Steam - der Koloss läuft Amock

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PixelMurder
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Re: Steam - der Koloss läuft Amock

Beitrag von PixelMurder » 26.08.2014 06:41

Skyrim meinte ich. Das hat ja ziemlich viel Tiefe, wenn man das Creation Kit als Teil des Spiels betrachtet ;)
Auf Steam habe ich natürlich auch viel unspielbares Beigemüse aus Sales und Publisher-Paketen, die meisten davon kommen aus der Anfangszeit, als ich noch geflasht vom Angebot war, da ich vorher künstlich hoch gehaltene Apothekerpreise für Konsolen-Games bezahlen musste. Seither hat die Ernüchterung eingesetzt, da viele Spiele halt wirklich gar keinen Wert haben, nicht mal den eines Sales.
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El_Nathan
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Re: Steam - der Koloss läuft Amock

Beitrag von El_Nathan » 01.09.2014 17:50

PixelMurder hat geschrieben:Skyrim meinte ich. Das hat ja ziemlich viel Tiefe, wenn man das Creation Kit als Teil des Spiels betrachtet ;)
Auf Steam habe ich natürlich auch viel unspielbares Beigemüse aus Sales und Publisher-Paketen, die meisten davon kommen aus der Anfangszeit, als ich noch geflasht vom Angebot war, da ich vorher künstlich hoch gehaltene Apothekerpreise für Konsolen-Games bezahlen musste. Seither hat die Ernüchterung eingesetzt, da viele Spiele halt wirklich gar keinen Wert haben, nicht mal den eines Sales.
Achso, zwischen DayZ und Skyrim liegen natürlich Welten :lol:

Ansonsten erging es mir auch so, nachdem ich von der Konsole auf Steam umgestiegen bin. Habe zwar immernoch eine Konsole (hab mir auch die PS4 gekauft), aber das meiste wird bei Steam gezockt. Dem Geldbeutel zuliebe. Auf die PS4 finden die Exclusives ihren Weg :)

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DasKarlchen
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Re: Steam - der Koloss läuft Amock

Beitrag von DasKarlchen » 07.09.2014 16:28

Ich muss auch sagen. dass ich vor allem wegen der Sales bei Steam unterwegs bin. Es ist einfach zu verführerisch . . .der Nachteil ist, dass meine Bibliothek total zugemüllt ist mit ungespielten Spielen . . .

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mindfaQ
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Re: Steam - der Koloss läuft Amock

Beitrag von mindfaQ » 07.09.2014 16:43

Das Problem liegt beim Benutzer. Ist genauso sinnlos wie sich darüber zu beschweren, dass es auf iTunes etc. zu viel Musik gibt.
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ChrisJumper
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Re: Steam - der Koloss läuft Amock

Beitrag von ChrisJumper » 11.09.2014 20:44

Das ist auch immer etwas das ich nicht verstehe, für die ganzen Nachteile die restriktive Systeme wie Steam oder andere Internetdienste den gläsernen Kunden bringen, zahlt jeder Nutzer oder Unterstützer dieses Systems einen größeren Preis als man bei solchen super günstigen Angeboten verdient.

Zu stark formuliert wie etwa.. den Menschen die mal Sklaven waren, ihre Freiheit wieder zu nehmen, sie als Objekte ohne rechte behandeln, sie aber dafür überdurchschnittlich zu bezahlen damit sie bloß nicht merken wie Schlecht diese Entwicklung ist. In guten Zeiten hat man hier ja keine Probleme. Aber wehe es kommen wieder schlechte Zeiten wo das Geld knapp wird und alles teurer wird.

Natürlich ist das Argument jenes das es uns aktuell nicht wichtig erscheint eben weil es uns gut geht. Warum sollten wir Richtlinien zum Umweltschutz umsetzen wo die Umwelt doch sauber ist? Was bringt mir ein Umtauschrecht wenn ich es eh nicht benutze... warum finden wir Eigentum und Besitz überhaupt nützlich wenn ich doch alles ganz bequem digital tauschen kann? Fragen über Fragen. Natürlich wird sich das in Zukunft etablieren und wir müssen darüber Debattieren und die Gesellschaft muss etwas daran ändern oder sich verändern. Vielleicht auch Prioritäten setzen.

Spiele für wenige Euro so lange wie der eigene Account besteht zu mieten, die man dann eh nicht spielt ist aber schon mal ein Anfang.

Im Grunde reicht es aber schon sich zu überlegen was es als Kunde bedeutet wenn die Entwickler/Publisher sich selber mehr Rechte an den Werken einräumen als den Kunden selber. Ich fühle mich da immer herablassend behandelt. Gleiche Augenhöhe und der dazugehörige Respekt wäre da schon mal ein Anfang.

Aktuell fühle ich mich immer mehr als sei ich der potentielle abgestrafte Raubmordkopierer, statt ein Kunde der das Produkt erwirbt. Wenn sich die Preise verteuert haben dann solle das doch bitte EINMALIG in Produktkosten einfließen oder das dem Kunden die Wahl gelassen wird. Ob er eine eigene Serverversion kauft für den Betrieb mit Freunden oder nur die Verleih-Version haben darf die permanenten Onlinezwang voraussetzt, inklusive lebenslanger (sekündelicher) virtueller Zahlung in Form von dem Abfluss der eigenen Privatsphäre und Kaufgewohnheiten.

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Serious Lee
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Re: Steam - der Koloss läuft Amock

Beitrag von Serious Lee » 15.09.2014 11:50

Steam kann man nicht überblicken. Die mangelnde Filterung ist heutzutage ein großes Problem. Auch für Enzyklopädien. Wo zieht man die Grenze? Was ist noch relevant für die Nachwelt?

Ich habe es schon oft gesagt - die riesige Fragmentierung der Software-Entwicklung hin zu tausenden kleinen Indie-Entwicklern, von denen nur die wenigsten irgendwas brauchbares auf die Reihe bekommen, macht Gaming kaputt. Wenn man nichts hochwertiges zum Gesamten beiztragen hat, soll man es m.E. lassen. Ich bin selbst kreativ tätig und anständig genug das Internet nicht mit allen Projekten zuzumüllen, wenn ich genau weiß, dass sie dem nötigen Standard nicht zu 100% genügen.

Ich nutze deshalb weder Steam noch Android. Zwar habe ich entsprechende Accounts und irgendwann auch mal Spiele geladen - zuletzt habe ich einen letzten Anfreundungsversuch mittels Nvidia Shield unternommen - aber das ist einfach nicht meine Welt. PC Games kann man auch ohne solche Plattformen selektiv kaufen. Ich nehme gerne mal ein paar günstige Klassiker beim shoppen mit oder kaufe hin und wieder ein aktuelles Game auf Disc.

Leider ist es auf Konsolen mittlerweile ähnlich. Zwar hat man hier teilweise noch eine Übersicht über das Gesamtangebot, aber das Auge wird ständig gezwungen die Spreu vom Weizen zu trennen. So als müsste ich eine wichtige Mail unter lauter Spam heraussuchen. Wer kauft sich für sowas eine PS4? Welcher PS Vita User der ersten Stunde hat sich ernsthaft eine Degradierung seiner Hardware zur Indie-Plattform gewünscht?

Wie gesagt - ich kenne die kreativen Branchen sehr gut. Ich springe selbst in zwei davon herum und weiß wie wichtig es für den einzelnen Menschen ist sich zu verwirklichen, Geld zu verdienen, sich freizumachen von den Zwängen eines 9-til-5 Jobs um genug Zeit zu haben usw.. Aber das ist kein Grund Müll zu veröffentlichen. Wenn man nichts besseres beizutragen hat, als Standards von vor über 20 Jahren hinterherzurennen, dann soll mans lassen oder sich in Projekten organisieren, die wirklich was nach vorne bringen. Project Cars ist ein hervorragendes Beispiel dafür wie man es gut macht. Und gut heißt nun mal nicht alleine. Immer wenn jemand mit "habe ich selbst gemacht" ankommt, bekomme ich das kotzen. Eigenbrödlerei ist irrelevant. Macht es richtig oder lasst es!
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