was waren das für zeiten...

Hier geht es um Spieldesign oder Game Studies, Philosophie oder Genres!

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Anchantia
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Beitrag von Anchantia » 13.11.2011 13:15

Klar gab es damals auch verdammt miese Spiele. Möchte ja nicht sagen, dass früher alles besser war. Schau dir mal Spiele wie "Attack of the Killer Tomatoes" an. :D Oder dieses Star Wars Spiel auf dem NES und dem Master System. Das ist schon übel.

Ich würde den NES und den SNES garnicht so miteinader vergleichen wollen. Das NES ist eine Konsole von 1983. Und da ist es schon krass was in den Jahren aus dieser Technik so alles rausgeholt wurde. Und der Soundchip - der hat für mich ebenso Kultcharakter wie der SID-Chip des C64. Noch heute höre ich mir NES-Chiptunes an. Einfach weil diese Kläge so einzigartig sind. Die Spiele von Capcom haben da ja sehr viel aus den Chip rausgeholt.

Sicher hatten Spiele auf dem NES manche Kinderkrankheiten, aber das ist doch ganz normal! Das war die erste richtig erfolgreichen Heimkonsole wo die verschiedensten Genres ausprobiert wurden. Was vorher zum Beispiel mit dem Atari 2600 technisch garnicht möglich war.

Und genau das macht für mich eben auch die Magie aus. Davon abgesehen, dass der NES meine erste eigene Konsole war und schon allein deswegen die Spiele für immer einen besonderen Platz in meinen Herzen haben. Nein, davon abgesehen finde ich einfach auch die Naivität und etwas archaische Herangehensweise vieler damalige Firmen sehr, sehr schön. Man hat einfach mal ausprobiert und geschaut was dann dabei herauskam. Natürlich gab es da auch Fehler in Spielen. Aber auf der anderen Seite hat man damals nicht jeden Pixel in seine Kleinstteile auseinander genommen wir heute. Damals konnte man sich noch mehr in eine andere Welt Fallen lassen. Da hat die eigene Fantasie einen auch mal über Grafikfehler oder Slowdowns hinweg schweben lassen. Für mich macht das sehr viel von der Magie dieses Systems aus. SNES Spiele sahen da natürlich viel schöner aus, aber da fing es so langsam an, dass die Spielkonzepte ein wenig auf der Stelle traten. Alles wurde perfektioniert - und imo dem Spieler weniger für die eigene Fantasie überlassen. Ist zumindest meine bescheidene Ansicht.
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Chibiterasu
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Beitrag von Chibiterasu » 13.11.2011 13:41

War eben doch noch ein sehr frisches Medium damals.

Das ist es zwar immer noch aber ich hab vor kurzem mal ein Interview mit nem Entwickler gelesen, der meinte, dass ca. ab Mitte-Ende der 90er der Zeitpunkt kam an dem die Entwicklungskosten so hoch wurden, dass dieses "wir probieren das einfach einmal aus" nicht mehr möglich war. Ist ja nur logisch und auch nichts Neues. Niemand geht gerne ein hohes Risiko ein, wenn viel Geld im Spiel ist.

Ich würde mir auch wünschen, wenn wieder mehr versucht wird im AAA Bereich - aber so müssen eben die Indiespiele herhalten und manche Perlen mit großem Budget gibt es ja trotzdem noch.

Der Rest ist eben glatte Unterhaltung, die aber auch Spaß machen kann - wie Hollywood-Blockbuster eben.


Ich denke es werden sich immer mehr Nischen herausbilden, in denen auf einem Niveau produziert wird, dass zwischen Indie und Triple A liegt und es sich trotzdem auszahlt.
Das wird schon wieder.

Del. Profil: 1335017
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Beitrag von Del. Profil: 1335017 » 13.11.2011 13:44

Die ersten Zockereien gab es auf dem NES, ziemlich begeisternd für ein Kind.

1.: Aber das erste Mal, dass ich richtig geflasht war:

Die ersten Bilder(!) in Zeitschriften von Ridge Racer für die Playstation 1. Die Konsole war noch nicht zu kaufen, aber Bilder von den ersten 2-3 Spielen wurden veröffentlicht.

Damals konnte ich es wirklich nicht fassen und nicht glauben, dass man sowas wirklich zu Hause spielen können sollte. Das Ding war für damalige Verhältnisse dann auch Megateuer und für mich armen Schüler nicht erreichbar.

2.: Die Playstation mussten wir uns dann in der Videothek immer ausleihen für ein paar Mark. Nach ein paar beeindruckenden Spielen wie Ridge Racer kam dann irgendwann Resident Evil.
Diese ART des Spiels kannte man gar nicht. Der Typ in der Videothek sagte, das wäre ein "Geheimtipp".
Wir das Ding reingeschmissen...und mein Gott, war das Geil.
Bei nem Kumpel auf 16:9 (ja das war damals nicht normal), im Dunkeln, mit Surround-Sound.

Kann sich noch jemand darin erinnern, wie die Hund ziemlich am Anfang durch die Fenster Springen und gleichzeitig diese Mukke losdröhnt?
Einer der besten Momente überhaupt.

3.: Außerdem mitgenommen hat mich MetalGear Solid.
Diese Ideen (bewegendes Pad usw usw usw), diese Spannung, dieser Sound...ich könnte ewig über dieses Spiel sinnieren ;-)

4.: Und an NinjaGaiden kann ich mich seltsamerweise super erinnern. Ich hatte gar keine Xbox und habs immer bei nem Kumpel gespielt. Mich (uns) hats einfach beeindruckt, wie gut gebalanced ein Spiel sein kann. Das gibts auch kaum noch: So richtig schwer, aber egal wie sehr Du Dich aufregst, im Innern weißt Du: Du warst selbst Schuld. Sowas ist super!


Stellt sich die Frage, ob Spiele wirklich so viel schlechter geworden sind, oder die "Alten" nur das Gefühl haben, dass es so ist, weil man als jüngerer Mensch viel begeisterungsfähiger ist.

Als ich den letzten Teil von Resident Evil gezockt habe, war ich z.B. ziemlich gelangweilt. Für nen Actionspiel ist es nicht gut genug und Horror gabs auch nicht mehr.
Aber vielleicht ist der erste Teil viel schlechter und ich war nur geflasht damals, weil alles neu war.


Aber für mich steht fest, die Spiele sind sehr viel schlechter geworden, weil alles wie FastFood sein muss. Bunt, schnell und nicht viel dahinter.

Obwohl es bei manchen Spielen doch nur mal einen vernünftigen Drehbuchautor bräuchte. Vieles ist für mich enttäuschend z.Zt.

Beispiele für Spiele, die (für mich) nicht mehr die Qualität der Vorgänger erreichen und trotzdem gefeiert werden:

Resident Evil, Metal Gear-Reihe, GTA und noch einige mehr.

Früher habe ich manche Spiele mehrfach durchgezockt, ob nun Resident Evil oder Super Mario. Aber in den letzten Jahren kann ich mich nicht daran erinnern, wann ich bei einem Spiel nach dem Abspann Lust auf mehr gehabt hätte.

Es kommt mir manchmal mehr wie Arbeit vor, bis zum Ende zu kommen. Das könnte vielleicht auch an den teils lächerlichen Schwierigkeitsgraden liegen.

Andererseits: Damals waren es auch nur eine handvoll Spiele, die einem im Kopf blieben, heute sinds auch nicht mehr. Ich habs zwar noch nicht gespielt, aber ich könnte mir nach den Berichten vorstellen, dass DarkSouls (oder war das der Vorgänger :oops: ) so ein Spiel sein könnte.

Sauschwer und gut gemacht.
Mehr brauchts kaum für ein geniales Spiel...aber bekomm das mal hin ;-) !

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Anchantia
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Beitrag von Anchantia » 13.11.2011 13:57

Das ist in der Tat nichts neues. Die Indies liefern die ganzen Ideen und die Konzerne destillieren daraus halt ihre seelenlosen Monster. Das liegt nicht mal an die Entwickler selbst, wenn die könnten wie sie wollten, wären die Spiele viel radikaler und progressiver. Das krasse mittlerweile ist halt aber auch die Spielerschaft. Da gibt es keine Geduld mehr einfach mal lange rumzuprobieren. Denn seien wir ehrlich: CoD und BF sind doch die wahren Casual-Spiele. :D

Kennst Du die Carol Reed Reihe für den PC? Eine wunderbare Adventure-Reihe, welche mit vielen recht schweren, aber logischen Rätseln aufwartet. Wo man wirklich auch rumprobieren muss um weiterzukommen. Aber viele, viele Spieler haben eben dafür keine Geduld mehr. Alles muss schnell gehen - wie bei Fast Food sozusagen. Es ist schnell zubereitet, schmeckt kurzzeitig sehr lecker, ist aber nicht so gesund und mit der Zeit wird es fade. :wink:

Nintendo sind eigentlich die einzigen von den Konzernen die sich getrauen schon noch rumzuexperimentieren. Schaut man sich mal Spiele wir Kirbys magischer Garn oder Mass Attack sowie die Endless Ocean Spiele an, dann stecken dort sehr viele neue Ideen und Herangehnsweisen was das Spielen an sich betrifft. Aber da muss man sich drauf einlassen, auch mal in eine Stimmung dafür kommen. Und das können viele nicht, da häufig nur der kurze Kick für zischendurch gesucht wird. Die Industrie stellt sich da einfach nur drauf ein.
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Chibiterasu
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Beitrag von Chibiterasu » 13.11.2011 14:54

newteaser hat geschrieben: Beispiele für Spiele, die (für mich) nicht mehr die Qualität der Vorgänger erreichen und trotzdem gefeiert werden:

Resident Evil, Metal Gear-Reihe, GTA und noch einige mehr.

Früher habe ich manche Spiele mehrfach durchgezockt, ob nun Resident Evil oder Super Mario. Aber in den letzten Jahren kann ich mich nicht daran erinnern, wann ich bei einem Spiel nach dem Abspann Lust auf mehr gehabt hätte.

Das Problem an Fortsetzungen ist einfach, dass es schwierig ist nochmal die selben guten Gefühle bei jemandem auszulösen, der alle Vorgänger kennt.

Wie will man da entgegenwirken? Diesen Ersteindruck von einer neuen Idee kann man mit einem Nachfolger des gleichen Spielprinzips nicht gut replizieren.
Manche schaffen es dennoch (Ocarina of Time, Mario Galaxy zB) und dann ist das eigentlich noch umso erstaunlicher.

Und wieso ich heute Spiele sehr selten nochmal spielen will, liegt mehr an dem Überfluss der bei mir an ungezockten Spielen vorherrscht. Heute habe ich das Geld mir mehrere Spiele zu kaufen - aber weniger Zeit.

Früher hat man aus Mangel an Alternativen eben nochmal das gleiche Spiel eingelegt. Wenn man so im Forum liest, dann gibt es nach wie vor einige, die die Spiele mehrfach auf unterschiedlichen Wegen/Schwierigkeitsgraden durchspielen und auskosten.


Ich bin wirklich auch von vielen Spielen heute angeödet aber ich finde immer noch genug, dass ich meine Freizeit voll und ganz mit interessanten Titeln füllen kann.

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Batistuta
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Beitrag von Batistuta » 13.11.2011 15:08

Anchantia hat geschrieben:Da gibt es keine Geduld mehr einfach mal lange rumzuprobieren. Denn seien wir ehrlich: CoD und BF sind doch die wahren Casual-Spiele. :D
Früher waren es Counterstrike, Quake 3 oder Team Fortress. Auch damals wurde schon über Counterstrike geschimpft dass die Spieler alle Idioten und Choleriker wären, es zu primitiv und gehaltlos wäre und blabla, also im Prinzip genau dasselbe wie heute mit CoD :wink:
Was hat sich also geändert?

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Anchantia
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Beitrag von Anchantia » 13.11.2011 15:48

CS und Q3 ist doch noch lange nicht "früher". Sondern war ja schon anfang der 2000er Jahre. Da war diese 3D-Revolution doch schon lange im Gange und die klassischen PC-Genres wie Point & Click Adventures oder Wirtschafts/Aufbausimulationen in dieser Zeit mal sowas von out. Warum? Wegen der damals schon massiven Verflachung der PC-Spiele. In dieser Zeit kamen überhaupt keine Spiele mehr raus, wo man Rätsel lösen musste. Das kam erst wieder in den letzten Jahren auf, weil die Kunden langsam anspruchsvoller werden.

Das war vor 10,11,12 Jahren echt ne schreckliche Zeit. Weil: heute hast Du ja wenigstens die Auswahl ob man ein feingeistiges Daedalic-Adventure spielen willst oder braichal-geballer a la Battlefield 3 mit Spyware im Hintergrund. :wink: In der besagten Zeit gab es aber diese Auswahl garnicht. Da musste jedes Spiel unbedingt 3D sein und action bieten. Wirklich JEDES! Und die Indieszene war da auch noch lange nicht so gut und vielfältig aufgestellt wie heute.

Das war rückblickend auch die Zeit wo ich mich wirklich am wenigsten für Spiele interessiert habe. Das Interesse kam dann erst so langsam mit den JRPG-Boom auf der PS2, hervorgerufen durch meinen damaligen Manga/Anime-Fanatismus (der sich mittlerweile ja stark geprägt hat und ich mir nur noch die Rosinen rauspicke).
"Wussten Sie, dass 50% aller Teenies in England der Auffassung sind, der Vorname Hitlers sei 'Heil' gewesen? - 50% aller Europäer sind der Auffassung, der Vorname von Bush sei 'Fuck'. Und der Nachname von Guido sei 'Mobil'." (Hagen Rether)

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Solon25
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Beitrag von Solon25 » 13.11.2011 17:23

Anchantia hat geschrieben: Eine wunderbare Adventure-Reihe, welche mit vielen recht schweren, aber logischen Rätseln aufwartet. Wo man wirklich auch rumprobieren muss um weiterzukommen.
Es wird ja in manchen Print- und Online Magazinen schon bemängelt, wenn das Adventure nur wenige oder gar keine "Hotspots" hat :roll:

Mann, erinnert mich an mein 1. Adventure, Baphomets Fluch, auf der PS-1. Da war nichts mit Online mal schnell nachschauen. Man hat versucht, gemacht, getan bis man weiter kam :)
Bild

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Ryo Hazuki
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Beitrag von Ryo Hazuki » 13.11.2011 22:23

Shenmue, bei GIGA Games gesehen in der Sendung, die Wiederholung habe ich mir sogar auf Videokasette aufgenommen, verrückt- das ist schon ne Weile her.

Dann erinnere ich mich noch an Zelda, goldene Verpackung unterm Weihnachtsbaum und dann Dank der Schulferien nichts anderes mehr gemacht.

Heute gibt es nur noch sehr wenige Spiele die einen diese Magie erleben lassen, aber ich muss zugeben bei Skyrim ist das alte Gefühl dann wieder da.
Flohmarkt Stats:

Positiv---->1
Negativ--> 0


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TomSupreme
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Beitrag von TomSupreme » 14.11.2011 12:42

Anchantia hat geschrieben: Oder dieses frühe Rare-Spiel hier, als die wirklich noch verdammt gut waren:
http://www.youtube.com/watch?v=Gyv3gIqb7I4
Wie habe ich dieses Spiel geliebt. Bockschwer, das waren noch Herausforderungen, vor allem wenn man noch längst nicht der trainierte Zocker war der man heute ist.

Das hier habe ich immer geliebt zu Kinderzeiten:
Chip 'n Dale Rescue Rangers
http://www.youtube.com/watch?v=LoESzEwhHmI

War ein Bombenspass damals :-)

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Thjan
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Re: was waren das für zeiten...

Beitrag von Thjan » 24.11.2011 17:39

Kann mich noch erinnern wie wir am SNES Mortal Kombat und so eine "Hubschrauber-Sim" aus der ISO Perspektive gezockt haben bis zum umfallen, nebst Super Mario natürlich. Oder dann auf der PSX Stirb Langsam mit Lightguns.
Aber auf ewig in guter Erinnerung werde ich andere Spiele behalten: Die beiden Oddworld-Titel und Final Fantasy 7 für die PSX, Starcraft, Half-Life, Age of Empires 2 (via Modem eine Nacht lang die Demo des Addons heruntergeladen und um halb 6 morgens dann angefangen zu zocken ...) und Baldurs Gate 2 auf dem PC ebenso wie Blues Brothers, Commander Keen und ein paar andere Titel für den 486er, immerhin waren das meine Einstiegsdrogen.

Für mich sind und waren das einfach "magische" Spiele.

Armin
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Re:

Beitrag von Armin » 07.12.2011 00:58

Anchantia hat geschrieben: Das war vor 10,11,12 Jahren echt ne schreckliche Zeit. Weil: heute hast Du ja wenigstens die Auswahl ob man ein feingeistiges Daedalic-Adventure spielen willst oder braichal-geballer a la Battlefield 3 mit Spyware im Hintergrund. :wink: In der besagten Zeit gab es aber diese Auswahl garnicht. Da musste jedes Spiel unbedingt 3D sein und action bieten. Wirklich JEDES!
Also eigentlich war das noch in der goldenen Zeit, aber der Anfang vom Ende. Da kamen noch soviele richtige Granaten raus, sie auch heute noch sehr beliebt sind und die ich auch sehr oft zocke. Fallout 2, Jagged Alliance 2, Zeus, Trade Empires, Baldurs Gate 2, Patrizier 2, Biing 2, Wizardry 8.
Aber trotzdem hast Du auch Recht, das war die Zeit in der die Verdummung anfing. Ich hab das mit Diablo und Gothic wahrgenommen damals, wo ich noch sehr ueberrascht war, dass solche Spiele mit 4 Charakterwerten und Actionhektik als Rollenspiel durchgehen und so beliebt sind! Naja Spass machen sie ja, aber mit richtigen RPGs wars dann auch vorbei.
3D Ballergames wie Counterstrike wuerde ich aber nicht verantwortlich machen, hirnlose Ballerspiele gabs schon immer und hiess damals einfach "Action". Im Gegenteil, die Ballerspiele waren frueher zu 99% totaler Muell und selbst die guten waren nur was fuer ne halbe Stunde zwischendurch. Das ist wohl das einzige Genre, was heute besser dasteht.
Damals gab es dann auch 50 Sidescroller pro Jahr so wie es heute 50 3d shooter gibt. Ob die nun in 3D sind oder nicht...viel schlimmer ist es, dass jedes Aufbau, Wirtschafts und Strategiespiel heute in 3D sein muss, fuer mich sieht das alles klobig und matschig aus, und fuer den Rest der Leute 2 Jahre nach release auch. Ich finde auch heute noch gemalte Grafik viel schoener. Ueber schoen gemalte Portraits von Icewind Dale kann man sich heute noch freuen, waehrend ich mir bei den klobigen Fratzen von Warcraft und Oblivion immer an den Kopf fassen muss.

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6zentertainment
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Re:

Beitrag von 6zentertainment » 07.12.2011 07:40

Ryo Hazuki hat geschrieben:Shenmue, bei GIGA Games gesehen in der Sendung, die Wiederholung habe ich mir sogar auf Videokasette aufgenommen, verrückt- das ist schon ne Weile her.

Dann erinnere ich mich noch an Zelda, goldene Verpackung unterm Weihnachtsbaum und dann Dank der Schulferien nichts anderes mehr gemacht.

Heute gibt es nur noch sehr wenige Spiele die einen diese Magie erleben lassen, aber ich muss zugeben bei Skyrim ist das alte Gefühl dann wieder da.
boah giga fand ich immer so genial auf nbc ab 18 oder 19 uhr gings los bis 23 oder 24 uhr ich habs mir jeden abend reingezogen.

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Zeigor
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dieser Thread berührt mein Innerstes...

Beitrag von Zeigor » 10.12.2011 05:20

...hach das warn Zeiten... jetzt wos auf die Feiertage zugeht bekomme ich immer öffters nostalgische Gefühle...
,da war Pit Stop, Choplifter, 1942?, Rambo und "Wetlraumgeballere, kp wies hies" auf C64
,da war "Sonic the Hedgehog" aufm Master System 2, mein erstes Koop Erlebnis [jo ich weiß wir hams halt irgendwie zusammen gezockt].
"Age of Empires" 1+2 im Netzwek mitm Pap zusammen (meine erste LAN! Hat er einen zweiten PC von der Arbeit mitgebracht, mann wie Wheinachen und Geburtstag auf einmal und des noch zu Zweit! herrlich!)
Dann hab ich mir meine PS1 erbettelt ( man hätte ja auch sparn können aber Bestseller Games jede Ausgabe gekauft die ging, die Vollversionen liefen immerhin aufm 486er, ich sag nur "Das Schwarze Auge" oder "Stone Keep" immernoch top Spiele find ich).
..auf der bin ich wohl oder übel das erste mal richtig hängen gebliebn und zwar auf Diablo 1 ich kann euch sagen! :) Mit GTA war ich dann endlich mal am Puls der Zeit in Sachen Gore^^.Bei KKND das erste mal hautnah mitbekommen wie Bildschirmkucken eigendlich funzt^^
Dann kamen die Pentium Zeiten (mann mußt ich betteln und dann nur ne ATI Rage drin ,HL1 kanns damit fast knicken wegen Treiberbug. Muße ich auf meiner ersten LAN schmerzlich erfahren, natürlich gleich mal CS Tunier mitgemacht aber im Softwaremodus, wie peinlich mir das war.. Clan grad geründet ,alle Kollegen hocken ausenrum und ich zock da das einem schon beim zusehn die Augen quadratisch wern.
Mit der PS2 (hatte ich Nerd 4 Monate im Vorrhaus bestellt mit Tekken TT und Timesplitters für glaub 1080 Mark, PS1 verkauft sammt sicher 40 Games + Geburtstag+ Konfirmationskohle) Also gespart wien Weltmeister. Den Augenblick wo ich den Jin zum ersten mal in der "hight res" Auflösung sah war ich einfach nur noch "geflasht" wie man heute sagen würde. Und wie groß war die Freude dann erst mitm RGB-Kabel, ich sag bis heute noch dass das meine besten 15 Mark sind diei ch je invenstiert hab.
Darauf kam Beben 2 zu Viert, (da bekam ich mit was Bildschirmkucken+ unterlaubtes Teamplay ist). Singleplayer zig mal durch un dann gedacht ich könnt was, naja kleiner Fisch im großen Teich un so eben^^)Würds gern mal wieder zocken will mir aber die schöne Errinerung nich putt machen mir der oldschool Grafik. Oder wie wir gestaunt haben bei den ersten Minuten von GTA 3, vorallem beginnt das Game ja auf einer Brücke falls sich jmd erinner kann, zumindest kamm ich nichtmal von der runter ohne mein Fahrzeug auf spektakulärste Weise zu schrotten. :Hüpf:

Joa, kommt in mir alles als hoch :cry: , das Bedürfniss is auf Jeden mal wieder die alten Games auszupacken aber repruduzierbar sind die Erlebsnisse und Glücksgefühle von damals wohl nich.
Lieg wirklich als Nachts im Bett wenn ich net schlafen kann und denk an die GOOD OLD DAYS! Könnt noch ewig so weitererzählen!



mfG Blade (mein erster Nick.. hach.;)



ps: http://www.youtube.com/watch?v=QBG7sWvl ... re=related
pps: Halte mich heute noch für einen der Besten TTT Spieler um Umkreis von en paar hundert Kilometern! Beweist mir das Gegenteil! :twisted:
und zockt mehr Ultima Online!!11!

Armin
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Re: was waren das für zeiten...

Beitrag von Armin » 10.12.2011 14:30

Probier es doch einfach mal, Zeigor, ich zock seit Jahren fast nur 10 bis 20 Jahre alte Spiele, die meisten machen noch genausoviel Spass, manche sogar mehr als damals, weil man sie als 11 jaehriger nicht richtig verstanden hat.
Die, die keinen Spass mehr machen, waren auch damals nicht besonders gut.

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