genieße. Ohne "Was hätte man besser machen können" oder "Das war schon 2007 Standard und könnte, hätte, wäre... Das ist alles unter den Tisch gefallen.

Zusätzlich habe Ich mich von all den Titeln entledigt die man zocken sollte weil Sie ja laut Wertung gut sind. Ich habe jetzt tatsächlich Geld verbrannt, aber Ich kann mich auf das konzentrieren was Ich auch wirklich spielen will. Sogar der eine oder andere alte Freund ist bei dem einen oder anderen Game mit dabei.

:lol: Ende der Wall-of-Evangelium.