Spiele von heute haben keine Seele

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Mauricius
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Mauricius » 04.02.2014 20:36

Die Blockbusterreihen da aufzuzählen ist so sinnvoll wie Oceans Eleven zum Untergang des Arthouse-Kinos heranzuziehen. Die Vielfalt in Sachen Games war nie größer als heute, es gibt auch heute noch absolut fantastische, hinreißende Perlen unter ihnen. Und man muss sie nicht mal groß suchen um sie zu finden.

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smuke
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von smuke » 10.02.2014 14:04

Sehe ich auch so. Für mich sind bestimmt 95% aller Spiele schon nur für die XBox 360 uninteressant (dass sie Mist sind, wäre zu überzogen). Wenn man alle Spiele auf allen Plattformen nimmt, wären es wohl sogar gegen die 99%. Die paar wenigen Perlen, welche ich gerne immer wieder spiele möchte ich aber mit keinem Spiel von früher eintauschen.

Armin
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Armin » 11.02.2014 10:18

Ich wuerde mal die Ueberschrift Hypothese leicht modifizieren. Die beliebten Spiele haben keine Seele. Aber da sind wir ja selber Schuld, wenn wir nur dem Aufmerksamkeit schenken, was ueberall mit riesem Marketing Hype gepusht wird. Guck Dir doch die Threads and, das neueste 0815 Action Adventure hat 50 Seiten Threads. Irgendwas mit wenig Grafik oder ohne Voiceover (Hilfe!) kann froh sein, wenn 2 oder 3 Leute antworten,egal wie gut das gameplay is.
Dumme Actionspiele gabs damals wie heute,die Redakteure der Spielemagazine haben oft gewitzelt,welcher Unglueckliche diesen Monat die Flut der Actionspiele abarbeiten darf, nur warn die grafisch auch nicht viel besser als komplexe Strategie und riesen Marketing war auch eher selten.

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Mauricius
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Mauricius » 17.02.2014 00:02

Ich verstehe trotzdem nicht, was verwerflich daran sein soll, wenn man beispielsweise mit nem beliebten Blockbuster seinen Spaß hat. Geschweige denn, was ne Gameseele überhaupt sein soll und warum sie wichtig ist. Ich bin mir sicher, dass der einfache Coder oder Grafiker, der Battlefield zusammengeschraubt hat, da durchaus Herzblut in seine Arbeit gelegt hat, auch wenn diese Games "seelenlos" am Reißbrett unter reichlich Marketinggesichtspunkten konzipiert wurden.
Ich verstehe natürlich schon im Kern was du meinst, aber sehe halt absolut nicht, wozu ich bei ner Runde Fifa ne Seele brauche, und warum das schlecht ist, dass es da keine gibt.

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bnaked
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von bnaked » 17.04.2016 23:16

Nun, der letzte Post hier ist nun schon wieder über 2 Jahre her, aber man muss einfach eine Sache begreifen...

Videospiele machen gerade eine Wandlung durch hin zur anerkannten Kunst. Der große Triumpfzug der Indies steht uns bevor, und AAA-Spiele gleichen immer mehr Hollywood-Blockbustern mit all ihren negativen Eigenschaften.

Bald werden es öfter Indies sein, die bei GOTY-Awards abräumen, man merkt bereits jetzt schon den Anfang dieser Entwicklung bei all den nominierten Indie-Titeln bei jeglichen Kategorien, dass war 2009 z.B. noch nicht so, wenn ihr mal zurück denkt. Man kann sich auch den Indie-Anteil bei den ersten 50 Plätzen jedes Jahres bei Metacritic anschauen.

Indies werden immer bedeutender, sie sind es, die Seele haben, bei denen Entwickler wie Sean Murray ihr ganzes Herzblut reinstecken, wo sich Entwickler uneingeschränkt kreativ äußern können.

Seele kommt mit Unabhängigkeit.

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Waheda
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Waheda » 18.04.2016 16:32

Wir sind in einer Zeit der Videospiele angekommen, wo der Markt eine neue Größenordnung erreicht hat. Produktionen, der großen Vertriebe sind vor allem auf Marktanalysen und Fokusgruppen gestützt, was man vor allem Titeln wie GTA, Call of Duty oder auch Fifa sehen kann.

Von einer Seele kann man pauschal nicht reden, denn es müsste genauer definiert sein, was eine solche ausmachen würde. Der Markt hat sich seit dem großen Zusammenbruch dermaßen diversifiziert, dass für jeden Geschmack und Spieltyp etwas dabei ist. Ob es Spiele sind, die man für wenige Minuten im Bus spielen kann, oder für 4 Stunden in einer Gruppe - der Markt hat sich gewandelt. Herzblut wird aber trotzdem in die Software gesteckt, denn ansonsten würden wir Projekte wie The Witcher 3 heute nicht mehr sehen.

Klar, die Wirtschaftlichkeit lässt viele Studios und Vertriebe auf Nummer Sicher gehen, weshalb wir immer wieder halbgare Aufgüsse bekommen. Doch selbst der AAA-Bereich wagt deutlich mehr, als noch vor wenigen Jahren, weil er es muss. Wer hätte denn 2006 gedacht, dass Independent Games zu einem eigenen Genre heranwachsen, welches auch Einfluss auf die Big Player nimmt? Wer hätte erahnen können, dass Dota beinahe im Alleingang das MOBA-Genre auf den Weg bringt und eine neue Sparte im Online-Gaming erschafft?

Es gibt ebenso "seelenlose" Indie Spiele, wie Großproduktionen. Jeder möchte mit seinem Werk so viele Menschen wie möglich erreichen um den maximalen Umsatz zu erzielen. Doch nimmt sowas einem den Spaß am Spiel?

Für mich schreit eine solche Überschrift nach Ewiggestrigen-Gerede, oder dem neu gefundenen Hipstertum im Gaming. Es ist zu einer wahren Krankheit geworden, das Neue mit dem Alten zu vergleichen, nur um das Neue in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. Nostalgie ist schön, doch gerade im Gaming verkommt sie zu einem Rosarote-Brille-Syndrom, für Leute die kein Verständnis für etwas außerhalb ihrer Blase haben und einer vergangenen Zeit nachtrauern.

Ja, die Spiellandschaft hat sich seit 1983 drastisch verändert und nicht jede Entwicklung ist mit Freuden zu sehen, doch insgesamt ist es besser geworden. Die Qualität ist so hoch wie noch nie zuvor und durch vereinfachten Zugang zu Entwicklerwerkzeugen können selbst jene Spiele programmieren, die nicht die finanziellen Mittel haben um eine Komplettlösung direkt zu kaufen (s. Unity, Unreal Engine, CryEngine etc.).

Im Grunde füllen die Spieler und Spielerinnen auf Reddit, Twitter, Facebook oder in Foren wie diesem hier, die Spiele mit Leben und einer Seele. Spiele im allgemeinen müssen keine Kunst sein, doch aufgrund ihrer Ausgangslage, können es einige werden.

"Spiele von heute haben keine Seele" ... Sorry, aber das klingt nach Hipster-Gewäsch.
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Antiidiotika
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Antiidiotika » 24.04.2016 16:58

bvrst hat geschrieben:Wir sind in einer Zeit der Videospiele angekommen, wo der Markt eine neue Größenordnung erreicht hat. Produktionen, der großen Vertriebe sind vor allem auf Marktanalysen und Fokusgruppen gestützt, was man vor allem Titeln wie GTA, Call of Duty oder auch Fifa sehen kann.

Von einer Seele kann man pauschal nicht reden, denn es müsste genauer definiert sein, was eine solche ausmachen würde. Der Markt hat sich seit dem großen Zusammenbruch dermaßen diversifiziert, dass für jeden Geschmack und Spieltyp etwas dabei ist. Ob es Spiele sind, die man für wenige Minuten im Bus spielen kann, oder für 4 Stunden in einer Gruppe - der Markt hat sich gewandelt. Herzblut wird aber trotzdem in die Software gesteckt, denn ansonsten würden wir Projekte wie The Witcher 3 heute nicht mehr sehen.

Klar, die Wirtschaftlichkeit lässt viele Studios und Vertriebe auf Nummer Sicher gehen, weshalb wir immer wieder halbgare Aufgüsse bekommen. Doch selbst der AAA-Bereich wagt deutlich mehr, als noch vor wenigen Jahren, weil er es muss. Wer hätte denn 2006 gedacht, dass Independent Games zu einem eigenen Genre heranwachsen, welches auch Einfluss auf die Big Player nimmt? Wer hätte erahnen können, dass Dota beinahe im Alleingang das MOBA-Genre auf den Weg bringt und eine neue Sparte im Online-Gaming erschafft?

Es gibt ebenso "seelenlose" Indie Spiele, wie Großproduktionen. Jeder möchte mit seinem Werk so viele Menschen wie möglich erreichen um den maximalen Umsatz zu erzielen. Doch nimmt sowas einem den Spaß am Spiel?

Für mich schreit eine solche Überschrift nach Ewiggestrigen-Gerede, oder dem neu gefundenen Hipstertum im Gaming. Es ist zu einer wahren Krankheit geworden, das Neue mit dem Alten zu vergleichen, nur um das Neue in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. Nostalgie ist schön, doch gerade im Gaming verkommt sie zu einem Rosarote-Brille-Syndrom, für Leute die kein Verständnis für etwas außerhalb ihrer Blase haben und einer vergangenen Zeit nachtrauern.

Ja, die Spiellandschaft hat sich seit 1983 drastisch verändert und nicht jede Entwicklung ist mit Freuden zu sehen, doch insgesamt ist es besser geworden. Die Qualität ist so hoch wie noch nie zuvor und durch vereinfachten Zugang zu Entwicklerwerkzeugen können selbst jene Spiele programmieren, die nicht die finanziellen Mittel haben um eine Komplettlösung direkt zu kaufen (s. Unity, Unreal Engine, CryEngine etc.).

Im Grunde füllen die Spieler und Spielerinnen auf Reddit, Twitter, Facebook oder in Foren wie diesem hier, die Spiele mit Leben und einer Seele. Spiele im allgemeinen müssen keine Kunst sein, doch aufgrund ihrer Ausgangslage, können es einige werden.

"Spiele von heute haben keine Seele" ... Sorry, aber das klingt nach Hipster-Gewäsch.
Wohl war! Ergänzend muss man auch sagen, das selbst große Produktionen wie Bioshock, Batman AA, Deus Ex, Skyrim und und und eine eigne sogwirkende Magie besitzen und definitiv nicht mit dem Analen-Annualen Babybrei von CoD oder AC zu vergleichen sind.

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ChrisJumper
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von ChrisJumper » 29.04.2016 02:33

Ich finde das so überhaupt nicht. Natürlich sind die CoD Teile und AC-Teile Fertigware. Massenware. Fließbandware.
Der Eindruck täuscht. Die Spiele haben eine Entwicklung. Das bekommt man aber nur mit wenn man Bereit ist nicht die ersten drei Versionen sondern ich sag jetzt mal Version 1, 5, 8 und 10 zu spielen. Dann merkt man nicht nur den Anstieg zwischen 1 und 5 und 5 und 8, sondern eben auch da da viel mehr Teile vieeel professioneller bearbeitet wurden.

Das ist etwa wie die Aussage: Wähhh Privatfernsehen ist ja total blöd.. und man verpasst dabei die Kunst welche anspruchsvolle Serien erzeugen können. Warum? Einfach weil man da nicht mehr Probiert hat die Titel zu spielen.

Finde das trifft sowohl auch AC als auch auf CD zu. Leider ist das Gameplay oft von der Stange und bietet keine Innovation, weshalb viele halt auch nicht erst hinter die Kulisse blicken.

Diese Magie wie man sie aus der Jugend kennt, quasi das es so viel neues gibt.. singt mit steigendem Alter doch exponentiell. Aber nimmt man sich Zeit bestimmtes zu reflektieren, steigert das durchaus die Erkenntnis.

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Waheda
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Waheda » 05.05.2016 16:44

ChrisJumper hat geschrieben:Ich finde das so überhaupt nicht. Natürlich sind die CoD Teile und AC-Teile Fertigware. Massenware. Fließbandware.
Der Eindruck täuscht. Die Spiele haben eine Entwicklung. Das bekommt man aber nur mit wenn man Bereit ist nicht die ersten drei Versionen sondern ich sag jetzt mal Version 1, 5, 8 und 10 zu spielen. Dann merkt man nicht nur den Anstieg zwischen 1 und 5 und 5 und 8, sondern eben auch da da viel mehr Teile vieeel professioneller bearbeitet wurden.

Das ist etwa wie die Aussage: Wähhh Privatfernsehen ist ja total blöd.. und man verpasst dabei die Kunst welche anspruchsvolle Serien erzeugen können. Warum? Einfach weil man da nicht mehr Probiert hat die Titel zu spielen.

Finde das trifft sowohl auch AC als auch auf CD zu. Leider ist das Gameplay oft von der Stange und bietet keine Innovation, weshalb viele halt auch nicht erst hinter die Kulisse blicken.

Diese Magie wie man sie aus der Jugend kennt, quasi das es so viel neues gibt.. singt mit steigendem Alter doch exponentiell. Aber nimmt man sich Zeit bestimmtes zu reflektieren, steigert das durchaus die Erkenntnis.

Das stimmt sehr wohl. Beide Serien haben sich fundamental geändert und den Entwickler spreche ich die Leidenschaft, ein tolles Spiel zu schaffen auch nicht ab. In vielen Punkten sind beide Serien heute deutlich besser zu spielen und lassen Professionalität aus allen Poren fließen.

Generell geht mir das Genörgel an den großen Produktionen auf den Keks, denn vor der großen Independent Games Welle gab es so gut wie nur Titel der großen Verleger. Indies haben nur aufgrund der verbesserten Tools mehr Möglichkeiten, ihr Produkt ebenfalls Professionell aussehen zu lassen. Qualitativ finden sich im Indie-Sektor mehr Gurken, als im Triple-A-Markt.

Ebenso wird einem Titel wie Call of Duty aufgrund seiner Produktionsqualität, der großartigen PR und der breiten Zielgruppe jegliche Qualität eines Spiel versagt, weil es eines der erfolgreichsten Serien auf dem Markt ist. Fallout ist auch eine Mainstream-Marke, der diese Qualitäten nicht abgesprochen werden - Klar, hier erscheint nicht im jährlichen Rhythmus ein neues Spiel, doch auch Bethesda achtet auf Ergebnisse von Zielgruppentest und Marktanalysen. Große RPGs haben aufgrund ihres Genres aber schon längere Entwicklungszyklen eingeplant, da hier von einem großen Umfang (min. 100 Std.) ausgegangen werden muss, den Käufer auch erwarten - ohne DLCs natürlich.

Gameplay orientiert sich halt an der Zielgruppe, was z.B. Jim Sterling in einigen Videos sehr gut aufschlüsselt. Die Branche verfällt oft in Panik, was zu dubiosen Wechselkursen führt (bspw. der neue Episoden-Trend bei Großprojekten von Square Enix). Klar, könnte ein AC oder COD von kleineren Verfeinerungen profitieren, doch insgesamt funktioniert es so gut, dass Millionen Spieler jährlich zuschlagen. Es ist ja nicht so, als befänden sich die beide Serien in einer Identitätskrise, hm? ;-)

Ab einem bestimmten Alter verfliegt die Magie um Spiele halt, gerade wenn man noch Teil der Entstehung war und so ziemlich alle Veränderungen mitbekommen hat. An mir ist fast die komplette SNES-Ära vorbei gegangen, einfach weil ich keine Verbindung zu den Spielen aufbauen konnte - abgesehen von Pokémon haben mich Videospiele nicht interessiert. Dann kam der 3D-Boom und mit dem ersten Halo war ich voll dabei ("Das ist ja wie im Kino!"), doch auch heute begeistern mich Spiele noch, da ich mich nicht an lächerlichen Dingen wie der Grafik aufhänge.

Diese Momente werden seltener, doch liegt das wohl mehr an jenen, die sich selbst mit Spielen übersättigen. Ich spiele gar nicht so viele Titel, weshalb ich auch gerne mal an etwas hängen bleibe, dass wegen seiner Innovationslosigkeit gerügt wurde und als Kopie beschimpft wird. Who cares?

Große Spiele werden immer das Problem haben von großen Mengen an Spielern kritisiert zu werden, doch innerhalb der Serie von einer Stagnation zu reden, liegt fern jeglicher Realität. COD4 spielt sich nicht wie BLOPS3 und AC1 spielt sich nicht wie AC Unity. Sowas kommt von Leuten, die diese Titel anscheinend nicht selber spielen, sondern nur Schlüsse per Online-Video ziehen.
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Akabei » 05.05.2016 21:52

Ich bin mir ziemlich sicher, dass alle augenblicklichen Bestseller spielerisch in genau der selben Form auch auf der vorherigen Konsolengeneration hätten veröffentlicht werden können, ein Großteil davon sogar noch auf PS2 und Konsorten (natürlich mit großen grafischen Abstrichen).

Wo ist das Spiel dieser Konsolengeneration?

Offenbar hat der kommerzielle Erfolg von GTA III und seinen Nachfolgern den Kreativabteilungen vieler AAA-Entwickler den Todesstoß versetzt.
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Waheda » 08.05.2016 14:29

Akabei hat geschrieben:Ich bin mir ziemlich sicher, dass alle augenblicklichen Bestseller spielerisch in genau der selben Form auch auf der vorherigen Konsolengeneration hätten veröffentlicht werden können, ein Großteil davon sogar noch auf PS2 und Konsorten (natürlich mit großen grafischen Abstrichen).

Wo ist das Spiel dieser Konsolengeneration?

Offenbar hat der kommerzielle Erfolg von GTA III und seinen Nachfolgern den Kreativabteilungen vieler AAA-Entwickler den Todesstoß versetzt.
Es scheint, die Zeit der Indie-Games angebrochen zu sein. Der Triple-A-Markt erlaubt sich bei den hohen Produktionskosten kaum Wagnisse, bzw. versucht sein Glück mit den Nachwehen der letzten Konsolen-Generation. Einen interessanten Video-Artikel dazu findest du hier: "Why Square Enix Is Carving Its Games To Bits"

Das basiert natürlich alles nur auf Informationen von Dritten, würde aber in vielen Bereichen Sinn machen. Gerade der Teil mit den ganzen Remastered Editionen, die doch schon in großen Mengen erschienen sind. Aber Panikreaktionen sind in der Videospielbranche ja nichts neues.

Ob die meisten Spiele in dieser Form auch auf den letzten Konsolen funktioniert hätten? Möglich, aber die technische Entwicklung hat halt eine Verbesserung der Hardware verlangt. Auffällig ist lediglich, dass die Spiele auf der Xbox 360 und Playstation 3, den Markt deutlich verändert haben. Das Onlinespiel hat auf Konsolen an Bedeutung gewonnen, ebenso wie der Zukauf von Inhalten (Gute und Schlechte DLC). Vieles was auf dem PC schon seit vielen Jahren bekannt war, wurde jetzt aktiv auf den Konsolen abgeliefert.

Klar, innerhalb einer Serie halten sich die Innovationen in Grenzen, weshalb man hier mehr von einer Evolution des Spiele sprechen kann. Die Frage ist jedoch immer, ob der Markt auch Spiele kauft, welche sich gegen den Trend stellen. Wir sehen ja an Nintendo, was erzwungene Innovationen bringen, nur damit die Hardware kreativ genutzt wird (*hust* Star Fox 2016).

Insgesamt ist der Markt wohl an einem Punkt angekommen, wo die Diversität für zufriedene Kunden sorgt. Egal ob ein Hardcore-RPG wie Wasteland 2, oder der Ultra-Casual-Titel Angry Birds, jeder findet etwas für den eigenen Geschmack. Die großen Titel sind da mehr der alljährliche Blockbuster, der viele Leute anzieht aber auch schnell wieder loslässt. Interessante Spiele, die definierend für ihre Generation sind, sucht man schon lange vergebens bei den großen Verlegern.
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Akabei » 08.05.2016 19:30

bvrst hat geschrieben:Interessante Spiele, die definierend für ihre Generation sind, sucht man schon lange vergebens bei den großen Verlegern.
Genau das ist offensichtlich gerade das Problem. Niemand weiß in welche Richtung es sich entwickeln soll, also bringen alle großen Publisher nur noch Selbstplagiate und die mittelgroßen lassen sich für die Wiederbelebung totgesagter Genres feiern (z.B.: Dirt Rally, Wastelands, etc.).

Ich verfolge die Szene seit dem Ende der Siebziger Jahre. Entweder resigniere ich inzwischen einfach schneller oder die kreative Krise (auch in der Indie-Szene) war noch nie größer als momentan.

VR ist nun wahrlich nicht mein Steckenpferd, aber angesichts der allgemeinen Stagnation in Sachen Gameplay, ist das bei Lichte betrachtet momentan die einzige Hoffnung auf einen Fortschritt in der Richtung.
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Waheda » 09.05.2016 16:06

Akabei hat geschrieben:Genau das ist offensichtlich gerade das Problem. Niemand weiß in welche Richtung es sich entwickeln soll, also bringen alle großen Publisher nur noch Selbstplagiate und die mittelgroßen lassen sich für die Wiederbelebung totgesagter Genres feiern (z.B.: Dirt Rally, Wastelands, etc.).

Ich verfolge die Szene seit dem Ende der Siebziger Jahre. Entweder resigniere ich inzwischen einfach schneller oder die kreative Krise (auch in der Indie-Szene) war noch nie größer als momentan.

VR ist nun wahrlich nicht mein Steckenpferd, aber angesichts der allgemeinen Stagnation in Sachen Gameplay, ist das bei Lichte betrachtet momentan die einzige Hoffnung auf einen Fortschritt in der Richtung.
Was soll sich denn noch im Gameplay entwickeln? Wir sind doch schon lange über die Geburt der Spiele hinaus. Die Pfade wurde gepflastert und funktionieren blendend, jetzt hängt es von der Technik ab, die Spiele zu verändern.

Ingress war der erste, größere Schritt in diese Richtung und Virtual Reality ist der nächste Schritt. Wir haben bereits im kleinen Stil sehen können, was Microsoft mit HoloLens auf die Beine gestellt hat und irgendwann auch dem Privatkunden zur Verfügung stellen wird. Die Zukunft für Gaming ist sehr interessant, doch besagt diese nicht, dass sich das Gameplay grundlegend verändern wird.

Nintendo hat mit der Wii den Anstoß in Richtung Motion-based Games geliefert und VR-Systeme adaptieren es. Man kann aber auch an Unternehmen wie Nintendo sehr gut sehen, wie der Drang zu Innovationen im Gameplay, eigenen Spiele ruinieren kann. Es sind doch die eigentlichen Inhalte, die ein Spiel spielenswert machen und nicht nur eine Innovative Gameplay-Idee, warum sollte man etwas verändern, das sehr gut funktioniert?

Das eigentliche Problem liegt an der Inszenierung von Spielen, die an einigen (vielen) Stellen zu sehr auf eine "filmische" Präsentation setzen und dafür spielerische Momente aufgeben. Gerade der Triple-A-Markt ist wohl hier zu beschuldigen, schlimmer sind jedoch die Nachahmer (THQ, Deep Silver etc.), die etablierte Marken imitieren und dem Markt und sich selbst so schaden.

Kreativität ist vorhanden, doch ist es gerade im Indiesektor zwischen den ganzen Scam-Artists und Nullnummern nicht mehr einfach etwas originelles zu finden. Es wurde halt beinahe alles bedient, sowohl im Indie- als auch Triple-A-Bereich - was soll da noch kommen? Titel wie Minecraft sind im Gaming insgesamt sehr selten, wenn überhaupt ein Spiel erscheint, dass definierend ist.

Nach dieser Logik befinden wir uns bereits seit mindestens 2 Jahrzehnten in einer kreativen Krise, denn es wurde bereits in den 1980er eine Kultur der Fortsetzungen und des Gameplay-Gleichschritts etabliert. Das es immer noch Lichtblicke gab, lag einfach an der Tatsache, dass die Möglichkeiten unbegrenzter waren, als sie es Heute sind.

Eine Entschuldigung suche ich nicht für den momentanen Stand der Dinge, doch im Kontext fühle ich mich nicht sonderlich gelangweilt. Es ist ein Spiel mit den Erwartungen, die man selbst hat und ich halte diese niedrig. Klar, begeistern konnte ich mich erst ab 2001 (5. Schulklasse) für Videospiele, als die Grafik mehr meinen Erwartung entsprach, doch auch da war der Markt noch nicht so sehr entwickelt.

Viele Projekte befassen sich mit der Weiterentwicklung von Gameplay, doch insgesamt kostet die ganze Sache auch sehr viel Geld. Das ist Geld, was die Verleger nicht aufbringen wollen und welches kleinen Entwicklern fehlt. Betrügereien auf Kickstarter und IndieGoGo tragen da auch nicht zu bei, den ehrlichen Teams die notwendigen Gelder zu verschaffen.

Am Ende des Tages ist Gaming eben Big Business und nichts anderes. Passionierte Projekte gibt es immer, auch wenn diese dem klassischen Gameplay-Pfad folgen.
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von Akabecks » 09.05.2016 19:26

bvrst hat geschrieben:
Akabei hat geschrieben:Genau das ist offensichtlich gerade das Problem. Niemand weiß in welche Richtung es sich entwickeln soll, also bringen alle großen Publisher nur noch Selbstplagiate und die mittelgroßen lassen sich für die Wiederbelebung totgesagter Genres feiern (z.B.: Dirt Rally, Wastelands, etc.).

Ich verfolge die Szene seit dem Ende der Siebziger Jahre. Entweder resigniere ich inzwischen einfach schneller oder die kreative Krise (auch in der Indie-Szene) war noch nie größer als momentan.

VR ist nun wahrlich nicht mein Steckenpferd, aber angesichts der allgemeinen Stagnation in Sachen Gameplay, ist das bei Lichte betrachtet momentan die einzige Hoffnung auf einen Fortschritt in der Richtung.
Was soll sich denn noch im Gameplay entwickeln? Wir sind doch schon lange über die Geburt der Spiele hinaus. Die Pfade wurde gepflastert und funktionieren blendend, jetzt hängt es von der Technik ab, die Spiele zu verändern.

Ingress war der erste, größere Schritt in diese Richtung und Virtual Reality ist der nächste Schritt. Wir haben bereits im kleinen Stil sehen können, was Microsoft mit HoloLens auf die Beine gestellt hat und irgendwann auch dem Privatkunden zur Verfügung stellen wird. Die Zukunft für Gaming ist sehr interessant, doch besagt diese nicht, dass sich das Gameplay grundlegend verändern wird.

Nintendo hat mit der Wii den Anstoß in Richtung Motion-based Games geliefert und VR-Systeme adaptieren es. Man kann aber auch an Unternehmen wie Nintendo sehr gut sehen, wie der Drang zu Innovationen im Gameplay, eigenen Spiele ruinieren kann. Es sind doch die eigentlichen Inhalte, die ein Spiel spielenswert machen und nicht nur eine Innovative Gameplay-Idee, warum sollte man etwas verändern, das sehr gut funktioniert?

Das eigentliche Problem liegt an der Inszenierung von Spielen, die an einigen (vielen) Stellen zu sehr auf eine "filmische" Präsentation setzen und dafür spielerische Momente aufgeben. Gerade der Triple-A-Markt ist wohl hier zu beschuldigen, schlimmer sind jedoch die Nachahmer (THQ, Deep Silver etc.), die etablierte Marken imitieren und dem Markt und sich selbst so schaden.

Kreativität ist vorhanden, doch ist es gerade im Indiesektor zwischen den ganzen Scam-Artists und Nullnummern nicht mehr einfach etwas originelles zu finden. Es wurde halt beinahe alles bedient, sowohl im Indie- als auch Triple-A-Bereich - was soll da noch kommen? Titel wie Minecraft sind im Gaming insgesamt sehr selten, wenn überhaupt ein Spiel erscheint, dass definierend ist.

Nach dieser Logik befinden wir uns bereits seit mindestens 2 Jahrzehnten in einer kreativen Krise, denn es wurde bereits in den 1980er eine Kultur der Fortsetzungen und des Gameplay-Gleichschritts etabliert. Das es immer noch Lichtblicke gab, lag einfach an der Tatsache, dass die Möglichkeiten unbegrenzter waren, als sie es Heute sind.

Eine Entschuldigung suche ich nicht für den momentanen Stand der Dinge, doch im Kontext fühle ich mich nicht sonderlich gelangweilt. Es ist ein Spiel mit den Erwartungen, die man selbst hat und ich halte diese niedrig. Klar, begeistern konnte ich mich erst ab 2001 (5. Schulklasse) für Videospiele, als die Grafik mehr meinen Erwartung entsprach, doch auch da war der Markt noch nicht so sehr entwickelt.

Viele Projekte befassen sich mit der Weiterentwicklung von Gameplay, doch insgesamt kostet die ganze Sache auch sehr viel Geld. Das ist Geld, was die Verleger nicht aufbringen wollen und welches kleinen Entwicklern fehlt. Betrügereien auf Kickstarter und IndieGoGo tragen da auch nicht zu bei, den ehrlichen Teams die notwendigen Gelder zu verschaffen.

Am Ende des Tages ist Gaming eben Big Business und nichts anderes. Passionierte Projekte gibt es immer, auch wenn diese dem klassischen Gameplay-Pfad folgen.
Guter Kommentar, sehe das ganz ähnlich.
Wegen mir braucht es keine großen Innovationen. Mit den heutigen, sehr ergonomischen und präzisen Eingabegeräten, starker Hardware und riesigen Bildschirmen könnten die Bedingungen für ein gutes Spielerlebnis kaum besser sein. Mit diesen Voraussetzungen bedarf es dann doch eigentlich nur noch einer gut designten Kampagne (ganz gleich ob Shooter, Racing, RPG, Strategie, was auch immer) um ein gutes Spielerlebnis einzufahren. Abnutzungserscheinungen aufgrund immergleicher Spielmechanik? So immergleich finde ich sie gar nicht. Auch wenn das Rad seit 20 und mehr Jahren im Prinzip das selbe ist, so kommen doch immer wieder neue Speichen, Beläge, Schrauben und Weiteres hinzu. Und ich finde, dass es Spaß macht, bei dieser Entwicklung stets mittendrin statt nur dabei zu sein. Taktisches Zerstückeln von Gegnern bei Dead Space? Nicht nur ne coole Idee, sondern auch ziemlich cool umgesetzt. Ein richtig gut funktionierendes dynamisches Deckungssystem bei Gears? Schöne Sache, fühlte sich frisch an. Ego-Running a la Mirrors Edge? Auch nicht schlecht.
Kurzum: Für mich herrscht kein Stillstand. Es gibt ständig etwas Neues zu entdecken.

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ChrisJumper
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Re: Spiele von heute haben keine Seele

Beitrag von ChrisJumper » 13.05.2016 23:43

Akabei hat geschrieben:Ich bin mir ziemlich sicher, dass alle augenblicklichen Bestseller spielerisch in genau der selben Form auch auf der vorherigen Konsolengeneration hätten veröffentlicht werden können, ein Großteil davon sogar noch auf PS2 und Konsorten (natürlich mit großen grafischen Abstrichen).
Ein sehr interessanter Punkt. Generell stimme ich dir da auch zu. Aber erinnerst du dich noch an die Pixelgrafik-Zeit wo ein Spiel genau nach einem Film war, genau die selbe Handlung hatte und Ablauf.. es hatte sich ja am Film orientiert und trotzdem auf dem NES mehr Optionen und Spiellänge als auf dem Game Boy?

Die Konsolen sind diesbezüglich natürlich potent. Aber ab einem Gewissen Grad gibt es in einem bestimmten Bereich zu Gunsten der anderen halt ein zeitliches Opfer der Arbeitszeit. Dann wird die Grafik besser, und der Umfang kürzer oder die Spiel-Engine also das Spielprinzip.. ich tue hier immer gerne als wäre so ein Spiel auf dem Reißbrett ein Brettspiel, weil man sich bei dessen Gestaltung um das Spielprinzip Gedanken machen muss.

Allein unter dem Aspekt, zerbröselt dein Argument bis zu dem Punkt, die für den Spieler wichtig sind. Gut die wenigsten sind Grafiker oder verstehen das Kunsthandwerk hinter einem Bild und einer Malerei. Ich verweise gerne auf Bilder aus einer Zeit die einer Fotografie ähneln, aber eben noch nicht die Möglichkeit hatten ein Foto zu machen! Dann sieht man erst wie hoch diese Kunst war. Ähnlich begeistert auch ein The Order 1886. Für die meisten Menschen und wahrscheinlich alle die 2030 zurück blicken auf dieses Spiel wird es wahrscheinlich langweilig sein. Ein solcher Aspekt, den der Technik in der Gestaltung/Game-Code lässt sich halt nur für Techniker transportieren und bemerken. Weil die meisten auch heute nicht sehen, warum es wahnsinnig cool ist wenn ein Programm schnell läuft und wenig Speicherplatz nutz. All diese Kategorien sind für viele Menschen irgendwann "hinreichend erfüllt" und dann spielt eine weitere Optimierung um 30% zusätzlich auch keine Rolle mehr. Aber genau aus dem Grund ist eine Portierung über größere Distanz auch nicht so cool.

Das was du aber vergisst Akabei ist das sich diese Spiele und Entwicklung nicht immer an UNS richtet, sondern an die Spieler die HEUTE anfangen und das erste mal solche Spiele mit einer PS4 oder deinem PC im Keller zu spielen. Diese Menschen entdecken die Spielewelt mit genau dieser Technik.

Deswegen ist das mit der Seele auch so stark subjektive.
hydro-skunk_420 hat geschrieben: Kurzum: Für mich herrscht kein Stillstand. Es gibt ständig etwas Neues zu entdecken.
Der Stillstand kommt von alleine, wenn du als Spieler eigentlich die Entwicklung in eine andere Richtung bevorzugst. Ein Zug der am Bahnhof einfährt und dann aber zurück setzt oder ein Bahnhof der sich schneller fort bewegt als der Zug, kommt dir dann vor wie Stillstand. Meistens ist das Problem dann eine Geschmacksfrage, mit Spielen die dir unheimlich viel Spaß gemacht haben, aber niemand entwickelt sie mehr weil es angeblich keine Zielgruppe mehr gibt. Beispiel diese 2D-Games und die 16 Bit Zeit.

Dabei sind diese auch Kultur-Politisch eine super eigenständige Untergruppe. Der Zwanghafte Versuch alles in 3D zu machen ist halt nicht jedem Spiel dienlich. Kartenspiele, spielen wir ja jetzt auch nicht mit Würfeln, nur weil der Sprung von 2D zu 3D so angesagt ist. Da hatte die Indie-Branche und die Mobil-Games noch mal einen Fuß in den Markt gesetzt bevor er total zerstört oder aufgegeben wurde. Ein anderes Beispiel waren halt die normalen 2D Adventures, welche ja fast im 3D Hype und nach dessen Fehlschlag komplett aufgegeben wurden. Ich bin so froh das Daedalic noch welche macht.

Da kann ich schon verstehen das Spieler die das (lieblings) Genere wechseln müssen, finden das die Spiele keine Seele mehr haben. Ich hoffe halt das es auch 2030 noch Pixel-Games und Spiele mit Comic Look geben wird. Genauso wie hoffentlich auch ein 2D Civilization oder auch ein schönes Beispiel: 2D Real Time Strategy Games.

Genauso wie übrigens diese Japan-Games oder RPG-Spiele. Ich meine wo würden die denn sonst entwickelt wenn nicht in Japan! Das ist für mich auch immer wieder ein tolles Beispiel von Artenvielfalt und warm es eine Bereicherung ist wenn diese Existiert. Auch wenn einem halt 2/3 nicht zusagen sollten.

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