Zelda - Four Swords Adventures

Nintendos Würfel ist immer noch eine begehrte Konsole.

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JesusOfCool
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Zelda - Four Swords Adventures

Beitrag von JesusOfCool » 23.01.2019 11:32

Ja, ich mache dafür einen eigenen Thread auf, auch wenn er wohl nicht lange sein wird. ^^

Bild

Four Swords Adventures, oder auch das vergessene Zelda Spiel.

Erschienen 2004/5, ca 1½ Jahre nach Wind Waker, fand dieser Zelda Titel von Fans wenig Beachtung. Die Gründe dafür waren wohl, dass es einerseits ein 2D Zelda für eine Heimkonsole war, was das erste Mal seit dem Release von A Linkt to the Past passiert ist, andererseits aber auch der optionale Coop-Multiplayer Aspekt, mit seinen Hürden bezüglich Aufwand. Um es alleine spielen zu können braucht man nur einen normalen GameCube Controller, aber um es im Multiplayer spielen zu können braucht man für jeden Spieler einen GBA und ein GC-GBA Kabel, das teilweise gar nicht wenig kostet (15€ für so ein Kabel sehe ich jedenfalls als teuer an).

Und da bin ich auch schon bei mir. Ich habe mir den Aufwand nämlich angetan. 2 dieser Kabel hab ich mir nachgekauft, eines hatte ich als Beilage zu Wind Waker bereits. Zu meinem GBA habe ich mir noch einen GBA SP gekauft (stark angenutzt, 10€, beachtet das Preisverhältnis zum Kabel).
Mit einem weitere GBA SP eines Freundes haben wir es dann geschafft Four Swords Adventures im Multiplayer zu spielen. :metal:
Aus organisatorischen Gründen hat das durchspielen allerdings 26 Monate gedauert (wir haben es letzte Woche beendet und im November 2016 begonnen).

Zum Spiel
Es hat wirklich viele interessante Ideen, die man in späteren Spielen wie TriForce Heroes und A Link between Worlds wieder sieht, wobei man hier sagen muss, dass einige Ideen vom 2002/3 erschienenen Four Swords (GBA) übernommen wurden. Manche Ideen aus Four Swords hat mich sich allerdings gespart, wie das besiegen mancher Gegner durch auseinanderziehen, was alleine nicht möglich ist.
Oberwelt gibt es keine, bzw. ist sie genauso wie in Four Swords, eine Karte mit eingezeichneten Levels, die aber nicht nur Dungeons sind, sondern auch abgeschlossene Oberweltgebiete, die stilistisch nicht anders sind als die Oberwelt in einem A Link to the Past oder A Link between Worlds. Dabei besteht jedes Level aus meist 3 Gebieten, wobei das letzte immer ein Tempel oder dergleichen ist.
Die einzelnen Gebieten sind recht interessant gestaltet. Es gibt Rätsel zu lösen, wo man für manche Kreuz und Quer durch die Gegend laufen muss, und darin verschachtelt Höhlen und Häuser, bei denen der GBA zum Einsatz kommt. Grundlegend bewegt man sich nicht auf einer offenen Karte, sondern auf Abschnitten, wie man es man vom aller ersten Zelda kennt, und die man nur gemeinsam wechseln kann. Innerhalb so eines Abschnittes kann man allerdings getrennt Höhlen und Gebäude betreten, für die man dann auf den GBA Bildschirm schauen muss. Da kann dann auch jeder in einer anderen Höhle und in größerem Abstand voneinander herumlaufen. Das ist oft auch notwendig um besagte Rätsel zu lösen.
Die Rätsel sind auch sehr abwechslungsreich und nicht auf Schalterrätsel beschränkt. Manchmal muss man getrennte Wege gehen und sich gegenseitig den Weg frei machen, öfter muss man gemeinsam etwas wegschieben bzw. -ziehen oder mit unterschiedlichen Items zusammenarbeiten.
Was Items anbelangt so kennt man das Konzept auch in neueren Zeldas: Immer nur eines. Das ist bei diesem Zelda weniger störend, da man vor allem im MP mit verschiedenen Items gleichzeitig herumlaufen kann, da jeder Spieler ein anderes haben kann. Es gibt aber natürlich auch Stellen, an denen alle mit dem gleichen Item herumlaufen, aber das ist auch okay. Die Bandbreite an Items ist so groß wie gewohnt. Es gibt Bogen, Bomben, Bumerang, Steinschleuder, Lampe, Greifenfeder, Pegasusstiefel, Feuerstab, Hammer und Schaufel. Zusätzlich gibt es noch als Ausrüstung Herzcontainer, blaues Armband (weniger Schaden) und rotes Armband (u.a. Bäume ausreißen), sowie als Trageitems Medallions um alle Gegner zu killen und die Mondperle.
Mondperlen sind etwas spezieller. Man kann sie an bestimmten Stellen verwenden um in die Schattenwelt zu wechseln, was für das vorankommen notwendig ist. Die Schattenwelt spielt immer am GBA Bildschirm und zwar parallel zur normalen Welt, wo man die Ereignisse in der Schattenwelt als Schatten sehen kann. Interessantes Detail dazu: ein Link in der Schattenwelt kann einen Link in der normalen Welt nehmen und herumtragen. Spezielle Gameplayelemente wie dieses machen das Spiel so großartig, auch wenn es eine Weile gedauert hat bis wir gemerkt haben, dass das funktioniert, was die langen Zeiten zwischen den Spielsessions nicht gerade einfacher gemacht hat.
Da wir zu dritt gespielt haben und es immer 4 Links gibt, musste immer einer von uns den vierten Link ebenfalls steuern. Das funktioniert durch das Formationskonzept recht gut. Per R-Taste kann man seine Links in unterschiedlichen Formationen aufstellen (mit 2 Links geht nur horizontal und vertikal). Das ist notwendig um gemeinsam an etwas zu ziehen oder zu drücken, macht es aber auch gleichzeitig möglich, dass beide ihr Item gleichzeitig anwenden, was vor allem beim Feuerstab ziemlich fatal sein kann. Im Normalfall, also ohne Formation, setzt nur der direkt gesteuerte Link das item ein, der andere Link läuft nur nach.
Die Bosse sind ingesamt ganz gut gemacht, wobei man bei einigen farbcodiert angreifen muss, was es auch bei einigen stärkeren normalen Gegnern gibt, was ein wenig schwierig sein kann wenn jemand rot-grün-fehlsichtig ist, was bei uns der Fall war.
Der Endboss ist allerdings ein wenig enttäuschend im Vergleich.

Zum Multiplayer
Der Multiplayer ist zwar auf Kooperation ausgelegt, es gibt aber auch eine Konkurrenzmechanik und zwar das Sammeln der Force Kristalle. Die haben im normalen Spiel nur die Aufgabe das Schwert aufzuladen. Bei jedem Gebiet sammelt man neu von 0 weg und bei 2000 Kristallen, und das wird von allen Spielern zusammengezählt, kann man mit dem Schwert schießen wie im ersten Zelda. Gesammelt wird pro Spieler und am Ende jedes Gebiets wird abgerechnet wer am meisten Kristalle hat. Eigentlich sinnlos, macht das Spiel aber manchmal extra witzig, weil man zB Kristalle stehlen geht anstatt Gegner zu bekämpfen. Verlieren tut man Kristalle immer wenn man getroffen wird, da aber nur wenig. Die liegen dann in der Gegend herum. Mehr Kristalle verliert man, wenn man alle Herzen verliert und zu Boden geht. Man steht allerdings nach 5 Sekunden wieder auf. Game Over gibt es übrigens nur wenn alle gleichzeitig am Boden liegen, aber wenn man eine Fee hat stört nicht einmal das. Wir hatte über 70 Feen am Ende.
Ansonsten bekommt man Kristalle für bestimmte Aktionen wie das öffnen einer versperrten Tür oder das besiegen des letzten Gegners, aber auch zufällig verteilt in Kisten in Höhlen, nur erreichbar mit bestimmten Item etc, wodurch es auch einen gewissen Glücksfaktor gibt.
Man kann zwar sagen, dass sie diese Funktion insgesamt durchaus weglassen hätten können, aber ich muss sagen, dass es das Spiel eher positiv bereichert hat und es durchaus fair gestaltet wurde.

Im Singleplayer hab ich es ehrlich gesagt nicht gespielt, aber ich kann mir vorstellen, dass es wie ein anderes Spiel wirken muss. Kein Konkurrenzkampf um Force Kristalle aber dafür mehr Aufwand zum lösen von Rätseln, da man Links verteilen muss (einsammeln geht einfach per L-Taste) und viel viel mehr Kampf in Formationen. Wir haben die Formationen fast immer nur dann eingesetzt, wenn es auch wirklich notwendig war.
Wahrscheinlich ist es im SP auch ein wenig schwieriger weil man nur alleine zu Boden gehen muss um ein Game Over zu erreichen.

Insgesamt ist es ein sehr spassiges Zelda, das zwar nicht mit einer zusammenhängenden Oberwelt, dafür aber mit einfallsreichem Gameplay und Dungeon-Design glänzt. Ich möchte jedem Zelda-Fan nahelegen es einmal zu spielen, wenn möglich am besten im Multiplayer. Zu zweit würde wohl schon reichen.
Ich weiß um den Aufwand den man dafür betreiben muss, aber wer weiß, vielleicht wird Nintendo bald ein Remake davon für die Switch bringen. ^^

Abseits des Spiels
Es hat ein paar Dinge gegeben, die während dieser Zeit passiert sind und zum einen zur langen Zeit beigetragen haben, die wir zum beenden gebraucht haben als auch Materialschäden.
So ist einer meiner Freunde in dem Zeitraum Vater geworden und das Kind ist beim Beenden des Spiels bereits 2 Jahre alt gewesen. Weniger schön und vor allem ärgerlich war das Ableben eines GC-GBA Kabels, bei dem 2 Kontakte abgebrochen sind. Hat gleich nochmal Geld gekostet, aber vor allem bekommt man diese Kabel nicht in jedem Elektronikmarkt. Wir konnten allerdings eines innerhalb einer Woche auftreiben.
Noch fast schlimmer war der Sturz meines GameCubes aus ca 1m Höhe, was mein Verschulden war. Ich bin mit dem Fuss an einem Controllerkabel hängen geblieben. Der GC funktioniert noch, es sind aber an drei Stellen Teile des Gehäuses ausgebrochen und an mindestens einer weiteren Stelle gibt es einen weiteren Bruch im Gehäuse. :scream:

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greenelve
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Re: Zelda - Four Swords Adventures

Beitrag von greenelve » 23.01.2019 19:08

Meines Erachtens fehlt bei den Gründen der Nichtbeachtung der Punkt mit fehlender Oberwelt. Es ist rein konzentriert auf Dungeon-Gameplay: Kämpfe sowie Rätsel unter Einsatz von findbaren Items. Keine NPC, keine Nebenquests, kein Erkunden der Welt im klassischen Sinne.
Afair gab es um die Zeit herum Four Swords für den GBA und Four Swords Adventure wurde dann mehr als (überflüssige) Singleplayervariante wahrgenommen?

Kann nur zustimmen, es ist ein spaßiges Zelda. Die Grafik ist für ein 2D Zelda im Stile von Link to the Past wirklich toll. Sehr schön sind Momente, wenn dutzende Gegner den Bildschirm stürmen. Kommt nicht so oft vor und wirkt bisweilen wie ein Gimmik, um mit der Hardware protzen zu können. Und Feuer ist nett anzuschauen.
Gelangweilt? Unterfordert? Masochistisch veranlagt? -> http://www.4players.de/4players.php/dow ... 47903.html Jetzt auch auf Steam: http://store.steampowered.com/app/752490/
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Re: Zelda - Four Swords Adventures

Beitrag von JesusOfCool » 24.01.2019 09:33

ja, wie four swords eben ^^'
oder wie triforce heroes nur ohne hub.
NPCs gibts aber, mit denen hat man aufgrund des aufbaus aber nur wenig zu tun.

four swords hab ich in meinem beitrag erwähnt. das ist ein paar jahre älter. four swords adventures ist nicht einfach eine andere variante, es ist mehr ein direkter nachfolger mit SP modus. das es so gesehen wurde mag sein, tut dem spiel aber unrecht.

hast du es alleine oder auch im MP gespielt?

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greenelve
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Re: Zelda - Four Swords Adventures

Beitrag von greenelve » 27.01.2019 09:53

Mein ja auch, dass Adventures im Zuge von Four Swords für GBA wahrgenommen wurde, und nicht als komplett eigenständiges Spiel. Dies als Grund der Nichtbeachtung. ^^x

Hab es im Singleplayer gespielt.
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Re: Zelda - Four Swords Adventures

Beitrag von magandi » 11.04.2019 23:50

ich versuche es seit jahren zu spielen aber 4 gba, 4 linkkabel und 3 freunde aufzutreiben und dann über zwei tage spielen ist nervig zu organisieren. was hat sich nintendo eigentlich bei dieser gba verbindung gedacht?

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Re: Zelda - Four Swords Adventures

Beitrag von JesusOfCool » 16.04.2019 19:11

das merkt man wenn mans spielt
es geht aber auch zu zweit ganz gut. ich habs, wie erwähnt, mit 2 freunden zu dritt gespielt.

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