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Gamescom 2010: Aufreger CoD: Black Ops
Verfasst: 24.08.2010 14:25
von ZackUndTot
Hallo Freunde digitaler Unterhaltung,
Grund des Themas ist
dieser Beitrag der Computer Bild Spiele (durch Twitter davon erfahren).
Dort wird neben
Medal of Honor die Flughafen-Szene von
Modern Warfare 2 erwähnt, vor Allem wird aber auch auf eine auf der Gamescom gezeigte Szene aus
Black Ops eingegangen:
An Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten
Noch widerwärtiger die auf der Gamescom präsentierten Spielszenen aus dem Nachfolger: Eine Spezialeinheit infiltriert ein vietnamesisches Dorf. Der Spieler bringt C4-Sprengstoff an Gebäuden an und schleicht dann in die Hütten. Hier liegen Vietcongs in Hängematten. Sie schlafen. Im nächsten Augenblick zieht der Spieler ein Messer und rammt es dem Gegner in den Hals. Schmerzverzerrt die Gesichtszüge des Vietnamesen. Er röchelt und zappelt. Blut spritzt. In Großaufnahme präsentiert man die Hinrichtung. Einige Zuschauer starren fassungslos auf die Szene. Der Militärberater des Unternehmens Hank Keirsey kommentiert eiskalt: „Die Serie wird immer realistischer.“ Dem Betrachter fehlen die Worte ...
Die Flughafen-Szene nahm ich zwiegespalten auf (spielte aber auch nur die zensierte deutsche Fassung). Ich glaube aber nicht, dass ich mit der oben genannten Szene Probleme haben würde oder werde. Im Endeffekt sind es Pixelhaufen, und zwar
böse Pixelhaufen, mit denen ich mich nicht im Geringsten identifizieren kann (im Gegensatz zu den Zivilisten im Flughafen, von denen einer auch ich sein könnte).
Was haltet ihr davon?
Re: Gamescom 2010: Aufreger CoD: Black Ops
Verfasst: 24.08.2010 14:31
von Levi
ZackUndTot hat geschrieben:Der Militärberater des Unternehmens Hank Keirsey kommentiert eiskalt: „Die Serie wird immer realistischer.“
das einzigst interessante an diesen Artikel:
Ist sowas ernsthaft gängige Praxis?! .. oder wie kommt der Berater zu diesen Kommentar?
Verfasst: 24.08.2010 14:35
von crewmate
Ein provozierter Skandal, wie das Nutten ficken in San Andreas,
mutierte Baby in Dead Space und Dantes Inferno oder Manhunt - komplettes Spiel.
edit: Und der gefakte "christliche Protest" gegen Dantes Inferno.
Konservative Politiker können sich mit populistischen Phrasen profilieren,
Spieler gehen in Trotzhaltung und kaufen es. Was d Erwachsenen aufregt ist immer interessant.
Rockstar hat den Skandal als Marketing Werkzeug perfektioniert.
Es ist billig, verbreitet sich schnell und sehr effektiv.
Besonders der wichtige US markt reagiert auf solche Skandale geradezu chemisch.
Sowohl Gamer, Politiker, Verbände und Jack Tompson verlieren sich in einem emotionalen Monolog,
in dem keiner dem anderen Zuhört und am Ende gewinnt Bobby Kotick.
Alles Marketing, also scheiß drauf.
Verfasst: 24.08.2010 20:24
von Eirulan
LOL die machen sich bei der Computer BILD doch total lächerlich!!
Direkt unter dem Artikel findet sich die "Vorschau: Call of Duty - Black Ops" dort steht dann am Ende:
"Absolut hitverdächtig ist das neue „Call of Duty“ auf jeden Fall."
Und in der Vorschau von MoH steht bei denen:
"Die bisherigen Impressionen machen Lust auf mehr. Die Ansätze und das Szenario von „Medal of Honor“ wirken stimmig."
Also was jetzt?!
Re: Gamescom 2010: Aufreger CoD: Black Ops
Verfasst: 24.08.2010 21:24
von Bloody Sn0w
Levi... hat geschrieben:Ist sowas ernsthaft gängige Praxis?! .. oder wie kommt der Berater zu diesen Kommentar?
Wenn man es schafft den Feind schlafend zu überraschen, warum nicht? Sind halt Spezialeinheiten, die offensichtlich keinen Befehl zur Gefangennahme haben. In CoD4 gibt es eine ähnliche Szene, nur spielt man eine Einheit vom SAS und die sind bekannt dafür niemanden am Leben zu lassen.

Verfasst: 24.08.2010 22:01
von pcj600
über besagte gewaltszenen mag man streiten können, mich hingegen interessieren sie mehr, als dass sie mich abstoßen.
nicht weil ich mich an expliziten tötungsszenen aufgeile, sondern weil sie, sofern so drastisch wie die vietnamszenen aus black ops inszeniert, zum nachdenken anregen; zwar werden sie spieler nicht zum großen philosophieren motivieren, aber sie zeigen einfach mal ganz überdeutlich die brutalität eines krieges, schrecken ab. ganz jenseits der krach bumm action die jeder toll und cool findet, und die auch in jedem hollywood actionstreifen zündet, machen solche szenen dem spieler wieder ein bisschen klar, dass diese sich bewegenden und schießenden pixel menschen darstellen sollen.
ergo -> gut. :wink:
Verfasst: 24.08.2010 23:14
von Bedameister
Naja die Promo geht wohl eher unter MoH bekommt doch grad die ganze Aufmerksamkeit

Böses EA

Verfasst: 24.08.2010 23:17
von Wulgaru
Naja, pure Grafik/Effekt-Blender locken halt nicht mehr so viele hervor. Jetzt braucht es offenbar den "Skandal-Blender". Erbärmlich...
Verfasst: 25.08.2010 08:08
von TomSupreme
Klappern gehört zum Handwerk.....das werden wir wohl jetzt bei jedem Spiel der CoD-Reihe zu hören bekommen das irgendwer irgendwas widerwärtig finden wird....
Und ich meine, die Computer Bild Spiele als moralische Institution muss ja einfach mal ganz klar Stellung beziehen und aufzeigen das wir einfach ein Haufen kranker Menschen sind die sich daran aufgeilen......

Verfasst: 25.08.2010 16:01
von Kuemmel234
Erinnert mich an die Sache mit Doom 3. Das Spiel wollten sie nicht testen, da es zu gewaltätig war.
Frueher fand ich das gut. Heute könnt ich mich dafür schlagen. Wobei es natuerlich irgendwo eine Ehre ist. Ich gehöre zu den Leuten, die den Springerverlag gerne auf dem Index sehen würden - fuer einen richtigen Jugendschutz.
Ich glaube deshalb nicht unbedingt, dass es sich um eine PR Aktion handelt.
Verfasst: 25.08.2010 16:08
von Bloody Sn0w
Seitens der Call of Duty Macher bestimmt nicht. Das ist, wie gesagt, nichts, was es in früheren Teilen nicht gab und seit CoD4 hatte jedes Call of Duty min. eine "fragwürdige" Szene. Im öffentlichen Bewusstsein aber erst seit dem Flughafenlevel in MW2.
Ob es nun daran liegt, dass allgemein gerade Kriegsshooterbashing IN ist, oder Call of Duty so wie Rockstar-Games behandelt wird, muss die Zukunft zeigen.
Verfasst: 25.08.2010 16:54
von Sarrus MacMannus
kindra_riegel hat geschrieben:In SplinterCell konnte ich schlafenden Gegner auch schon so einiges aufschlitzen... -.-
Hmm, kennt wer "The Ship" ? Ein Adventure, bei dem man, in der Rolle eines Mörders, bestimmte zivile "Ziele" so kreativ wie möglich ... na ja, was wohl
Auf jeden Fall, da haben aus irgendeinem Grund alle nur davon geredet, wie denn deie Spieömechanik umgesetzt ist ...

Verfasst: 25.08.2010 19:30
von ZackUndTot
Zumal man in den letzten beiden Modern Warfare-Teilen auch Sterbende gespielt hat... (ich denke nicht, dass das gespoilert ist)
CoD verherrlicht also Krieg auf keinen Fall.
Verfasst: 28.08.2010 12:52
von breakibuu
ZackUndTot hat geschrieben:Zumal man in den letzten beiden Modern Warfare-Teilen auch Sterbende gespielt hat... (ich denke nicht, dass das gespoilert ist)
CoD verherrlicht also Krieg auf keinen Fall.
Das is nich dein ernst, oder?
Nur weil ein paar der profillosen, uninteressanten und für die "Geschichte" unwichtigen Charaktere sterben ist Call of Duty ein Anti-Kriegs Spiel?
Was ist denn die geheime Botschaft in CoD? "Atombomben machen aua"?
Ich mein das nicht böse. aber entweder hast du einfach nur extrem niedrige Erwartungen, oder einfach keine Ahnung. Ernsthaft, selbst in Gears of War steckt mehr Anti-Krieg als in Call of Duty
Verfasst: 28.08.2010 19:22
von crewmate
breakibuu hat geschrieben:ZackUndTot hat geschrieben:Zumal man in den letzten beiden Modern Warfare-Teilen auch Sterbende gespielt hat... (ich denke nicht, dass das gespoilert ist)
CoD verherrlicht also Krieg auf keinen Fall.
Das is nich dein ernst, oder?
Nur weil ein paar der profillosen, uninteressanten und für die "Geschichte" unwichtigen Charaktere sterben ist Call of Duty ein Anti-Kriegs Spiel?
Was ist denn die geheime Botschaft in CoD? "Atombomben machen aua"?
Ich mein das nicht böse. aber entweder hast du einfach nur extrem niedrige Erwartungen, oder einfach keine Ahnung. Ernsthaft, selbst in Gears of War steckt mehr Anti-Krieg als in Call of Duty
Diese Szenen werden ja genau dafür gemacht.
Alibiszenen sind sowas, sollte das Spiel deswegen Kritik einstecken.
Für den Fragboy von nebenan war das natürlich ein emotionaler Höhepunkt.
Er hat auch nie Silent Hill2 gespielt.
Haze war besser als "AntiKriegsspiel", hat aber sonst nichts auf die Kette gekriegt.
Und selbst da war es viel zu aufdringlich und scheiße inszeniert.
Die Corps waren soooo unsympathisch dargestellt, das man doch nur da weg wollte.
Außerdem wird "Anti-Kriegsmoment" mit
Pathos verwechselt.
Ein Konservativer kann aus der A-Bomben Szene schnell herauslesen,
das A-Bomben doof sind, also bekriegen wir uns weiter konventionell
für Gott und Vaterland.
Was Gaming braucht sind bessere Drehbuchautoren die früher in die Projekte einbezogen werden,
am besten noch Preproduktion. Bei Shootern ist das nicht der Fall
(Die "Shock" Reihe und Half Life mal ausgenommen).
Gamer auf der anderen Hand müssen aus den 80ern raus
und neben ihren stummen Protagonisten, denen sie ihre Meinung aufzwingen
auch volle Persönlichkeiten als Spielfiguren akzeptieren.
Wäre ein Verhältniss Waffen-porno - komplexer Shooter-Thriller
4:1 ok für euch?
Ein Spiel mit einem gut ausgearbeitetem Charakter, das
Vier von euren Spielen mit
stummen, charakterlosen (Freemans Brille zählt nicht) Figürchen gegenübersteht.
Könnt ihr damit leben? Bitte.